Beschreibung des Vorschlags
Die Bahnanbindung für Herxheim
In diesem Beitrag beschreibe ich die aus meiner Sicht beste Möglichkeit, Herxheim eine schienengebundene ÖPNV-Verbindung zu verschaffen.
Konkret geht es um die Verlängerung der Linie S5 über den Endhalt „Wörth Badepark“ hinaus bis nach Landau.
Dadurch angebunden würden die Städte Kandel (Pfalz), Herxheim (Pfalz), Offenbach (Queich) und Landau (Pfalz) sowie die dazwischenliegenden Gemeinden Erlenbach, Hayna und Mörlheim.
Zudem würden Industriegebiete in Minderslachen, Herxheim und Landau an den schienengebundenen ÖPNV angeschlossen.
Bedienung:
Die S5 verkehrt aktuell im 20-Minuten-Takt von Wörth Badepark nach Söllingen und zweimal pro Stunde weiter nach Pforzheim. Auch im Abschnitt Landau – Wörth wäre dieser 20/40-Minutentakt denkbar. Die Fahrzeiten wären so ausgelegt, dass die Bahnknoten in Landau zu den Minuten \’22 und \’38/42 bequem erreicht werden. Somit würden auch für Reisenden gen Pirmasens, Neustadt und Wissembourg komfortable Verbindungen mit nur einem Umstieg entstehen.
Vorteile für Reisende:
– eine direkte Verbindung Landau-Herxheim-Karlsruhe
– Taktverbesserungen für Kandel
– eine Alternative für Sperrungen der Strecke über Winden
uvm…
Betriebliche Vorteile:
Es müssten keine zusätzlichen Bahnen eingerichtet werden, um die Strecke zu bedienen. Dies wäre bei einer Führung über Rülzheim, wie in der Vergangenheit immer überlegt, nötig. Gerade dadurch wäre der ohnehin stark ausgelastete Abschnitt Wörth-Karlsruhe nicht noch zusätzlich belastet.
Infrastruktur:
Unabhängig dieser Idee ist es schon lange in der Regionalpolitik ein wichtiges Bedürfnis, den Streckenabschnitt Wörth-Kandel-Winden zweigleisig auszubauen. Auf diesem würde auch die verlängerte S5 verlaufen, was ohne diesen Ausbau nicht möglich wäre.
In Kandel würde auf Höhe des Veilchenwegs der neue Bahnhof Kandel West entstehen. Das hier gelegene Neubaugebiet, sowie die bereits bestehenden Häuser wären somit ideal erschlossen.
Die Ausfädelung der Strecke würde nördlich des Haltepunkts zweigleisig höhengleich erfolgen. Auch im Folgenden ist die Neubaustrecke zweigleisig trassiert.
Im weiteren Streckenverlauf würde am westlichen Rand von Minderslachen der gleichnamige Haltepunkt, in Troglage, entstehen. So würde neben der höhenfreien Kreuzung der L548 auch Schallschutz für die Anwohner gewährleistet. Gerade im Haltestellenbereich ist dies aufgrund der Anfahr- und Haltegeräusche sowie denen, die während des Fahrgastwechsels auftreten, relevant. Zudem würde eine Brücke die Landschaft maßgeblich durchschneiden. Die Strecke würde auch weiter in Troglage verlaufen. In diesem Abschnitt ist auch eine Ausfädelung eines Gleisanschlusses zum Industriegebiet Minderslachen denkbar.
Auf Höhe der Bushaltestelle „Minderslachen Industriegebiet“ würde ein gleichnamiger Haltepunkt unterhalb der Straßenkreuzung entstehen. Dieser würde neben der Anbindung des Industriegebiets auch eine Erschließungsfunktion für den mittleren und östlichen Ortsteil von Minderslachen gewährleisten. Der Weg von dort zur westlich gelagerten Haltestelle ist ja doch weit.
