Beschreibung des Vorschlags
Die S-Bahn nach Bernhausen könnte mittels eines kurzen Tunnels unter Neuhausen hindurch mit relativ wenig Aufwand parallel zur derzeit in Bau befindliche Neubaustrecke vom Flughafen zum Neckartal bei Wendligen verlängert, und ab dort auf der Bestandsstrecke weiter nach Reutlingen geleitet werden. Dazu schlage ich eine parallele Strecke vor, um den Fernverkehr nicht durch S-Bahnverkehr auf den gleichen Gleisen zu belasten. Weiter ginge es auf der Bestandsstrecke bis Reutlingen.
Mit dieser Linie könnten insbesondere Nürtingen, Metzingen und Reutlingen (zus. 175.000 Einwohner) auf direktem Weg mit der Stuttgarter Innenstadt verknüpft werden. Dabei wäre nicht nur der zentrale HBF, sondern zahlreiche Stationen im Stuttgarter Stadtgebiet erreichbar, was gegenüber einer ebenfalls denkbaren Regionallinie, die vom Flughafen direkt zum HBF fahren könnte, für unzählige Fahrgäste wesentliche Vorteile durch Direktverbindungen bringen würde. Flügelungen nach Neuffen oder Bad Urach wären natürlich auch denkbar.
Würde man zudem die S1 in Wendlingen flügeln, um einen Teil nach Oberboihingen zu führen, hätte man auch Anschluss ins weitere Neckartal mit Esslingen.

Nach S21 werden die S2 und S3 an der Haltestelle Schwabstraße enden und stattdessen die S4 und S6 Richtung Flugahfen fahren. Ab 2022 wird dann die S6 weiter bis nach Neuhausen fahren. Dann wäre auch der Lückenschluss des reinen S-Bahn Netztes bis nach Wendlingen nicht so weit und man würde auch den Mischverkehr auf der Schnellfahrstrecke vermeiden.
Ein Neubau wäre bei deiner Variante ohnehin von Nöten. Zum einen fädelt der Terminalbahnhof nur in Richtung Fildertunnel auf die Neubaustrecke ein und zum anderen wäre dann die kleine Wendlinger Kurve hoffnungslos überlastet und die große Wendlinger Kurve unbedingt notwendig.
Vielleicht kann man auch einfach über eine Taktverdichtung im Regionalexpress nachdenken, der nach der Wendlinger Kurve nur noch am Flughafen hält und die Fahrzeiten nach Stuttgart gegenüber dem S-Bahn Vorschlag deutlich verkürzt. Die Strecke ist für eine S-Bahn schon ziemlich weit weg vom Stadtzentrum.
Vielen Dank, für die Informationen. Zum Einen ist es ja völlig egal, welche Nummer diese Linie hätte. Ich habe daher die Linienbezeichnung jetz rausgelassen. Außerdem habe ich die Strecke nun in Bernhausen an das S-Bahnnetz angeschlossen, wobei die Strecke von dort bis Neuhausen ohnehin in nächster Zeit kommen soll. Ein kurzer Tunnel unter Neuhausen hindurch wäre wohl vertretbar, die restliche Neubaustrecke wäre ohne viel Aufwand (keine Tunnels, eine größere Talbrücke, Neckarquerung) zu realisieren.
Wie käme denn dein RE von der Wendliger Kurve zum Flughafenbahnhof, wenn die Strecke vom Flughafenbahnhof nur zum Fildertunnel hin führt? Irgendwie widersprichst du dir hier. 😉
Auf der Karte zu Stuttgart 21 sieht es auch nach einer Verbindung vom Flughafenbahnhof in Richtung Wendlingen aus, aber gut erkennbar ist es nicht.
Auf dieser Karte wird das denke ich klarer. Die exakte Trassenführung stimmt da zwar nicht mehr, aber das Gleisbild sollte gleich bleiben.
Es wird am Fughafen drei Bahnhöfe geben. Zum einen den Filderbahnhof mit zwei Gleisen für Fernzüge und Regionalzüge nach Ulm und Tübingen, dann den Flughafenbahnhof der dann auf drei Gleise erweitert wird für S-Bahnen und Fern- und Regionalzüge nach Singen und zuletzt noch eine Stadtbahnstation (, die nicht auf der Karte eingezeichnet ist).
Der RE den ich hier vorgeschlagen habe würde dann nicht am Flughafenbahnhof sondern am Filderbahnhof halten.
Vielen Dank, für die Karte. Diese Trennung von Filderbahnhof und Flughafenbahnhof halte ich für sehr unglücklich. Eine parallele Verflechtung mit Umsteigemöglichkeiten quer übder den Bahnsteig wäre sicher fahrgastfreundlicher gewesen, aber man kann die Fußwege auch verlängern, laufen soll ja gesund sein. Egal, so kommt das jetzt halt.
