Beschreibung des Vorschlags
Ich werde auch noch (oder habe schon) Vorschläge für RB110 und S4 (Dresden) veröffentlichen, die mit dem RE50-Konzept zusammenhängen. Die S1 (Dresden) fährt mit diesem Konzept dann nur noch bis Pirna halbstündlich und bis Bad Schandau stündlich. Fahrzeit: Leipzig Hbf-Dresden Hbf: 1:21, Dresden Hbf-Schöna 0:48, Leipzig Hbf-Schöna: 2:09 Da die Halte zwischen Dresden und Riesa von meinen Vorschlägen der S4 und RB110 abgedeckt sind kann der RE50 sie auslassen und über die Fernbahn fahren. Dafür hält der RE50 wieder in Bornitz. Durch die direkte Durchbindung nach Schöna gibt es stündlich eine Direktverbindung für Elbtaltouristen aus Leipzig. Außerdem können Fahrgäste aus dem Elbtal und Pirna schneller die 3 größten Dresdner Bahnhöfe erreichen. Zwischen Pirna und Schöna fahren weiterhin 2 Nahverkehrszüge pro Stunde und Richtung, um die stark frequentierte Strecke nicht weiter zu belasten. Als Fahrzeugeinsatz wäre eine Garnitur aus einer Lok der Baureihe 146 und 4-5 Dostos angebracht.

Das Haltekonzept ist inkonsequent. Du willst den RE 50 beschleunigen, lässt ihn aber zwischen Riesa und Leipzig fast überall halten!? Leipzig-Engelsdorf, Kühren, Dahlen und Bornitz können auch raus. Als Ersatz dafür wird dann die S-Bahn Mitteldeutschland nach Riesa verlängert. Zwischen Riesa und Dresden würde ich den Zug jedoch weiterhin über Coswig (mit Halt) führen. Nach Dresden sollte noch in Heidenau gehalten werden. Obervogelgesang, Stadt Wehlen (bin mir nicht sicher), Krippen und Schmilka können jedoch entfallen. Da ich Schöna für einen unsinnogen Endpunkt bei einer solchen Linie halte. müsste der Zug entweder in Bad Schandau enden oder bis Decin (mit Halt nur in Dolni Zleb) weiterfahren.
Auch von einer Ausdünnung der S1 zwischen Pirna und Bad Schandau halte ich nichts. Es ist meines Wissens bereits ein zusätzlicher RE auf dieser Strecke geplant (also reicht die Kapazität). Da die Fernverkehrszüge irgendwann eh ab Heidenau über die Neubaustrecke fahren, sollte das kein Problem darstellen.
Den Grundgedanken den RE 50 zu beschleunigen und die Sächsische Schweiz schneller anzubinden finde ich aber durchaus gut.
Mein Hauptziel war, den RE50 zwischen Riesa und Dresden zu beschleunigen, weil er dort viel zu oft hält. Zwischen Leipzig und Riesa sind die Haltestellenabstände für einen RE akzeptabel. Andere RE´s, die nicht überall halten haben ähnliche Haltestellenabstände. Eine S-Bahn nach Riesa wäre wahrscheinlich nicht so beliebt, weil sie den Umweg durch den Tunnel fahren würde. (Die S3 nach Wurzen habe ich noch nie mit mehr als 10 Fahrgästen erlebt). Außerdem habe ich mit dem geringsten Aufwand geplant und eine S-Bahn von Riesa nach Dresden lohnt sich definitiv mehr als nach Leipzig.
Für die Halte in Coswig und Radebeul Ost kommt noch was, wenn mein RB110-Vorschlag fertig ist. Für einen Halt in Coswig könnte nicht über die Fernbahn gefahren werden, was den ganzen Zeitgewinn zerstören würde. In Heidenau habe ich mich gegen einen Halt entschieden, da die Bahnsteige nicht auf den Hauptgleisen sind und man entweder über das S-Bahn Gleis müsste oder man müsste quer durch den ganzen Bahnhof fahren, um am Gleis der Müglitztalbahn zu halten. Ab Pirna habe ich vorgesehen, dass der RE50 in der Zeitlage der jetzigen S1 weiterfährt und somit überall hält. Über die Grenze bräuchte man wieder Mehrsystemloks. Man könnte höchstens am Wochenende einen Umlauf (also alle 5 Stunden) mit 372 (falls die Wendezugsteuerung hat) bis Decin fahren.
Mein Hauptziel war, den RE50 zwischen Riesa und Dresden zu beschleunigen, weil er dort viel zu oft hält. Zwischen Leipzig und Riesa sind die Haltestellenabstände für einen RE akzeptabel. Andere RE´s, die nicht überall halten haben ähnliche Haltestellenabstände.
Zwischen Dresden und Riesa beträgt der durchschnittliche Halteabstand etwa 5,6 Kilometer. Der durchschnittliche Halteabstand zwischen Riesa und Leipzig würde bei deiner Planung etwa 7,4 Kilometer betragen. Das ist kein so großer Unterschied. Der Hauptaspekt nachdem die Halte bedient werden, ist aber nicht der Abstand, sondern die Nachfrage. Da sind Bornitz, Dahlen und Kühren definitiv raus.
Eine S-Bahn nach Riesa wäre wahrscheinlich nicht so beliebt, weil sie den Umweg durch den Tunnel fahren würde. (Die S3 nach Wurzen habe ich noch nie mit mehr als 10 Fahrgästen erlebt).
