Beschreibung des Vorschlags
Steigerwaldbahn schnellstmöglich reaktivieren! RB Schweinfurt-Kitzingen-(Würzburg)
Manchmal ist es schon herrlich, wie sich die Union als die Klimaschutzpartei Deutschlands ausgibt. Kürzlich wurden aufgrund der Klage von FridaysForFuture wieder große Versprechen zu mehr schärferen Klimazielen gegeben. Wie es dann zusammenpasst, dass die CSU eine ganze Nebenbahn mit vielerorts noch vorhandenen Gleisen entwidmen und abbauen will, kann man sich beim besten Willen nicht zusammendichten. Schon gar nicht, wenn sie darauf einen langsamen autonomen Bus fahren lassen will, der noch in Kinderkrankheiten steckt. Wobei – das Bekanntwerden vieler neuer Lobbyistenfälle spricht ja Bände…
Aber nun zur Sache: Mir ist aufgefallen, dass diese in den letzten Wochen öfters in den Schlagzeilen gewesene Steigerwaldbahn (Schweinfurt-Kitzingen) hier noch gar nicht wirklich vertreten ist, was ich schleunigst ändern möchte.
Mein Vorschlag
| Linie | Streckenverlauf | Takt |
| RB | Schweinfurt – Gerolzhofen – Wiesentheid – Kitzingen – Würzburg | 60min |
Die Linie soll mit modernen Akkufahrzeugen (z.B. dem Flirt Akku oder dem Mireo plus b) betrieben werden. Diese ermöglichen einen nahezu emmissionsfreien Betrieb. Die Fahrzeit würde sich bei einer Ertüchtigung der Steigerwaldbahn auf 80km/h auf insgesamt etwa 81 min belaufen. Um noch attraktivere Fahrzeiten anbieten zu können, wäre langfristig auch eine Ertüchtigung einiger Abschnitte auf 100km/h sinnvoll.
Folgende Haltepunkte entlang der Steigerwaldbahn erhalten Anschluss an diese Linie und müssten daher neu errichtet/ertüchtigt werden: Schweinfurt-Sennfeld, Gochsheim (Ufr), Grettstadt, Alitzheim, Gerolzhofen, Lülsfeld, Järkendorf, Stadelschwarzach, Prichsenstadt, Wiesentheid, Rüdenhausen-Feuerbach, Kleinlangheim, Großlangheim, Kitzingen-Etwashausen oder alternativ Kitzingen-Ost.
Betrieb im D-Takt: folgt noch demnächst
Warum sollte die Steigerwaldbahn reaktiviert werden?
- Region wird deutlich besser an die Oberzentren Schweinfurt und Würzburg angeschlossen, davon profitieren insbesondere Pendler, die auf dem Land leben
- Der Betrieb mit Akkuzügen schafft eine emissionsfreie Alternative der Personenbeförderung
- Man ist nicht mehr nur auf das Auto angewiesen
- Die Infrastruktur ist zu großen Teilen noch vorhanden
- Die Bahn wäre gegenüber einem herkömmlichen Bus/autonomen Bus deutlich schneller und schafft attraktive Fahrzeiten
- Der Komfort einer Bahnreise gegenüber einer Busfahrt oder Autofahrt ist deutlich höher, man kann währendessen arbeiten und die Fahrt ist deutlich ruckelfreier
- Im Bahnticket soll unbedingt auch der ÖPNV der Städte Würzburg und Schweinfurt enthalten sein, was es ermöglicht mit Bus oder Straßenbahn ohne zweite Fahrkarte ins gesamte Stadtzentrum zu gelangen
- Die Reaktivierung der Steigerwaldbahn ist ein wichtiger Beitrag zur Verkehrswende und dem damit verbundenen Klimaschutz
- Es besteht ein kleiner Güterverkehrsnutzen insbesondere in Kitzingen-Etwashausen und Scheinfurt-Sennfeld
Bestehende Vorschläge:
- Reaktivierung der unteren Steigerwaldbahn und Anbindung an Kitzingen (dieser wurde mit gestrichelten Linien ergänzt und stellt eine Alternative zur ehemalig bestehenden Trasse dar)
Ich bedanke mich für eurer Interesse und freue mich auf eure Meinung zur Steigerwaldbahn!