Da ich feststellen muss, dass die S-Bahn nur eingleisig über den Flughafen hinaus geführt wird, was für meine Verlängerung keineswegs ausreichend wäre, müsste also doch vom Flughafen ausgehend gebaut werden, mindestens in ein zweites Gleis nach Bernhausen und Neuhausen, doch dann könnte man auch gleich vom Flughafen aus eine Neubaustrecke parallel zur SVS errichten. Wegen der freien Fläche wäre das vermutlich sogar billiger, als ein Ausbau über Bernhausen nach Neuhausen.
Ja!
Das ist er, der feuchte Traum eines jeden ÖPNV-Fan in und um Reutlingen herum.
Also, jetzt, 2026 werden Stimmen laut, in die Vorplanung einer Stadtbahnlinie in den Nordraum Reutlingens zu gehen. Es gibt von Seiten mindestens einer Partei den Vorschlag, dabei nicht im Nordraum zu verbleiben, sondern entweder gleich zum Flughafen oder zur nächsten VVS-Bahnhaltestelle zu planen. Ich persönlich freue mich über diese Vorschläge sehr und bin generell in sämtliche Pläne der Reutlinger Stadtbahn im Rahmen der Regionalstadtbahn Neckar-Alb und in deren Pläne und Thema drin.
Ein Mitglied des Gemeinderats in Reutlingen hat Dettenhausen ins Spiel gebracht. Da wir jedoch das Kosten-Nutzen-Prinzip beachten, und generell der Tatsache ins Auge blicken sollten, dass nichts, absolut gar nichts die Attraktivität einer Stadtbahnlinie von Reutlingen in den Nordraum respektive Flughafen oder VVS-Anschluss schmälern kann, würde ich Dettenhausen null Chancen auf eine Realisierung einräumen. Der Gedanke dahinter ist natürlich der Zug von Dettenhausen nach Sindelfingen bzw.Anschluss an die S-Bahn nach Stuttgart. Ich gebe dieser Variante schon deswegen keine Chance, weil dann unweigerlich Tübingen vorstellig würde, weil man so TÜ sozusagen umgehen würde. Jedoch wird niemals eine Bahn von Tübingen nach Dettenhausen gebaut werden, da der Schönbuch besonders geschützt und als herausragendes Naturbiotop niemals von einer Bahn zerschnitten werden wird. Nicht in 1000 Jahren! Und Tunnel würden viele Milliarden kosten. Und für was? Für eine Expresslinie Tübingen Dettenhausen/Sindelfingen/Stuttgart?
Deine Stuttgarter S-Bahn-Erweiterung in die nächste Großstadt Reutlingen hat natürlich einen unwiderlegbaren Charme. Offen gestanden weiß ich gar nicht, wie das rechtlich funktioniert. Wenn man das mal so betrachtet, sind weder Heilbronn und Pforzheim an die S-Bahn Stuttgart angebunden, sondern mittels Zugstrecken. Und ich denke, das genügt auch. Heilbronn und Pforzheim sind, wenn man so will, eigene kleine Hemisphären, die eine engere Taktung, wie bei S-Bahnen, nicht so recht nötig machen. Und in ungefähr so sehe ich das auch im Falle von Reutlingen. Auch wenn Reutlingen wirtschaftlich und gefühlstechnisch enger an Stuttgart liegt als Pforzheim oder Heilbronn, stellt Reutlingen dann doch einen eher ausreichenden eigenen Kosmos dar. Das sieht ab Pliezhausen natürlich anders aus. Ab Pliezhausen/Aichtal sind die Menschen doch eher auf Stuttgart fokussiert.
Um es kurz zu machen, ich glaube die Hindernisse zu einer S-Bahn-Srecke RT-Stuttgart sind zu hoch. Hast Du Dir mal überlegt, was das mit Reutlingen machen würde? Eine S-Bahn-Verbindung nach Stuttgart würde die 118.000-Einwohner Großstadt quasi zum Stuttgarter Vorort machen, zum größten Stuttgarter Vorort! Reutlingen (118.000) als Vorort von Stuttgart (603.000)
Ehrlich gesagt, ich denke der Zug wird auf 200-300 Jahre die einzige Stuttgarter Verbindung an Reutlingen bleiben.
Aber…..es gibt ja die Überlegungen der Stadtbahnlinie von Reutlingen an den Nordraum oder sogar an den Flughafen. Die Stimmen dafür mehren sich aktuell, und dieses Thema wird uns noch Jahrzehnte begleiten……
Eine S-Bahn ist ein stinknormaler Zug wie jeder andere auch.
Wenn man mal von den zusätzlichen Bahnhöfen absieht, könnte die S1 schon direkt morgen bis Reutlingen verlängert werden (wenn man mal von Personal- und Fahrzeugverfügbarkeit absieht und die Finanzierung als geklärt betrachtet).
Ergänzung: Ich habe S1 statt -wie hier vorgeschlagen- S2/S3 gesagt, da die S2/S3 erstmal noch eine Neubaustrecke bis Oberboihingen benötigen, diese muss natürlich wie jede andere Neubaustrecke auch durch ellenlange Planungsverfahren wandern.