Regionalexpress Magdeburg – Braunschweig – Hannover

 

VollbildansichtVollbildansicht schließen

Beschreibung des Vorschlags

Zwischen Magdeburg und Braunschweig verkehrt im Regionalverkehr nur die langsame RB40. Diese braucht zwischen den Städten ganze 68 Minuten. Zusätzliche Haltepunkte würden eine Fahrzeitverlängerung für alle Fahrgäste bedeuten. Wer es eilig hat, muss für eine Strecke von nicht mal 80 Kilometern Luftlinie den Fernverkehr nutzen.

Dieses Problem möchte ich mit einem neuen stündlichen Regionalexpress lösen. Dieser soll nur in Königslutter, Helmstedt, Eilsleben und Niederndodeleben halten.

Weil eine solche Linie relativ kurz wäre, würde ich eine Verlängerung über Hildesheim nach Hannover vorschlagen. Damit werden weitere Expressverbindungen angeboten, wie zum Beispiel Magdeburg – Hildesheim, Braunschweig – Hannover Süd oder Hildesheim – Hannover.

Das würde die Fahrzeit zwischen Magdeburg und Braunschweig auf knapp 52 Minuten senken, womit man schneller als mit dem Auto wäre. Nach Hildesheim wären es dann knapp 75 Minuten und nach Hannover etwa 100 Minuten.

Zwischen Braunschweig und Hannover wäre der Zug sogar ähnlich schnell wie die bisherige Verbindung über Peine und Lehrte.

Die RB40 könnte dann an mehreren neuen Haltepunkten halten, ohne die Fahrzeit für die Fahrgäste Magdeburg – Braunschweig noch weiter zu erhöhen.

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen

10 Kommentare zu “Regionalexpress Magdeburg – Braunschweig – Hannover

  1. Ich hatte diese Idee auch schon, ich würde allerdings eine Verlängerung des RE60/RE70 aus NRW oder des RE1 aus Frankfurt (Oder) befürworten.

    Da Hannover näher ist, wäre ich für RE60/RE70.

    1. Da Hannover näher ist, wäre ich für RE60/RE70.

      Habe ich auch schon mal dran gedacht, aber wären diese beiden Linien nicht zu lang? Bielefeld – Magdeburg wären mit 300 Kilometern schon grenzwertig, Rheine – Magdeburg wäre mit 400km m.E. zu lang.

      1. Kommt halt insbesondere darauf an, wie verspätungsanfällig die Abschnitte sind. Soweit ich weiß, ist Braunschweig-Magdeburg da nicht so schlimm.

        Ansonsten könnte man auch die kurzen RE70-Verstärker zwischen Hannover und Braunschweig bis Magdeburg verlängern und dafür die RB40 um eine halbe Stunde verschieben.

        1. Verstärker zwischen Braunschweig und Hannover sind im Deutschlandtakt gar nicht mehr vorgesehen. Statt dessen soll die Linie von Braunschweig über Hannover nach Bremen alle 30 min fahren. Für eine Verlängerung nach Magdeburg scheint mir das zu lang.

          Ich würde eher vorschlagen, die im Deutschlandtakt vorgesehene Linie Braunschweig – Helmstedt (N 64.b) bis Magdeburg zu verlängern. Man müsste dann zwar zusätzliche Halte in Schandelah und Frellstedt akzeptieren, um dort keine Verschlechterung gegenüber des Deutschlantaktes zu verursachen, doch auf Grund der langen Wendezeit in Helmstedt würde ein einziger zusätzlicher Umlauf genügen, um bis Magdeburg zu gelangen.

          Mir ist natürlich klar, dass sowohl dein Hinweis als auch der Vorschlag sich auf den aktuellen Fahrplan beziehen, doch was bringt es diesem gegenüber eine neue Linie einzupflegen, die dann mit Einführung des Deutschlandtaktes wieder entfallen würde? Wäre es nicht sinnvoller Planungen so zu gestalten, dass sie auf den Deutschlandtakt aufbauen, anstatt ihm zu widersprechen?

          1. Ich halte es für wenig sinnvoll, alle Planungen sklavisch auf den Deutschlandtakt auszurichten. Der Deutschlandtakt ist zwar ein gutes Grundgerüst für einen zukünftigen Taktfahrplan in Deutschland, man sollte aber nicht davon ausgehen, dass er genau in der aktuellen Form umgesetzt wird. Nach aktuellem Stand ist mit einer vollständigen Umsetzung wohl kaum vor 2040 zu rechnen. Das sind fast 20 Jahre, in denen sich der Verkehrsbedarf stark verändern kann und wird. Besonders wenn die Verkehrswende endlich mal effektiv in Angriff genommen wird, sind die Planungen des Deutschlandtakts absolut nicht mehr ausreichend.

