RB 51 : Rinteln – Stadthagen

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Beschreibung des Vorschlags

Hiermit schlage ich die RB 51 als Reaktivierung der eingleisigen Bahnstrecke von Rinteln über Steinbergen, Bad Eilsen, Krainhagen, Obernkirchen, Sulbeck, Nienstädt bis Stadthagen West und Stadthagen. Die Hauptziele sind die Wiederbelebung der stillgelegten Strecke.

1. Ausgangslage

Die bestehende, 20,6 km lange Normalspur-Strecke wird derzeit nicht für SPNV genutzt. Sie wird ab und zu für Museumsbahn- oder Güterverkehr befahren und ist grundsätzlich betriebsbereit.

Es gibt keine Bahnhöfe mit aktuellem Personenverkehr. Einige Orte verfügen über Buslinien, aber kein Ort ist schienenseitig angebunden.

Aktuell liegen keine offiziellen Pläne (z. B. aus dem Zielnetz 2040) vor. Es existieren keine kommunalen Programme zur Reaktivierung.

1.1 Andere Vorschläge

Vorschlag von Ulrich Conrad : TramTrain generell ein gutes Konzept, lohnt sich meiner Meinung nach für solch eine Nebenbahn nicht und verlängert eher die Fahrtzeit unnötig. Für Rinteln – Rinteln Süd soll eine neue Weserbrücke im Osten zur Umfahrung gebaut werden um die Region anzuschließen. Eine „einfache“ Reaktivierung ist deutlich realistischer.

Vorschlag von Manitou : Finde ich Klasse, denn eine Weiterführung nach Minden durch Flügelung in Obernkirchen würde ich bevorzugen. Allerdings würde ich die Strecke nach Stadthagen auch bei etwas geringere Nachfrage nicht aufgeben. In erster Linie sollte man sich auf die Reaktivierung, dann auf die durchaus sinnvolle Neubaustrecke Obernkirchen – Bückeburg fokussieren. Eine dortige weiterführung in Anbetracht der geplanten NBS Bielefeld – Hannover wäre problemlos durchführbar.

Vorschlag von Aposke : Die Strecke zwischen Minden und Hille ist absoluter Humbug um es vorsichtig zu sagen, die Schleife würde nur die Fahrtzeit unnötig verlängern. Dazwischen müsste was seperates Verkehren. Um beim Thema zu bleiben fehlen mir auf der Strecke die Halte Krainhagen und Sülbeck. Ansonsten in der Grundidee gleich, bis auf Weiterführung nach Hannover, was ich als durchaus positiv empfinde, allerdings ein Umstieg reicht.

 

2. Streckenverlauf

Die RB 51 führt im Takt durch folgende Stationen:

  • Rinteln (Reaktivierung)

  • Steinbergen (bestehender Halt)

  • Bad Eilsen (Reaktivierung)

  • Krainhagen (Reaktivierung)

  • Obernkirchen (bestehender Halt)

  • Sulbeck (Bedarfshalt)

  • Nienstädt (Reaktivierung)

  • Stadthagen West (Reaktivierung)

  • Stadthagen (Reaktivierung, neuer Endpunkt)

Außer Sulbeck werden alle Halte als reguläre Stationen betrieben. Sulbeck erhält einen Bedarfshalt wegen geringer Einwohnerzahl.

3. Fahrplankonzept

Die RB 51 soll im Stundentakt (T60) betrieben werden, die gesamte Strecke umfasst 20,6 km; mit 9 Halten beträgt die Fahrzeit geschätzt 25 Minuten. Es ist ein einzelner Umlauf notwendig, inklusive Wendezeit in Rinteln und Stadthagen.

Anschlüsse gibt es in:

  • In Rinteln: Anschluss an die RB 77 nach Hameln / Bielefeld.

  • In Stadthagen: Anschluss an die RE 70 (Richtung Hannover / Bielefeld).
    Die Züge fahren im Symmetrie-Takt, sodass Anschlusszeiten von ca. +5 Minuten eingeplant werden können.

