13 Kommentare zu “P/BRB: Verlängerung der S7 nach Brandenburg

  1. Bis Werder stimme ich gerne zu. Allerdings muss man dann aufpassen, denn man verlässt danach den Berliner Tarifbereich C, der sich an den Außengrenzen Berlins misst. Die Fahrzeiten werden zu lang. Ich denke hinter Werder sollte zunächst ein 30-Minuten-Takt mit einer Regionalbahn bis Potsdam ausreichen, wo man dann abwechselnd in die S7 oder eine verlängerte S1 umsteigen kann.

    1. Allerdings muss man dann aufpassen, denn man verlässt danach den Berliner Tarifbereich C
      Joa, das ist aber ein hausgemachtes Problem. Man könnte ja auch noch ein Tarifbereich D einführen oder C vergrößern. Daran soll diese Verlängerung nicht scheitern.

      Die Fahrzeiten werden zu lang
      Lange Fahrzeiten (hier: Der S7) sind ja nicht prinzipiell schlimm. Schlimm wird es, wenn der Fahrplan zu störanfällig wird. Dem lässt sich aber mit etwas mehr Puffer entgegenwirken.

      Ich denke hinter Werder sollte zunächst ein 30-Minuten-Takt mit einer Regionalbahn bis Potsdam ausreichen
      Das wäre prinzipiell auch möglich, jedoch wäre in Potsdam ein sehr hohes Umsteigeaufkommen vorprogrammiert.
      Bei einer Verlängerung der S-Bahn gäbe es auch in Potsdam eine sehr attraktive Durchmesserlinie, die man mit einer RB nicht hätte.
      Auf jeden Fall wäre eine zusätzliche RB besser als der bisherige RE1 mit den komplett unterschiedlichen Haltemustern.

  2. Ich hadere hier mit dieser Zweisystem-S-Bahn. Nicht mit dem Modell generell, sondern eher wegen der Strecke. Mit den drei RE1 pro Stunde ist die Strecke schon nicht so schlecht ausgelastet. (Ist natürlich die Frage, ob man die mit dieser S-Bahn alle braucht.) Hinzu kommt der sehr starke Güterverkehr, ist und bleibt es doch schließlich die wichtigste Strecke im internationalen SGV mit Polen und auch aus dem Knoten Berlin gen Westen. Klar könnte man da auch etwas über Seddin–Roßlau umleiten, aber das macht es nicht unbedingt attraktiver.
    Deshalb sehe ich eine Mitnutzung der Fernbahn durch die S-Bah nan dieser Stelle äußerst kritisch und spreche mich eher für eine parallele S-Bahn-Strecke aus. Je nach Fahrplangestaltung könnte diese auch in Teilen eingleisig sein.

    1. Laut D-Takt sollen über diese Strecke nur zwei Güterzüge pro Stunde fahren. Dazu kommen noch 3x RE1 sowie 0,5x IC (Link).
      Zusätzlich mit dieser S-Bahn hätten wir dann also 8,5 Züge pro Stunde. Das halte ich noch für akzeptabel.

      1. Also ich sehe kein Problem in der Strecke sondern im Fahrzeug da

        1: Wenn eine S-Bahn 100 km/h auf einer strecke wo Züge mit 160 km/h fahren, fährt, dann ist der immense Vorteil der S-Bahn in Berlin mit der eigenen Strecke verloren gehen.

        2: Wirst du dich von Brandenburg an der Havel eher für dem mind 15 min schnelleren RE oder die langsame S-Bahn entscheiden?

        3: Du natürlich für so einen kurzen Abschnitt die komplette Linie sowie die Gleise umrüsten müsstest. Viel einfacher wäre das Problem mit einer weiteren RB/RE lösen.

        1. Die Hamburger Mehrsystem-Baureihe schafft ja 140km/h. Da man für Berlin ja ebenfalls einen neuen Fahrzeugtyp entwickeln muss, kann man diese Höchstgeschwindigkeit auch anpeilen.
          Die S-Bahn ist ja nicht für die Leute gedacht, die von Brandenburg nach Potsdam wollen, sondern für alle, die zwischen den beiden Städten wohnen. Dass der RE1 beschleunigt wird, ist ja einer der Hauptgründe für diesen Vorschlag.
          Das ginge zwar auch, allerdings wäre die innerstädtische Erschließung Potsdams dadurch deutlich schlechter, da dann am Hauptbahnhof Schluss wäre.

      2. 8,5 Züge pro Stunde mögen zwar möglich sein, aber wenn die dann noch in unterschiedlichen Geschwindigkeiten fahren, ist man schnell am vorausfahrenden Zug dran und wird aufgehalten. Als Entlastung würde ich aber statt einer Umleitung über Rosslau die Reaktivierung der einst für den ICE elektrifizierten zweigleisigen Hauptbahn Wiesenburg – Güterglück empfehlen.

        1. Die Reaktivierung der Bahnstrecke Wiesenburg-Güterglück wäre natürlich zweifelsfrei wünschenswert.

          Ich habe es mir so vorgestellt, dass der RE1 in Potsdam abfährt, der Güterzug folgt im Blockabstand und die S7 folgt einen Blockabstand später. So gibt es einen vernünftigen und sicheren Umstieg vom RE1 zur S7. Falls der RE1 verspätet ist, kann der Güterzug vor dem RE1 fahren und irgendwo überholt werden.
          Die S-Bahn kommt dann in Brandenburg in etwa einen Blockabstand vor dem nachfolgenden RE1 an und das Ganze beginnt erneut.

      3. Ach, nur zwei (pünktlich fahrende) Güterzüge pro Stunde, na dann ist ja gut. Ich dachte bisher, die Neue Seidenstraße soll auf die Schiene, aber da hab ich wohl nicht aufgepasst.

  3. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Pendler aus Brandenburg nach z.B. Friedrichstr. eine S-Bahn benutzen. Selbst im Berlin viel näher gelegenen Erkner, Bernau oder Oranienburg ist zu beobachten, dass der zeitnah abfahrende Regionalzug dem S-Bahnzug bevorzugt wird. Die vielen Halte (Krielow, Neu Schmerzke) verstärkten diese Tendenz noch.

    1. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Pendler aus Brandenburg nach z.B. Friedrichstr. eine S-Bahn benutzen.
      Ich auch nicht. Aus diesem Grund soll in Potsdam Anschluss an den RE1 bestehen.

        1. Doch: Potsdam bekommt eine Ost-West-Verbindung; Brandenburg-Potsdam wird beschleunigt; Alle Stationen zwischen Potsdam und Brandenburg bekommen einen T20 (statt vorher größtenteils T60); kleinere Orte bekommen einen Bahnhof.

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