21 Kommentare zu “RB20 bis Köln verlängern

    1. Prinzipiell wäre das aufgrund der Klassifikation als RB und RE richtig, daraus würden allerdings kapazitative Probleme resultieren: Die RB20 fährt derzeit in Doppeltraktion und ist ca. 70m lang. Die REs fahren in der Regel mit 5-6 Dostos und sind gut gefüllt, die meisten steigen allerdings in Ehrenfeld oder Horrem aus.
      Man müsste also mindestens eine Vierfachtraktion fahren lassen, von denen in Horrem schon wieder zwei abgekoppelt werden müssen, dies würde einen viel zu hohen Aufwand erfordern, der für drei Stationen nicht gerechtfertigt ist.

      Eigentlich bin ich auch kein Freund von haltenden REs und durchfahrenden RBs, hier führt allerdings kein Weg daran vorbei.

        1. Das Problem liegt im Rollmaterial begründet:
          Die RB20 verkehrt derzeit mit Talent-Triebwagen in Doppeltraktion, die REs mit Dostos. Die REs haben also die benötigten Kapazitäten für Halte in Horrem und Ehrenfeld, die RB20 nicht. Wenn die RB20 an den beiden Halten auch noch halten würde, müsste man noch zusätzliche Wagen anschaffen, da die Doppeltraktion nicht mehr ausreicht.

          Bei den REs ist dieses Problem nicht vorhanden, da die Dostos groß genug für die ganzen Passagiere sind.

          1. Ja, aber man hätte doch quasi in beiden Fällen westlich von Horrem Kapazitäten, die man nicht braucht. Egal, ob da nun ein RE oder eine RB hält.

            Zweiteilige Talenttriebzüge wären bei einer Verlängerung natürlich unsinnig, es sollten elektrische Züge mit einer ausreichenden Kapazität sein. Dann könnte man auch die Züge östlich von Horrem verstärken. Insgesamt braucht man ja auch eh zusätzliche Fahrzeuge.

            1. Wenn aufgrund der Elektrifizierung der RB20 tatsächlich neue Fahrzeuge angeschafft werden, kann man tatsächlich auf größere Fahrzeuge achten (am besten auch schnellere; derzeit 120km/h).

              Solange noch die alten Dieseltriebwagen fahren, muss man halt damit auskommen, was man hat.

              Eigentlich bin ich auch kein Freund von haltenden REs und durchfahrenden RBs.

  1. Die Relation Düren – Köln Hbf wird durch die Linien RE1, RE9 und S19 ausreichend bedient. Die RB20 hat in Langerwehe einen perfekten Anschluss an die RE1 und RE9. Die Fahrtzeit zwischen Eschweiler-Weisweiler und Köln Hbf liegt zwischen 42 und 44 Minuten.

    RB20 Weisweiler :00 Langerwehe :03
    RE1 Langerwehe :10 Köln :44
    RB20 Weisweiler :30 Langerwehe :33
    RE9 Langerwehe :37 Köln :13

    RE1 Köln :15 Langerwehe :45
    RB20 Langerwehe :55 Weisweiler :59
    RE9 Köln :47 Langerwehe :19
    RB20 Langerwehe :25 Weisweiler :29

    1. Es geht mir nicht nur um die Direktverbindung Herzogenrath-Köln, sondern auch um eine Beschleunigung der bestehenden REs.
      Wenn man die Linien heute beschleunigen möchte, fällt die Anbindung nach Köln weg, als Ersatz dafür möchte ich die RB20 verlängern.

      1. Bei der RE9 wäre tatsächlich eine Beschleunigung über Köln-West denkbar. In diesem Fall können der Hauptbahnhof und Deutz nicht bedient werden, dafür wird jedoch auch die Hohenzollernbrücke entlastet.

      2. Die RE9 braucht derzeit von Ehrenfeld bis Porz 28 Minuten, da sie in Köln Hbf einen Aufenthalt von 9 Minuten hat. Durch einer Umleitung über die Südbrücke kann der Weg bis Porz beschleunigt werden.

        Köln Ehrenfeld ab 12:05
        Köln-West an 12:09 / ab 12:11
        Köln-Süd an 12:15 / ab 12:17
        Porz(Rhein) an 12:29

  2. An sich eine gute Idee, um Pendler zwischen den beiden Städten (und dazwischen) zu entlasten. Mit den angepeilten, längeren Zügen dürften genug Kapazitäten angeboten werden (derzeit sind es 800 Sitzplätze/h durch den RE1 + 510 Sitzplätze/h durch den RE9 = 1310 Sitzplätze/h). Ich sehe jedoch einige Aspekte kritisch:

    Der RE1 und RE9 sollen in Langerwehe und in Rothe Erde durchfahren, da diese Halte die Regionalexpresse zu stark ausbremsen. In Eschweiler und Stolberg soll jeweils der ein RE halten und der andere durchfahren.

    Möglicher Fahrplan:

    RE1: Aachen Hbf- Stolberg Hbf- Düren- Horrem- Ehrenfeld- Köln Hbf.

    RE9: Aachen Hbf- Eschweiler Hbf- Düren- Horrem- Ehrenfeld- Köln Hbf.

    Zwischen Aachen und Köln entsteht somit ein T15.

    Das Haltemuster ist mMn seltsam und verwirrend:

    – Zwischen Herzogenrath und Düren bedient die RB20 jeden Halt, weiter nach Köln fährt sie nonstop. Ich denke nicht, dass diese Verlängerung von jetzt auf gleich umgesetzt werden kann, da die Fernbahn sehr stark befahren wird – in Zukunft sollte daher (wie von Meilensammler angesprochen) in Horrem und Köln-Ehrenfeld gehalten werden.

    – Auch hier gilt, dass Eschweiler und Stolberg nur noch halb so gut an Köln angeschlossen werden würden. Vor allem in Stolberg würde dann der heutige Fast-T15 flöten gehen, was den Fahrgästen eher nicht zuzumuten ist.

    – Zu Langerwehe und Rothe Erde kann ich nicht viel sagen, aber im letztgenannten Halt fahren deutlich mehr (Schnell-)Busse zum Stadtzentrum als vom Hauptbahnhof aus. Der T15 nach Köln wird wahrscheinlich auch genug Umsteiger produzieren, um zumindest einen der beiden RE-Halte zu rechtfertigen.

    Last but not least soll ja noch der RE29 (T60) bis Köln verlängert werden, er soll dann zwischen den Hauptbahnhöfen (Köln und Aachen) nur 3-4 Mal halten und 40 Minuten Fahrzeit beanspruchen. Mit dem FV19/FV20 (nonstop) und den anderen Regios (RRX1/2 +RB20) addiert würden dann bis zu 6 (jeweils unterschiedlich schnelle) Fahrten/h angeboten – es würde dann 4-5 (!) verschiedene Haltemuster geben.

    1. Zwischen Herzogenrath und Düren bedient die RB20 jeden Halt, weiter nach Köln fährt sie nonstop.

      Der Gedanke dahinter ist, dass dadurch nicht so lange Fahrzeuge notwendig sind. Bei einer Linienlänge von 85km ist es nicht so sinnvoll, wenn die Fahrzeuge nur zwischen Köln und Horrem stark ausgelastet sind und auf dem restlichen Stück noch viele freie Kapazitäten vorhanden wären.

      Zu Langerwehe und Rothe Erde kann ich nicht viel sagen, aber im letztgenannten Halt fahren deutlich mehr (Schnell-)Busse zum Stadtzentrum als vom Hauptbahnhof aus.

      Allerdings fahren bis auf die SB66 alle anderen nur in der HVZ.

    2. Die Halte in AC-Rothe Erde und Langerwehe wegzulassen, sind keine Option. Rothe Erde ist ein wichtiger Verknüpfungspunkt mit Busverbindungen in Richtung Eulershof (70), Brand (5er-Linien), Eilendorf (2er-Linien) sowie alles zwischen Brand und Eilendorf (7er-Linien). Langerwehe ist heute der Haltepunkt, an dem man von der RB20 aus Weisweiler in die RE1 oder RE9 umsteigen kann. Gleis 5 ist ein Stumpfgleis, eine Fahrt darüber hinaus ist gar nicht möglich. Es würde auch keinen Sinn machen, die RB20 weiterfahren zu lassen, da die RE1 / RE9 nur 3 bzw. 7 Minuten später fahren würde. Stattdessen ist es eher sinnvoll, jede zweite Fahrt der RB20 nach Inden statt nach Düren zu führen und die S-Bahn-Linie S19 bis Weisweiler zu verlängern, wo dann der Anschluss hergestellt wird.

  3. Wenn sich durch diesen Vorschlag die Anbindung von Aachen an Köln verbessern soll, könnte man dann nicht die S13 von Düren bis Aachen verlängern (also zwei mal stündlich für einen T20/40 Takt)? Dann wird Aachen nicht nur direkt an Köln sondern auch direkt an den Flughafen und das rechtsrheinische Bonn angebunden. Da nicht durchgefahren wird ist die Anbindung dann langsamer, dafür müssen aber keine neuen Gleiskapazitäten in Anspruch genommen werden. Wobei ich auch nicht weiß wie voll die S13 ist, ob diese den Mehrverkehr also aufnehmen kann.

