Beschreibung des Vorschlags
Zur Zeit wird die Stadt nur sehr schlecht durch die sehr weit abgelegenen Haltestellen am Rhein erschlossen. Um eine attraktivere Verbindung nach Bonn zu ermöglichen, schlage ich nach Inspiration durch diesen Vorschlag vor, die U-Bahn-Linie 66 in Rhöndorf auf die Straße zu führen bis in den Süden Bad Honnefs, um einen Großteil der Stadt zu erschließen.
Längere Fahrzeiten durch den Innenstadtverkehr werden dabei durch deutlich! kürzere Fußwege ausgeglichen. Auch für die Landesgartenausstellung, für die sich die Stadt nach einer Absage erneut bewerben möchte wäre eine nahtlose und gute Erschließung der Innenstadt von großer Bedeutung.
Ein Problem stellt die Hochflurtechnik dar, aber an allen Haltepunkten bis auf einen war es möglich Platz für die Bahnsteige am Straßenrand zu schaffen.
Detaillierter Streckenverlauf:
In Rhöndorf müsste der bisherige U-Bahn-Halt etwas nach Osten versetzt werden um dann unter der Schnellstraße in den Straßenverkehr zu gelangen. Da dort ausreichend Platz ist sollte das kein Problem sein.
Nach einem kurzen Stück durch eine Nebenstraße wird dann recht in die Rhöndorfer Straße abgebogen. Dort wäre der Bedarf einer Haltestelle sehr groß aber an den Straßenrändern gibt es kaum Möglichkeit dazu. Deshalb schlage ich vor die Marienkapelle abzureißen (auch wenn das sehr schade wäre, aber aufgrund der Lage mitten in einer Hauptstraße wird sie wohl keine richtige Kapellenfunktion mehr erfüllen) und dort einen Mittelbahnsteig zu errichten. Sollte das aus Denkmalschutzgründen etc. nicht gehen, kann man prüfen, ob am westlichen Straßenrand Platz genug wäre, am östlichen ist es kein Problem. Zur Not müsste man ganz auf diesen Halt verzichten.
Dann geht es relativ direkt mit wenigen Zwischenhalten Richtung Zentrum. Dort soll auf Höhe der Schülgenstraße gehalten werden. Dort müsste eine Lösung für das Unterbringen der Hochbahnsteige gefunden werden, oder es wäre die einzige Station ohne barrierefreien Zugang.
Weiter dann auf die Straße Am Saynschen Hof. Dort soll die Haupthaltestelle zur Erschließung der Innenstadt entstehen. Durch die Hinterhof-Situation hat man genügend Platz für breite Bahnsteige, außerdem liegt ein Durchgang zum Stadtzentrum auf Höhe der Station, den man dann noch barrierefrei usw. ausbauen müsste.
Der Nächste Halt bedient dann die Internationale Hochschule.
Zwischen Am Wolfshof und Menzenberger Straße soll eine weitere Station entstehen. Möglich wäre ein Mittelbahnsteig, allerding müsste dann auf die Linksabbiegerspur verzichtet werden (ein Linksabbiegerverbot wäre dabei auch denkbar)
Zwei weitere Stationen an der Karlstraße und am Floßweg sollen dann die dichte Besiedlung der Südstadt anbinden.
Am neuen Friedhof schwenkt die Bahn dann aus auf eine eigene Spur und fährt noch etwas weiter um das große Einkaufsgebiet und das süd-westliche Ende der Stadt zu bedienen.
Eine Verlängerung nach Unkel wäre denkbar, um auch nach Süden einen Bahnanschluss zu schaffen, allerdings verlässt man dann die Landesgrenzen NRW´s. Eine weitere Haltestelle mit Betriebshof / Abstellschuppen / P + R und Fahrradanlage kurz vor der Grenze wäre trotzdem möglich, um zu lange Betriebsfahrten zu vermeiden und höhere Flexibilität zu gewährleisten.

Wenn man die Trasse ohne besonderen Bahnkörper genehmigt bekommt/bekäme, dann ist der Vorschlag sicherlich sinnig.
Allerdings könnten die Beeinträchtigungen durch den MIV die Stadtbahn etwas abwerten.
Könntest du evtl in einem Kommentar zu meinem Vorschlag, der dich inspirierte auf deinen hier verlinkendlich
Danke das wäre nett
Die Idee als solche, ist nicht schlecht, es gibt aber diverse Probleme.
