10 Kommentare zu “Reaktivierung Kassel-Eschwege

  1. Die Idee gefällt mir grundsätzlich gut. Ich hatte mal eine Verbindungskurve bei Eichenberg in Erwägung gezogen, die wohl eine ähnliche Fahrzeit Kassel – Eschwege erreichen würde. Bei dir wäre natürlich die Anbindung von Waldkappel und ein paar kleinerer Orte vorteilhaft. Müsste man halt gucken, was hier einen besseres KNV ergibt.

    Gut finde ich in deinem Vorschlag, dass du die Baumaßnahmen der A44 bzw. B7 berücksichtigst.

    1. Ich kenne den Vorschlag. Ich bin mir auch bewusst, dass der deutlich günstiger ist, aber eben auch nur eine betriebliche Vereinfachung und  geschätzte 5 (?) Minuten Fahrtzeitersparnis bringt. Ansonsten bringt das den angebundenen Städten quasi gar nichts, was es nicht schon gibt. Da wird es dann bei dir auch mit dem KNV knapp, bei vielleicht 1 bis 2 Zügen in 2 Stunden. Mein Vorschlag zielt aber nicht nur darauf ab die abgehängten Städte auf 15-20 km NBS ab HeLi wieder anzuschließen, sondern eine ernsthafte Konkurrenz zum Individualverkehr im Kassler Osten herzustellen. Dafür braucht die Tram deutlich zu lange. Auch wenn es bisher bis HeLi nur einen halbstündlichen Verkehr gibt, glaube ich dass das Potential so ein Mehrangebot leicht rechtfertigt. Man würde so ein deutlich diversifiziertes Angebot(jetzt auch Anbindung an FV in Wilh.) haben, das weitaus mehr Leute ansprechen sollte. Dazu braucht es aber eine Investition in mindestens hoher zweistelliger Millionensumme (Schätzung). Als wichtig sehe ich da Pendlerparkplätze, Ortsnahe Haltepunkte, gute ÖPNV Anbindung an der Strecke und eine Schieneninfrastruktur an, die zumindest teilweise 100- 120 km erlaubt (Kenne mich mit den erforderlichen Radien nicht aus, aber glaube das sollte reichen auf den kurzen Wegen zwischen den Stationen). Schade, dass das Land nur Strecken geprüft hat, die einfach zu reaktivieren sind und Kassel deshalb jetzt zwar zwei neue Straßenbahnäste bekommt, aber mehr nicht, Würde aber mal im Vergleich zu anderen Strecken sagen, dass man hier schon ein KNV über 1 raus bekommt. Die guten Erfahrungen mit der Tram sollten eine Lehre sein, was solch eine Reaktivierung der Region für einen Nutzen bringt.

      1. Naja 5-6 min Zeit kostet allein schon die Wende am Bahnsteig (die Umsteigeverbindung ist sogar 4 min schneller als die Direktverbindung). Daher spart die Verbindungskurve schon so um die 10 min.

        Ansonsten denke ich nicht unbedingt, dass deine Variante ein besseres KNV bringt. Wie gesagt, als Vorteil wäre lediglich die Anbindung von Waldkappel sowie ein paar kleiner Dörfer zu sehen. Eine beschleunigte RB oder RT Kassel – Hess. Lichtenau unter Umgehung der Straßenbahnstrecke in Kaufungen ließe sich auch ohne der kostenintensiven Verlängerung realisieren.

        Also deine Idee finde ich wie erwähnt durchaus gut, nur wird das bei dir mit den Kosten wohl etwas schwierig, zumal die Konkurrenz zu der A44 hoch ist. Daher sollte man zunächst deine Variante in Erwägung ziehen und falls sie an den Kosten scheitert, aber lieber die Kurve bei Witzenhausen bauen, als gar nichts zu machen.

        1. Naja 5-6 min Zeit kostet allein schon die Wende am Bahnsteig (die Umsteigeverbindung ist sogar 4 min schneller als die Direktverbindung). Daher spart die Verbindungskurve schon so um die 10 min.

