Beschreibung des Vorschlags
Mein Hauptgedanke war, dass der RE6 in absehbarer Zeit keine zusätzliche Kapazität oder Taktverdichtung bekommen wird, was er aber dringend braucht. Da sich der Ausbau der Strecke Leipzig-Chemnitz verzögert können zusätzliche Züge aktuell nur über Parallelstrecken fahren. Die Strecke über Altenburg ist bald fertig ausgebaut und wäre da meiner Meinung nach die beste Option, auch weil man durch die Fahrt durch den City Tunnel in Leipzig andere Ecken der Stadt als nur den Hauptbahnhof anbindet, wodurch der RE5 trotz der etwas längeren Fahrzeit zwischen den Hauptbahnhöfen für Fahrgäste in den Süden von Leipzig schneller als der RE6 ist. Der Halt in Chemnitz Süd hat ebenfalls den Hintergrund, dass man in Chemnitz andere Ecken der Stadt anbindet als den Hauptbahnhof und man hat Anschluss zur Linie 2, die nicht zum Hauptbahnhof fährt. Ich fände den Halt in Chemnitz Süd eigentlich auch für den RE3 angebracht.
Da in Leipzig Hbf (tief) keine Züge enden können muss der Zug Richtung Norden irgendwo hin durchgebunden werden und da finde ich, dass Halle die zusätzliche Kapazität am dringendsten gebrauchen könnte, da S3 und S5(X) immer sehr stark ausgelastet sind. Bis Schkeuditz kann der RE5 die S30 ersetzen und hält deshalb überall. Zwischen Schkeuditz und Halle kann der RE5 durchfahren, um eine ähnliche Fahrzeit wie die beliebte S5(X) zu erreichen.
Im Tunnel kann die Trasse der S6, die nur Stötteritz-Messe fahren soll genutzt werden, denn diese Fahrten werden wahrscheinlich keine Fahrgastrekorde brechen. Da ist eine bessere Anbindung von Chemnitz meiner Meinung nach wichtiger.
EDIT: Die Halte in Glauchau, Meerane und Hohenstein-Ernstthal habe ich nachträglich hinzugefügt, nachdem es in den Kommentaren vorgeschlagen wurde. Die Fahrtzeit verlängert sich dadurch um ca. 5 Minuten.
Möglicher Fahrplan: (Stundentakt)
xx:47 Halle Hbf
xx:02 Schkeuditz
…
xx:23 Leipzig Hbf (tief)
…
xx:34 Leipzig Connewitz
xx:54 Altenburg
xx:02 Durchfahrt Gößnitz
xx:16 Durchfahrt Glauchau
xx:36 Chemnitz Süd
xx:38 Chemnitz Hbf
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xx:08 Chemnitz Hbf
xx:10 Chemnitz Süd
xx:30 Durchfahrt Glauchau
xx:44 Durchfahrt Gößnitz
xx:52 Altenburg
xx:12 Leipzig Connewitz
…
xx:25 Leipzig Hbf (tief)
…
xx:45 Schkeuditz
xx:00 Halle Hbf
Schon auf der Relation Leipzig Markt <> Chemnitz Hbf wäre der RE5 schneller als der RE6
Ganz ohne Trassenkonflikte habe ich keine mögliche Trasse im Fahrplan 2026 gefunden. Im Tunnel müsste man die S1 anders legen und zwischen Gößnitz und Glauchau müsste man RE1 und RB37 etwas verschieben, damit die Zugkreuzungen passen, aber das sollte nicht das Problem sein, denn die Anschlüsse der S5 zur RB37 und die Standzeit des RE1 in Gößnitz bieten Spielraum für leichte Schiebereien.
Wer eine bessere Zeitlage findet oder sich besser auskennt, ob die Zeiten so fahrbar wären kann das ja gerne schreiben.
Da es sich bei dieser Linie nur um eine Verstärkerlinie zusätzlich zu anderen Linien handelt würde ich den Betrieb auf die Hauptverkehrszeit beschränken, um die Linie auch finanzierbarer zu machen, aber auch am Wochenende Fahrten anbieten, da der RE6 auch am Wochenende stark ausgelastet ist.
z.B.
Mo-Fr 5-9 Uhr, 13-18 Uhr
Sa 9-18 Uhr
So 10-19 Uhr
Als EVU wären Die Länderbahn oder DB Regio natürlich am besten geeignet, da diese die parallelen Linien betreiben und das Personal für den Tunnel geschult ist. Haben die Dreiteiler der S-Bahn Mitteldeutschland schon eine neue Heimat ab Dezember 2026? Falls nicht, wären sie in Doppeltraktion gut für den RE5 geeignet, denke ich

Ich finde die Idee, andere Strecken nach Chemnitz zu nutzen gut, verstehe aber diese Mischung zwischen S-Bahn in der Stadt und Regio auf dem Land nicht so ganz. Würde es sich für einen Regio nicht eher anbieten, wenn er ab Markkleeberg über den Güterring fährt und dann parallel mit der S4 zum Hbf? Da könnte er dann ja auch enden und müsste nicht bis Halle durchgebunden werden. Zuverlässiger wäre die Verbindung auf diesem Wege wahrscheinlich allemal…
Das würde nicht nur länger deutlich dauern, sondern den größten Vorteil, den diese Linie bringen soll zunichte machen. Von Hauptbahnhof zu Hauptbahnhof zu fahren macht ja schon der RE6. Der RE5 braucht länger von Hauptbahnhof zu Hauptbahnhof und soll eben die anderen Stadtteile im Süden von Leipzig als die Umgebung vom Hauptbahnhof schneller und direkter anbinden, sonst würde diese Linie als langsame Variante des RE6 ziemlich leer herumfahren.
