Beschreibung des Vorschlags
Als ich den Vorschlag von S-Bahnfahrer https://linieplus.de/proposal/muenchen-express-s-bahn-nach-ingolstadt/
gesehen habe, kam mir die Idee die S-Bahn statt zu Audi über Oberhaunstadt an der A9 entlang bis nach Denkendorf und von dort nach Beilngries. Im Gegensatz zu dem Vorschlag von S-Bahnfahrer errichte ich keine zusätzlichen Halte zwischen München und Ingolstadt, um die Fahrtzeit niedrig zu halten. Der Takt sollte ein durchgehender T30 sein.
Infrastruktur:
Ca. 22 km Neubaustrecke, elektrifiziert, eingleisig, Höchstgeschwindigkeit 160 km/h. Stammham und Denkendorf sind als Kreuzungsbahnhöfe ausgelegt. Kurz vor Beilngries wird ein eingleisiger Tunnel gebaut um den Höhenunterschied zu überwinden. Die neuzubauenden Bahnsteige sind 96 cm und 210 m lang. Die auf der Bestandsstrecke bleiben so wie sie sind. Da die Strecke größtenteils an der A9 verläuft, sollten der Bau relativ einfach sein.
Die Fahrzeit für die Gesamtstrecke schätze ich auf 1:30 (1:05 Ingolstadt-München) (0:25 Ingolstadt-Beilngries)
Ob es noch als S-Bahn zählt lässt sich streiten, aber die Distanz von Augsburg zum Flughafen ist auch in etwa so lang.
Es gibt diverse andere Vorschläge noch, Beilngries an Ingolstadt per Bahn anzubinden, jedoch unter der SFS:
https://linieplus.de/proposal/ingolstadt-s-bahn-2-mainburg-wolnzach-ingolstadt-kinding-beilngries-dietfurt-altmuehl/
https://linieplus.de/proposal/regiotram-ingolstadt-linie-4/

Die richtige Kategorie für Neubaustrecken ist weiterhin Eisenbahn-Infrastruktur. Und dann soll der Vorschlag auch genau diese behandeln. Wenn es so einen Vorschlag bereits gibt sollte der hier verlinkt werden.
Daß Beilngries in keiner Richtung eine vernünftige Bahnanbindung hat ist unbestritten. Nur rechtfertigt die Größe des Orte wohl kaum einen derartigen Aufwand. Eher wäre da ein Abzweig von Kinding aus denkbar.
Auch das wäre für einen Ort mit nur 10.000 Einwohnern wohl kaum zu rechtfertigen.
Oder eine qualifizierte Buslinie. Bedeutet: Regelmäßiger Verkehr. Abwarten von Anschlüssen.
Oder ein direkter Bus nach Ingolstadt.
Das Problem an solchen Bussen ist nicht mal daß es ein Bus und kein Zug ist, sondern die ewige Gurkerei in den Innen- und Vorstädten bis man vom Hauptbahnhof endlich mal auf dem flachen Land ist wo man zügig vorandkommt. Daher finde ich Kinding schon besser.
Über Kinding is die selbe Distanz an Neubaustrecke von Denkendorf nach Beilngries wie von Kinding. Einen Tunnel brauchstndunso oder so weil eine S-Bahn im T30 auf eine Schnellfahrstrecke zu schicken ist nicht durchdacht.
Ich wohne in der Gegend, es gibt einen Bus nach Ingolstadt aber der ist ziemlich langsam und in der Stadt steht er genauso im Stau wie die Autos. Gibt aber nur 4 Fahrten des Busses am Tag welche hauptsächlich Schüler nutzen weil es für Arbeitende nicht attraktiv ist.
10.000 Einwohner rechtfertigen in meinen Augen leicht den Bau, in näherer Umgebung gibt es ja noch Dietfurt und Berching mit nochmal je 10000 Einwohner.
Von Kinding nach Beilngries braucht man eben keinen Tunnel.
Außerdem ist der Begriff S-Bahn für eine derartig lange Strecke (München-Beilngries) unpassend. Eher ein RE, der sich aber das Kleinklein um Ingolstadt spart.
Da die alte Trasse in Beilngries überbaut ist, wäre wirklich eine Busverbindung nach Kinding die realistische Lösung des Problems.
Servus,
ich denke, dass es ein ziemlich großer Aufwand ist. Ich wage zu bezweifeln, dass da jemals eine NKV nach aktuellen Methoden positiv Ausschlagen wird.