Sofort reaktivieren?
Sofort geht gar nichts. Alles braucht seine Vorbereitungszeit.
Berechtigter Einwand 😉 Hab ich geändert.
Ich hatte schon mal einen Vorschlag dazu gemacht:
Reaktivierung der unteren Steigerwaldbahn
Wenn das Vorhaben einen Sinn haben soll, dann nur mit einer Durchbindung der Züge nach Würzburg. Das stellt dann den nötigen Großstadtbezug her, ohne den Reaktivierungen keinen Erfolg haben. Denn die Landbevölkerung fährt zum Einkaufen, Arzt oder auf die Arbeit mit dem Auto, solange sie nicht in die Großstadt ohne Parkplätze muß.
In diesem Fall kommt noch dazu, daß wenn schon, die östliche Seite von Kitzingen mit angebunden und nicht umfahren werden sollte.
Könntest du bite noch begründen, warum die ölstliche Seite von Kitzingen mit angebunden werden sollte? Immerhin ist da kaum etwas los. Das Stadtzentrum liegt westlich des Mains und näher am Bahnhof, als an jedem Punkt der von dir vorgeschlagenen Umgehungsstrecke. Von daher halte ich den Vorschlag von „erfurterbahnfan“ für wesentlich realistischer. Ich gebe dir aber soweit Recht, dass die Zü+ge unbedingt nach Würzburg durchgebunden werden sollten, aber ein Richtungswechsel in Kitzingen solte kein Problem sein.
Hallo, ich habe den Vorschlag von Flauschi mal gestrichelt mit eingezeichnet. Mir gefällt dieser insofern ganz gut, weil keine neue Brücke über den Main errichtet werden müsste und ein Kopf machen in Kitzingen erspart bliebe.
Allerdings – diese Strecke wäre etwas länger und kreuzt einige Straßen. Auch eine Brücke über die B8 wäre notwendig. Insgesamt würde der Bau aus meiner Sicht daher nicht sehr viele Vorteile bringen. Und ich bezweifle auch, dass der Kitzinger Osten dafür so viel Potential hat.
Wisst ihr, warum die Steigerwaldbahn überhaupt in der Form noch erhalten ist? Weil der Wiederaufbau der alten Mainbrücke zu aufwendig war und es für die Bundeswehrtransporte günstiger war statt einem Brückenneubau die restlichen 95% der Strecke zu erhalten. Und nun ist auch der Bundeswehrverkehr weggefallen. Daher wäre es sehr fraglich, inwiefern sich jetzt auf einmal die Reaktivierung + Neubau lohnen sollte – so wünschenswert es auch wäre.
Auf jeden Fall wünschenswert und deutliche Priorität bei der Reaktivierung hat der Abschnitt Gerolzhofen-Schweinfurt. Hier werden etwa 22.000 Einwohner neu an das Bahnnetz angeschlossen (Zahl ergibt sich aus den Orten Sennfeld, Gochsheim, Grettstadt, Alitzheim und Gerolzhofen). Dieser Teil ließe sich auch am einfachsten reaktivieren.
Aber auch der restliche Teil hat größere Orte wie Prichsenstadt, Etwashausen oder Wiesentheid. Hier kommt man bei zusammenzählen der Einwohner aller Bahnhalte auf etwa 10.500. Wenn man hier bis Würzburg durchbindet, spricht das sicherlich viele Pendler an, die Bahn zu nehmen.
Die Zahl ist eher noch deutlich untertrieben. Auch Leute aus Frankenwinheim, Oberschwarzach oder Bischwind würden ggf. die Bahn nutzen. Mit dem http://www.callheinz.de Update seit Mai 2023 gibt auch dort jetzt einen Zubringer neben den kaum fahrenden Linienbussen. Außerdem fährt man in einer Stadt wie Schweinfurt oder Bayreuth teils sogar längere Strecken mit dem Rad zur Bahn an dann dort über Land zum Bahnhalt – auch entlang der Steigerwaldbahn könnten die Leute Bike+Ride nutzen, bzw. gar Pedelecs dort abstellen.