4. Technische & Infrastrukturelle Angaben 4.1 Streckentechnik

  • Spurweite: 1435 mm

  • Betrieb: Batteriezüge

  • Zustand: Trasse befahrbar, Bahnhöfe in schlechten, aber wiederaufbaubarem Zustand.

4.2 Neubauten & Ausbauten

  • Kein Gleisneubau, lediglich Reaktivierung.

  • Neubau von Bahnsteigen: Stadthagen, Sulbeck u. a.

  • Kleine Infrastrukturarbeiten: ggf. Bahnübergangssicherungen und Weichenerneuerung.

5. Erschließung und Einzugsgebiet 5.1 Bevölkerung je Ort

Haltepunkt Einwohner
Rinteln ≈ 25 700 EW
Steinbergen ≈ 1 700 EW 
Bad Eilsen ≈ 2 560 EW 
Krainhagen Teil Obernkirchen
Obernkirchen ≈ 9 360 EW 
Sulbeck/Nienstädt ≈ 4 600 EW 
Stadthagen ≈ 22 900 EW 

Gesamteinwohnerzahl: ca. 67.000 Menschen.

6. Bewertung 6.1 Vorteile

  • Stündliche ÖPNV-Anbindung für etwa 67.000 Einwohner.

  • Verbesserte Pendlerverbindungen nach Bielefeld, Hameln und Hannover.

  • Wiedereinstellung einer stillgelegten Schienenverbindung für den Personenverkehr.

6.2 Herausforderungen / Nachteile

  • Investitionsaufwand für Bahnsteige, Signaltechnik und Betriebsmittel.

  • Laufende Betriebskosten könnten höher sein als beim Ersatzverkehr per Bus.

  • Nachfrageprognosen müssen das ländliche Umfeld berücksichtigen.

7. Fazit

Die Reaktivierung der RB 51 bietet eine nachhaltige, zuverlässige und attraktive ÖPNV-Option für rund 67.000 Menschen im Schaumburger Land.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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6 Kommentare zu “RB 51 : Rinteln – Stadthagen

  1. Ähnliche Voschläge verlinken.

    Ansonsten – ja, halte ich für sinnvoll. Hatte ich aber unter aposkes Vorschlag schon geschrieben. Problem ist, dass die Anschlusssituation sowohl in Stadthagen als auch in Rinteln eher schwierig ist, da die Ankunfts- und Abfahrtzeiten der anderen Linien an beiden Bahnhöfen weit auseinander liegen.

    1. Problem ist, dass die Anschlusssituation sowohl in Stadthagen als auch in Rinteln eher schwierig ist, da die Ankunfts- und Abfahrtzeiten der anderen Linien an beiden Bahnhöfen weit auseinander liegen.

      Ja, das ist leider so, eine weiterführung nach Hannover bspw. Halte ich für eher belastend. Auf jeden Fall muss ein direkter Umstieg nach Minden und bestenfalls in Rinteln nach Hameln sichergestellt werden.

      ÄhnlicheVoschlägeverlinken.

      Ja, mein Fehler

      1. Ja, das ist leider so, eine weiterführung nach Hannover bspw. Halte ich für eher belastend.

        Warum? Das von aposke vorgeschlagene Konzept halte ich für grundsätzlich realisierbar, wobei auch hier eine erhebliche Fahrplanproblematik besteht, auf die der ansonsten katastrophale Vorschlag nicht eingeht.

        Auf jeden Fall muss ein direkter Umstieg nach Minden und bestenfalls in Rinteln nach Hameln sichergestellt werden.

