Beschreibung des Vorschlags
Die Einrichtung einer Regionalbahn-Verbindung Lüneburg – Brahlstorf über Bleckede und Neuhaus einschließlich Elbquerung schafft eine Anbindung des Amt Neuhaus an den restlichen Landkreis Lüneburg. Im Oberzentrum Lüneburg besteht ein attraktiver Anschluss an den Fern- und Regionalverkehr. In die andere Richtung gibt es einen direkten Anschluss an die Berlin-Hamburger-Bahn.
Diese Strecke schließt den ländlichen Raum östlich von Lüneburg besser an. Das Amt Neuhaus als Teil des Landkreis Lüneburg verfügt bislang über keine feste Verbindung über die Elbe nach Lüneburg. Das Erweitern und Mitnutzen einer bisher nur für den Straßenverkehr geplanten neuen Elbbrücke ermöglicht diese Eisenbahnlinie.
Seit der Wende gibt es Planungen für einen (Straßen-)Brückenbau bei Neu Darchau. Durch die Realisierung dieser Flussquerung sechs Kilometer elbabwärts bei Alt Garge gäbe es die Möglichkeit, eine Bahntrasse mit einzuplanen.
Die Reaktivierung der Teilstrecke Lüneburg – Bleckede wird immer wieder gefordert.
Folgende Schritte sind nötig:
1. Reaktivierung der Strecke Lüneburg – Bleckede – Alt Garge (Bleckeder Kleinbahn)
2. Neubau einer kombinierten Straßen- und Eisenbahnbrücke über die Elbe bei Alt Garge
3. Neubaustrecke ab der Brücke bis nördlich von Neuhaus
4. Einrichtung neuer Haltepunkt Neuhaus westlich des Ortskerns
5. Nördlich von Neuhaus Einfädelung in die alte Strecke nach Brahlstorf und Wiederaufbau der Trasse
Die Strecke ist eingleisig und nicht mit Oberleitungen elektrifiziert vorgesehen. Zum Einsatz kommen moderne Akku-Triebwagen, die unter den bestehenden Oberleitungen in Lüneburg und Brahlstorf geladen werden.
Geplant ist ein entsprechender Ausbau und Einrichtung der Strecke, sodass sie in 45 Minuten befahren werden kann. Bei einer Länge von ca. 50 Kilometern wird das durch eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf der Bestandsstrecke (Lüneburg – Alt Garge) und 120 km/h auf der Neubaustrecke (Alt Garge – Brahlstorf) erreicht. In Lüneburg und Brahlstorf gibt es einen Aufenthalt von jeweils ca. 15 Minuten für Umstiege und Nachladen der Akkus. Durch den Einsatz eines Zugpaars mit Zugkreuzung in Bleckede ist ein 1-Stunden-Takt möglich.
Folgende Haltepunkte sind vorgesehen:
Lüneburg
Ebensberg
Scharnebeck
Neetze
Bleckede
Alt Garge
Neuhaus
Brahlstorf
–
Optional können die Triebwagen auch noch weiter nach Schwerin oder Ludwigslust fahren.

Der Vorschlag gefällt mir gut
Von Wasserstoff würd ich aber Abstand nehmen, ein Wasserstoffzug ist bezüglich Energieeffizienz das am schlechtesten abschneidendste Schienenfahrzeug seit dem Ende der Dampf-Ära. Aber da Lübeck-Büchen-Lüneburg ohnehin in absehbarer zeit auf Akku-Züge umgestellt wird, hat man eh schon einen besseren Fuhrpark, an den man sich hier dranhängen könnte.
Danke 🙂 Das mit den Akku-Zügen ist eine gute Idee. Im Moment gibt es nur noch das Problem mit der Reichweite. Wenn der Zug laufend hin und her pendelt geht, könnte es sein, dass ihm irgendwann der Saft ausgeht.
Dazu würde es ausreichen in Bleckede eine Oberleitungsinsel zum Nachladen der Fahrzeuge zu errichten. Wenn dort gekreuzt wird, muss man ca 10min Standzeit mit einplanen um die Fahrzeuge entsprechend nachzuladen.
