Stendal: Straßenbahn (Hauptbahnhof <> Stadtsee)

 

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Beschreibung des Vorschlags

Seit 1926 die Pferdebahn in Stendal eingestellt wurde, gibt es in der 40.000-Einwohner-Stadt nur noch Busverkehr. Mit dieser Idee möchte ich eine Straßenbahnlinie vorschlagen, welche die wichtigsten Orte der Stadt miteinander verbindet und so ein zuverlässiges und komfortables Verkehrsmittel in die Stadt bringt.

Die Linie startet am Hauptbahnhof, wo ein Umstieg zum Regional- und Fernverkehr möglich ist. Entlang der Bahnhofsstraße geht es nun über die Uchte in die Altstadt. Dieser Anschnitt ist besonders für Touristen interessant, weil hier Haltestellen direkt am Sperlingsplatz und am Markt liegen. Nun fährt die Straßenbahn wieder aus der Altstadt heraus, um sie dann auf nördlicher Seite zu umkreisen. Dabei kann eine eigene Trasse genutzt werden, sodass keine Staus emstehen. Sie passiert unter anderem das Krankenhaus. Am Kreisverkehr an der Uenglinger Straße fährt die Straßenbahn in den westlichen Teil der Stadt. Hier befindet sich die große Hochhaussiedlung Stadtsee. Hier besteht nicht nur eine große Nachfrage durch die vielen Anwohner, es gibt auch zahlreiche Schulen und Kitas. Die Endhaltestelle befindet sich in der Wendeschleife an der Albrecht-Dürer-Straße. Der Bahnhof Stadtsee soll um 600 Meter dorthin verschoben werden. So wird ein Anschluss zur S-Bahn von der Straßenbahn hergestellt, zusätzlich profitieren auch Anwohner von der kürzeren Entfernung zum Bahnhof. Die Busse 901 und 902 sollen zwischen Finanzamt und Lucas-Cranach-Straße am neuen Bahnhof Stadtsee halten.

Ein Betriebshof befindet sich am Hauptbahnhof. Dort ist auf dem Bahngelände viel ungenutzter Platz vorhanden.
Weitere Abzweige zur Hochschule an der Osterburger Straße, sowie zur Berufsschule an der Scharnhorststraße wären möglich. Ebenfalls wären Erweiterungen wie diese hier denkbar: https://linieplus.de/proposal/stendal-hbf-galgenberg-strassenbahn/ https://linieplus.de/proposal/stendal-stadtsee-galgenberg-strassenbahn/

Die Fahrtzeit schätze ich auf etwa 22 Minuten pro Richtung (5,8km).

Entlang der Strecke wohnen geschätzt 25.000 Menschen. Wenn 20% täglich die Straßenbahn nutzen würden, hätte man 5.000 Fahrgäste pro Richtung. Bei einem 12-Minuten-Takt innerhalb von 12 Stunden wäre die durchschnittliche Auslastung pro Straßenbahn (bei einer durchschnittlichen Fahrtdauer von 7 Haltestellen) 42 Fahrgäste. In der HVZ käme man locker auf bis zu 100 Fahrgäste pro Zug.
Bei einem 12-Minuten-Takt wären ca. 5 Fahrzeuge nötig.

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14 Kommentare zu “Stendal: Straßenbahn (Hauptbahnhof <> Stadtsee)

  1. Hat Stendal im Lotto gewonnen? Möchte Google, Amazon oder Microsoft seinen Hauptsitz nach Stendal verlegen?
    Oder wie soll eine Stadt mit noch nicht einmal 40.000 Einwohnern einen neunstelligen Betrag für eine Straßenbahn aufbringen können?

    Zudem sehe ich den Sinn in dieser völlig umwegigen Streckenführung nicht: Von den westlichen Haltestellen zum Hauptbahnhof ist man zu Fuß schneller als mit deiner Straßenbahn.

