3 Kommentare zu “S73 S-Bhf. Marzahn <> S-Bhf. Ostbahnhof

  1. Große Bauprojekte wie die Tangentiale Verbindung Ost (TVO) oder der Ausbau der Stadtbahn werden noch viele Jahre in Anspruch nehmen. Die S73 wäre eine zukunftsweisende Osttangente, die das Netz dauerhaft stärkt und die Mobilitätswende im Berliner Osten voranbringt

    Diese Linie wird aber nicht schneller umsetzbar sein, da eine komplett neue Strecke gebaut werden muss. Die von dir genutzten Gleise sind normale Gleise, die Berliner S-Bahn ist aber aufgrund der Stromschiene mit dem restlichen Netz inkompatibel.

    Für die TVO gibt es schon seit vielen Jahren Pläne in der Schublade, hierfür nicht.

  2. Biesdorfer Kreuz, Tierpark und Sewanviertel sind heute mit der S-Bahn gar nicht erschlossen. Diese neuen Halte würden eine erhebliche Verbesserung für Anwohnerinnen und Anwohner bedeuten.

    Wenn das „Gensinger Viertel“ am Biesdorfer Kreuz neu erschlossen werden muss, kann man auch versuchen, am Norden auf die bestehende S-Bahntrasse einen zusätzlichen Halt zu legen. Dafür braucht es keine neue Linie bzw. Strecke. Tierpark hat die U5 als schnelle Anbindung an die Innenstadt. Über das „Sewanviertel“ kann man diskutieren, aber auch hier gibt es schon Bus, U-Bahn und S-Bahn binnen 10-15 Minuten. Also insgesamt eher wenig zusätzliche Nachfrage, und alle anderen Relationen werden ja schon von der heutigen S7 bedient.

    Gleichzeitig würden wichtige Arbeits- und Freizeitstandorte (z. B. Tierpark, HTW, Gewerbegebiete an der Köpenicker Chaussee) endlich direkt angebunden.

    Auch hier darf man die S-Bahn nicht isoliert betrachten. Die Anbindung an die U5 besteht ja für Tierpark und HTW, ergänzt durch die Metrotram auf tangentialer Achse (Umstieg in Friedrichsfelde Ost).

    Viele Fahrgäste nutzen die Stadtbahn nur als Umweg, um von Marzahn/Hellersdorf nach Friedrichshain oder Rummelsburg zu gelangen. […] Die S73 würde diese Umwegfahrten über das Stadtzentrum reduzieren und so Alexanderplatz und Stadtbahn entlasten.

    Dieses Argument kann ich nicht nachvollziehen. Nach Rummelsburg kann man ja z.B. auch „Nöldnerplatz“ aus der S7 aussteigen, oder eben in Ostkreuz umsteigen. Über den Alexanderplatz muss man da gar nicht fahren … Die Strecke würde eher die tangentialen Straßenbahnlinien ggfs. entlasten, aber definitiv nicht die Stadtbahn. Betrieblich würde sie sogar den Abschnitt Ostbahnhof – Ostkreuz ggfs. überlasten, wenn es ein attraktives Angebot im 10min-Takt geben soll.

    Unabhängig davon, wie stellst du dir das mit der bestehenden Infrastruktur in den Bereichen vor? Du willst ja die bestehende Fernbahn zwischen Ostkreuz und Biesdorfer Kreuz nutzen, dabei an beiden Enden höhengleich ausfädeln. Könnte mir vorstellen, dass das betrieblich (S-Bahn) super schwierig ist, und eine „Außerbetriebnahme“ der Fernbahnstrecke ja die Flexibilität im Streckennetz des Regionalverkehr deutlich einschränkt. Ein paralleler Neubau einer S-Bahnstrecke ist wiederum wahrscheinlich auf Grund der bestehenden Platzverhältnisse mindestens schwierig bis unmöglich. Diesen Aspekt müsste man in der Beschreibung noch ergänzen.

  3. Ich sehe überhaupt keinen Nutzen in der Idee. Es fängt ja schon damit an, dass sowohl Marzahn und Springfuhl, als auch Betriebsbahnhof Rummelsburg und Rummelsburg jeweils eine Verbindung in Richtung City haben und diese weit über den Ostbahnhof hinaus fährt. Dann kommt hinzu, dass am Tierpark die U5 hält und diese ebenfalls in die City fährt und damit auch weiter als bis zum Ostbahnhof. Das Sewanviertel selbst braucht keinen Anschluss an die S-Bahn. Es gibt mit Bussen schnelle Alternativen um zur nächsten Schnellbahn zu kommen. Das Biesdorfer Kreuz selber wäre auch viel billiger zu haben, wenn man einen Bahnhof an der S5 bauen würde. Das ergäbe sogar mit der Nahverkehrstangente dann später Sinn und würde sogar einen zusätzlichen Nutzen haben.

    Ansonsten kann ich diese Investition überhaupt nicht nachvollziehen, so mal du so ein wichtiges Verbindungsgleis für Regional- und Fernzüge aufgeben würdest.

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