RE Karlsruhe – Kaiserslautern – Kusel – Baumholder – Idar-Oberstein

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Beschreibung des Vorschlags

Ein Vorschlag für eine Direktverbindung der Relation Idar-Oberstein – Kaiserslautern – Karlsruhe. Grund hierfür sind die momentan absolut nicht konkurrenzfähigen Verbindungszeiten zwischen diesen Mittel- bzw. Oberzentren. Von Idar-Oberstein nach Kaiserslautern braucht man momentan mindestens 1,5 Stunden, je nachdem wann man losfährt sogar noch länger. Die Fahrzeit Kaiserslautern – Karlsruhe ist fast dieselbe, obwohl man nach Mannheim innerhalb von 40 Minuten (und ohne Umsteigen). Daher ist zumindest die Direktverbindung Kaiserslautern-Karlsruhe für mich absolut notwendig, und wenn dort sowieso schonmal ein RE fährt, kann man auch gleich Kusel mit anbinden. Von Kusel wiederum sind es nur etwas mehr als 10km bis nach Baumholder, wo man Anschluss an die Nahetalbahn nach Idar-Oberstein hat. Daher dieser Vorschlag, der Kaiserslautern sowohl nach Süden als auch nach Norden besser anbindet. Da der RE zudem über Speyer und Germersheim verläuft, kann die Schnellanbindung dieser Städte an Karlsruhe von einer alle zwei Stunden auf eine pro Stunde erhöht werden.

Streckenbeschreibung

Von Karlsruhe aus überqueren wir zunächst den Rhein bei Maxau, um dann direkt nach einem Halt in Wörth in die Strecke des RB49 einzuschwenken. Dort können wir fast bis Germersheim durchgehend 140km/h fahren. Nach Germersheim Hbf geht es weiter nach Speyer, und von dort nach Schifferstadt, wo wir über eine tolle neue Spange auf die Strecke Mannheim-Saarbrücken kommen. Falls diese Spange zunächst zu teuer wäre, könnte man in Schifferstadt auch Kopf machen, würde dann aber sicherlich 4-5 Minuten langsamer sein. Ab Schifferstadt verkehren wir bis Landstuhl parallel zum RE1, wodurch hier insgesamt ein Halbstunden-Takt realisiert wird. Dann biegen wir nach Norden ab auf die Steinbahn, und ab Kusel-Altenglan auf die zu sanierende Glantalbahn. Dieser folgen wir bis kurz hinter Ulmet, wo ein neuer Haltepunkt entstehen soll (hoffentlich auch irgendwann mal wieder für RBs zwischen Landstuhl und Lauterecken). Ab hier beginnt eine ca. 10km lange Neubaustrecke, die der L169 eng folgt und ca. 150 Höhenmeter nach Baumholder aufsteigt. Die Verbindung zum Bahnhof Baumholder erfordert einen ca. 300m langen Tunnel unter der L169, da die Bebauung dort sehr dicht ist.Von Baumholder schließlich gelangen wir schnell zur Nahetalbahn, wo wir nach weiteren ~20km ohne Halt Idar-Oberstein erreichen.

Fahrzeiten

Der RE soll zwischen 6:00 und 20:00 Uhr ein Mal pro Stunde fahren. Abfahrt in Karlsruhe wäre jeweils um :30, Abfahrt in Idar-Oberstein ebenfalls um :30. Ein möglicher Halteplan wäre:

  • 08:30 Karlsruhe Hbf
  • 08:34 Karlsruhe West
  • 08:41 Wörth am Rhein Hbf
  • 08:55 Germersheim
  • 09:02 Speyer
  • 09:10 Schifferstadt
  • 09:15 Haßloch
  • 09:20 Neustadt an der Weinstraße Hbf
  • 09:44 Kaiserslautern Hbf
  • 09:54 Landstuhl
  • 10:00 Ramstein-Miesenbach
  • 10:15 Kusel-Altenglan
  • 10:19 Ulmet
  • 10:30 Baumholder
  • 10:36 Heimbach (Nahe)
  • 10:45 Idar-Oberstein

 

Metadaten zu diesem Vorschlag

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4 Kommentare zu “RE Karlsruhe – Kaiserslautern – Kusel – Baumholder – Idar-Oberstein

