Karlsruhe/Stuttgart: S8 bis Herrenberg verlängern

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Beschreibung des Vorschlags

Die Linie S8 endet derzeit in Bondorf.

Wer um 11:15 in Freudenberg Hbf einsteigt und Richtung Kirchheim an der Teck fahren möchte, müsste in Bondorf in den IC87 (IC380) umsteigen und dann nach nur 6 Minuten Fahrtzeit erneut in Herrenberg in die S1. Ich schlage vor, die S8 bis Bondorf zu verlängern. Dadurch entfällt der doppelte Umstieg und es kann direkt ohne Nutzung des Fernverkehrs von der S1 in die S8 umgestiegen werden. Dadurch verbessert sich z. B. auch die Reisekette Richtung Schwäbisch-Hall-Hessental (Umstieg in Stuttgart-Bad Cannstatt von der S1 auf die RE90 Richtung Nürnberg Hbf), weil man nicht mehr auf die Pünktlichkeit des oft verspäteten ICs angewiesen ist.

Der Halt in Gäufelden ist aufgrund der kurzen Zugfolge vermutlich nicht möglich. Fahrgäste mit dem Ziel Gäufelden müssen also weiterhin in den IC umsteigen (der dort heute bereits hält). Dadurch ergibt sich die paradoxe, aber hier betrieblich sinnvolle Situation, dass eine Station von der S-Bahn übersprungen, aber vom IC angefahren wird.

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7 Kommentare zu “Karlsruhe/Stuttgart: S8 bis Herrenberg verlängern

  1. Die Linie S8 endet derzeit in Bondorf.

    In Berlin endet die S8 in Wildau bzw in Birkenwerder, im Rhein-Main – Gebiet in Wiesbaden bzw Offenbach-Ost.

    Also: Bitte schreibe in den Titel um welche S8 es sich genau handelt!

    1. Ist angepasst. Der Landkreis ist Böblingen, aber die S8 gehört zum Netz der Stadtbahn Karlsruhe und nicht wie die S1 zur S-Bahn Stuttgart. Zum Glück hat Stuttgart keine eigene Linie mit der Nummer S8.

  2. Ich verstehe die Idee, und als jemand der aus der Gegend Herrenberg kommt, klingt das natürlich immer toll, mehr Züge aufzunehmen. Es gibt allerdings einige Probleme an deiner Idee, wenn man von deinem Vorschlag und dem aktuellen Fahrplan ausgeht:

    1. Neuer Zug nötig
    Es würde einen weiteren Umlauf / einen weiteren Zug benötigen. Aktuell kommt die S8 mit Abfahrt um 11:15 in Freudenstadt (nicht Freudenberg ;D) jeweils zur Minute 11:57 in Bondorf an, und fährt zur Minute 12:02 in Bondorf wieder ab. Dies ist natürlich eine sportliche Wende, wenn man bedenkt, dass die Bahn bereits aus Karlsruhe durch den halben Schwarzwald gefahren ist, ist grundsätzlich aber in Ordnung. In dieser Zeit lässt sich allerdings die Fahrt nach Gäufelden, geschweige denn Herrenberg natürlich nicht mehr hin und zurück machen. Ich gehe allerdings davon aus, dass ein Extra-Zug herzuholen sein könnte, falls Geld und politischer Wille da sind – entweder aus Reservebeständen, oder als Neubeschaffung.

    2. Welches Ankunftsgleis in Herrenberg?
    Analog dazu kommt das Platz-Problem in Herrenberg. An welchem Gleis sollte der Zug denn halten? Gehen wir von einer Abfahrt in Bondorf von etwa 11:58-12:00, einem Auslassen des Haltes in Gäufelden, sowie einer gesamten Fahrzeit Bondorf-Herrenberg von 7 Minuten aus; dann würde die Bahn um 12:05-12:07 in Herrenberg ankommen. Die natürliche Wahl, Gleis 1, wäre möglich, wenn die S8 weiter fahren würde*. Wenden wird aber schwierig, wenn man bedenkt, dass der IC bereits rund 3-5 Minuten später kommt. Gleise 2 und 3 werden praktisch 24/7 von den S1 nach und aus Stuttgart belegt, auf Gleis 101 würde die RB Herrenberg-Eutingen/Horb stehen, und Gleis 102 beherbergt die Ammertalbahn. Somit wäre  nur das Gleis 4 möglich.

