Beschreibung des Vorschlags
Über Reaktivierungen der Bahnstrecken rund um Zeven herum, ist bereits viel diskutiert worden, auch von offizieller Seite. Eine Reaktivierung ROW-ZEV-BRV gilt im Personenverkehr von offizieller Seite als unwirtschaftlich, obwohl die Strecke für den Güterverkehr nach BHV sogar elektrifiziert werden soll. Insbesondere gilt der Abschnitt Zeven-BRV hinsichtlich Fahrgastaufkommen zu gering frequentiert. Vorschläge auf LiniePlus zur Region Zeven gab es von Kiki und Stuboy.
Die Orientierung von Zeven zu größeren Städten hat drei Prioritäten in nachfolgender Reihenfolge: 1. Bremen, 2. Hamburg, 3. Rotenburg/W als Kreisstadt und mit gewissem Abstand Bremervörde. Eine sinnvolle Bahnanbindung muss folglich diese Orientierungen berücksichtigen.
Derzeit wird von offizieller Seite eine Reaktivierung Tostedt-Zeven untersucht, mit der eine Anbindung nach HH gegeben wäre.
Ich schlage vor, eine solche potenzielle Reaktivierung bis nach Rotenburg/W. zu verlängern, da somit auch eine attraktive Anbindung nach ROW und HB geschaffen wird. Die Strecke ROW-BRV (BHV) ist als wichtige Güterstrecke bald in einem hervorragend ausgebauten und elektrifizierten Zustand, weshalb man jene kostengünstig auch für den ÖPNV nutzen kann. Ohne jenen Güter-Ausbau würde eine Reaktivierung ZEV-ROW eher kostentechnisch keinen Sinn ergeben. Derzeit braucht der Bus ZEV-HB knapp 1.30h. Mit dem Zug könnte es künftig nur noch 1h dauern.
Die Strecke hätte eine Länge von 63,1km. Der Abschnitt Tostedt-Zeven-Süd ist 37,7 km lang, der Abschnitt ZEV-ROW 25,4 km.
Fahrplananbindung: Der RB-Metronom HH-HB erreicht Tostedt um immer um x.15h und ROW um x.34h. In umgekehrter Richtung erreicht der RB-Metronom aus HB den Bhf. ROW um x.29h und Tostedt um x.48h. Eine RB Tostedt-Zeven-ROW hätte demnach 69 Min. Zeit (79 Min. abzg. 2×5 Min. U), um die 63 km lange Strecke zu bewältigen, wenn die RB in ROW Anschluss nach HB haben soll. Das wäre bei 11 Unterwegshalten machbar bei einer Geschwindigkeitsertüchtigung auf 100-120km/h. Da die Strecken weitgehend gerade verlaufen, wäre das kein Problem.
Aus Zeitgründen habe ich die Hp. Mulmshorn (580Ew.) gestrichen, ebenso das weit vom Bhf. entfernte Gyhum. Beide Orte werden über die Buslinie 800 besser bedient. Die Buslinie 3860 Zeven-Sittensen-Tostedt kann durch die Bahnreaktivierung eingestellt werden, deshalb habe ich die Hp. Weertzen und Meckelsen/Kuhmühlen beibehalten.
Fahrplan im Stundentakt: Ab ROW 0.34h; (x) Waffensen 0.39h, (x) Bötersen 0,42h, (x) Elsdorf 0.51h, Zeven-Süd 0.56h, Zeven-Nord an 1.01h/ab 1.04h, Heeslingen 1.10h, (x) Weertzen 1.14h (x) Meckelsen/Kuhmühlen 1.19h, Sittensen 1.25h, Heidenau 1.34h, Tostedt-West,1.39h Tostedt 1.42h.
Ab Tostedt 0.20h, (x) Tostedt-West 0.23h, (x) Heidenau 0.28h, Sittensen 0.41h, (x) Meckelsen/Kuhmühlen 0.46h, (x) Weertzen 0.51h, Heeslingen 0,55h, Zeven-Nord 1.01h, Zeven-Süd 1.07h, (x) Elsdorf 1.12h, (x) Bötersen 1.21h, (x) Waffensen 1.24h, ROW 1.29h.
(x) = Bedarfshalt
Zugkreuzungen wären in Zeven-Nord und zwischen Sittensen und Heidenau. Daher wäre ein zweigleisiger Ausbau (Begegnungskorridor) zwischen Sittensen und Heidenau sinnvoll, damit es zu keinen Wartezeiten und Verspätungen kommen kann. Zumindest bräuchte es einen Begegnungsbahnhof zwischen den Orten (ähnlich wie Bad-Arolsen-Wetterburg). Weitere Kreuzungsmöglichkeiten sollten in Zeven-Süd und Heeslingen eingerichtet werden, um ggf. Verspätungen auffangen zu können.
Da die Strecke ROW-ZEV-BRV ja elektrifiziert werden soll, wären kombinierte schnell beschleunigende E/Akkutriebwagen denkbar, die während der 42 Min. Standzeit in Tostedt geladen werden könnten. Für den Betrieb im Stundentakt braucht es 3 Triebwagen.