            In diesem konkreten Fall sieht der Deutschlandtakt einen Halbstundentakt vor, dieser wird aber auf der Nachfrage von Königslutter und Helmstedt in Richtung Braunschweig aufbauen. Diese sollte zukünftig optimalerweise von diesem RE abgedeckt werden, damit ist ein Halbstundentakt der Regionalbahn nicht mehr zu rechtfertigen. Eine Durchbindung der langsamen Fahrten von Helmstedt mit drei zusätzlichen Halten würde dem Ziel einer schnellen Verbindung zwischen den Großstädten widersprechen, zumal die Halte, wie bereits erwähnt, keinen Halbstundentakt rechtfertigen.

    2. Das hatte ich auch überlegt, aber die Linien wären dann wohl zu lang. Am sinnvollsten wäre es wahrscheinlich diese Linie bis Hannover zu verlängern, damit sie die RE70-Verstärker ersetzen kann.

      Andernfalls würde ich auch eine Verlängerung über Hildesheim nach Hannover befürworten.

  2. Diesen Gedanken hatte ich auch schon mehrfach im Kopf. Neben der Schwierigkeit einer guten Lösung für eine Durchbindung (so ist die Linie sehr kurz, andere Linien würden wiederum sehr lang), bereitet mir vor allem die Konkurrenz zum FV ein wenig Bauchschmerzen. In der Beschreibung klingt es so, als würde es keine schnelle Verbindung der beiden Städte geben, dagegen ist sie ja durch die IC-Linie 55/56 gegeben. Es ist zwar Fernverkehr, aber meiner Erfahrung nach trotzdem meist relativ kurzfristig günstig zu haben und vom Komfort ja auch ähnlich. Ein dreistufiges Angebot (FV/RE/RB) gibt es ja sonst nur auf sehr nachfragestarken Achsen bzw. hier liegt ja der der hochwertige FV nach Berlin eh auf der SFS.

    Interessant finde ich noch eine Durchbindung nach Hildesheim, da Magdeburg – Hildesheim bisher noch nicht direkt verbunden sind. Da müsste man aber auch überlegen, wie das eingetaktet wird und ob Hildesheim ein ausreichend nachfragestarker Endpunkt ist.

    Im Falle einer schnellen Verbindung Wolfsburg – Magdeburg, wäre ein RE (Hannover -) Braunschweig – Magdeburg auf jeden Fall eine passende Ergänzung, um die Anbindung Braunschweigs zu stärken.

    1. mir [bereitet] vor allem die Konkurrenz zum FV ein wenig Bauchschmerzen. In der Beschreibung klingt es so, als würde es keine schnelle Verbindung der beiden Städte geben, dagegen ist sie ja durch die IC-Linie 55/56 gegeben. Es ist zwar Fernverkehr, aber meiner Erfahrung nach trotzdem meist relativ kurzfristig günstig zu haben und vom Komfort ja auch ähnlich.

      Eine nachvollziehbarer Gedankengang, auch wenn ich da widersprechen muss. Für solche RV-Linien parallel zum FV scheint es ja Bedarf zu geben, siehe Hessenexpress, München-Nürnberg-Express oder IRE Stuttgart – Ulm über gleichnamige SFS. Allein wegen dem grundsätzlich dichterem Takt.

      1. Durchaus nicht falsch. Aber wie gesagt: „Ein dreistufiges Angebot (IC/RE/RB) gibt es ja sonst nur auf sehr nachfragestarken Achsen“, was ja die von dir genannten Beispiele allesamt sind. Insgesamt wird es so sein, dass die Nachfrage Braunschweig – Magdeburg dann zwischen IC und RE geteilt wird. Ob das dann noch für einen FV-Stundentakt reicht, müsste man mal prüfen. Auf ähnlichen Relationen (z.B. Kassel – Frankfurt) fahren IC und (schneller!) RE meist je zweistündlich alternierend…

  3. Der Vorschlag erscheint sehr sinnvoll. Die fehlende schnelle regionale Verbindung von Magdeburg nach Braunschweig ist mir tatsächlich auch schon mehrfach aufgefallen. Das führt auch dazu, dass überregionale Verbindung von Sachsen und Sachsen-Anhalt nach Niedersachsen schwierig mit dem Regionalverkehr schwierig zu absolvieren sind. Und besonders angesichts des ebenfalls schlechten Fernverkehrs finde ich das problematisch. Aktuell führt beispielsweise die schnellste Regionalverkehrsverbindung von der Region um Dresden, Leipzig & Halle in die Region Hannover über Halberstadt und Goslar. Daher fände ich es besonders wichtig auf einen guten Anschluss vom/zum RE13 zu achten. Eine Durchbindung wäre vielleicht auch sinnvoll, allerdings soll dieser perspektivisch über Barby nach Magdeburg fahren.

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen