Beschreibung des Vorschlags
Mit Fertigstellung des Brennerbasistunnel in einigen Jahren wird nicht nur umfangreicher Güterverkehr, sondern auch der EC-Fernverkehr zwischen Innsbruck und Bozen von der alten Brennerstrecke in den Tunnel verlagert. Verbleiben werden neben nicht zeitkritischen GV auf der Nordrampe nur die Tiroler S-Bahn-Linien 3 und 4, auf der Südseite diverse Regionalverbindungen der Trenitalia und SAD. Mit Ausnahme einzelner Verbindungen in Tagesrandlage (frühmorgens oder 21:00 Uhr, übrigens letzte Verbindung des Tages) wird es damit keine durchgehenden Personenzüge auf der alten Brennerstrecke mehr geben. Also immer Umstieg am Brennerbahnhof mit Übergang von Österreich nach Italien – auch wenn eigentlich die allerwenigstens im Brennerort aussteigen wollen, es sei denn man möchte in einem dortigen großen Modeoutlet einkaufen.
Da mit der Verlagerung durch den BBT samt Südzulauf der Brennerstrecke sich die Kapazität sehr entspannen wird und der Zwangsumstieg am Brenner auf rein politischen Gründen basiert die eigentlich keiner braucht, möchte ich die derzeit am Brenner endende S4 in Tirol über die alte Brennerstrecke bis Bozen verlängern. Damit gibt es eine durchgehende, komfortable Taktverbindung zwischen Nord- und Südtirol, die auch Sterzing (6.800 Einwohner), Matrei (1.000) und Steinach am Brenner (3.600) anschließt. Da diese Linie keine beschleunigte Leistung darstellen muss, bietet sich auch die (Wieder)-Eröffnung einiger neuer Haltepunkte auf Nord- und Südseite an.
- Zenzenhof (bei Natters und Mutters)
- Mittewald
- Vahrn (im Zusammenhang mit der geplanten Riggertalschleife zur Pustertalbahn)
- Tschötsch / Sams (großes Gewerbegebiet)
- Blumau
- Kardaun (potenzieller Umstieg zu einem Bozner Straßenbahnnetz)
Wenn die Hp-Dichte um Süden immer noch gering wirkt: zwischen Kardaun und Blumau, sowie Blumau und Waidbruck/Lajen verläuft die Brennerstrecke in zwei langen Tunnels.
Betrieb
60-Minuten-Takt Innsbruck Hbf – Brenner – Bozen, Rollmaterial: die FLIRTs der SAD, da zweisystemfähig
60-Minuten-Takt Hall (Tirol) – Innsbruck – Brenner (Nord), Rollmaterial: ÖBB-Talent 1/3
einzelne REX (Franzensfeste – Brenner) – Innsbruck – Jenbach – Wörgl
60-Minuten-Takt R Lienz – Innichen – Bruneck – Mühbach – Franzensfeste ( – Sterzing – Brenner (Süd))
60-Minuten-Takt R (Lienz – Sillian) – Innichen – Bruneck – Mühlbach – Brixen – Bozen ( – Meran – Schlanders – Mals)
Durchbindung S5 im 60-Minuten-Takt von Innsbruck Hbf nach Hall (Tirol)
Will man es sich noch einfacher machen, stellt man in Südtirol das Stromsystem um.

Das ist sogar schon geplant, mit Weiterführung bis Mals. Die ÖBB hat dafür auch schon Talent 3 mit Mehrsystemausrüstung bestellt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bombardier_Talent_3#cite_note-4
http://www.railjournal.com/index.php/rolling-stock/obb-to-order-more-talent-3-emus-for-tyrol.html
Nach Mals? Zwischen Meran und Mals gibts doch noch nicht mal Strom!
Der kommt aber bald. Die Bauarbeiten sind schon im Gange.
Richtig. Und da sich die Vinschgaustrecke auch im direkten Landesbesitz von Südtirol befindet und die Trenitalia hier nix zu melden hat, geht auch was voran.
Wo steht hier etwas von Durchläufern nach Malles Venosta? Klar, die Strecke wird elektrifiziert aber das heisst noch lange nicht dass man gleich dort fahren muss. Was ich bisher gehört habe, sollen sie auf jeden Fall über den Brenner bis nach Bolzano fahren, wobei sich hier die Frage gestellt werden muss, inwieweit diese Planung als realistisch anzusehen ist, man kennt ja die Position der Ferrovie dello Stato Italiano und wie sehr sie sich bemüht, andere EVU von den Gleisen zu drängen (->siehe NTV)
Danke, wusste ich gar nicht. Dann ist die Zeichnung hier ja obsolet. Wobei, durch bis Mals? Ich freue mich schon auf die Fahrplansicherheit.