Beschreibung des Vorschlags
Es gibt derzeit keine Direktverbindung zwischen den Großstädten Aachen (250.000EW) und Bonn (330.000EW), obwohl die Distanz gerade einmal circa 70km Luftlinie beträgt.
Auf dieser Plattform befinden sich vier Vorschläge für eine Direktverbindung, allerdings alle über Euskirchen anstatt Köln: von Bonnerchecker, Tramfreund94, Nanika und Dowe.
Spixi hat eine Linie Düren-Bonn über Köln Ehrenfeld und Süd vorgeschlagen, Hbf und Deutz werden allerdings nicht bedient.
In der Nähe des S-Bahnhaltepunkts K-Trimbornstraße habe ich eine kurze NBS in Brückenlage eingezeichnet, da der Umweg über Buchforst, Kalk und Gremberg etwas zu lang ist.
Die Kurve ist mit circa 70km/h befahrbar.
Außerdem habe ich einen neuen Halt K-Bonntor eingezeichnet. Ich habe mich gegen den Namen der Straßenbahnhaltestelle „Bonner Wall“ entschieden, da dies die Fahrgäste verwirren könnte, da der Zug ja Bonn fährt, der halt aber noch mitten in Köln ist. Der Name „Köln Bonntor“ ist diesbezüglich mMn weniger problematisch.
Als Takt sollte ein T60 ausreichen. Zusammen mit RE1 und RE9 (künftig RRX1/RRX2) ergibt sich ein T20 zwischen Aachen und Köln, wenn man die Fahrpläne anpasst.

Find ich eine richtig gute Idee, diese Kölner Schleife hatte ich bis hierhin noch nicht auf dem Radar. Einige kleine Anmerkungen, Vorschläge etc.
1. Die REs zwischen Aachen und Köln halten alle in Langerwehe. Man kann zwar darüber streiten, ob dass so sein muss, aber die sollten entweder alle oder keiner da halten. Daher würde ich den Halt da ergänzen.
2. Wenn man schon diese Schleife fährt, warum nicht auch einmal da halten. Ich schlage einen Halt K-Kalk vor, auf Höhe der Kalker Hauptstraße.
3. Bonn-Mehlem ist bisher kein RE-Halt. Man kann natürlich auch nur diesen RE da halten lassen und den RE5 weiter durchrauschen lassen, ist aber irgendwie komisch.
4. Ich würde den neuen Bf im Kölner Süden nicht Bonntor, sondern Bonner Wall nennen, wie die Straßenbahnhaltestelle und wie u.a hier bezeichnet. https://www.sbahnkoeln.de/ausbauprojekt/
P.S Meinen Vorschlag habe ich beantragt zu löschen, wegen des Bugs. Werde den dann neu zeichnen und mich auf den neuen Abschnitt zwischen Bonn HBF und Euskirchen beschränken, mit Verweis auf die anderen Vorschläge für einen RE zwischen Bonn-Euskirchen-Aachen. Dein Vorschlag hat aber auch großes Potenzial!
Zu 1: Dass Langerwehe ein RE-Halt ist, ist wohl der Tatsache geschuldet, dass die S-Bahn aus Köln bereits in Düren endet. Ohne die REs hätte Langerwehe ja nur den T30 nach Aachen und T60 nach Düren. Einen dritten Halt pro Stunde halte ich für gänzlich überdimensioniert.
Es gibt auch genug Beispiele, an denen ein RE hält, der andere aber nicht: Wuppertal Barmen und Vohwinkel, Aachen Schanz, Krefeld Oppum, diverse Halte des RE42 zwischen dem Ruhrgebiet und Münster…
In Essen West halten sogar RE14+RE49, die RB33 fährt dort aber durch.
2. Ich habe eine kleine NBS hinzugefügt, sodass die Schleife über Kalk nicht mehr befahren werden muss. Dies verlängert die Fahrtzeit nur unnötig.
3. Siehe Punkt 1, zusätzlich soll dieser RE in Mehlem enden, der RE5 fährt noch weiter bis Koblenz. Außerdem liegt in Mehlem zufällig ein Stumpfgleis, dass sich prima für endende Linien nutzen lässt.
4. Mein Gedankengang dazu ist in der Beschreibung ergänzt.
Top, habe dem nichts mehr hinzuzufügen. So ist das eine runde Sache. Die NBS sollte auch möglich sein.
Freut mich, dass dir diese Idee gefällt.
Wie stellst du dir die Einordnung in das bestehende Regionalverkehrssystem vor? Soll diese Linie komplett zusätzlich verkehren? In welchem Takt? Wie würdest du die ggf. entstehenden Taktverdichtungen hinsichtlich Kosten und Kapazitäten einordnen?
Meinst du ein solch großes Brückenbauwerk im Kölner Stadtgebiet lässt sich durchsetzen?
Neben der Brücke liegen nur 8 Wohnhäuser, ein Hochschulgebäude, eine Tankstelle und zwei Autohäuser, ich glaube nicht, dass der Widerstand allzu groß sein wird.
Zum Takt habe ich ja schon was geschrieben: T60, ja die Linie soll eine zusätzliche Linie darstellen, zumindest auf dem Teilabschnitt nach Aachen. Auf dem Abschnitt nach Bonn müsste man mal schauen, ob die Linie zusätzlich fährt, oder ob man die RB48 dafür einmal pro Stunde schon in Köln enden lässt.