Einige Kurven sind zu eng. Ich vermute, dass man weder an der Löwenburg- Ecke Rhöndorfer Straß0e abbiegen könnte, noch Am Saynschen Hof Ecke Linzer Straße. Das wäre aber nicht so schlimm, da man in Rhöndorf viel bequemer nördlich des Bahnhofs auf die Straße wechseln könnte, also ab dort, wo die Rhöndorfer Straße noch neben der Stadtbahn verläuft. Dann könnte es auf ihr weiter gehen. Die Eingleisigkeit der Strecke lässt sich dort aber nicht fortsetzen, denn eine Straßenbahn, die sich eingleisig durch den Gegenverkehr kämpfen muss, wäre wohl kaum noch zeitgemäß. Sie müsste jeweils in Fahrtrichtung im Autoverkehr mitschwimmen, wenn kein eigener Bahnkörper möglich ist, und das ist hier der Fall.
In der Altstadt von Bad Honnef könnte die Strecke zur Vermeidung enger Kurven bequem entlang der Hauptstraße durch die Fußgängerzone geführt werden. Wegen der geringen Breite der Straße, müsste sie dort eingleisig verlaufen, was ohne Autoverkehr auch problemlos ginge. In die Linzer Straße käme man so aber auch nicht. Vielleicht könntest du dich aber auch mit einem Endpunkt am Ende der Hauptstraße anfreunden?
Das nächste Problem sind die Bahnsteige! Den Abbruch einer historischen Kapelle halte ich für völlig inakzeptabel. Außerdem solltest du bei der Planung der Hochbahnsteige auch beachten, dass diese für eine B80-Traktion knapp 60 m lang sein müssten. Was du angedeutet hast, ist nichtmal halb so lang! Man könnte dort aber überlegen, ob man die Straße nicht zweispurig auf der westlichen Seite der Kapelle vorbei legen kann, sodass auf der anderen Seite Platz für die alleinige Stadtbahn bliebe. Der Abstand zwichen Drachenfelsstraße und Frankeweg dürfte geradeso für die Länge der Hst, ausreichen.
An der nächsten Hst. müsste man, unter Inanspruchnahme benachbarter Grundstücke, die Straße erheblich verbreitern, um einen Mittelbahnsteig anlegen zu können. Immerhin wäre das noch möglich. Am Park Reitersdorf ginge das ebenfalls, hier unter Inanspruchnahme des Parks.
Im weiteren Verlauf sehe ich aber erhebliche Schwierigkeiten bei der Einrichtung von Hochbahnsteigen. Bedenke, dass sie 60 m lang sein müssten und auf dieser Länge kein Queren der Straße möglich ist. Bei Seitenbahnsteigen dürfen auch keine Grundstückszufahrten im Weg sein, denn die Grundstücke müssen erreichbar bleiben, mindestens für die Feuerwehr. dadurch kannst du deine Idee für die Hst. Am Saynschen Hof leider vergessen. Bei den anderen Hst. kann ich nicht erkennen, wo Grundstückseinfahrten sind. Wenn es zwischen Bernhard-Klein- und Schülgenstraße keine einzige Grundstückszufahrt gibt, könnte man dort die Fahrbahn mit den Gleisen ein Stück weit absenken und so die Gehwege zu Hochbahnsteigen machen. Wäre diese Voraussetzung erfüllt? Zwischen Schülgen- und Bahnhofstraße reicht die Länge nicht.
Achte also bitte bei der Planung von Hochbahnsteigen auf die nötige Länge und darauf, ob es Querverkehr geben könnte, der deren Anlage verbietet.
Dass die Hochbahnsteige nicht ganz unproblematisch wären hab ich mir fast gedacht 😉
Wie findest du die Idee anstatt der Verlängerung der 66 eine neue Niederflur-Bahn zu schaffen, die auch engere Kurvenradien fahren kann?
Meinst du einen separaten Betrieb für Bad Honnef? Okay, über einen Gleisanschluss könnte dieser zwar ebenfalls die Werkstattinfrastruktur Bonns nutzen, aber es wäre ein Umsteigezwang erfoderlich. Angesichts des relativ parallelen Verkehrs zur 66 würde ich dann davon ausgehen, dass viele potenzielle Fahrgäste gleich zum Rehinufer gehen und in die richtige Linie einsteigen. Es ist zu bezweifeln, ob dann genug Fahrgäste zusammen kämen, um eine Straßenbahn zu rechtfertigen. Um ausreichend Fahrgäste zu erreichen, wäre wohl mindestens eine Fortsetzung nach Rheinbreitbach erforderlich.