    1. Eine Verlängerung der S13/19 nach Aachen wäre aufgrund der vielen Zwischenhalte jedoch nur auf Teilabschnitten attraktiv und kann somit nicht als Alternative zu diesem Vorschlag dienen.

      1. Die S19 fährt heute schon mehrmals täglich bis Aachen. Der Vorteil ist, dass diese anders als die RB20 voll elektrisch fahren kann. Dafür wurde sogar ein Bahnsteig am Eschweiler Hbf ertüchtigt. Ich denke, eine Verlängerung der S19 bis Eschweiler-Weisweiler mit zusätzlichen Haltepunkten in Derichsweisler und D’horn würde ausreichen. Dann kann die RB20 abwechselnd nach Inden und nach Langerwehe (Gleis 5) fahren, wo Anschluss an die RE1/RE9 besteht.

        1. Naja, zweimal mitten in der Nacht, damit zumindest irgendeine Verbindung noch zwischen Aachen und Köln fährt.

          Übrigens beginnen ab Oktober die Elektrifizierungsarbeiten zwischen Herzogenrath und Alsdorf, da die RB20 ab 2026 mit elektrischen Neufahrzeugen betrieben werden soll.

    2. Für eine Verlängerung der S19 im T20/40-Takt ist keine Kapazität auf der Strecke vorhanden. Allerhöchstens wäre eine Verlängerung bis Eschweiler-Weisweiler denkbar, dann kann die RB20 allerdings nicht mehr nach Düren fahren, sondern müsste abwechselnd nach Inden oder Langerwehe fahren.

  4. Bei manchen Vorschlägen muss ich mich schon echt wundern. Grundsätzlich würde ein Zug mehr der Relation natürlich gut tun, aber einmal ist die Strecke von Aachen bis Düren nur zweigleisig. Dazu ist sie viel befahren mit Güterzügen als auch mit Fernverkehr. Es kommt ohnehin bald auch noch der IC/RE aus Belgien hinzu. Glaube mehr geht nicht und 3 Re´s Köln-Aachen sollten reichen und man hätte dazu noch eine Kategorie zwischen RE und ICE.

    Warum dann gerade die RB 20 mit den lahmarschigen, alten und kleinen Kisten. Wo sollen denn die zusätzlichen Züge herkommen? Warum soll der denn nicht zwischen Düren und Köln halten. Die anderen Personenzüge sind doch viel schneller, komfortabler und haben eine bessere Beschleunigung. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass diese Züge die anderen aufhalten und ggf. dann in Horrem trotzdem den RE vorbeilassen muss. Dazu mit einem Dieselzug die ganze Zeit unter Oberleitung fahren, halte ich auch nicht für schlau. Lieber weniger Züge und einen stabilen Fahrplan. Oder man baut eben alles viergleisig für eine S-Bahn aus.

    Interessanter fänd ich eine Verbindung Aachen-Düren-Euskirchen-Bonn, weil ich die für sehr interessant halte und die gibt es ja noch nicht. Aber hier stellt sich die gleiche Frage: Ist dafür überhaupt Platz und gibt es Züge, die ja einen Teil unter Diesel fahren müssen die nicht den ganzen Verkehr aufhalten. Für Quatsch halte ich auch, dass jede RE oder RB eine eigene Haltephilososphie haben soll. Wie soll sich das jemand merken? Und eine RB, die in Teilen schneller als ein RE ist, dafür aber komfortabel wie eine SBahn ist. Dann besser dem Re 9 einen zusätzlichen Wagen spendieren und dazu noch eine passende Lok, weil die Züge teilweise sehr voll sind.

     

    1. Dann besser dem Re 9 einen zusätzlichen Wagen spendieren und dazu noch eine passende Lok, weil die Züge teilweise sehr voll sind.

      Der RE9 wird irgendwann zum RRX 2, d.h. 800 Plätze im Dosto mit vermutlich besserer Beschleunigung als heute. Also genau so wie der RRX 1/RE 1 heute schon. Wann das ist darfst du mich nicht fragen…

      Oder man baut eben alles viergleisig für eine S-Bahn aus.

      Ich würde da eher anders herum denken: die SFS Köln-Düren muss bis Aachen fortgeführt werden. Die Bestandsgleise sind dann S-Bahn + evtl. RE.

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