In der HVZ sind die Züge sehr überfüllt, sowohl auf Köln-Bonn als auch auf Köln-Aachen. Insbesondere das Stück Köln-Aachen könnte definitiv verdichtet werden, da bisher nur ein T30 gefahren wird.
Da der RE1 und der RE5 ja die meist verspätesten Linien NRWs sind (Platz 2, bzw. Platz 1), dürften sich enorm viele Pendler über die Linie freuen, da das Verspätungsrisiko auf einer 116km langen RE-Linie nicht allzu groß sein dürfte. Da auf beiden Streckenästen Desiro HCs eingesetzt werden (-sollen), halte ich diesen Fahrzeugtyp auch auf dieser Linie für angebracht, allerdings vermute ich, dass man anstatt zwei vierteiligen (in Doppeltraktion) lieber einen sechsteiligen Zug einsetzen sollte.
Ja, man muss sich nur vergegenwärtigen, dass ein weiterer T60 quasi eine Verdoppelung des heutigen RE-Takts ist, den man ja auch schon jetzt anbieten könnte, wenn es ginge bzw. bezahlbar wäre und sich lohnen würde (auch außerhalb der HVZ). Kapazitätstechnisch ist gerade auch der Knoten Köln mit der Hohenzollernbrücke schon überlastet, auch das Rheintal ist sehr voll. Wenn du die RB 48 ersetzen willst, musst du auch sämtliche Halte davon übernehmen. Und dir gleichzeitg mal überlegen, ob der Entfall der Direktverbindung für die jetztigen Halte der RB48 nicht genauso wichtig für Bonn sind.
Und allgemein müsstest du dir auch mal überlegen, welche Linien (sind ja fast allesamt REs) deiner Vorstellung nach von deinen Vorschlägen im Bereich Köln – Aachen verwirklicht werden sollen. Alle zusätzlich würde wohl kaum gehen.
Klar, die Hohenzollernbrücke und die linke Rheinstrecke sind natürlich beide sehr problematische Engpässe. Dafür gibt es z.B. hier eine schöne Lösung. Die linke Rheinstrecke soll ja im Rahmen des S-Bahn Westrings zwischen Köln und Bonn Mehlem viergleisig ausgebaut werden, sodass dort dann auch noch Kapazitäten für diese Linie frei werden.
Auf der Strecke Aachen-Köln halte ich einen RE-T20 auch in der NVZ schon für sinnvoll, da es dort genug Potential gibt: Aachen(250.000EW), Stolberg(58.000EW), Eschweiler(55.000EW), Düren(93.000EW), Kerpen[Bahnhof Horrem](64.000EW) = 520.000EW
Auch der andere Teil Köln-Bonn ist groß genug um einen weiteren RE zu rechtfertigen: Brühl(44.000EW), Bonn(311.000EW) = 355.000EW.
Wie ich in meinem obigen Kommentar auch geschrieben habe, müsste man mal schauen, ob die Linie zusätzlich fährt, oder ob man die RB48 dafür einmal pro Stunde schon in Köln enden lässt. Da die RB48 ja zur S-Bahn werden soll und damit die neu zu bauenden S-Bahn Westring befährt, gäbe es genug Kapazitäten um einen RE-T30 zwischen Köln und Bonn anzubieten.
Wenn es um eine Direktverbindung Bonn-Aachen geht, halte ich den Vorschlag von Spixi für wesentlich sinnvoller. Er braucht keine neue (teure und schwierig durchsetzbare) Infrastruktur und ist schneller. Nach Köln sind beide Städte eigentlich ohnehin ausreichend gut angebunden.
Allein für die Direktverbindung ist Spixis Vorschlag durchaus besser, aber ich bezweifle, dass die Direktverbindung Ac-Bn genug Fahrgäste aufsammeln kann, damit sich eine Umfahrung des Kölner Hbfs lohnt.
Aachen-Bonn alleine sicherlich nicht. Aber zwischen K-Ehrenfeld (+alles westlich davon) und K-Süd (+alles südlich davon) dürfte schon ein interessantes Fahrgastpotential zusammenkommen.
Zudem hat der Vorschlag gegenüber Deinem zwei große Vorteile:
– die Fahrzeit ist gegenüber dem Umweg über K-Hbf deutlich kürzer
– die Engstellen im Bahnnetz (Rheinbrücken + K-Hbf) werden umfahren, während Du gleich zweimal den Rhein überqueren willst.
Perfekt wäre so eine Verbindung, wenn Du in K-Ehrenfeld einen Korrespondenzhalt mit einen Zug MG-K-Hbf am gleichen Bahnsteig gegenüber hättest. (Und in K-Süd vielleicht mit einem Zug K-Hbf-Euskirchen-Trier).
Allerdings bräuchte man dann einen Regionalzug-Bahnsteig pro Richtung. Dafür fehlt der Platz.
Zwei Korrespondenzhalte wären für den anderen Vorschlag sinnvoll, allerdings hast du ja auch schon bemerkt, dass dafür die Infrastruktur fehlt. Außerdem kann bei einem Umstieg auch etwas schiefgehen. Soll der Zug nach Köln etwa ordentlich warten, nur weil der Zug aus Aachen 10 Minuten zu spät ist?
Nein.
Eine Anbindung des Hbfs macht die Linie deutlich attraktiver.
Klar, die Hohenzollernbrücke ist mal wieder das Sorgenkind…