Beschreibung des Vorschlags
Update: das mit dem Tieferlegen ist vielleicht doch nicht die gute Idee…
Zwischen Bregenz Hafen und Lochau-Hörbranz befindet sich ein eingleisiges Nadelöhr, was intensiveren Verkehr als aktuell erschwert. Um die Kapazität zu erhöhen, wäre ein zweigleisiger Ausbau nötig. Nachdem mir aufgrund der eher Enge zunächst eine Tunnellösung vorschwebte, habe ich mir – angeregt durch die Kommentare – angeschaut, wie das gänzlich oberirdisch zu bewerkstelligen wäre.
An sich ist das tatsächlich möglich, es wird jedoch hier und da nötig sein, ein wenig Land zu gewinnen und entsprechend am Uferbereich aufzuschütten. Mein Grund, wieso ich zunächst unterirdisch es haben wollte, war, dass die Schiene doch eine Barriere ist – größer sogar als eine Straße womöglich.
Andererseits wäre eine unterirdische Lösung in Nähe des Sees doch eher unpraktikabel und auch teuer.
Um jedoch die Barrierewirkung der Schiene abzumildern, werden einige Fußgängerbrücken notwendig.
Wobei es vielleicht in der Nähe zur Küste auch schlauer sein könnte, die Bahn auf Stelzen zu stellen (und die Geschichte möglichst nicht so hässlich wie in Wien zu machen), wodurch unten der Platz bleibt und man sich die Landgewinnung spart.
In jedem Fall sollte diese Küstenline ästhetisch wirken und keine industrielle Tristesse versprühen, wie ich finde. Bei ebenerdiger Führung könnte eine Abgrenzung des Bahnbereichs durch Hecken erfolgen, die Oberleitungsmasten könnten dann auch etwas kreativer gestaltet sein ?

Wenn man eine durchgehende Doppelspur zwischen Lindau und Bregenz nicht anders hinbekommt, dann gerne. Lochau-Hörbranz sollte aber dreigleisig gebaut werden – liegt ungefähr in der Mitte bis Reutin, eine Überholmöglichkeit kann nicht schaden. Zudem wären in Lindau-Zech und Lindau-Terme zusätzliche Haltepunkte erstrebenswert, die noch mehr Stop-Go-Verkehr hätten.
Wie sieht es mit Steigungen aus? Die Strecke muss unbedingt GV-konform sein.
An Zugverkehr:
Durchbindung der Railljets über Lindau-Reutin nach Lindau Hbf
Durchgehender Halbstundentakt S1 nach Lindau Hbf
RE/REX Bludenz/St.Gallen-St.Margarethen – Bregenz – Lindau Reutin – Friedrichshafen Hbf
einzelne Zugpaare des geplanten IC62 (Saarbrücken – Stuttgart – Lindau) Durchbindung weiter nach Innsbruck Hbf via Arlberg, analog zum bestehenden Zugpaar IC 118/119
sowie die bestehenden Züge des EC88 München – Zürich
Das Bodenseeufer ist platt wie ein Blatt Papier. Von dem her ist die Strecke ganz bestimmt GV-konform. Da braucht man sich keine Gedanken machen.
Meine erste Idee war eine unterirdische Lösung, deswegen 😉
Die Idee des zweigleisigen Ausbaus finde ich gut. Ich denke aber, dass es auch ohne Tunnel gehen müsste. Von Norden her könnte das zweite Gleis bis zum Klausberg östlich neben dem vorhandenen Gleis angelegt werden. Die Bregenzer Straße, die dort verläuft, könnte nach Osten verschoben werden, da dort so gut wie nicht im Weg ist. Ein paar Parkplätze und eine Tankstelle müssten entfallen, die Tankstelle kann man aber anderswo neu errichten. An ein einziges altes Haus müsste man näher heran, dort müsste man für Lärmschutz sorgen.
Weiter südlich könnte zunächst auf einem kurzen Stück das ohnehin künstliche Bodenseeufer etwas weiter im See neu angelegt werden, dort wo der Strand beginnt, hat man jedoch genügend Platz, um durch Einengung der Promenade ausreichend Platz für ein zweites Gleis zu erhalten. Das vorhandene Gleis müsste am Bahnhof Bregenz Hafen natürlich an das andere Bahnsteiggleis angeschlossen werden.
Das wäre ganz schön kompliziert, da einen Tunnel zu bauen, wenn man keine Flutung durch den See haben möchte. Der Boden dürfte so nah am Wasser auch kaum tragfähig sein. Durch kleine künstliche Aufschüttung am Seeufer könnte man wohl Platz für ein weiteres Planum schaffen, was deutlich günstiger wäre. Die Straße stört genauso als Barriere, Über- oder Unterführungen sollten da helfen.
Ok, anscheinend ist das mit dem Tieferlegen vielleicht doch nicht die beste Idee. Dann eben ebenerdig… oder erhöht legen 🙂
Ich hatte dazu auch schon einen Vorschlag.
Man könnte ja auch im Strandbereich ein oder zwei Landschaftsbrücken über Bahn und Straße errichten, würde sowohl für Mensch und Natur als auch für die Optik die Barrierefunktion mindern.