    1. Die Finanzierung des Bauvorhabens würde wirklich schwierig werden.
      Die Streckenführung halte ich aber für sinnvoll. Zwar braucht man von der westlichen Haltestelle etwa genauso lange zu Fuß bis zum Hauptbahnhof, das Ziel der Straßenbahn ist aber die ganze Stadt abzudecken. Ich schätze, dass 50%-60% aller Einwohner entlang dieser Linie wohnen, sodass die Auslastung der Straßenbahn vergleichbar mit anderen Städten wäre.

  2. Wenn man unsere Faustformel (20-25 km Tram pro 100.000 Einwohner) heranzieht, könnte die Strecke sogar noch ein bissl länger sein, aber praktisch betrachtet muss man die Kosten da nicht unnötig steigern, da auch diese Streckenführung einen sehr großen Teil der Anwohner erschließt.

    Daher finde ich die Streckenführung grundsätzlich sehr gelungen, einzige Frage wäre nur ob es finanzierbar wäre. Völlig unrealistisch fände ich das ja nicht, auch wenn wir wohl sehr lange auf eine Realisierung warten müssten. Anders gesagt: Wenn man eine Tram in Stendal bauen wollen würde, dann mit Sicherheit so (oder so ähnlich) wie hier gezeichnet.

    Einziges Fragezeichen: 12-Minuten-Takt? Wo hast du das denn ausgegraben?^^ Ich denke, ein glatter 15-Minuten-Takt wäre schon besser, 12-Minuten-Abstände würden doch nur Verwirrung stiften.

    Okay, doch noch eine Kritik zur Streckenführung: Ich würde in der Innenstadt eher über den Südwall trassieren, wäre m.E. realistischer als durch die Fußgängerzone. Das wären auch nur 200m Verschiebung, das geht noch.

    Und noch eine etwas abgefahrene Idee, vielleicht könnte man ja eine Ringlinie draus machen, um die westlichen Stadtteile schneller mit dem Hbf zu verbinden?

    1. Zum 12-Minuten-Takt: Ich hab einfach mur geschätzt wie viel Nachfrage da ist, alle 15 Minuten ginge natürlich auch.

      Eine Ringlinie fände ich auch nicht schlecht, aber ich glaube alleine für die Leute aus Stadtsee, die zum Hbf wollen, lohnt sich das nicht. Da ist der Busverkehr bestimmt ausreichend.

      Ich habe auch drüber nachgedacht, ob man lieber gerade den Südwall lang sollte, das Problem ist halt, dass die Altstadt nicht so gut erschlossen werden würde. Zwar stört die Tram vielleicht auch etwas in der engen Fußgängerzone, dafür erreicht man aber umso schneller den Markt.

       

        1. Ich habe halt geschätzt wie viele Fahrgäste so unterwegs wären (siehe oben). Ein 20-Minuten-Takt würde demnach nicht ausreichen, deswegen wäre ein 12-/15-Minuten-Takt optimal. Ein 10-Minuten-Takt wäre zwar noch schöner, würde sich aber wahrscheinlich nicht mehr lohnen.

          Abends und am frühen Morgen, sowie am Wochenende wäre eine Ausdünnung des Taktes angemessen, z.B. ein 20- bis 30-Minuten-Takt.

          1. Entlang der Strecke wohnen geschätzt 25.000 Menschen. Wenn 20% täglich die Straßenbahn nutzen würden, hätte man 5.000 Fahrgäste pro Richtung. Bei einem 12-Minuten-Takt innerhalb von 12 Stunden wäre die durchschnittliche Auslastung pro Straßenbahn (bei einer durchschnittlichen Fahrtdauer von 7 Haltestellen) 42 Fahrgäste. In der HVZ käme man locker auf bis zu 100 Fahrgäste pro Zug.

            Den Anteil von 20% der im Einzugsgebiet lebenden halte ich für viel zu hoch. Nicht jeder muss überhaupt jeden Tag weg, zudem deckt diese Straßenbahn nur einen Bruchteil der Verkehrsströme innerhalb Stendals ab.

            Dazu kommt, dass du fälschlicherweise annimmst, dass jeder vom Beginn bis zum Ende der Fahrt mitfährt. Dies ist im ÖPNV nie so, erst recht nicht bei deiner sehr umwegigen Streckenführung.