  1.  
    Die Verbindung Karlsruhe – Kaiserslautern – Idar-Oberstein ist nachvollziehbar und hat auch seine Berechtigung. Die Umsetzung so wie beschrieben kann ich mir aber nicht vorstellen und halte ich auch nicht für sinnvoll.
    Betrachten wir die einzelnen Streckenabschnitte.
    Karlsruhe Hbf – Germersheim – Schifferstadt – Neustadt Hbf – Kaiserslautern:
    Allein schon diese Linienführung ist wenig sinnvoll. Es gibt bereits heute den RE4 Mainz – Karlsruhe auf dem Abschnitt Schifferstadt – Karlsruhe. Dieser wird allerdings nicht über Wörth, sondern über Graben-Neudorf geführt. Eine weitere (stündliche) Linie wird schwer durchzusetzen sein.
    Zudem gibt es bereits heute stündlich den RE6 (Karlsruhe – Landau – Neustadt Hbf (- Kaiserslautern)). Dauer der Reisezeit: 71 Minuten. Allerdings sind es mittlerweile nur noch wenige Direktverbindungen von Neustadt bis Kaiserslautern.
    Eine schnellere Verbindung über Schifferstadt – Germersheim – Karlsruhe anstatt über Landau wird nicht möglich sein. Die Fahrzeit durch den Umweg wird vermutlich länger sein, weil der heutige RE bereits in etwa genauso lange von Karlsruhe bis Schifferstadt benötigt, wie der RE von Karlsruhe über Landau nach Neustadt Hbf. Es fehlt aber noch die Fahrzeit von Schifferstadt nach Neustadt – incl. das „Kopf machen“ in Schifferstadt.
    Einen Nutzen für eine Kurve von Speyer (in Schifferstadt) in Richtung Neustadt kann ich nicht erkennen. Die Karlsruher können auch den RE6 nehmen. Die Fahrgäste aus den doch relativ kleinen Städten Germersheim und Speyer, die nach Neustadt, Kaiserslautern oder gar Idar-Oberstein wollen, dürften sehr überschaubar sein.
    Da gäbe es in der Pfalz sinnvollere Neubauten wie diese Kurve – zumal dann auch noch der „Hauptbahnhof“ von Schifferstadt umfahren wird und für diese Kurve vermutlich auch Häuser weichen müssten. Letzteres treibt zudem die Kosten in die Höhe.
    Mit der S-Bahn hat man in Schifferstadt in Richtung Kaiserslautern recht gute Umsteigemöglichkeiten für die Orte Speyer und Germersheim.
    Alternativ wäre denkbar in Limburgerhof die Gleise 1 und 2 (Schnellfahrstrecke) wieder mit einem Bahnsteig zu versehen und die Linien RE 1 in Limburgerhof halten zu lassen. Limburgerhof könnte hier als Umsteigeknoten genutzt werden. So wäre auch Speyer und Germersheim gut an die Westpfalz bzw.das Saarland angeschlossen. Die Orte Limburgerhof sowie Neuhofen und Mutterstadt, welche in direkter Nachbarschaft liegen, würden zusätzlich davon profitieren. Immerhin sind das zusammen rund 30.000 Einwohner und der RE1 hält aktuell im Rhein-Pfalz-Kreis überhaupt nicht. Ein weiterer Vorteil wäre, dass die Bahnsteige auch im Falle einer Störung (Richtung Schifferstadt) genutzt werden können.
    Kaiserslautern – Kusel – Baumholder – Idar-Oberstein:

    Ich halte die Strecke durchaus für sinnvoll. Das Problem ist – der vorgeschlagene Tunnel. Einen 1km langen Tunnel „auf dem Land“ halte ich für undenkbar. Immer wieder scheitern Streckenreaktivierungen an Sanierungen vorhandener Tunnel. Ein Neubau kostet wohl ein Vielfaches.
    Gerade auf dem Land sind solche Investitionen schon für Autostraßen kaum vorstellbar, für Bahnlinien mit vielleicht 1000 maximal 2000 Reisenden aber selbst bei 4000 Reisenden pro Tag erst recht nicht. Die Strecke wird an einer Kosten-Analyse scheitern (wenn diese überhaupt jemals erstellt wird).

