5 Kommentare zu “[OF/FFM] Verknüpfung Linie 16 und Linie 12

  1. Ich sehe die eh schon immer wieder mal angedachte Straßenbahnverbindung von Fechenheim nach Offenbach ggü. einem neuen Abzweig von der C-Strecke (siehe dein Schwestervorschlag) als deutlich realistischer an, und nicht nur aus rein finanziellen Gesichtspunkten (das aber auch, Offenbach ist arm wie eine Kirchenmaus). Eine Verbindung von Offenbach nordwärts nach Fechenheim und, im Falle der U-Bahn weiter nach Riederwald würde primär lokale Verkehrsbedürfnisse abdecken, eventuell Pendlerverkehr nach Fechenheim und zum Osthafen / EZB. In die Frankfurter Innenstadt ist die S-Bahn allerdings doch um einiges attraktiver, viel bequemer als vom Offenbacher Marktplatz zur Hauptwache geht es eigentlich nicht.

    Ich weiß, du siehst deine beiden Vorschläge eher komplementär, allerdings sehe ich kaum, wie sich beide Projekte insb. im Korridor über den Main positiv in einer NKV durchsetzen sollen, dafür sind die Verkehrsträger und die erschlossenen Relationen zwischen Fechenheim und Offenbach Hbf zu ähnlich. Gleichzeitig erfordert die U-Bahn hier Investitionen (wenn schon die D IV-Mainquerung nach Niederrad zu teuer ist, dann ist Sie es hier erst Recht), mit in deinem Entwurf recht geringer Erschließung. Deine U-Bahn-Trasse sieht ja ausschließlich Halte am Offenbacher Marktplatz sowie südlich vom Hauptbahnhof vor (letzteres sehe ich politisch auch kaum durchsetzbar, da sich die Offenbacher Lokalpolitk sehr für eine Wiederaufwertung des Hauptbahnhofes einsetzt und kaum einer Trasse zustimmen wird, die diesen verpasst), was durch mangelnde Bauvorleistungen am Marktplatz samt Unterfahrung des Citytunnels und aufwendigem Umbau der Verkehrsstation… teuer wird.

    Die Straßenbahn bietet hier die bessere Erschließung (wobei ich auch hier nicht so ganz verstehe, warum du auf der Waldstraße partout nicht halten willst), vermeidet baulich so einige Kopfschmerzen und kann deutlich besser den Offenbacher Lokalverkehr abbilden. Was hier eigentlich primär notwendig ist.

    1. Kurz- und mittelfristig sehe ich die Straßenbahn hier im Vorteil. Sie ist auch deutlich realistischer in der Fertigstellung, deshalb ist dieser Vorschlag, wenn man ein echtes Ergebnis vorweisen möchte, der eigentliche Hauptvorschlag. Aber die meisten Kommentare sind beim anderen Vorschlag – was vielleicht auch ein gutes Zeichen ist?

      Da du die Stadtbahn erwähnst: Ich sehe 2 konkrete Unterschiede zur DIII-Strecke, die du meinst. Zum einen ginge dort der direkte Anschluss an die Innenstadt verloren, zum anderen entsteht hier eine zusätzliche Verbindung im Frankfurter Osten.
      Ja, die S-Bahn ist direkt schneller; allerdings ist ein wesentlicher Grund für die NMS, dass die südmainische Strecke komplett ausgelastet ist. Man nimmt gerade 2 Milliarden Euro dafür in die Hand!
      Eine schnelle Querverbindung könnte nicht nur die Auslastung der NMS verbessern, sondern auch Fahrten durch die Innenstadt vermeiden.

      Zurück zur Straßenbahn. Wie du sagst, Offenbach ist arm. Ergo, wird sich OF keine eigene Straßenbahnstrecke leisten. Daher müssen die Offenbacher Straßenbahnlinien Verlängerungen der Frankfurter Straßenbahn sein.
      Wie oben erläutert, wird es aus Fechenheim kommend nicht mehr als T20 geben. Aus Oberrad hat man einen T5, davon 3 Züge nach Fechenheim, also 9 Züge die Stunde, die man gerne am Hbf und Marktplatz, vielleicht auch im Nordend, Bürgel, Bieber und auf der Waldstraße hätte. Realistisch also 3 Linien á T20. Die Busse kann das zumindest auf der Waldstraße nicht ersetzen, also kaum Einsparung.

      Grundsätzlich habe ich nichts gegen eine Straßenbahn auf der Waldstraße. Es löst nur keine Probleme.

      Die Straßenbahn bietet hier die bessere Erschließung, vermeidet baulich so einige Kopfschmerzen und kann deutlich besser den Offenbacher Lokalverkehr abbilden. Was hier eigentlich primär notwendig ist.

      Der Aussage stimme ich zu. Ich hatte mir mal eine grobe Linie über Goethe-/Nordring <-> Marktplatz <-> Bürgel skizziert. Vielleicht mach ich dazu auch noch einen Vorschlag.

  2. Nach deinem Stadtbahn-Vorschlag (warum diesen nicht verlinken?) möchte ich hier auch gerne nochmal einen Kommentar da lassen. Einiges, was ich dort kommentiert habe, bezieht sich ja auch auf diesen Vorschlag, insbesondere, dass man diese Vorschläge nicht zu sehr als Ergänzung zueinander sehen sollte, sondern eher als Alternative, da die entsprechend zweite Schienenverbindung nur noch einen Bruchteil des Nutzens hätte und daher weder besonders realistisch noch besonders notwendig ist. Konsequenz: Ich finde, sowohl die Stadtbahn (U4) als auch die Straßenbahn haben ihre Vorteile, weswegen ich beide Vorschläge für präsentierbar halte, allerdings sollten die Linienverläufe nicht schon im Vorhinein aufeinander Rücksicht nehmen, sondern jeweils eigenständig die Route mit dem größten Nutzen wählen. Was dann am Ende gewählt wird, müsste eine Detailuntersuchung (z.B. Machbarkeitsstudie) ergeben.