Wenn dort gekreuzt wird, muss man ca 10min Standzeit mit einplanen
Das macht den Betrieb dann aber sehr langsam und unattraktiv. Wenn man schon eine solche Strecke bauen will. sollte man auch an eine komplette Elektrifzierung denken. Dann wäre der Energieverbrauch noch geringer als bei Akkutriebwagen, weil keine Akkus mitgeschleppt werden müssten. Das zusätzliche Gewicht kostet schließlich auch Energie.
Falls jedoch eine Elektrifizierung der Strecke nicht lohnenend erscheint, gehe ich davon aus, dass sich der Neubau einer solchen Strecke ebenfalls nicht lohnt. Warum sollte nicht eine Autobuslinie ausreichen, wie ich sie hier vorgeschlagen hatte? Angesichts der geringen Einwohnerzahlen und der hohen Kosten, nicht nur für die Elbbrücke, erscheint mir eine Bahnstrecke unrealistisch.
Nach meinem aktuellen Betriebskonzept ist ein Aufladen in Bleckede nicht nötig. In Lüneburg und Brahlstorf ist ausreichen Zeit, um die Akkus nachzuladen.
Ich habe meinen Vorschlag etwas überarbeitet: Die Höchstgeschwindigkeit um jeweils 20 km/h angehoben und zum Einsatz sollen Akku-Triebwagen kommen.
Ich würde zwischen Bleckede und Alt-Garge beide Gleise nutzen, westlich und östlich der L 222, somit hast du dann einen zweigleisigen Streckenabschnitt und würdest auch die Bahnübergange entlasten.
Wie könnte eine Tramlinie in der Region aussehen? Spricht etwas dagegen diese Verbindung als Tram einzuführen?
Interessante Idee und danke für den Kommentar!
Dort, wo es schon Eisenbahn-Gleise gibt, ist es meiner Meinung nach sinnvoll, dass diese auch genutzt werden. Das betrifft den Abschnitt zwischen Bhf. Lüneburg und Alt Garge.
Bei einem Tram-Train würden die Züge dieser Verbindung teilweise auch als Straßenbahn (Tram) verkehren. Das hätte natürlich den Vorteil, dass sie – theoretisch – in Lüneburg nicht nur bis zum Bahnhof fahren könnten, sondern auch bis in die Innenstadt oder darüber hinaus. Auf der anderen Seite könnten sich die Züge als Tram die Fahrbahn auf der angenommenen neuen Elbbrücke mit dem Kfz.-Verkehr eventuell teilen und die Tram könnte auch durch den Neuhäuser Ortskern fahren. Möglicherweise wäre diese Variante günstiger als eine reine Bahnverbindung
Für mich würde das nur sinnvoll sein, wenn es in Lüneburg ein Straßenbahn-Netz gäbe, in das sich diese Verbindung eingliedern kann. Für eine Lüneburger Straßenbahn gibt es hier ein Konzept.
Wenn es um eine „Tramlinie in der Region“ geht, könnte die natürlich auch woanders langführen. Hast du dazu eine Idee?
Ich stimme dir zu das die Tram-Train Idee nur mit Straßenbahn in Lüneburg interessant wird. Da die Grundversorgung an SPNV sehr dürftig in der Region ist wäre das allerdings sehr interessant. Ein Lüneburger Straßenbahnnetz bis Bleckede, Brahlstorf, (Dömitz, Lenzen, Wittenberge; Lübtheen, Ludwigslust; Lüchow Salzwedel usw. ?) ist allerdings sehr ambitioniert.
Ich weiß ansonsten nur das eine Elbbrücke zwischen Darchau und Neu-Darchau seit 30 Jahren versprochen wird.
Der „Umweg“ wäre m.E. gerechtfertigt in der Hoffnung die Plan- und Baukosten für eine Elbquerung massiv senken bzw. bündeln zu können.
Die Brücke befindet sich allerdings schon im Planungsfeststellungsverfahren und ist darüberhinaus hoch umstritten. Politisch wird das schwer Straßenbahn Pläne aufzutischen die wiederum 10/15 Jahre brauchen bis sie wahr werden.
Vielleicht hilft es dass bei einem Straßenbahnprojekt der Bund potenziell mehr Kosten übernimmt?