    Entweder es gibt eine Möglichkeit die Strecke zwischen Kusel – Baumholder mittels 2-3 „kleinere“ Brücken zu bauen oder die Idee kann vermutlich begraben werden. Nach dem Bahnhof Kusel müsste übrigens auch noch eine etwas größere Brücke wieder aufgebaut werden. Zu prüfen ist, ob Teile der ehemaligen Strecke Richtung Schwarzerden mit genutzt werden könnte. Hier gibt es bereits einen Bahndamm. Das würde sicherlich die Kosten erheblich minimieren. 
    Trotzdem finde ich den Gedanken die Strecke Landstuhl – Kusel bzw. Baumholder – Heimbach zu nutzen grundsätzlich gut. Gerade auf der Strecke Landstuhl – Kusel gibt es noch Möglichkeit die Geschwindigkeit zu erhöhen. Sicherlich müssten in diesem Zusammenhang manche Bahnübergänge geschlossen oder zumindest technisch gesichert werden. In diesem Fall wäre dann vermutlich selbst die Regionalbahn durchgehend und ohne weitere Fahrzeuge (durch die schneller Fahrt) und vermutlich auch ohne größere Kosten befahrbar. Am Ende hängt es am Neubau der Strecke Kusel – Baumholder.
    Gibt es keine Alternative für den Tunnel in Baumholder, so gibt es evtl. aber noch eine andere Lösung um nach Idar-Oberstein zu kommen. Diese Umsetzung ist vielleicht näher, als man derzeit vermutet.
    Aktuell gibt es Überlegungen die Strecke Lauterecken-Grumbach nach Staudernheim (Glantalbahn) wieder in Betrieb zu nehmen. Ein Gutachten wurde bereits oder wird in Kürze in Auftrag gegeben.
    Ein RE von Kaiserslautern an die Nahe ist über diesem Weg vermutlich einfacher zu realisieren. 
    Fazit:
    Die Kosten für die Neubaustrecke Kusel – Baumholder müssen runter. Auf Kunstbauten muss soweit möglich verzichtet werden. Ansonsten sehe ich keine Chance für diesen (grundsätzlich sinnvollen) Lückenschluss, der letztlich auch zur dauerhaften Sicherung beider Strecken dienen kann.
    Sicherlich ist der Weg über Kusel / Baumholder kürzer; aber über die Lautertalbahn bzw. die obere Glantalbahn einfacher und günstiger umzusetzen. Hier liegen noch Schienen, viele Tunnels hat es auch nicht – lediglich ein paar Brücken.
    Die Lautertalbahn selbst wurde vor einiger Zeit saniert. Größere Investitionen stehen hier vermutlich nicht an. Evtl. müssen noch Bahnübergänge modernisiert bzw. technisch gesichert werden.
    Es ist davon auszugehen, dass im Falle einer Reaktivierung die Züge zumindest bis Bad Sobernheim durchgeführt werden.
    Leider ist also dieses Szenario derzeit realistischer als über Kusel nach Idar-Oberstein.

    Eine Durchbindung ab Kaiserslautern nach Karlsruhe wäre in beiden Fällen aber möglich. Der Umweg über Schifferstadt / Speyer / Germersheim ist aber unrealistisch und auch wenig sinnvoll, zumal die Reisezeit über diese Strecke länger ist.
    Ob eine durchgehende Verbindung wirklich benötigt wird, ist fraglich. Evtl. genügt auch eine gute Umsteigemöglichkeit / Anschlussverbindung in Kaiserslautern. Idar-Oberstein ist verglichen mit Karlsruhe und Kaiserslautern eine recht kleine Stadt. Um einen RE zwischen Kaiserslautern und Idar-Oberstein wirtschaftlich zu fahren benötigt es vor allem Fahrgäste aus der Vorderpfalz. Hier dürfte mehr Potential sein als von Karlsruhe.
    Allerdings würde es die Bahnfahrt mit dem RE aus dem Raum Kusel / Baumholder (Richtung Kaiserslautern) erheblich attraktiver gestalten. Die Bahn wird also dort auch wieder wettbewerbsfähig zum Auto.

    Für die Strecke über Landau aber auch für die Lautertalbahn sind Akkutriebwagen vorgesehen, was sicherlich ein Vorteil ist. Ob allerdings die Ladezeit zwischen Neustadt Hbf und Kaiserslautern für die Befahrung der Strecke genügt, kann ich nicht sagen. Ausgeschlossen ist es aber nicht.

    1. Danke für deinen ausführlichen Kommentar! Ich gehe ihn mal durch, basierend auf den zwei von dir aufgeführten Abschnitten:

      Karlsruhe – Kaiserslautern
      Ich habe mal den Vorschlag um konkrete Fahrzeiten ergänzt und komme bei meinen Berechnungen (basierend auf heutigen Fahrzeiten für die REs 4 und 6) auf eine Fahrzeit von ca. 50 Minuten für eine Verbindung Karlsruhe – Speyer – Neustadt. Das wären 5 zusätzliche Minuten gegenüber dem RE6, was ich für vertretbar halte. Aber an der konkreten Streckenführung im Rhein-Main-Tal will ich mich nicht aufhängen, wenn es betriebstechnisch sinnvoller ist, den RE über Landau zu führen, dann ist das absolut in Ordnung! Ich verstehe nur deinen Vorschlag mit dem Kopfmachen des neuen REs in Limburgerhof Kopf nicht. Den RE1 könnte man doch zum Umsteigen aus/nach Mannheim genau so gut in Schifferstadt halten lassen?