    * Ein Weiterfahren könnte zwar denkbar sein, da verlagert sich aber einfach das Problem bis nach Stuttgart. In Böblingen wird kein Platz sein, in Stuttgart Vaihingen könnte es auf dem Regionalbahnsteig noch Kapazitäten haben, aber auch nur bis zur Gäubahnkappung 2026, und Stuttgart Hauptbahnhof ist – nun ja – Stuttgart Hauptbahnhof. Dazu kommt später mehr.

    3. Trassenkonflikte in Herrenberg?
    Damit die verlängerte S8 in Bondorf wieder um die Minute 14:02 in Bondorf abfährt, müsste der Zug Bondorf gegen 14:00 erreichen und, dementsprechend, Herrenberg gegen 13:53 verlassen (plus minus 1-2 Minuten). Dies wäre in direkter Zugfolge zum IC nach Zürich/Konstanz/Singen (Herrenberg ab 13:48 auf Gleis 4), und davon abgesehen wäre der schnelle IC (passiert Herrenberg so gegen 13:00) und der ein oder andere Güterzug auch noch ein Dorn im Auge. Die S8 kann also nicht konstant auf Gleis 4 warten. Solange der Zug nicht einen weiteren Platz in der S-Bahn Abstellanlage verbraucht, wird es schwierig, den Zug in Herrenberg unterzubringen. Mit dem Viertelstundentakt sowie dem Stärken/Schwächen der S1 Züge in Herrenberg für die HVZ/NVZ sind sicherlich die meisten Abstellgleise belegt.

    4. Trassenkonflikte um Vaihingen herum.
    Auch wenn man die S8 nach Herrenberg, und dann weiter nördlich verlängern möchte (falls Herrenberg nicht geht), muss man bedenken, dass es ein „Auffahrproblem“ auf die frühere S1 geben könnte. Der IC verlässt Herrenberg um 12:11, erreicht Böblingen um 12:21 und passiert Vaihingen gegen 12:27-12:30. Die frühere S1 verlässt Herrenberg um 12:01, erreicht Böblingen um 12:15 und kommt in Vaihingen um 12:25 an. Der IC hat also in Vaihingen, wo Regional- und Fernverkehr von der S-Bahnstrecke abzweigen, eine minimale Zugfolge von 2-3 Minuten. Wenn man sich also vorrechnet, dass eine hypothetische verlängerte S8 Herrenberg gegen 12:07 verlässt, um 12:17 Böblingen erreicht und gegen 12:23-12:26 Vaihingen passiert, würden die beiden Züge zwischen Rohr, Vaihingen und Österfeld parallel fahren. Auf dem Weg nach Stuttgart würde das zwar konfliktfrei ausgehen, indem die S1 auf Gleis 3 hält, und die S8 durch die Regionalbahnsteige Gleise 6/7 durchfährt, spätestens bei der Rückfahrt (gespiegelte Situation) würde aber die S8 und die S1 „gleichzeitig“ durch das Gleis 1 in Vaihingen fahren bzw am Gleis 1 in Vaihingen halten.

    5. Zu enge Zugfolge in Herrenberg?
    Falls die S8 in Herrenberg gegen 12:07 ankommend (Gleis 4) einige Minuten auf den IC (Gleis 1) wartet, bis dieser um 12:11 losfährt, könnte dies aber potenziell Probleme mit der nachfolgenden S-Bahn verursachen. Die verlängerte S8 müsste sich nämlich zwischen 12:11 und 12:16 reinquetschen und das könnte ggf. zu eng sein. Diese Idee wäre aber möglich und würde allen Trassenkonflikten mit anderen ICs und S-Bahnen aus dem Weg gehen (soweit ich es überblicken kann). Ankunft in Stuttgart wäre dann einige Minuten hinter dem IC, also gegen 12:48-12:50, und Abfahrt in Stuttgart dann um 13:10-13:12.

    Mögliche Lösungen wären also entweder das Abstellen in der Abstellanlage der S-Bahn Stuttgart in Herrenberg, oder das eingliedern nach dem IC, aber vor der nachfolgenden S1 von Herrenberg Richtung Stuttgart mit Wende in Stuttgart. Die philosophische Frage, ob es sich dann nicht eher um einen Stuttgarter Regionalzug anstatt eines Karlsruher Tram-Trains handeln würde, stelle ich mal bewusst nicht in den Raum. Dies wäre aber sicherlich die ineffizienteste Direktverbindung der beiden Städte.

