15 Kommentare zu “Verknüpfung von ICE-Linien für West-Ost-Verkehr (Köln-Frankfurt-Erfurt-Leipzig-Dresden)

  1. Sehr wichtiges Thema, ich war letztens in der Nähe Erfurts (wohne in Köln) und wir waren im Grunde gezwungen Auto zu fahren, da die Bahn hier bei weitem nicht konkurrenzfähig ist, weder mit Fliegen noch mit dem Auto.
    Noch deutlicher zu erwähnen sind denke ich die SFS Hanau-Fulda und die Ausbaumaßnahmen im Bereich Fulda-Erfurt (derzeit beide in Planung), die die Fahrtzeit deutlich senken werden. Auch der Fernbahntunnel in Frankfurt sollte Fahrtzeiten in diesem Bereich gut tun, auch wenn der noch ein wenig dauern dürfte, und auch der Ausbau zwischen Riesa und Dresden auf 200km/h der anscheinend geplant wird (gibt im Forum von mir dazu eine Übersichtskarte) sollte weitere Fahrzeitverkürzungen ermöglichen.

    Ich muss aber sagen dass das insgesamt ein sehr gut recherchierter und begründeter Vorschlag ist, willkommen auf L+! Was noch fehlt sind Vergleiche mit bereits bestehenden Vorschlägen wie diesem und diesem um die Unterschiede aufzuzeigen, denn teilweise wird da eine sehr ähnliche Linie vorgeschlagen.

    1. Da stimme ich dir in allen Punkten zu. Eine Verbindung auf dieser Relation – und es muss ja nicht mal unbedingt gleich ein Super-Duper-Sprinter sein – scheint echt zu fehlen.

      Wie bereits angesprochen, muss nach ähnlichen Vorschlägen gesucht und verlinkt werden, so steht es in den Mitmachhinweisen, welche man vor der Vorschlagerstellung eigentlich durchlesen muss. Außerdem muss der Streckenverlauf der Linie zumindest grob in der Karte eingezeichnet sein.

      Normalerweise setzen wir solche (formal) regelwidrigen Vorschläge auf eine Löschliste, wo dann eine Abstimmung unter allen Admins erfolgt. Aufgrund der qualitativ hochwertigen Ausarbeitung des Vorschlags verzichte ich da aber drauf, und hoffe, dass der Autor den Vorschlag zeitnah überarbeitet 🙂

  2. Die Fahrtzeitvorteile sind deutlich geringer als du hoffst. Der Trassenfinder hat einen irreführenden Namen, er ist eigentlich nur ein Streckenfinder und enthält keinerlei Fahrplandaten. Was da rauskommt ist also die Fahrtzeit in einem leeren Netz um ohne Trassenkonflikte. Wenn du deinen Vorschlag mit der jetzigen Situation vergleichen willst, dann musst du entweder die heutige Route auch im Trassenfinder nachbauen. Oder du kannst einfach pauschal vier Minuten pro ausgelassenen Halt abziehen (kommt ziemlich gut hin). Dein Vorschlag spart gegenüber der Ist-Situation drei Halte und einen zehn Minuten langen Umstieg, insofern ist man nur 22 Minuten schneller, keine halbe Stunde.

    Ansonsten dürfte der Vorschlag bis zur Fertigstellung von Hanau-Fulda und Fulda-Gerstungen wahrscheinlich nur umsetzbar sein, wenn man bestehende Linien ersetzt, insbesondere Linie 50. Damit würden die 22 Minuten Zeitgewinn nach Köln durch eine deutlich schlechtere Anbindung von Westthüringen, Bad Hersfeld, Wiesbaden und Mainz erkauft werden.

    Weiteres Problem bei einer kurz- bis mittelfristigen Umsetzung deines Vorschlages: ICE4 sind eigentlich zu schwach für die Steigungen von KRM, da sollten besser ICE3 fahren. Nur sind die halt alle schon verplant.

    1. Die Fahrtzeitvorteile sind deutlich geringer als du hoffst. Der Trassenfinder hat einen irreführenden Namen, er ist eigentlich nur ein Streckenfinder und enthält keinerlei Fahrplandaten.

      Ehrlich gesagt. weiß ich nicht ob die Führung nach FFM so Sinn ergibt.Also Ich würde vorschlagen über Hamm-Warburg zu fahren (Sprich Kassel-WH – Warburg – Altenbeken – Paderborn Hbf). Da würde man mehr Nachfrage mit abholen.

      1. Ich glaube du hast den Sinn des Vorschlages nicht verstanden, Köln (als viertgrößte Stadt Deutschlands und internationaler Umsteigepunkt Richtung Belgien/Nordfrankreich/Südniederlande) soll eine schnelle Direktverbindung in den Osten kriegen. Ein ICE der weiter nördlich fährt ist vielleicht auch sinnvoll, aber ein gänzlich anderes Thema.

      2. Da wäre aktuell der IC Gera-Düssedorf auf der Strecke. Es geht ja um eine zusätzlich schnellere Verbindung. Und da sind zwei Schnellfahrstrecken sinniger als über Kassel zu fahren. 

        Trassenfinder gibt jetzt für BR412 direkt Köln-Dresden folgende nackige Zeiten + Kilometer aus: 
        Via Frankfurt – EF 
        671,9km – 4:43h

        Via Warburg – KS
        696,8km – 5:50h

        Via Hannover – MD
        698,8km – 6:10h

        Via Hannover – B
        785,4km – 5:44h

        Da sehe ich sowohl via Warburg/Kassel als auch über die SFS Hannover-Berlin als keine Verbesserung der Reisezeiten und Verlinkung von Linien dar. 