      Kaiserslautern – Idar-Oberstein

      Leider ist meiner Ansicht nach der große „Knackpunkt“ des Tunnels kaum vermeidbar. Das liegt weniger an der Topografie als an der relativ dichten Bebauung unmittelbar um den Bahnhof. Man könnte den Tunnel allerdings verkürzen, indem man ihn „nur“ unter die Kreuzung der L169 führen lässt und dann entlang der Ringstraße führt. Damit würde der Tunnel auf eine Länge von etwa 300 Metern schrumpfen, allerdings würde auch ein zusätzlicher Bahnübergang notwendig.

      Die Idee, den neuen RE über eine reaktivierte Glantalbahn zu führen, finde ich aber auch gut, aber das dürfte ihn als Direktverbindung Kaiserslautern – Idar-Oberstein mit einer Fahrzeit von dann deutlich über einer Stunde weniger attraktiv machen.

      1. Danke, für die Antwort.

        Meinen Gedanken in Sachen RE-Halt in Limburgerhof habe ich zu unklar formuliert. Tut mit leid.
        Aktuell fährt die Linie RE 1 in Limburgerhof über die Schifferstadter Schnellbahntrasse. Das hat auch seinen Grund. Dieser kann in Mannheim nicht wesentlich früher Abfahren, weil ansonsten Anschlüsse verlorenen gehen oder zu knapp sind und daher öfters verloren gehen.
        In Neustadt muss der RE aber genau zu dieser Zeit sein, wie das heute der Fall ist. Der RE fährt direkt im „Knoten“ Neustadt. Kurz zuvor fährt dort die S1 ein und kurz danach fährt die S1 auch hinterher. Mit der S1 fahren übrigens auch die Züge aus Landau / Karlsruhe und Bad Dürkheim in Neustadt ein.
        Es gibt daher kein Spielraum – außer man lässt den RE nicht mehr im „Umsteigeknoten“ fahren. Neustadt gehört zu den Bahnhöfen, die in der Pfalz am meisten frequentiert werden.
        Die Fahrzeiten des RE1 zu verschieben, wäre daher vermutlich die schlechteste Variante.
        Der RE1 benötigt aber für den (wenn auch kleinen) Umweg über Schifferstadt incl. Halt vermutlich 4-5 Minuten länger. Lässt man den RE aber in Limburgerhof halten, fällt nur eine Fahrzeitverlängerung von ein bis zwei Minuten an. Ich bin mir daher sicher, dass auf absehbare Zeit der RE nicht in Schifferstadt halten wird – auch wenn dies natürlich die beste Lösung wäre!
        Die Fahrzeitverlängerung für den RE1 durch den Halt in Limburgerhof ist überschaubar und schnell umsetzbar; die Kosten für den Wiederaufbau der Bahnsteige 1 und 2 sind sicherlich ebenfalls überschaubar, dies trifft besonders auf den Bahnsteig auf Gleis 2 zu, weil im Prinzip die komplette Infrastruktur bereits vorhanden ist .
        Hinzu kommt, dass im Fall einer Störung Richtung Schifferstadt (was leider immer wieder vorkommt) der Bahnhof Limburgerhof noch angefahren werden kann. Die Fahrgäste aus Speyer und Germersheim wäre der Umstieg in Limburgerhof eine Alternative, da sich die Reisezeit ohnehin (bei einem Halt des RE1 in Schifferstadt) nicht verkürzen würde. Die eine Station mit der S-Bahn weiterzufahren und dort Richtung Westpfalz/Saarland/Trier umsteigen, ist immer noch besser als in Schifferstadt und ggf. Neustadt umzusteigen. Der Umweg über Ludwigshafen bzw. Mannheim ist einfach zu weit.

        Bei den hier genannten Fahrzeiten ist der RE zwar in den Knoten Karlsruhe eingebunden, die Bahnhöfe Germersheim (ist sicher nicht so wichtig), Neustadt und Kaiserslautern sind aber außen vor. Das kostet Fahrgäste für die Linie. Die Verlängerung des RE6 in Neustadt nach Kaiserslautern ist heute schon nicht besonders gut ausgelastet, weil die Linie nicht in den „Knoten“ eingebunden ist.
        In Schifferstadt sind die Fahrzeiten nur möglich, wenn eine Kurve gebaut wird. Hierfür halte ich das Potential aus Speyer und Germersheim (wie geschrieben) für zu gering.
        In der Pfalz gibt es sinnvolle Kurven wie z. B. die „Flomersheimer Kurve“ um von Ludwigshafen/Mannheim nach Grünstadt zu gelangen oder die Kurve bei Monsheim um von Neustadt über Grünstadt direkt nach Worms zu fahren. Überall ist aus meiner Sicht erheblich mehr Potential wie hier in Schifferstadt.