          Also am Ende doch wieder nur 5 – 6 Minuten zu einer bereits (unoptimalen) bestehenden Verbindung. Aber wir wollen uns jetzt wegen sowas nicht streiten, wir sind uns ja sonst fast einig! 🙂

          Also deine Idee finde ich wie erwähnt durchaus gut, nur wird das bei dir mit den Kosten wohl etwas schwierig, zumal die Konkurrenz zu der A44 hoch ist

          Das ist ja wie gesagt gerade der Grund, ich brauche ja die Konkurrenz um aus Kassel endlich mal nicht nur eine Autostadt zu machen. Wenn ich alle Straßen noch und nöcher ausbaue, bräuchte ich ja theoretisch gar keinen SPNV aufstellen. Es soll einfach für die ganzen Pendler attraktiver sein mit der Bahn zu fahren, als die Straßen zu verstopfen. Da hilft es von Kaufungen bis zum Wehretal auch keinem wenn ich eine Verbindungskurve baue. Wobei, weißt du wie die Auslastung der Direktzüge Eschwege-Kassel ist, beziehungsweise wie groß der Pendlerstrom ist? Bei deiner Variante profitieren ja auch nur 2 Orte direkt.

  2. Finde die Idee gerade gut für den Kasseler Osten, da man von dort dann einfacher in die Innenstadt und in die Südstadt käme. Diese Verbindung wäre wichtig, nicht nur weil sie Eschwege und Kassel umstiegsfrei verbindet, sondern auch weil sie eine gute innerstädtische Verbindung in der Stadt bieten würde. So hätte man im Osten Bettenhausen, im Süden Niederzwehren, Im Westen Wilhelmshöhe, im Zentrum den Hauptbahnhof und im Norden-bei RT Weiterführung zur Hollländischen Straße eine direkte Innerstädtische Schnell-Verbindung. Die Strecke ist größtenteils für den Güterverkehr ausgelegt, man müsste also beide Fahrzeugzeiten koordinieren und im Bedarfsfall zweigleisig ausbauen oder eine Überholschiene an Teilen der Strecke bauen. Batterie oder Brennstofzellenfahrzeuge würden sich tatsächlich anbieten, vor allem bis zur Elektrifizierung weiter Strecken.

  3. Die nördliche Umgehungsstrecke von Kaufungen wird bis auf wenige Verspätungskürzungen und Einrück-/Ausrückfahrten nicht verwendet. Daher halte ich eine zweite südliche Umgehung für überflüssig, zumal sich der von dir vorgeschlagene neue Haltepunkt im Einzugsbereich des bestehenden Haltepunkts Niederkaufingen befindet.

  4. Prinzipiell nen toller Vorschlag, die Strecke zu reaktivieren. Aber es gibt ein paar Probleme:

     

    • Bis ca kurz vor Küchen liegen die Gleise noch. Dennoch müssten sie alle ersetzt werden, da sie ziemlich marode sind.
    • Aufgrund der Autobahn wurden zwischen Küchen und Bischhausen die meisten Gleise abgebaut. Eine Anbindung kleinerer Orte ist schwierig, wenn man nicht gerade extrem viel investieren will.
    • Da eine Anbindung an die Nord-Süd Strecke im Bereich Oetmannshausen nicht möglich ist (zu steil), müsste die alte Strecke benutzt werden, die den alten Haltepunkt Reichensachsen einbezieht, welcher auf der anderen Seite der B27 ist.
    • Die ganzen neuen Brücke rechnen wir mal lieber nicht mit ein.
    • Es ist zudem nicht möglich, in Kaufungen und bis Helsa ein weiteres Gleis zu verlegen. Passt Platztechnisch einfach nicht.
    • Vom Wagenmaterial wäre am Sinnvollsten, wenn bis dahin Triebwagen entwickelt werden, die zwischen Eschwege West und HeLi, die Ortsumgehung Kaufungen und zwischen Papierfabrik und Bettenhausen Akkubetrieben fahren können und somit durch das Gleichspannungsnetz der Tram als auch das DB Netz geladen werden können.

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