U1 Dresden

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Beschreibung des Vorschlags

Dieser Vorschlag soll nicht unbedingt realisiert werden, sondern stellt eher eine Gegenüberstellung zu meinem Straßenbahn-Expresslinienkonzept für Dresden dar. Um effektiv Fahrzeiten zu verkürzen und Kapazitäten deutlich zu erhöhen, reicht ein bloßer Bestandsausbau nämlich nicht. Deshalb wäre die U-Bahn eine von zwei Möglichkeiten, um in dieser Hinsicht etwas zu erreichen. 

Konkret würde dabei eine Strecke von Gorbitz nach Prohlis gebaut. Diese soll im Weißeritzgrünzug sowie zwischen Tolkewitz und Leuben oberirdisch verlaufen. Der Abschnitt an der Pillnitzer/Striesener Straße soll in offener Bauweise errichtet werden.

Letztendlich ergäbe sich von Gorbitz (P+R) zum Postplatz eine Fahrzeit von 11 Minuten und vom Postplatz nach Prohlis (P+R) bräuchte man weitere 19 Minuten. Das wäre eine Fahrzeitverkürzung von 12 bzw. 10 Minuten. Allerdings geht das nur um den Preis, dass keine Umsteigemöglichkeiten zu den Sechzigerlinien in Striesen geschaffen werden (zumindest wenn die 14 gebaut wird) und dass Leuben lediglich tangiert wird. 

Außerdem sind bei diesem Konzept nicht vier, sondern nur zwei Linien vorgesehen. Dafür ist aber die Fahrzeit in den Dresdner Westen deutlich kürzer und die Taktung höher. Zunächst wäre ein Sechsminutentakt vorgesehen, der bei Bedarf noch einmal verdichtet werden könnte.

 

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6 Kommentare zu “U1 Dresden

  1. Ein bemerkenswerter Vorschlag. Damit ließe sich das Straßenbahnnetz glatt um 22 km reduzieren.

    In einer Stadt wie Dresden, von der Größe her nur vergleichbar mit Nürnberg, könnte eine U-Bahn nur denkbar sein, wenn dadurch das Straßenbahnnetz ersetzt werden sollte, was heute allerdings nicht mehr zeitgemäß wäre. Auch in Nürnberg war das ja Sinn der U-Bahn. Dort hat man es sich zwar zum Glück noch rechtzeitig anders überlegt, aber Dank der U-Bahn wurde dort das Straßenbahnnetz auf ein Fragment ruiniert. Ich halte solche Absichten für Dresden, wie für jede andere vergleichbare Halbmillionenstadt für unzeitgemäß, abwegig und töricht.

    Mit 17 km U-Bahn 22 km Straßenbahn zu ersetzen würde auch keine wirkliche Verbesserung des ÖPNVs mit sich bringen, sondenr nur dem Autoverkehr durch das Freiwerden von Straßenflächen dienen.

    Allein, dass Pennrich auf den Schienenverkehr verzichten soll, weil du die U-Bahn in Gorbitz enden lassen willst, zeugt doch von einer deutlichen Verschlechterung und anzunehmen, dass die Straßenbahn dort trotz U-Bahn erhalten bleiben könnte, wäre ausgesprochen naiv. Mit dieser U-Bahn würden im Westen von Dresden, neben dem 26er Ring nur die Strecken zur Messe und nach Leutewitz verbleiben können. Das wäre ja wohl klar. Ansonsten wäre die U-Bahn unmöglich auf wirtschaftliche Zahlen schön zu rechnen.

    1. aber Dank der U-Bahn wurde dort das Straßenbahnnetz auf ein Fragment ruiniert.

      „Fragment“ ist etwas übertrieben, vom ursprünglichen Straßenbahnnetz sind auf den ersten Blick durchaus noch deutlich über 50% vorhanden. Eigentlich wurde nichts abgehängt und keine Verschlechterung herbeigeführt, alle nicht mehr vorhandenen Straßenbahnstrecken sind heute als U-Bahn vorhanden und somit sogar deutlich aufgewertet. Und wenn Nachfrage und Bedeutung es rechtfertigen (was ich in den einzelnen Fällen nicht beurteilen kann), kann es durchaus sinnvoll sein, eine Verbindung von Straßenbahn- auf U-Bahn-Niveau aufzuwerten. Eine U-Bahn hat schließlich deutlich mehr Kapazität und ist deutlich schneller.

      1. Eine U-Bahn ist aber schlechter erreichbar, weil man erst in die Teife gelangen und von dort auch weider nach oben kommen muss, außerdem ist die Fahrt weniger attraktiv, weil man nichts sieht. Es wurden zudem keineswegs alle ehemaligen Strecken durch U-Bahn ersetzt.

        1. Eine U-Bahn ist aber schlechter erreichbar, weil man erst in die Teife gelangen und von dort auch weider nach oben kommen muss, außerdem ist die Fahrt weniger attraktiv, weil man nichts sieht.

          Also ehrlich, das klingt einfach nur nach persönlicher Aversion gegen das System U-Bahn. Objektiv betrachtet kann kaum Zweifel daran bestehen, dass eine U-Bahn das höherwertige und attraktivere Verkehrsmittel ist als eine Straßenbahn.

          Übrigens ist meiner Auffassung nach die Station einer Unterpflasterbahn sogar besser erreichbar als eine in der Straßenmitte (zwischen den KFZ-Spuren) liegende Straßenbahnstation, da der Faktor „Ampelphasen“ keine Rolle spielt.

          1. Ist beides immer sehr vom Einzelfall abhängig. Eine Straßenbahn kann wie ein Bus auch im Straßenraum verkehren oder es müssen nur mäßig befahrene Spuren gequert werden (ggf. mit Druck-Ampel), sodass keine Abhängigkeit zu Ampelphasen besteht. Gleichzeitig können U-Bahnen über weitläufige Verteilerebenen und starre Treppen verfügen.

            Grundsätzlich ist eine U-Bahn definitiv höherwertig, vor allem aufgrund der komplett konfliktfreien Fahrt und weiteren Kurven, da gebe ich dir Recht. Man sollte also bei einer Neuerrichtung eines Verkehrsmittels genau abwägen. Allerdings ist der Ersatz einer Straßenbahn durch eine U-Bahn heute (d.h. ohne der Motivation Platz für den Kfz-Verkehr zu schaffen) nur noch selten zu rechtfertigen. Daher mal sehen, was der Ersteller hier dazu zu sagen hat.

    2. Die Straßenbahn komplett zu ersetzen oder überhaupt zu reduzieren, ist nicht meine Absicht. Mir geht es darum, Fahrzeiten zu verkürzen und zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Deshalb habe ich die Stationsabstände teilweise relativ groß gewählt und weitestgehend nicht an bestehenden Straßenbahnstrecken entlang trassiert. Also die ca. 2000 Fahrgäste, die die U-Bahn pro Stunde transportieren könnte, sollen vom Auto auf die U-Bahn umsteigen, nicht von der Straßenbahn.

      Allerdings ist die U-Bahn aus meiner Sicht eher zweite Wahl. Wie in der Beschreibung erwähnt, möchte ich aber ein U-Bahn-Konzept und ein Straßenbahn-Expresslinienkonzept zur Debatte stellen.

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