Unmittelbar nördlich des Haltepunkts am Industriegebiet würde sich die Trasse aus der Troglage in Brückenform über die L542 und A65 Höhe der Anschlussstelle Kandel Nord erheben und auf eigener Trasse auf Erlenbach zulaufen. Dort würde die Bahn dann auf die Durchgangsstraße verschwenken. Auf Höhe der aktuellen Bushaltestelle würde der Haltepunkt „Erlenbach (Pfalz)“ entstehen.
Nachdem Erlenbach verlassen wird, schwenkt die Trasse westlich der L542. Die Gemeinde Hayna wird westlich tangiert. Auf Höhe der Baumschule wird dabei der Haltepunkt Hayna Süd entstehen. Ab hier wird es bis zur Straße „Im Geiersching“ gehen, wo der Haltepunkt „Hayna Nord“ entsteht. Die Aufteilung auf zwei Stationen ist aufgrund der Ansiedlung in Hayna notwendig.
Vorbei am Sportplatz wird in Trassenbündelung mit der L542 der südliche Stadtrand von Herxheim erreicht.
Zwischen der Albert-Detzel-Straße und der Ortsrandstraße Süd-West entsteht der Haltepunkt „Herxheim Süd“. Er dient der Erschließung des Freibads, Sportplatzes, sowie anliegenden Straßen und dem Möbelhaus Ehrmann.
Ab hier wird ebenfalls wieder in den Straßenraum gewechselt. Bis zum Haltepunkt an der Bonifatiusstraße, auf Höhe der gleichnamigen Bushaltestelle, ist die Strecke weiter zweigleisig. Nördlich davon muss jedoch auf ein Gleis reduziert werden, da die Straßenbreite dies erfordert. Hier ist eine Ampelregelung notwendig, die Konflikte mit den Individualverkehr ausschließt.
Nachdem die Trasse auf die obere Hauptstraße gen Westen einbiegt, wird sie wieder zweigleisig. Diese wird jedoch direkt wieder verlassen, mit dem einschwenken in die Oberhohlstraße. Hier befindet sich der Haltepunkt „Herxheim Raiffeisenbank“, wodurch eine kurze Umsteigemöglichkeit auf die bestehenden Buslinien an der gleichnamigen Haltestelle entsteht.
Im weiteren Verlauf wird auf die Eisenbahnstraße eingebogen. Um diese zu erreichen, und darüber hinaus zum Bahnhof zu gelangen, muss das zwischen der Oberbohlstraße und Eisenbahnstraße gelegene Eckhaus weichen. Auch jenes Gebäude welches neben dem Bahnhofsgebäude liegt, sowie das, in dem die Gaststätte La Fontanina liegt, müssen weichen.
Nördlich des Bahnhofsgebäudes entsteht dann der Bahnhof Herxheim. Dahinter läuft die Strecke auf der Trasse der ehemaligen Bahnstrecke Landau-Herxheim. Um die im Ortsbereich Herxheim darauf gebauten Häuser jedoch zu erhalten, sollte hier östlich dieser die Strecke liegen und danach auf die Trasse zurück schwenken.
In Offenbach ist dies jedoch nicht möglich. So müssten hier zwei Wohnhäuser Platz machen. Der dort gelegene Haltepunkt entsteht dabei östlich der Hauptstraße.
Der Landauer Stadtteil Mörlheim kann auf Höhe des ehemaligen Bahnhofs ebenfalls wieder einen Haltepunkt an der bisherigen Stelle bekommen.
Neu jedoch wird der Haltepunkt „Landau Albert-Einstein-Str.“, welcher eine direkte Anbindung des Gewerbeparks Messegelände ermöglicht. Danach wird mit einer Teileinfädelung der Landauer Hauptbahnhof erreicht. Hier sollte über einen weiteren Mittelbahnsteig nachgedacht werden. Zwar könnte man die RB55 ausschließlich auf Gleis 2 verlegen, um auf Gleis 5 Platz für die S5 zu schaffen, aber dies würde eine unnötige Verknappung der Kapazitäten herbei führen und den Bahnhof stark auslasten.