Du hast recht. Die Fahrt mit der S3 dauert echt heftig lange (40 statt 16 Minuten von Hbf bis Wurzen). Mir ging es aber auch eher darum einen Ersatz zu schaffen, wenn der RE 50 die Halte auslässt. Bei jeder 2. Fahrt der S3 könnte man nämlich in Wurzen oder Borsdorf in den RE 50 umsteigen, was einem die Stadtrundfahrt in Leipzig erspart.
Für die Halte in Coswig und Radebeul Ost kommt noch was, wenn mein RB110-Vorschlag fertig ist. Für einen Halt in Coswig könnte nicht über die Fernbahn gefahren werden, was den ganzen Zeitgewinn zerstören würde.
Mit Fahrt über die Fernbahn und komplett ohne Zwischenhalt dauert Dresden-Neustadt Riesa 28 Minuten. Der RE 50 braucht aktuell 39 Minuten für die Strecke. Die Fahrzeit für die Strecke mit Halt in Coswig würde 30 Minuten (Quelle: DB Trassenfinder) betragen. Macht einen Unterschied von 2 Minuten. Das du Radebeul-Ost auslässt verstehe ich. Das Wechseln auf die S-Bahn Gleise ist ein unnötiger Aufwand
In Heidenau habe ich mich gegen einen Halt entschieden, da die Bahnsteige nicht auf den Hauptgleisen sind und man entweder über das S-Bahn Gleis müsste oder man müsste quer durch den ganzen Bahnhof fahren, um am Gleis der Müglitztalbahn zu halten.
Man könnte ohne großen Aufwand an Gleis 5 halten.
Ab Pirna habe ich vorgesehen, dass der RE50 in der Zeitlage der jetzigen S1 weiterfährt und somit überall hält.
Okay, wenn der RE die S-Bahn ersetzt kann man das so machen. Dann passt auch das Linienende in Schöna. Passt auch zur heutigen Fahrplanlage des RE 50.
Über die Grenze bräuchte man wieder Mehrsystemloks. Man könnte höchstens am Wochenende einen Umlauf (also alle 5 Stunden) mit 372 (falls die Wendezugsteuerung hat) bis Decin fahren.
Stimmt, daran hatte ich jetzt gar nicht gedacht.
Herzlich willkommen auf Linie Plus.
Ich möchte gleich mal ein Lob aussprechen, dafür, dass du gleich einen ansprechenden Vorschlag eingebracht hast. Das ist leider alles andere als selbstverständlich.
Von deiner Idee halte ich allerdings nicht so viel. Durch die Führung einer Linie aus Leipzig bis Schöna würde der Zugverkehr dort deutlich unzuverlässiger werden, da die Länge der Linie geradezu Verspätungen provozieren würde. Ein vernünftiger S-Bahntakt wäre dann zwischen Dresden und Pirna kaum zuverlässig machbar.
Interessanter Ansatz. Aber ähnlich wie NGTD12DD bereits schrieb ist das Konzept östlich und westlich von Riesa inkonsistent. Westlich von Riesa wird quasi überall gehalten, östlich von Riesa gar nicht mehr. Zumal das einem einheitlichen Haltekonzept der RE Richtung Großenhain/Riesa zwischen Dresden und Priestewitz widersprechen würde, was zumindest ein Ziel des ZVOE ist.
Die Aufnahme von Bornitz als RE-Halt ist für mich mehr als fragwürdig. Weshalb wird nicht gleich noch Dornreichenbach wieder in Betrieb genommen? Beide bieten etwa das Gleiche Fahrgastpotenzial (erschreckend wenig) und wirken sich eher negativ auf die Durchreisenden Fahrgäste aus. Da wäre es aus meiner Sicht sinnvoller analog zur Dresdner Seite auch von der Leipziger Seite eine S-Bahn nach Riesa fahren zu lassen. Diese könnte auch Bornitz (und ggf. Dornreichenbach) bedienen. In der Neuvergabe des MDSB ist zumindest eine S-Bahn-Linie von Leipzig nach Riesa vorgesehen.
Auch die Verlängerung bis Schöna scheint mir nicht ganz ausgereift. Sollen S1 und RE zwischen Pirna und Bad Schandau im 30-Minuten-Versatz verkehren? Wenn ja, würde das entweder bedeuten, dass der Fahrgast keine Möglichkeit hat in Pirna umzusteigen (keine Übergangszeit) oder dass die S1 in Pirna eine Standzeit bekommt.
Ich sehe zudem das ein oder andere Problem mit anderen Linien. So muss neben der S1 auch auf die U28 Rücksicht genommen werden, die ebenfalls zwischen Bad Schandau und Schöna verkehrt.
Welche Infrastruktur wurde für diesen Vorschlag unterstellt? Wie bekannt sein sollte, laufen derzeit die Ausbaumaßnahmen zwischen Riesa und Dresden, bei denen die Geschwindigkeit abschnittsweise auf bis zu 200 km/h angehoben werden soll. Dies wird auch Auswirkungen auf den RE50 haben. Allerdings ist der RE in diesem Vorschlag zwischen Leipzig und Dresden bei Wegfall aller Zwischenhalte zwischen Riesa und Dresden-Neustadt und einem neuen Zwischenhalt lediglich 11 Minuten schneller.