        Ist aber halt nicht möglich. Noch mal als Service für dich, die Abfahrtszeiten in Stadthagen Richtung Minden sind :07 (S1) und :37 (WFB ca.), die Ankünfte aus Minden erfolgen um :21 (WFB) und :49 (S1). Die Ankunft aus Rinteln muss kurz vor der Abfahrt nach Minden liegen, also z.B. :02 oder :32. Gleichzeitig muss die Abfahrt nach Rinteln kurz nach der Ankunft aus Minden liegen, also z.B. :26 oder :54. Im besten Fall also 22 Minuten Wendepause in Stadthagen. Die maximale Fahrzeit für Stadthagen – Rinteln dürfte dann bei 16 Minuten liegen, in Rinteln wären dann 6 Minuten Wendezeit. Dass 77 km/h Durchschnitt auf einer kurvigen Nebenbahn mit 2,5 km Haltestellenabstand nicht funktionieren erklärt sich dann hoffentlich von selbst. Und nein, weniger als 5 Minuten Umsteigezeit funktionieren in Stadthagen mit Bahnsteigwechsel und vergleichsweise langem Weg definitiv nicht. Wenn, dann ginge der Anschluss nach Minden also mit deutlich weniger Halten.

        Ach ja, und weil du Hameln noch ansprichst, die Ankunft in Rinteln wäre wenn 16 Minuten irgendwie gehen sollten um :10, die Abfahrt um :16. Zur RB 77 nach Hameln gibt es also 60 Minuten Umsteigezeit, in die Gegenrichtung bestehen nur 31 Minuten Wartezeit, damit ist die Verbindung nicht konkurrenzfähig. Dieser drastische Unterschied kommt im Übrigen dadurch zustande, dass der hier skizzierte Fahrplan asymmetrisch ist. Der Anschluss aus Minden wird über die S1 sichergestellt, nach Minden ist es über die WFB.

        Und noch eins gleich vorweg, die Fahrzeiten auf der Strecke Hannover – Minden sind wenn nur im Bereich weniger Minuten verschiebbar. Da hängen doch noch so einige Knoten mit dran.

  2. Danke für diesen interessanten Vorschlag und die Ausarbeitung.

    Dadurch, dass in Niedersachsen die Reaktivierungsoffensive politisch begonnen hat und diese Strecke aber nicht in der weiteren Auswahl ist, wird sie auf absehbare Zeit nicht reaktiviert. Dennoch halte ich sie aus zwei Gründen interessant:

    – Zum Vergleich: Die ebenfalls vollständig in Niedersachsen liegende Strecke Lüneburg-Soltau ist ebenso wie diese grundsätzlich betriebsbereit und ist nicht in Hand der DB Infrago, sondern in dem Fall der landeseigenen SinON. Das Land Niedersachsen setzt bei Reaktivierungen gezielt auf ihre eigene Infrastruktur und möglichst wenig Zusammenarbeit mit der DB… Genau das wäre hier auch möglich. In der Bewertung des Landes NDS ist sie aber leider durchgefallen, obwohl sie in meinen Augen zwei bestehende Strecken verbindet (Netzwirkung), was in der Untersuchung aber verneint wurde. Womöglich lag es an den Umstiegszeiten. Nr. 45 Rinteln – StadthagenPortal Niedersachsenhttps://www.mw.niedersachsen.de › download › N…

    -Dieses Problem ließe sich vielleicht mit Argument 2 lösen: Im Zuge der Diskussion NBS HH-H und BI-H gibt es neue Informationen. Laut dem User „Bronnbach Bhf“ auf Drehscheibe-Online wurde, wie bekannt, der NBS HH-H der Vorzug gegeben, aber in Kombination mit diesen Maßnahmen:

    Nun zum Wasser im Wein. Die NBS Bielefeld-Hannover wurde wohl auf dem politischen Altar zugunsten Hannover-Hamburg geopfert. Es soll nur eine NBS Hannover Letter-Seelze-Südumfahrung Wunstorf-Lindhorst zur Engpassbeseitigung realisiert werden. Die SFS WüNü wird wegen zu großer Konflikte bei der Raumordnung angeblich auch nicht mehr weiterverfolgt. Die Fahrzeit der Bestandsstrecke Würzburg-Nürnberg ist voll kompatibel zum D-Takt, halt um 30 Minuten langsamer. Zur Engpassbeseitigung soll Würzburg-Rottendorf und Siegelsdorf-Fürth 4-gleisig ausgebaut werden. Hinzu kommen 2 weitere je bis zu 15km lange 4-gleisige Abschnitte zwischen Kitzingen und Siegelsdorf.