        1.  

          Ich glaube du hast den Sinn des Vorschlages nicht verstanden, Köln (als viertgrößte Stadt Deutschlands und internationaler Umsteigepunkt Richtung Belgien/Nordfrankreich/Südniederlande) soll eine schnelle Direktverbindung in den Osten kriegen. Ein ICE der weiter nördlich fährt ist vielleicht auch sinnvoll, aber ein gänzlich anderes Thema.

          Erstmal mein Fehler, ich hätte mich klarer ausdrücken sollen.

          Via Warburg – KS
          696,8km – 5:50h

          Das liegt daran, das die Strecke nicht ausgebaut worden ist. Kurzfristig gesehen, kann eine Führung über FFM Sinn machen,wenn die Kapazitäten in Köln stimmen. Allerdings wenn mal Geld in Hand nimmt (wäre sehr wünschenswert) und die Strecke auf  200 Km/h aufrüstet wären vergleichbare Zeiten möglich. Das wäre für eine schnellere Anbindung relativ wichtig.

          1. Für einen solchen Ausbau muss aber auch ein signifikantes Verkehrsaufkommen herrschen.
            Aufgrund der kurvenreichen Strecke dürfte ein Ausbau auf 200km/h wohl eher nicht möglich sein, es müssten viele NBS-Abschnitte gebaut werden.
            Für eine Strecke, die im besten Fall stündlich bedient wird, ist dies viel zu teuer.

          2. Allerdings wenn mal Geld in Hand nimmt (wäre sehr wünschenswert) und die Strecke auf  200 Km/h aufrüstet wären vergleichbare Zeiten möglich.

            Wäre für diesen Vorschlag aber weiterhin irrelevant. Es geht bobred ja darum, eine möglichst schnelle Verbindung Dresden-Köln zu erreichen. Und da der Weg über Frankfurt kürzer ist als über Kassel und langfristig auf der gesamten Strecke auf 200+ km/h ausgebaut wird, wird der Weg über Kassel selbst bei einem Ausbau auf 200 km/h deutlich langsamer bleiben.

            1. Es geht bobred ja darum, eine möglichst schnelle Verbindung Dresden-Köln zu erreichen.

               

              Wenns darum geht schnell zu sein, warum in Montabaur und Limburg gehalten? Das verstehe ich nicht ganz. Aber wenns stimmt nach Datenlage dann kann ich es verstehen

               

              @Baum

              In den 90ern war tatsächlich der Ausbau der Strecke vorgesehen. Es sind um genau zu sein Drei Züge zwischen Hamm/Dortmund – Paderborn unterwegs + GV und FV. Allerdings wurde es damals verworfen, was schade ist.

          3. Das wäre aber wieder ein anderer Vorschlag.

            Meine Planung basiert auf einer vorhandenen Strecke, mit geplanten NBS/SFS-Teilstücke die schon im Planfeststellungsverfahren sind. Sprich, man baut auf bekannten Entscheidungen auf.

            Ich glaube aber auch das über die südliche Ruhrgebietsstrecke plus eine Umfahrung oder Untertunnelung des Sauerlandes sicherlich nicht im Verhältnis steht. Alleine die Verbindungsstrecke von Paderborn nach Kassel und weiter bis Gerstungen… das sind aktuell 181km. Und schau dir die aktuelle Geschwindigkeit an. Das wäre ein „zahmer Tiger“.

            https://ibb.co/HBWS9h4

  3. Die Idee hatte ich auch schon häufiger, gerade vom Rheinland aus (Köln, in meinem Fall Aachen) sind die direkten ICs über Hannover idR sogar langsamer als Verbindungen mit mehreren Umstiegen (Aachen/Köln -> Frankfurt -> Leipzig -> Dresden). Dementsprechend würde ich mir hier eine bessere Verbindung wie hier dargestellt sehr wünschen, auch wenn man im Zweifel auf Streckenausbauten warten muss…

  4. Grundsätzlich ist die Idee nicht schlecht, die Frage ist halt tatsächlich, wie die Integration in das bestehende Liniennetz vorgenommen wird. Eine komplett neue Linie parallel zu der Linie 50 und den KRM-Linien wäre maximal mit 1-2 Einzelzugpaaren denkbar. Weiterhin könnte man überlegen, inwiefern die anderen Linien ggf. angepasst werden, z.B. Einkürzung der Linie 50 bis Leipzig. Sinnvoll fände ich auf jeden Fall ein Auslassen des Frankfurter Hbf und Ersatzhalt in F-Süd. Fulda muss bei einer zusätzlichen Linie m.E. nicht unbedingt sein, da die Stadt schon ausreichend gut in alle Richtungen angebunden ist. Bei einem Ersatz der Linie 50 wäre es jedoch sehr ungünstig die Halte in Gotha und Bad Hersfeld (ersatzlos) entfallen zu lassen, da die Linie 50 die einzige regelmäßige Linie ist, die dort hält.

    Zum Thema der Führung über Paderborn oder Hannover möchte ich noch erwähnen, dass diese für die Anbindung Kölns wohl keine Alternative sind, für die Anbindung des östlichen/nördlichen Ruhrgebiets dafür umso mehr. Am besten sollte es daher beides geben. Die verlinkte Ringlinie könnte das zwar gut abbilden, aber ich teile auch deine Bedenken bezüglich der Laufweglänge.

  5. Finde ich nicht sonderlich sinnvoll dann in montabur zu halten. Wenn du schon so schnell fahren willst. Ich würde vor allem darauf achten das man in Frankfurt Hbf gut den Anschlusszug erwischt. So kann man mit wenig Aufwand eine schnelle Verbindung realisieren.

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