Letztes Infrastruktur-Puzzle wäre dann eine zweigleisige Abstellanlage unmittelbar nördlich des Bahnhofs um die Abstellung, Schwächung und Stärkung der Züge zu gewährleisten.
Technisches:
Die Strecke würde im Abschnitt Minderslachen Industriegebiet – Herxheim Bahnhof nach BOStrab, sowie im Restabschnitt nach EBO betrieben werden. So würde eine Anbindung von Herxheim über Landau hinaus mit Nicht-Tram-Train-Zügen möglich sein, ebenso die Erschließung des Industriegebiets Minderslachen per Bahn

Mein Problem ist das die Haltestellendichte viel zu hoch ist. Einige Tipps:
Herxheim
– Halt am Landauer Weg
– Halt am Südring
Hayna
– Entfall Halt Im Geiersching
Minderalachen
– nur Halt an der Brehmstraße
Es ist in gewisser Weise eine Stadtbahn, das heißt die Haltestellenabstände sollten innerstädtisch/“innerdorfisch“ im besten Fall mindestens 700 Meter betragen.
Die Idee ist nicht verkehrt. Ob sich dieser lange Streckenneubau für (vor allem) Herxheim lohnt, weiß ich nicht, vielleicht passt es aber.
Abgesehen von diversen Kleinigkeiten, über die man diskutieren kann, wäre eine grundsätzliche Überlegung, ob man statt eines Abzweigs hinter Kandel, bei Rheinzabern das bestehende Streckennetz verlässt. Deine Streckenführung hast du ja gut begründet, Vorteile eines Abzweigs bei Rheinzabern wäre die etwas kürzere, neu zu bauende Strecke sowie der Anschluss von Hatzenbühl.
Die Idee die Stadtbahn Karlsruhe bis Landau zu erweitern finde ich erst einmal gut, genau wie ich denke, dass es in Landau sogar gegebenenfalls vernünftige Strecken für Betrieb nach BOStrab geben könnte, bspw. zur Universität, die, obwohl Landau selbst halbwegs gut abgedeckt ist mit Bahnhöfen, irgendwie aus verkehrlicher Sicht doch recht peripher liegt. Auch den Gedanken, Herxheim anbinden zu wollen, finde ich angesichts dessen, dass die Stadt ca. 11.000 Einwohner und somit eine gewisse Nachfrage aufweisen dürfte, nicht unvernünftig.
Was ich mir aber irgendwie nicht vorstellen kann ist, gerade weil es eine existierende Strecke gibt, deren Ausbau durchaus angedacht ist, dass man für die bahnbrechenden 2.300 Einwohner von Minderslachen, Erlenbach und Hayna eine zweigleisige, neue Bahnstrecke von 6km Länge baut, wenn man auch eine bestehende Strecke, die ohnehin saniert und ausgebaut werden muss, auch ausbauen kann, oder die Ortschaften am Rhein noch mitnehmen.
Ich sehe auch jetzt keinen großen Vorteil für die Landauer, jetzt in Scharen vom regulären RV auf diese neue Strecke umzusteigen, die vermutlich langsamer wäre.
Das habe ich auch erst gedacht. Für Landau ist der Streckenneubau ja auch nicht notwendig, sondern für die Herxheimer, die überwiegend nach Karlsruhe orientiert sind – die bestehende Strecke führt aber von Herxheim nur in die entgegengesetzte Richtung. Also entscheidet letztlich das Potenzial von Herxheim, ob ein neue Strecke von Herxheim nach Kandel (oder vielleicht eher nach Rheinzabern, siehe mein obiger Kommentar) lohnenswert ist. Und dann – und man vor Ort auch das Projekt unterstützt – dann ist der verbleibende Lückenschluss zwischen Herxheim und Landau ja auf bestehender Trasse nur noch eine relativ kleine Ergänzung.
