Beschreibung des Vorschlags
Der Schienenverkehr in Albanien befindet sich bislang in einer katastrophalen Lage, es finden lediglich zwei tägliche Fahrten statt, welche mit alten lokbespannten Zuggarnituren der Deutschen Bahn oder italienischen Staatsbahn bedient, welche sich ebenfalls in einem desolaten Zustand befinden. Die beiden Bahnstrecken, welche den Süden des Landes anbinden, befinden sich technisch ebenfalls in einem desolaten Zustand. Es existiert von Durres aus eine eingleisige und nicht elektrifizierte Bahnstrecke nach Rrogozinhe von wo aus sich diese in eine Bahnstrecke nach Elbasan und weiter nach Pogradec und eine andere nach Fier und weiter nach Vlore verlängert. Um den nicht zufriedenstellenden Zustand des einen täglichen Zugpaares zwischen Durres und Elbasan zu überwinden schlage ich vor ein neues südliches getaktetes Regionalexpressnetz vor, welches sich durch das S-Bahn-Netz Tirana-Durres (S-Bahn-Netz Tirana-Durres | Linie Plus), das Regionalexpressnetz Nord (noch in Arbeit) und den EuroCity Durres – Shkoder – Pogradec – Bar (EuroCity Bar – Podgorica – Shkoder – Durres ( – Tirana) | Linie Plus) zu dem AlbanienTakt ergänzt.
Ich schlage vor zwei neue RE-Linien einzuführen, welche beide im Vierstundentakt verkehren. Beide Linien beginnen gekoppelt in Durres Central und fahren über die S-Bahn-Trasse entlang der Küste bis Kavaje (15.800 Einwohner:innen) mit einigen Halten weniger als die S-Bahn, von dort aus setzt die RE-Linie ihre Fahrt mit einigen Zwischenhalten bis Rrogozinhe (5.000 Einwohner:innen) fort. Dort wird der Zug in zwei Teile geteilt und einer dieser Zugteile verkehrt über Dushk bis Lushnje (26.000 Einwohner:innen) und setzt seine Fahrt mit einigen Zwischenhalten, unter anderem in Fier (52.900 Einwohner:innen) bis nach Vlore fort (21.000 Einwohner:innen). Insbesondere die Verbindung Fier und den anderen Orten entlang der Bahnstrecke nach Durres (224.000 Einwohner:innen) sollte für genug Fahrgastaufkommen sorgen. Der andere Zugteil dagegen fährt in Richtung Osten über Peqin (4.700 Einwohner:innen), einige weitere Zwischenhalte nach Elbasan (66.800 Einwohner:innen), insbesondere die Direktverbindung Elbasan – Durres wird zu genug Fahrgastvolumen führen. Zwei tägliche Zugpaare werden auch noch mit einigen Zwischenhalten bis Pogradec (17.400 Einwohner:innen) an den Ohridsee verlängert um die dortigen Ferienhäuser (Viele Menschen aus Albanien und Durres verfügen dort über Ferienhäuser) und die dortigen Einwohner:innen anzubinden. In Zukunft könnte angedacht werden das Angebot deutlich zu beschleunigen und zwischen Durres und Vlore, sowie Elbasan auf einen Zweistundentakt und zwischen Elbasan und Pogradec auf vier tägliche Zugpaare zu erweitern.
Dieses neue Angebot sollte auch durch moderne und zeitgerechte Zuggarnituren bedient werden, aus diesem Grund schlage ich vor die neuen RE-Linien mit dreiteiligen LINT-Dieseltriebwagen oder dreiteiligen LINT-Wasserstofftriebwagen zu bedienen. Diese Zuggarnituren sollen über besonders bequeme Sitze, ähnlich wie beispielsweise in den Siemens Desiro ML der ODEG in MV, ausgestattet werden, sowie über zwei Toiletten und ein eigenes Abteil für den/die Zugbegleiter:in, wo auch ein kleiner Bordverkauf realisiert werden kann. Zusätzlich sollen die neuen Triebwagen über Fahrrad- und Rollstuhlstellplätze verfügen und es soll auch eine Reservierung möglich sein. Ich halte eine erste Klasse für nicht notwendig und würde stattdessen lieber auf bequeme Sitzplätze in der zweiten Klasse setzen. Der Zug sollte ebenfalls über Gepäckregale, Steckdosen und WLAN verfügen. Bei Umsetzung der Ausbaustufe I (siehe unten) würden die Züge zwischen Durres und Rrogozinhe in Doppeltraktion verkehren von wo aus ein Zugteil parallel zur Küste über Lushnje und Fier bis Vore verkehren und der andere Zugteil bis Elbasan und teilweise verlängert bis nach Pogradec. Für dieses Angebot würde es sich wahrscheinlich anbieten sechs Zuggarnituren anzuschaffen, da somit eine Reservegarnitur verfügbar ist.
Neben der maroden Infrastruktur, welche wieder Instand gesetzt werden müsste, wären auch die verschiedenen Infrastrukturbetreiber eine Herausforderung, da südlich von Fier die Infrastruktur nicht durch den zukünftigen Verkehrsbetreiber HSH (Albanische Staatsbahn), sondern durch das private Unternehmen Albrail betrieben wird, mit dem eine zusätzliche Vereinbarung abgeschlossen werden müsste, betrieben wird. Zudem sollte die Infrastruktur ausgebaut und auf eine Höchstgeschwindigkeit von mindestens 80 km/h, optimalerweise bis zu 120 km/h ertüchtigt werden.

Die Fahrzeiten sind ja mal vollkommen willkürlich. 1:40 Stunden von Rrogozhine nach Elbasan sind zwar die letzten vorgesehenen Fahrzeiten, das entspricht aber einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 25 km/h, da bin ich mit dem Fahrrad schneller. Der Bahnbetrieb ist nur sinnvoll, wenn die Fahrzeiten konkurrenzfähig ist. Für die daran anschlißenden ca. 70 km an den Ohridsee siehst du dann im Übrigen 35 km/h vor, warum soll es hier so viel schneller sein? Und zu langsam ist natürlich auch das.
Ich habe versucht die Fahrtzeiten zu schätzen und mich dabei offensichtlich etwas verschätzt. Ich habe ja auch für einen Ausblick darauf hingewiesen, dass eine Ertüchtigung auf wahrscheinlich circa 80 km/h notwendig wäre.
Ne das steht nicht in der Beschreibung und wäre ja wenn dann auch ein separater Infrastrukturvorschlag. Und warum eigentlich nur 80 km/h? Wenn, dann gleich für 160 km/h ausbauen. Im Rahmen eines Infrastrukturvorschlags wäre dann halt auch zu prüfen, wo Neutrassierungen sinnvoll sind.
Wenn du schon einräumst, dass du dich verschätzt hast, solltest du die Beschreibung und die Fahrzeiten vielleicht auch mal überarbeiten.
In naher Zukunft werde ich neue Fahrtzeiten nachliefern, zunächst habe ich den Fahrplan allerdings entfernt. Ich schlage einen Ausbau auf 80 km/h, beziehungsweise falls möglich auf 120 km/h vor, da ich einen umfangreicheren Ausbau, beziehungsweise sogar Neutrasierungen, aufgrund zu hoher Kosten für unrealistisch halte.