            1. Vielleicht war ein 12-Minuten-Takt etwas zu hoch gegriffen. Wenn wir annehmen, dass statt 20% nur 10%-15% der Anwohner die Tram nutzen würden, dann wäre man bei etwa ca. 3.000 Fahrgästen pro Stunde. Dabei ist auch berücksichtigt, dass jeder Fahrgast nur einen Teil der Strecke nutzt („bei einer durchschnittlichen Fahrtdauer von 7 Haltestellen“).

              Ich denke aber, dass sich die Fahrgastzahlen noch weiter steigern ließen, wenn man den Busverkehr so umlegen würde, dass die einzelnen Buslinien aus den Außenbezirken an den Straßenbahnhaltestellen im Zentrum enden würden. Dann müssten die Fahrgäste zwar einmal mehr umsteigen, mit kurzen Wartezeiten blieben Unannehmlichkeiten aber erspart. Dank der großen Kapazität der Straßenbahn wäre der ÖPNV in der gesamten Stadt effizienter und kostensparender, da weniger Fahrer und Fahrzeuge nötig wären.

              1. Ich denke aber, dass sich die Fahrgastzahlen noch weiter steigern ließen, wenn man den Busverkehr so umlegen würde, dass die einzelnen Buslinien aus den Außenbezirken an den Straßenbahnhaltestellen im Zentrum enden würden.

                Du möchtest die Fahrgastzahlen steigern, indem du das Angebot unattraktiver machst?

                Dank der großen Kapazität der Straßenbahn wäre der ÖPNV in der gesamten Stadt effizienter und kostensparender, da weniger Fahrer und Fahrzeuge nötig wären.

                Kostensparender ist eine Straßenbahn nur dann, wenn der Takt insgesamt ausgedünnt wird.

                Wie viele Busse pro Stunde würde man denn auf den einzelnen Abschnitten durch diese Straßenbahn ersetzen können?
                Ich bezweifle, dass es in Stendal längere Abschnitte gibt, auf denen mehr als 4 Busse pro Stunde fahren.

                Und die höhere Kapazität von Straßenbahnen ist auch nur dann ein Vorteil, wenn diese Kapazität auch tatsächlich benötigt wird. Bei 40.000 Einwohnern halte ich es für unwahrscheinlich, dass die Busse komplett überfüllt sind.

              2. Vielleicht war ein 12-Minuten-Takt etwas zu hoch gegriffen. Wenn wir annehmen, dass statt 20% nur 10%-15% der Anwohner die Tram nutzen würden, dann wäre man bei etwa ca. 3.000 Fahrgästen pro Stunde.

                Du meinst wohl 3000 pro Tag und nicht pro Stunde.

                Dies wäre für eine Straßenbahn zu wenig, da sich diese erst ab ~4000 Fahrgästen pro Tag lohnen.

                Zudem halte ich auch diese Zahl noch für deutlich zu groß, da im fast 50% größeren Görlitz am Tag 10.000 Fahrgäste transportiert werden, allerdings mit den beiden Straßenbahn- und sieben Buslinien zusammen.

  3. Am nordwestlichen Ende bitte den Endpunkt am S-Bahnhof Stadtsee vorsehen. So ist es möglich, mittels einem abgestimmten Fahrplan auf die S-Bahn teilweise einen Ringschluss zu erreichen. Dann wäre die Strecke auch in beide Richtungen gleichmäßiger ausgelastet.

    Am besten entlang der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße und Körnerstraße entlangführen.

    1. Ich habe jetzt eine Möglichkeit eingezeichnet. So wird zwar ein neuer Bahnhof fällig, dafür wird aber trotzdem das Wohngebiet Albrecht-Dürer-Straße erreicht. Am alten Bahnhof Stadtsee ist sowieso hauptsächlich nur Gewerbe.

      1. Ja, die Lösung finde ich gut.

        Die Frage ist nur, ob es jetzt noch eine Strecke zum Bahnhof Hochschule bräuchte, um das System abzurunden und auch für die Anreise der Studierenden nutzbar zu machen.

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