Grundsätzlich kann ich nachvollziehen, dass Herxheim wieder an den Schienenverkehr angebunden werden soll.
Allerdings wurde die bereits existierende Strecke Herxheim – Landau in den letzten Jahrzehnten mehrfach auf eine Reaktivierung geprüft. Letztmals erst vor wenigen Jahren nach den neuen (aktuellen) Kriterien. Alle Varianten sind an der Wirtschaftlichkeit gescheitert – und leider immer sehr deutlich.
Eine der „vielversprechenden“ Variante, war die Verlängerung von Herxheim nach Rülzheim und weiter auf der bestehenden Strecke nach Karlsruhe. Aber auch diese Variante war weit weg, von einem positiven NKU-Wert (Nutzen-Kosten-Untersuchung).
Wenn ich die Zahl noch richtig im Kopf habe, war der NKU-Wert bei ca. 0,5. Hier bin ich mir aber nicht mehr ganz sicher!
Und nur ein positiver Wert sorgt für eine Förderung des Bundes bei der Sanierung bzw. bei dem Neubau. Eine Strecke mit einem negativen NKU-Wert hat praktisch keine Chance auf Umsetzung. Üblicherweise tragen weder Land noch umliegenden Ortschaften die hohen Kosten alleine.
Während die geprüfte Linienführung weitgehend auf „freiem Feld“ geführt werden sollte, wird hier eine Führung komplett durch Herxheim angestrebt. Die Kosten für solch eine solche Trasse dürften erheblich höher sein.
Vom „Platzmachen“ der 2 Häuser in Offenbach einmal ganz abgesehen. Einerseits sind das Zusatzkosten und sehr lange Genehmigungsverfahren, anderseits bringt das die Anwohner in Offenbach (unnötig) gegen das Vorhaben auf. Das ist gerade bei so schlechten Wirtschaftlichkeitswerten wie hier ein echtes und vor allem ein unnötiges Problem!
Nach meinem Wissen ist die Trasse bis kurz vor Herxheim noch komplett dem Bahnverkehr gewidmet und demzufolge dürften dort auch keine Häuser auf der Trasse selbst stehen. Das Land hatte auch über viele Jahre einen Trassensicherungsvertrag für diese Strecke.
Sicherlich werden durch die Linienführung durch Herxheim auch andere zusätzliche Fahrgäste vor allem im südlichen Herxheim angesprochen. Die punktuell zusätzlichen Fahrgäste dürften nicht ansatzweise die Mehrkosten rechtfertigen.
Erlenbach und Hayna haben jeweils nicht einmal 1.000 Einwohner. Und Hayna soll sogar 2 Haltestellen bekommen! Demzufolge wohnen um jede Haltestelle in Hayna nicht einmal 500 potentielle Fahrgäste! Und jede Haltestelle treibt die Kosten weiter nach oben.
Zudem dürften die langen Fahrzeiten sich negativ auf die Anzahl der Fahrgäste Richtung Süden auswirken. Einmal davon abgesehen, dass eine Linienführung Pforzheim – Karlsruhe – Wörth – Herxheim – Landau wenig sinnvoll und vor allem sehr verspätungsanfällig ist. Schon die Fahrzeit Wörth – Pforzheim ist derart lange, dass es kaum durchfahrende Fahrgäste gibt. Von Landau wollen wir gar nicht erst reden!
Ganz nebenbei, für die Fahrgäste von Karlsruhe, Wörth und Kandel ist diese Linie für die Fahrt nach Landau und umgekehrt, in den meisten Fällen, wenig attraktiv. Somit dürften die durchfahrenden Fahrgäste sehr, sehr gering sein. Die Strecke über Winden dürfte hier deutlich attraktiver sein.