    Nun aber konkret zu diesem Vorschlag: Wie in meiner Vorschlagsreihe „Verbesserte Anbindung Offenbachs“ aufgelistet, habe ich ja nicht nur einen Stadtbahn- sondern auch zwei Straßenbahnvorschläge (1, 2) erstellt. Insbesondere der zweite bedient eine ähnliche Gesamtrelation wie dein Vorschlag auf (Verlinkung, Unterschiede und deren Begründung bitte in der Beschreibung ergänzen). Dementsprechend bin ich grundsätzlich auch für eine solche Verbindung und fokussiere mich daher im Folgenden auf die Abweichungen der Vorschläge. Allgemein sehe in meinem Vorschlag ein höheres, angeschlossenes Potenzial, zum einen im Südwesten mit der Anbindung des Klinikums und zum anderen mit der Anbindung des Stadtteils Bürgel, welcher damit erstmals eine direkte Schienenanbindung erhält (bei gleichzeitig etwa gleich langer neu zu bauender Streckenlänge). Ungünstig sehe ich in dem Zusammenhang in deinem Vorschlag auch den neuen, sehr parallel zur existierenden Straßenbahnstrecke verlaufenden Abschnitt durch Fechenheim. Ich befürchte, man würde – wenn diese Strecke gebaut ist – die aktuelle Strecke zur Schießhüttenstraße stilllegen (oder abhängig vom Bedienkonzept bis zum neuen Bahnhof Mainkur/Fechenheim zurückziehen), da die doppelte Erschließung nur wenig Gewinn bringt. Ich sehe aber – abgesehen von meiner Lösung – auch nur wenig Alternativen, durch die engen Straßen von Fechenheim zu kommen.

    Auch im Bereich des Hbf empfinde ich deine Blockumfahrung als suboptimal. Das hast du zwar gut erläutert und ist für mich auch nachvollziehbar, allerdings würde ich (wie von mir zweimal als auch von Zeru argumentiert) die Stadtbahn erstmal außenvor lassen. Ein zentraler Umsteigepunkt Straßenbahn/Regio/Bus auf dem Bahnhofsvorplatz wäre für viele ohne Ortskenntnis auch einfacher. Zumal ja in Frankfurt eh nur Zweirichter fahren, die keine Wendeschleife benötigen.

    Ansonsten: Warum ist der Haltestellenabstand in Fechenheim so eng? Da würde ich 1-2 Haltestellen rausnehmen. Genau andersherum ist es im (deutlich dichter besiedelten) Offenbach, hier kann durchaus noch 1 oder 2 Haltestellen ergänzt werden.

    Und nochmal zwei kleine formale Anmerkungen (sorry dafür):
    1. Klickbare Links im Text sind – wie bei Wikipedia – wirklich hilfreich.
    2. Der Titel ist sehr unkonkret. Er sollte zwar auch nicht zu lang sein, aber zumindest Fechenheim würde ich nennen, da er sonst genauso gut ganz anders aussehen könnte.

    1. Hab den Vorschlag verbessert und um deine Alternative ergänzt.

      Der einzige prinzipielle Nachteil, den ich finden konnte, besteht in der deutlich längeren Fahrzeit zwischen Oberrad und Fechenheim. Besonders überrascht hat mich, dass die Führung über Bürgel sogar etwas kürzer ist als die Direktverbindung hier, weil einfach in Fechenheim früher an den Bestand angeschlossen werden kann. Insofern ist die Frage, ob die Stadt Frankfurt das mitmacht, aber da sehe ich keine grundsätzlichen Bedenken.
      Insofern danke für den nochmaligen Hinweis.

      Ungünstig sehe ich in dem Zusammenhang in deinem Vorschlag auch den neuen, sehr parallel zur existierenden Straßenbahnstrecke verlaufenden Abschnitt durch Fechenheim. Ich befürchte, man würde – wenn diese Strecke gebaut ist – die aktuelle Strecke zur Schießhüttenstraße stilllegen

      Das Argument mit dem Parallelverkehr (nicht nur zur Stadtbahn, sondern auch zur Linie 11) dürfte deinen Vorschlag besser stehen lassen. Eine neue Strecke zu bauen, um die alte stillzulegen erzeugt nur Mehrkosten.

      Auch im Bereich des Hbf empfinde ich deine Blockumfahrung als suboptimal.

      Die Anbindung BÜ Waldstraße ist Teil der Zielsetzung, daher werde ich es hier nicht ändern, aber eine Umsteigemöglichkeit am Marktplatz dürfte prinzipiell auch reichen. Der Grund für die Anbindung liegt im bahnsteiggleichen Umstieg, der jedoch zugegebenermaßen kaum im Verhältnis zu den Kosten steht.

      Warum ist der Haltestellenabstand in Fechenheim so eng?

      Das kann dran liegen, dass ich zwei optionale Haltestellen noch eingezeichnet habe. In Offenbach habe ich mich an den bisherigen Haltestellen orientiert. Da sind die Abstände tatsächlich größer, was wohl auch an den Kosten liegt. Da wäre die Frage, inwieweit die Stadt Offenbach dafür aufkommen müsste bzw. will.

    2. Anbindung des Stadtteils Bürgel, welcher damit erstmals eine direkte Schienenanbindung erhält

      Wäre tatsächlich nicht das erste Mal, da Bürgel in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Teil des Straßenbahnnetzes war. Die Strecke wurde als eine der ersten 1951 stillgelegt.

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