Beschreibung des Vorschlags
Hiermit schlage ich den Sechgleisigen Ausbau des Streckenabschnittes Bielefeld – Gütersloh auf der Strecke Minden – Hamm vor. Dieser Vorschlag geht hervor aufgrund Ausbauten im Fern und Regionalverkehr auf der Strecke gut zu ermöglichen.
1. Ausgangslage
Derzeit verkehren auf dem Streckenabschnitt zwischen Bielefeld und Brackwede stündlich ein ICE sowie mehrere Regionalzüge (RE 6, RB 67 – derzeit außer Betrieb –, RB 69, RB 74 und RB 75). Im Zielnetz 2040 des Landes Nordrhein-Westfalen ist jedoch ein deutlich dichterer Takt vorgesehen (10 Fahrten die Stunde NV) inklusive etwa ein halbstündlicher Rhein-Ruhr-Express (RRX) sowie eine Ausweitung des Fernverkehrsangebots.
Insbesondere der Abschnitt Bielefeld – Brackwede wird durch geplante Taktverdichtungen (z. B. alle 30 Minuten nach Osnabrück, alle 20 Minuten nach Paderborn) stark belastet. Schon jetzt stößt die Strecke an ihre Kapazitätsgrenzen. In Zukunft reichen die bisherigen Infrastrukturmaßnahmen nicht mehr aus, um einen stabilen Fahrplan zu gewährleisten, denn schon heutzutage gibt es oft durch den Fernverkehr verursachten Verspätungen im Nahverkehr.
2. Vorschlag
Im Rahmen meines Projekts „Zugausbau Bielefeld“ schlage ich den sechsgleisigen Ausbau des Abschnitts Bielefeld – Gütersloh vor. Ziel ist es, in der Hauptverkehrszeit einen Takt von bis zu sechs Nahverkehrszügen pro Stunde und Richtung zu ermöglichen. Dies ist keineswegs unrealistisch, denn bereits im D-Takt-Konzept 2040 sind für den Abschnitt bis Rheda fünf Abfahrten pro Stunde und Richtung vorgesehen und aktuell die Züge zu vielen Tageszeiten rappelvoll sind.
Aktuell beansprucht der Güterverkehr zwei der vier bestehenden Gleise. Auf den verbleibenden Gleisen bis Brackwede würden sich bis zu 14 Nahverkehrsfahrten pro Stunde (bei Umsetzung meines Vorschlages) drängen + Fernverkehr . Unter diesen Bedingungen ist ein zuverlässiger und pünktlicher Fernverkehr kaum noch möglich – schon geringe Verzögerungen bei einem ICE können weitreichende Verspätungen im gesamten Regionalverkehr auslösen.
Durch ein zusätzliches Gleispaar könnte der Fernverkehr entkoppelt und leistungsfähiger gestaltet werden. Eine Geschwindigkeit von bis zu 300/h wäre zu erwarten.
3. Geplanter Streckenverlauf
Die neue Ausbaustrecke beginnt am geplanten Halt „Bielefeld Mitte“ und ist primär für den Fernverkehr (ICE/IC) mit bis zu drei Zügen je Stunde und Richtung vorgesehen. Eine Nutzung durch schnelle Regionalzüge (z. B. RRX mit bis zu 190 km/h) ist denkbar, muss aber nicht sein.
In Brackwede soll die Ausbaustrecke den Güterbahnhof umfahren und entlang des Ostwestfalendamms verlaufen. An der Kreuzung mit der Strecke Osnabrück – Brackwede ist eine Überführung vorgesehen, um kreuzungsfreien Betrieb zu gewährleisten.
Im Bereich Gütersloh-Nordhorn sind zwei Varianten denkbar: eine Überführung mit west-östlicher Einfädelung oder zur Einhaltung großzügiger Radien ein Tunnel. In Gütersloh selbst soll eine Weichenverbindung geschaffen werden, um IC-Zügen einen Halt zu ermöglichen, während ICE-Züge die Bahnsteige östlich umfahren.
Eine Verlängerung der Ausbaustrecke bis Rheda-Wiedenbrück ist prinzipiell möglich, müsste jedoch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten separat bewertet werden.
4. Fazit
Der Ausbau zwischen Bielefeld und Gütersloh schafft dringend benötigte Kapazitäten für den wachsenden Nah- und Fernverkehr. Besonders die Entlastung des Abschnitts Bielefeld – Brackwede ist zentral, um engere Takte, eine bessere Anbindung der Region und eine höhere Zuverlässigkeit im Schienenverkehr sicherzustellen.