        Für die Strecke Karlsruhe – Schifferstadt halte ich es für sinnvoller den RE4 stündlich fahren zu lassen. Alle 2 Stunden gerne auch über Wörth.
        Daher finde ich die Führung über Landau einfach besser und vor allem ist dies betriebswirtschaftlich umsetzbar, weil eine vorhandene Linie mit genutzt werden kann! Es müssten also zusätzlich „nur“ Leistungen auf der Strecke Kaiserslautern – Neustadt bestellt werden.
        Der Vorschlag „Limburgerhof“ an den RE anzubinden, ist also nur deshalb entstanden, um Speyer und Germersheim nicht komplett außen vor zu lassen. Nur deshalb hat der Vorschlag hier so viel Raum eingenommen.

        Zum Streckenabschnitt Kaiserslautern – Idar-Oberstein
        Es fällt mir immer noch schwer zu glauben, dass für das vorhandene Potential an Fahrgästen so viel Geld in die Hand genommen werden soll. Allein der Tunnel, auch mit nur 300m Länge, wird vermutlich um die 20 Millionen kosten (wenn es reicht). Da ist aber dann noch kein Meter Gleis verlegt und noch kein Bahndamm erstellt.
        Nicht zu vergessen ist, dass auch die Strecke Landstuhl – Kusel sicherlich noch Anpassungen benötigt, so dass diese mit hohem Tempo befahren werden kann. Zusätzlich werden vermutlich noch weitere Ausweichstellen nötig sein.

        Ich habe keine belegbaren Zahlen, vermutlich wird die Strecke aber – mit 300m Tunnel – rund 50 Millionen ggf. aber auch mehr kosten. Das sind schon erhebliche Kosten, für die erst einmal Befürworter gefunden werden müssen. Zumal die Region nicht besonders stark besiedelt ist.

        Daher kann ich mir eine Umsetzung, mit Tunnel, nur schwer vorstellen. Jeder Reduzierung der Kosten macht solch ein Projekt wahrscheinlicher. Gerade weil der Lückenschluss, aber auch eine schnelle Anbindung von Kusel für die Region von sehr großem Vorteil wäre.
        Das die Stadt Kusel bei dem Vorschlag nicht eingebunden ist, ist auch ein weitere Nachteil. Für die Fahrgäste aus Kusel bedeutet dies, entweder in Altenglan umzusteigen oder ein Splitt der Fahrzeuge in Altenglan. Beides ist nicht optimal. Zumal letzteres die Betriebskosten (2. Fahrzeug) erneut erhöht.

        Das Gebiet im Bereich Kusel ist topographisch ein recht schwieriges Gebiet. Das ist mir durchaus bewusst. Die Stadt Kusel außen vor zu lassen, halte ich nicht für sinnvoll. Allerdings kann ich die Streckenführung an der Landstraße entlang durchaus nachvollziehen.

        Ich kenne mich im Raum Baumholder nicht aus, daher stellt sich für mich die Frage, ob es eine günstigere Verbindung über Kusel (Stadt) gibt? Evtl. kann hier eine alte Bahnstrecke noch zum Teil mit genutzt werden. Und Baumholder z. B. keinen durchgehenden Bahnhof erhält, sondern einen Sackbahnhof. Der Sackbahnhof in Baumholder ist nichts was erstrebenswert ist, besser aber so eine Umsetzung wie gar keine Umsetzung.

        1. Es sind zwar 4 Jahre vergangen, aber ja, die gibt es. Nämlich die stillgelegte Westrichbahn Kusel-Freisen-Türkismühle, wobei bei so einer Führung

          a. in Türkismühle Kopf gemacht oder eine Verbindungskurve, ggf. mit dortigem Bahnsteig, errichtet werden müsste und

          b. Baumholder nicht angebunden wäre

          c. ein 9km langer Bogen um einen Berg herum gefahren würde.

           

          Im VEP ÖPNV des Saarlandes wird ein Wiederaufbau der Strecke aber als nicht sinnvoll bewertet, da die Strecke entgegengesetzt der regionalen Nachfrageströme verläuft.

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