    Diese ganzen Überlegungen würden sich aber nicht stellen, weil ich die Sinnhaftigkeit des Vorschlages hinterfrage: Wenn eine Person zwischen Freudenstadt und Bondorf zu der S8-Stunde* über Herrenberg Richtung Stuttgart oder Tübingen möchte, ist der doppelte Umstieg natürlich lästig. Aber ist das so schlimm? Insbesondere der Anschluss von der S8 auf den IC nach Stuttgart, den es in Bondorf mit einigen Minuten Umstieg gibt, bietet genügend Möglichkeiten für gute Folge-Anschlüsse ab Böblingen und natürlich Stuttgart.

    *Notiz an alle, die nicht aus der Region sind: Die zweistündliche S8 von Karlsruhe bis Bondorf und der zweistündliche RE14 von Freudenstadt bis Stuttgart ergänzen sich zwischen Freudenstadt und Bondorf praktisch zu einem Stunddentakt. Die Kombination S8-IC und RE14 von Freudenstadt bis Stuttgart ist ebenfalls praktisch ein perfekter Stundentakt – abgesehen von 1-2 Minuten Differenz. Fun Fact: S8-IC ist sogar um eine Minute kürzer zwischen Freudenstadt und Stuttgart, als der durchgehende Regionalexpress 😉

    Bei jedem anderen Ziel rund um Stuttgart, welches nicht an der S1 liegt, könnte das Problem der „nur die 7-8 Minuten kurzen IC Fahrt von Bondorf nach Herrenberg“ mit einer Lösung behoben werden, die auch auf das Beispiel Kirchheim Teck anwendbar ist: S8 bis Bondorf, IC bis Stuttgart, S-Bahn bis Kirchheim Teck oder sonst-wo-hin. Man könnte genau die gleiche S1 in Stuttgart erwischen, die man auch in Herrenberg nehmen könnte, nur mit 12 Minuten Zeit. Mit dem Umstieg in Stuttgart sind natürlich lange Fußwege unumgänglich, das ist allerdings ein sehr, sehr generelles Problem von der Baugrube, welches sich in den nächsten 2 Jahren endgültig legen sollte (!).

    Was will ich mit der Monsternachricht eigentlich aussagen? Ich bezweifle stark, dass es sich auszahlt, die S8 dauerhaft bis Herrenberg zu verlängern. Denn auch wenn in Herrenberg Abstellgleise frei wären, würde der eine benötigte extra-Zug, der einen Zweistundentakt bedient, satte 1:40 h in Herrenberg abgestellt sein, und dafür lohnt sich die Verlängerung schlichtweg nicht. Solange man also nicht strukturell den Takt der S8 bzw des RE14s dahingehend anpasst, dass nicht Bondorf, sondern Herrenberg die Knoten- und Umsteigefunktion erfüllt, bringt die Verlängerung keine Vorteile, sondern viel mehr sogar Nachteile.

    Als „alternativen Ansatzpunkt“ möchte ich gerne folgendes sagen: Mit der Gäubahnkappung ab 2026 werden sämtliche Anschlüsse in Stuttgart aus dem südlichen Baden-Württemberg, inklusive RE14/S8 aus Freudenstadt deutlich verschlechtert. In Hinblick darauf könnte es sich lohnen, alle Bahnlinien entlang der Gäubahn so umzustrukturieren und umzutakten, dass möglichst alle Anschlüsse in Herrenberg, Böblingen oder Vaihingen maximiert werden.

  3. Ohne Taktverschiebung müsste in Bondorf derzeit mindestens 12 Minuten Wendezeit bestehen. Auslassen von Gäufelden reduziert das optimistisch vielleicht auf 8 Minuten.
    Wie sieht’s denn mit den Wendezeiten der S8 in Bondorf aus?

  4. Ich denke es könnte sogar sinnvoller sein, die S1 nach Bondorf zu verlängern, ist immerhin auch VVS-Gebiet. Gerade auch mit Hinblick auf die geplante (vorübergehende) Kappung der Gäubahn

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