Beschreibung des Vorschlags
Trassenverlegung der Hafenbahn Greifswald–Ladebow
1. Ausgangssituation
Die bestehende Hafenbahnstrecke zwischen dem Bahnhof Greifswald und dem Hafen Ladebow:
- verläuft teilweise durch innenstadtnahe Bereiche,
- quert sensible Verkehrs- und Fußgängerzonen,
- beinhaltet eine Ryck-Brückenquerung,
- ist betrieblich konfliktanfällig und infrastrukturell eingeschränkt.
Die aktuelle Streckenführung erzeugt Nutzungskonflikte mit innerstädtischem Verkehr, Fuß- und Radverkehr sowie potenzielle Lärmbelastungen im Wohnumfeld.
2. Problemstellung
- Eingeschränkte betriebliche Flexibilität
- Konflikte mit urbaner Entwicklung
- Sicherheitsanforderungen bei Querungen
- Wartungs- und Instandhaltungsaufwand (Brückenbauwerk)
- Begrenztes Entwicklungspotenzial für zukünftigen Hafenverkehr
Langfristig stellt sich die Frage, ob die bestehende Führung den Anforderungen einer nachhaltigen Verkehrs- und Stadtentwicklung gerecht wird.
3. Projektidee: Neubau einer nördlichen Trassenvariante
Vorgeschlagen wird eine teilweise Neutrassierung:
- Abzweig nördlich von Greifswald aus der bestehenden Hauptstrecke
- Führung östlich verlaufend nördlich der Ladebower Chaussee
- Wiederanschluss an die bestehende Hafeninfrastruktur
- Neubau von ca. 2 km Strecke
- Verzicht auf Ryck-Brückenquerung
- vollständige Entlastung der Innenstadtbereiche
4. Erwartete Vorteile
Verkehrlich
- Entflechtung von Schienen- und innerstädtischem Verkehr
- höhere betriebliche Robustheit
- perspektivisch bessere Fahrplanstabilität
Städtebaulich
- Entlastung sensibler Innenstadtlagen
- Verbesserung der Aufenthaltsqualität
- Reduzierung von Lärm- und Sicherheitskonflikten
Infrastrukturell
- Wegfall eines kostenintensiven Brückenbauwerks
- modernere Streckenführung
- zukunftsfähige Hafenanbindung
Strategisch
- Stärkung des Hafenstandorts Ladebow
- Stärkung des Standortes am alten Greifswalder Stadthafen
- Option zur langfristigen Integration in regionale Güterverkehrskonzepte
- Beitrag zur Verkehrsverlagerung von Straße auf Schiene
Durch den strecken neu und Ausbau würde Greifswald die Möglichkeit 2 neuer Haltestellen im nördlichen Stadtgebiet erhalten, doch warum in Greifswalds Infrastruktur investieren?
Greifswald stellt seit Jahren eine der Gemeinden welche ein kontinuierliches, stabiles Wirtschaftswachstum vorweist.
An den jeweiligen halten befinden sich wichtige überregionale Wirtschafts und – Industriestandorte zu denen Täglichen menschen im 3 stelligen Bereich pendeln.
Greifswald Norden wird in den kommenden Jahren eine wachsende Bevölkerungszahl aufweisen, z.B. wird im Moment auf der nördlichen Ryck Seite ein Haus für über 50 Personen gebaut. Der Endhalt in Ladebow kommt nicht nur den dort lebenden und arbeiten Menschen zugute, sondern ebenso dem für Greifswald wichtigen touristischen Standtort Ladebow/Wyck. Ferner stellt Greifswald auch eine der Geimenden, welche gerade im Osten, eine Wachsende Bevölkerungszahl vorweist. Durch Investitionen in die Infrastruktur wird dieses Wachstum weiter unterstützt.
Die Ortschaft Neuenkirchen wäre durch die Schienenverlegung keine 2km entfernt, weshalb mittelfristig überlegt werden könnte, diese an das Streckennetz anzuschließen.
Die anschließend nicht mehr benötigten könnte demontiert werden, dadurch würde der Hochschulsportstandort und der Tierpark in Greifswald erweiterungsflächen gewinnen, da sie nicht mehr von den zum teil Brachliegenden flächen auf der anderen Seite der Schienen abgeschnitten währen. Momentan ist ihre Fläche in teilen von der Schiene eingeschlossen. Dadurch würde die Stadt Greifswald an Wohn und Lebensqualität gewinnen.
In den betroffenen Hafengebieten befinden sich wichtige Arbeitgeber für die Region und das Bundesland.
Ein möglicher halt in Universitätsnähe, wie er im Moment theoretisch möglich wäre, wäre praktisch kaum umzusetzen. Des weiteren kreuzt die vorhandene Streckenführung den Verkehr in einem hohen maße, weshalb das Tempo mit welchem die Strecke befahren werden kann, so gering ist – dass sie sich für den Personenverkehr kaum lohnt. Des weiteren kann natürlich weiter darüber nachgedacht werden, nur den Güter und Warentransport aus dem Stadtgebiet rauszuverlegen und einen zukünftigen Personenverkehr weiterhin auf der vorhandenen strecke zu leiten.

Geht die Zeichnung auch etwas exakter? Reicht auch sich auf den neu trassierten Abschnitt zu beziehen.
habe die Zeichnung einmal geändert, hoffe es ist so besser.
Wenn die aktuelle Streckenführung beibehalten wird, könnte man noch einen Haltepunkt an der Uni einrichten. Warum sollte man die Trasse dann also verlegen?
Klingt sehr schön, praktisch wäre ein halt an der Stelle sehr schwer zu errichten. Desweiteren glaube ich nicht, wie erwähnt, dass es besonders tragbar sein wird, dass es Tragsbar sein wird, bei einem erhöhtem Verkehrsaufkommen 5 Straßenkreuzungen auf einer strecke von wenigen hundert metern zu kreuzen.
Generell bin ich ein freund davon auf der vorhandenen Strecke eine kleine Stadtbahn fahren zu lassen, wahrscheinlich wird der Autoverkehr, welcher empfindlich getroffen wird darüber nicht erfreut sein. Des Weiteren müsste so weiterhin ein Brückenbauwerk instandgehalten werden, während eine „Umgehungsstrecke“ diesen Kostenpunkt verpuffen lässt.