Das Konzept mit der Mischung aus S-Bahn und RE gibt es ja auch schon im Leipziger City Tunnel auf der S5X Halle-Zwickau, die auch erfolgreich die Städte in der Umgebung schnell und direkt mit vielen Leipziger Stadtteilen verbindet.
Finde die Idee nicht schlecht, gerade die Durchbindung nach Halle. Zwischen Leipzig und Chemnitz würde ich aber noch öfter halten, wenigstens in Gößnitz, Meerane und Glauchau, evtl auch i. Markkleeberg oder Böhlen. Auch sollte man die Linie ein wenig in die S5/S5X Taktlage integrieren, und diese etwas reduzieren um das ganze kostengünstiger zu machen.
Zu viele Halte würde ich allerdings nicht einplanen, da der RE5 nicht zu viel länger als der RE6 brauchen sollte, wenn er den RE6 wirklich entlasten soll. Bei Meerane gebe ich dir Recht, da die Stadt ähnlich wie Altenburg geografisch relativ nah an Chemnitz liegt und dafür relativ schlecht an Chemnitz angebunden ist. Von Glauchau kommt man mit RE3 und RB30 (und hoffentlich bald 2029 mit dem RE2 Erfurt-Chemnitz) schon ganz gut nach Chemnitz und mit der S5 auch relativ schnell nach Leipzig, aber über einen Halt in Glauchau könnte man auch nachdenken.
Gößnitz fände ich mit 3400 Einwohnern zu unbedeutend für einen Halt und Böhlen und Markkleeberg würden zu sehr ausbremsen, da der Zug auf diesem Abschnitt die 160km/h ausfahren kann und von dort kann man auch mit S3 und RE6 über Geithain fahren.
Die Züge in die S5(X) einzubinden wäre natürlich auch eine Idee, allerdings würde dann nur die S5X infragekommen, die keinen Zugteil nach Plauen hat, sodass dann ab Gößnitz nur ein Zugteil nach Zwickau fahren würde und der andere nach Chemnitz. Eine nur 70m lange S5X auf dem ganzen Abschnitt Gößnitz-Zwickau fände ich allerdings ziemlich eng, genauso wie Fahrgäste nach Zwickau und Chemnitz zusammen in der HVZ in einem 140m Zug, also fände ich diese Lösung nicht so zufriedenstellend.
Was mir aber stattdessen noch einfällt, dass man in der Zeitlage der S5 stattdessen den RE5 fahren lässt (Nur halt dann natürlich über Flughafen, wenn er die S5 ersetzen soll.) Die Zwischenhalte, die jetzt nur die S5 bedient könnten dann mit einer „neuen“ S5 bedient werden, indem die S3 in Neukieritzsch geteilt wird und ein Zugteil statt nach Borna/Geithain mit Halt überall nach Altenburg/Zwickau fährt. Zwischen Neukieritzsch und Borna wird wahrscheinlich sowieso kein 140m Zug gebraucht, zumindest nicht bei den Kurzläufern nach Borna.
Ich finde die Idee nicht verkehrt und wundere mich schon lange, warum es das nicht gibt – vor allem bisher, da man hier ja im Gegensatz zum direkten Weg sogar schon lange elektrisch fahren kann.
Ein paar Halte würde ich auch einfügen (mindestens Glauchau und Meerane/Hohenstein-E.), die als nicht gerade kleine Städte dann erstmals eine Direktverbindung nach Leipzig erhielten. Damit würde die Linie sich nicht nur aus den Fahrgästen von Chemnitz speisen müssen, zumal sie ja eh ein wenig langsamer ist.
Einziger Gedanke wäre natürlich noch, inwiefern die Strecke via Borna nicht ähnlich geeignet ist. Sie erreicht zumindest den Leipziger Süden und ist nur teilweise abhängig von der RE6-Strecke.
Die Strecke über Borna ist zwischen Chemnitz und Geithain nicht elektrifiziert, aber durch den Tunnel darf man nur Elektrisch. Mit Akkuzügen würde es zwar gehen, aber das würde die Linie wieder sehr teuer machen.
Die Halte in Meerane, Glauchau und Hohenstein-Ernstthal werde ich hinzufügen, da ich die Idee dahinter verstehe und das in einem anderen Kommentar auch vorgeschlagen wurde, allerdings braucht der RE5 damit 80 statt 75 Minuten von Chemnitz Hbf nach Leipzig Hbf, ist aber trotzdem noch schneller für Fahrgäste in den Süden von Leipzig.