Beschreibung des Vorschlags
Weil der Weg von München nach Passau doch sehr umwegig ist, hat Ulrich Conrad bereits eine Lösung für eine Direktverbindung auf der westlichen (deutschen) Innseite vorgeschlagen. Eine Lösung auf der östlichen (österreichischen) Innseite würde jedoch eine kürzere Neubaustrecke verursachen, sodass sie sich kostengünstiger umsetzen ließe.
Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob sie trotz geringerer Baukosten gegenüber Ulrich Conrads Vorschlag eine auch leichtere Umsetzungschance hat. Denn die Orte auf der deutschen Innseite dürften mehr Einwohner als die Orte auf der österreichischen Innseite haben. Das Land Oberösterreich im Staat Österreich müsste eine Eisenbahnstrecke bauen, von der überwiegend die Einwohner des Landes Bayern im Nachbarstaat Deutschland profitieren, jedoch nicht unbedingt die Österreicher selbst, es sei denn man baut eine Verbindungskurve nach Moosham, die auf die Strecke weiter nach Ried im Innkreis führt. Außerdem dürfte es wegen dem Transitverkehr über Österreich zusätzliche tarifliche Probleme geben, jedoch ist dies vergleichbar mit der Eisenbahnroute Salzburg – Innsbruck, welche über das deutsche Rosenheim führt. Aber ein weiteres Problem, was die von mir vorgeschlagene Route hat, ist, dass sie den Bahnreisenden von München nach Passau über Braunau am Inn führt. Und leider ist Braunau am Inn der Geburtsort eines zwar in der Vergangenheit bedeutenden deutschen Staatsmannes, der aber mit seiner Politik Deutschland in sein dunkelstes Zeitalter führte, sodass ihn heute die allermeisten Deutschen verachten. Deswegen glaube ich doch sehr, dass der normale Deutsche gerne nicht über Braunau am Inn fahren möchte.

Deine Argumentation ist mal wieder der Hammer. Ich glaube kaum, dass es ein zählendes Argument ist, dass Hitler aus Braunau kam, deshalb die Strecke dort nicht lang zu führen. Stell dir mal vor, dort leben heute sogar noch Menschen! Also hier zählt rein der verkehrliche Aspekt und die Kosten, wobei dafür neben der Länge der Strecke auch die Topographie eine Rolle spielt.
Doch sehr umwegig? Als dein Anwalt rate ich dir, deine steilen Thesen erstmal zu überprüfen, bevor du sie rausposaunst: München-Passau sind über Plattling 190 km, über Braunau und deinen Vorschlag 183 – gerade mal 7 Kilometer weniger. Dafür mehrheitlich über eingleisige nichtelektrifizierte Strecken.
Ehrlich mal: Wo ein gewisser Herr Hpunkt herkam ist doch wurscht, sonst dürfts wohl auch keine S-Bahn nach Dachau geben. Es gibt in Braunau sogar (entgegen den Vorurteilen) paar recht nette Leute (zumindest 2015 gabs die).
Die Strecke würd schon Sinn machen, als Verbindung von Braunau nach Schärding. Ebenfalls gut wär die dann notwendige Elektrifizierung, ist ja doch ein wenig ne Dieselinsel.
Oder Mönchengladbach-Rheydt dürfte man aus dem selben Grund nicht erschließen. Dort wurde nämlich Hitlers rechte Hand Joseph Goebbels geboren.
Zum Thema nette Leute aus Braunau. Die österreichische Moderatorin Tanja Mairhofer ist laut Wikipedia auch in Braunau am Inn aufgewachsen und sie ist wirklich ein netter Mensch und eine tolle Moderatorin, also bestätigt sie deine Aussage, dass es recht nette Leute aus Braunau gibt.
Also ich bin Deutscher und bei Braunau am Inn denke ich an eine sehr schöne österreichische Stadt am Inn wo ich gerne hinfahre und billig tanken kann => diese Begründung mit dem alten Herrn ist wirklich lächerlich – sorry. Ich finde die Relation München – Passau läuft aber über Plattling einfach wegen der höheren Einwohnerzahlen der dortigen Städte und der besseren Infrastruktur besser (würd man Landshut – Plattling endlich mal „durchgängig“ zweigleis ausbauen) => Landshut, Dingolfing, Landau, Deggendorf im Vergleich zu Mühldorf, Simbach, Braunau. Wenn man sich aber das niederbayrische und oberösterreichische Schienennetz mal ansieht, fehlen ein paar außerordentlich wichtige Stücke um die Bahn hier attraktiv zu machen und das wäre eine Verbindung Deggendorf – Pfarrkirchen – Simbach und eben auch leider das fehlende Zwischenstück Simbach – Passau (ü. Pocking, Schärding oder dein Vorschlag auf österreichischer Seite) wäre mir alles recht: Zurzeit brauch ich von Osterhofen nach Braunau stolze 2:27 mit 2 Umsteigen (Umstieg in Passau und Neumarkt Kallham) [Verbindung alle 2 Stunden ansonsten 3 bis 3:30 Stunden]
Das mit dem Tarifsystem wäre eine Leichtigkeit zu klären, würde die Europäische Union mal das tun, wofür sie eig. von Nutzen wäre, anstatt Vorschriften und Vorgaben zu bewirken, die zu Lasten von Bürgern, Wirtschaft und des Staates gehen.