    Wenn die NBS Hannover-Lindhorst tatsächlich kommt, könnte man sie vergleichsweise günstig bis Stadthagen verlängern und so ermöglichen, dass eine RB/S-Bahn als BEMU bis Hannover durchgebunden wird auf der Strecke. Diese Direktverbindung würde die Nachfrage wohl deutlich stärken, auch für Umsteiger aus Rinteln.

    1. Dieses Problem ließe sich vielleicht mit Argument 2 lösen: Im Zuge der Diskussion NBS HH-H und BI-H gibt es neue Informationen. Laut dem User „Bronnbach Bhf“ auf Drehscheibe-Online wurde, wie bekannt, der NBS HH-H der Vorzug gegeben, aber in Kombination mit diesen Maßnahmen:

      Ich ergänze hier mal den Link zum entsprechenden Beitrag. Abgesehen davon, dass Bronnbach Bhf trotz Nachfrage keine Belege für seine Aussage geliefert hat, ist sie so auch falsch. Das steht so bei genauem Lesen auch später in den Thread. Er schränkt seine Aussage dahingehend ein, dass Hannover – Bielefeld nur verschoben wird. Und das ist auch richtig, es können nicht beide Bauprojekte gleichzeitig/kurz nacheinander realisiert werden. Das würde zum Einen die Kosten aufgrund des dann vorübergehend sehr hohen Bedarfs an Baupersonal stark erhöhen, zum Anderen würde es die Ausweichstrecken noch viel stärker belasten. Nach der Realisierung der SFS HH – H müssen die erst mal wieder in Stand gesetzt werden, dann kann die SFS H – BI angegangen werden. Zuletzt ist auch die Aussage, dass nur eine Engpassbeseitigung H – Lindhorst stattfinden soll, nicht zielführend, da diese (logischerweise) die höchste Priorität aus dem Gesamtprojekt hat, eine spätere Realisierung der SFS auf voller Länge aber nicht ausschließt, da die Engpassumfahrung eh Teil der meisten Trassen ist.

      Wenn die NBS Hannover-Lindhorst tatsächlich kommt, könnte man sie vergleichsweise günstig bis Stadthagen verlängern und so ermöglichen, dass eine RB/S-Bahn als BEMU bis Hannover durchgebunden wird auf der Strecke. Diese Direktverbindung würde die Nachfrage wohl deutlich stärken, auch für Umsteiger aus Rinteln.

      Ja, das wäre auch nahezu die von mir bevorzugte Lösung, wenn durch die SFS genügend Kapazitäten von Stadthagen bis nach Hannover frei sein werden. Ob als RE oder als S-Bahn müsste noch mal gesondert betrachtet werden. Ein RE spart doch recht viel Fahrzeit ein, andererseits verbessert die S-Bahn die Anbindung der Orte zwischen Wunstorf und Hannover und bietet einen direkten Übergang zur Stadtbahn in Leinhausen und der Nordstadt. Auch könnte ein RE ab Seelze kapazitiv schwierig werden.

      Wofür steht BEMU?

      1. Hallo Georg,

        genau danke, für die Ergänzung und den Link. Das habe ich hier etwas verkürzt wiedergegeben, aber du hast natürlich total recht.

        Ob RE oder S-Bahn, da bin ich auch recht frei. Ich wäre auch gespannt, was letztendlich mehr Sinn machen würde.

        BEMU steht für Battery-Electric-Multiple-Unit, also die ganzen modernen Akkuzüge (Stadler Flirt Akku, Siemens Mireo+B etc.) Ist natürlich auch nicht das klassische S-Bahnfahrzeug, aber da die Flirts ja eh schon in Hannover als S-Bahn fahren, wäre es wohl gut möglich.

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