Während bei der Streckenführung über Rülzheim, Rheinzabern und Jockgrim immerhin ca. 20.000 zusätzliche potentielle Einwohner mit einer Direktverbindung an Landau angesprochen werden, sehe ich bei dieser Streckenführung dieses zusätzliche Potential nicht.
Vor Ort gibt es Bestrebungen zwischen Winden und Wörth/Karlsruhe eine 3. Bahnlinie fahren zu lassen, so dass zusammen mit der RB Straßburg/Weißenburg – Neustadt praktisch ein 20-Minuten-Takt nach Landau besteht. Das Vorhaben ist deutlich billiger, weil teils eine vorhandene Linie mitgenutzt werden kann und hat, neben dem Umsteigen, „nur“ den Nachteil hat, dass vor allem Herxheim und Offenbach nicht bedient wird.
Wenn die Strecke Herxheim – Landau jemals noch eine Chance haben sollte, dann vermutlich über Rülzheim.
Einmal angenommen, die Linie wird von Karlsruhe bis Rülzheim zusammen mit der S52 geführt und dort geteilt. Das 1. Fahrzeug wird weiter nach Germersheim geführt, das 2. Fahrzeug weiter über Herxheim nach Landau geführt. Dadurch könnten die Fahrzeugführer und Trassenkosten ebenfalls eingespart werden. Hier besteht einerseits ein Anschluss zum Hauptbahnhof in Karlsruhe, aber auch direkt zum Marktplatz in Karlsruhe.
Eines ist auch zu erwähnen, es gibt zwar Überlegungen, die Strecke Wörth – Winden mit einem 2. Gleis zu versehen und evtl. auch zu elektrifizieren. Allerdings sind die Kosten sehr hoch. Für eine Elektrifizierung müssten einige Brücken neu gebaut werden, was die Sache sehr, sehr teuer macht und gerade im Raum Kandel auch nicht unumstritten ist. Die Brücken liegen alle oder fast alle zwischen Wörth und dem nördlichen Ortsausgang Kandel, also genau dort, wo für diese Linie ein Fahrdraht benötigt wird.
Die Chancen für eine Elektrifizierung schätze ich als gering ein – vor allem, weil noch in diesem Jahr neue Akkutriebwagen auf der Strecke eingesetzt werden sollen. Der Vorteil einer Elektrifizierung ist daher sehr gering und hat auf absehbare Zeit kaum einen Nutzen. Ein 2. Gleis würde eine 3. Linie ermöglichen und für mehr Fahrplanstabilität sorgen.
Ich rechne damit, dass dies eine Zwischenlösung sein kann.
Letztlich ändert dies aber nichts daran, dass die Strecke auch hier nicht wirtschaftlich sein wird.
Ich sehe mittelfristig nur noch die Möglichkeit, an der Infrastruktur zu sparen. Genau genommen, handelt es sich bei den Strecken Herxheim – Landau und Herxheim – Rülzheim um Streckenneubauten. Zwar ist die Strecke Herxheim – Landau schon vorhanden, allerdings ist diese in einem so schlechten Zustand, dass abgesehen vom Bahndamm, praktisch alles neu gebaut werden muss. Hier ist wenig zu sparen.
Die einzige Möglichkeit, scheint mir, auf die Elektrifizierung zu verzichten und auf Akkutechnik zu setzen. Aktuell gibt es zwar noch keine Akku-Stadtbahnwagen in Karlsruhe, letztlich scheint das aber die einzige Chance zu sein. Ob das aber reicht, ist weiterhin fraglich.
Allerdings hat sich bei der Strecke Landau – Germersheim gezeigt, dass sich der NKU-Wert, ohne Elektrifizierung, erheblich verbessert hat. Hier lag der NKU-Wert ursprünglich bei 1,04 und liegt nun bei 1,86. Sicherlich spielen da noch andere Punkte eine Rolle und dies ist nicht 1:1 vergleichbar, aber es wäre zumindest ein Ansatz für die Strecke.