Jedoch herrscht rund um Ingolstadt Wohnraummangel. Ich denke auch, dass man nördlich von Ingolstadt weitere Halte wie Denkendorf oder Stammham installieren könnte und gleichzeitig neue Wohngebiete (vor allem mit Sozialwohnbau) in der Umgebung der neuen Bahnhöfe ausweist um ein höheres Potenzial zu entwickeln.
Wegen Dietfurt. Es ist extremst unrealistisch, dass sich da jemals ein Entscheidungsträger über eine Lösung Gedanken macht Ich denke, man sollte die topografischen Eigenschaften dahingehend überprüfen, eine günstigere Lösung mit Abstieg ab Gelbesee ins Altmühltal zu finden.
Die Durchbindung nach München würde ich streichen. Da gibt es ein gut ausgebautes Angebot. Ich würde eher nach einen guten südlichen Ende suchen.
Richtung Süden sehe ich Wolnzach. Ich kenne diesen Ort nich aber die sind vermutlich nach München orientiert. Da könnte man die Anschlüsse passend machen . Eine sinnvolle Anbindung aus München sehe ich bis zur Inbetriebnahme der 2 Stammstrecke und einer möglichen S2X nicht. Zudem könnte man in Oberstimm und Reichertshofen (nicht mit Reichertshausen zu vertauschen) neue Halte prüfen.
Was bei dem Thema nicht vergessen werden sollte ist eine Anbindung der Innenstadt von Ingolstadt, wie auch immer. Der Umsteigezwang zum Bus ist einfach ein Hemmschuh für eine Erhöhung des Modal-Splits in dieser Region. Auch mit ein Grund für die höchste PKW-Dichte Deutschlands dort.
Hallo Flauschi,
ich bedanke mich für deinen guten Einwurf.
Das Problem ist ja, dass die Machbarkeitsstudie für eine Straßenbahn negativ ausgefallen ist und sich leider erstmal nichts rühren wird.
Mich würde daher interessieren, wie eine Tram-Trainlösung mit Stammstrecke durch die Innenstadt abschneiden würde. Man könnte einen Stamm zum Nordbf. führen und einen anderen zu Audi mit Anschluss an den Bestand hinter dem Werk.
Ein S-Bahntunnel wäre irrsinn. Ein neuer Bf. an der Donaubrücke wäre zu weit weg. Betrieblich wäre das auch schwer umsetzbar mit einem Bahnsteig.
Ich glaube nicht, dass sich da jemals was ändern wird. Dafür ist Bayern einfach zu konservativ.
Anm. zu meinem Kommentar von 21:10 Uhr:
Es wurden 2017 hier bereits gute Vorschläge für Tram Train Linien in Ingolstadt gemacht.
Die Gedanken des Kollegen wären eine gute Startgrundlage um in die Diskussion einzusteigen.
Diesen habe ich auch gesehen. Aber durch die Innenstadt kommt man mit ner Straßenbahn nicht durch. Man braucht also so oder so wenn man da durch will einen Tunnel. Kostentechnisch ist es dann eh egal ob für eine Stadtbahn oder eine S-Bahn.
Nein? S-Bahnen brauchen einen deutlich höheren und breiteren Tunnel, dazu noch längere Stationen. Ein S-Bahn Tunnel ist deutlich teurer als einer für eine Straßenbahn.
Bei einer offenen Bauweise bin ich bei dir, aber die geht nicht in Ingolstadt durch die Altstadt. Bei einer bergmännischen Bauweise mit TBM und Sprengvortrieb macht es keinen Unterschied, da die Durchmesser und Aufwand die selben sind. Aber die Stationen am Theater und beim ZOB kann man bei beiden Systemen in offener Bauweise machen, da ist es nur etwas teuer aufgrund der längeren unterirdischen Bahnsteige.
Der Unterschied ist kleiner als bei komplett offener Bauweise, das stimmt. In der Regel werden allerdings alle Haltestellen in offener Bauweise gebaut, und diese sind durch das große Aushubvolumen auch das teuerste bei den meisten Projekten. Da macht die Länge der Bahnen einen großen Unterschied.
Ich denke mittlerweile es ist sinnvoller die Strecke bloß bis Denkendorf zu führen, da spart man sich den Tunnel und ein paar Kilometer Strecke. Mit 6000 Einwohner ist es ein gutes Ende und mit gut getakteten Verbindungen Richtung Kipfenberg und Beilngries.
Der Kernort Denkendorf hat nicht mal 3000 Einwohner und ist somit ohne Relevanz für ein extra Schienenprojekt.