Solche Akkutriebwagen könnten, nach einem 2-gleisigen Ausbau der Strecke Wörth – Winden auch dafür genutzt werden, die Strecke Bad Bergzabern – Winden mit der Stadtbahn für eine Weiterfahrt nach Karlsruhe zu nutzen. Sicherlich gibt es auch im Badischen noch einzelne Anwendungsfälle für solche Fahrzeuge.
Ohne Frage – eine Elektrifizierung finde ich persönlich auch besser. Aber was nützt einem diese, wenn die Strecke dadurch zu teuer wird und deshalb nicht gebaut wird?
Zusammengefasst:
Klar ist, für diese Variante sehe ich keine Chance, weil die Kosten für eine Linienführung innerorts deutlich teurer sind und die Strecke schon außerorts nicht wirtschaftlich ist. Die langen Fahrzeiten und die Verspätungsanfälligkeit dürften so unattraktiv sein, dass die zusätzlichen Fahrgäste innerhalb von Herxheim und zwei umliegenden Dörfern die deutlichen höheren Kosten nicht ausgleichen können.
Durchfahrende Fahrgäste Wörth <-> Landau wird es vermutlich auf dieser Strecke auch nur in sehr geringem Maße geben. Die Fahrzeiten des heutigen RE und der RB werden wohl attraktiver sein.
Daher sehe ich nur die Möglichkeit, an der bereits „geplanten“ Strecke zu sparen und diese irgendwie zum Laufen zu bringen. Immerhin wird hier für einige Gemeinden erstmals eine Direktverbindung nach Landau geschaffen. Das Potential ist daher aus meiner Sicht größer.
Kannst du mir vielleicht sagen, welche Häuser das sind? Auf dem Plan kann ich das nicht erkennen.
Kritischer finde ich persönlich aber auch die Führung im herxheimer Norden, wo auch 2 Gebäude der Bahn weichen sollen, um den Ortsrand über die Eisenbahnstraße zu erreichen. Wieso dies erforderlich ist, begründet der Planer dieses Vorschlags nicht. Es gibt für mich keinen erkennbaren Grund, wieso die Strecke nicht noch die ca. 250m bis zum Ortsrand auf der Offenbacher Straße bleiben und dann auf die alte Strecke verschwenken kann. Da es im alten Herxheimer Bahnhof derzeit keinen Betrieb gibt, gibt es keinen Anlass, wieso der auf Biegen und Brechen angefahren werden sollte.
Die Frage kann ich leider nicht beantworten. In der Beschreibung des Erstellers heißt es dazu:
In Offenbach ist dies jedoch nicht möglich. So müssten hier zwei Wohnhäuser Platz machen. Der dort gelegene Haltepunkt entsteht dabei östlich der Hauptstraße.
Aber das ist ein Beispiel für mehrere teure und unnötige Bauvorhaben ….
Ich sehe in Landau auch keinen zusätzlichen Mittelbahnsteig. Mittelfristig ist angedacht, die Strecke Landau – Germersheim zu reaktivieren und als Linie Pirmasens – Germersheim fahren zu lassen. Demzufolge wird die Linie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf den Gleisen 1 und 2 abgefertigt. Bei einer Einfahrt der Linie (PS – Ger) auf Gleis 5 müssten alle Gleise praktisch 2x überquert werden. Das ist betriebstechnich wenig sinnvoll. Daher wüsste ich auch nicht, warum ein weiterer Bahnsteig gebaut werden soll, wenn ein „freies“ Gleis vorhanden ist. Auch das kostet nur Geld!
Mit dieser Linie gäbe es 5 Bahnlinien an Landau. Wofür also ein 6. und 7. Gleis?
Wie bereits erwähnt, wenn die Strecke eine realistische Chance haben soll, dann nur wenn man auf alles was unnötig ist, verzichtet.