Weshalb die in Brackwede abzweigenden Personenzüge bis dahin die Güterzuggleise benutzen und dann ohne höhengleiche Kreuzung der Personenzuggleise nach Hamm ausfädeln. Abgesehen davon ist deine Zahl falsch, im Zielnetz NRW sind es je T30 nach Osnabrück, Münster und Paderborn mit S-Bahnen, einmal RE im T60 nach Paderborn sowie drei mal T60 mit RRX/RE nach Hamm, also in Summe 10. Bei den 14 sind die FV-Leistungen schon mit eingerechnet.
Es verkehren pro Stunde 4 FV-Leistungen auf dieser Relation, alle zwei Stunden gibt es einen Halt in Gütersloh. Da ist eine richtige Hochgeschwindigkeitsstrecke die sinnvollste Option, am liebsten von Bielefeld aus durchgängig mit 300 km/h bis nach – je nach Betriebskonzept – Hamm oder Dortmund. Der Zwischenhalt in Gütersloh kann dann einfach gestrichen werden, wenn sich keine bestandsnahe Trasse anbietet, in dem Fall wären natürlich zwei Ausweichgleise mit Außenbahnsteigen im bestehenden Bahnhofsbereich denkbar. Ansonsten gibt es halt den RRX/RE ab Bielefeld. Die höhere Geschwindigkeit ist ein ganz entscheidendes Argument für den Ausbau. 30 Minuten für Bielefeld – Dortmund und von dort aus mit Ruhrgebietsumfahrung nach Köln, sodass 60 Minuten für Bielefeld – Köln erreicht werden können. Das bedeutet im gleichen Zuge Berlin – Köln in 3 Stunden und Berlin – Brüssel in unter 5, womit Flüge dort massiv an Relevanz verlieren würden, Berlin – Paris in 6,5 Stunden.
Kommen wir mal zum Streckenverlauf:
1. In Bielefeld schließt deine Strecke mal wieder an die Güterzuggleise an – ja, dort sind auch Bahnsteige, aber die sind, wie gesagt, für die Züge nach Osnabrück/Paderborn, die ICE kommen aus den südöstlichen Gleisen an. Damit ist auch dein weiterer Verlauf weitestgehend hinfällig.
2. In Gütersloh soll der haltende FV sämtliche Güterzuggleise kreuzen, um an einen Bahnsteig zu kommen? Das funktioniert nicht, bitte mit separaten Bahnsteigen an der FV-Strecke.
3. Wenn die Option bestehen soll, dass die neuen Gleise in Gütersloh enden, muss auch der dort nicht haltende FV auf die Personenzuggleise kommen. Und das natürlich ohne Kreuzen der anderen Gleise.
Um es kurz zu sagen, so wird das nichts.
Rückmeldung ausstehend.
Eben dass sollen sie dann nicht. Ich hatte eine Irreführende Variante eingezeichnet, die neue Strecke für den Fernverkehr soll den Güterbahnhof in Brackwede nur tangieren.
Bei der „Ausgangslage“ steht wie viel geplant sind, in „Vorschlag“ wird ja explizit erwähnt, dass dieser Vorschlag Teil des Zugausbau Bielefelds ist und dort sind 14 Abfahrten die Stunde im Nahverkehr geplant.
Ich sehe das ja ein, allerdings ist eine Planung der NBS schwierig. Du meintest in einem anderen Vorschlag dass man bestenfall den Gütersloher Hbf umfahren sollte, dabei stelle ich mir die Frage wo? Ohne 50% Tunnel und große Kurven um Siedlungen wird das kaum möglich sein. Ich habe jetzt einen Mittelbahnsteig am äußersten Osten von Gütersloh gewählt. Ich kann selbst nicht sagen wie rentabel der IC Halt in Gütersloh ist, als Pendler kann ich sagen dass dort in den IC locker 30-40 Leute pro Zug einsteigen. Da könnte der InterCity dort halten ohne die Güterzüge oder den Güterbahnhof zu kreuzen, was auch ehrlich gesagt eine dumme Idee ist.
Ist gefixt.
Auch gefixt
Für den weiteren Verlauf der Trasse könnte man entweder :
Die Sechsgleisige Strecke bis Rheda weiteführen, Einen Tunnel zur Einfädelung zu PV-Gleisen, Eine Überführung ähnlich wie bei Isselhorst + Einfädelung. Denn ich weiß nicht wie sehr man in Gütersloh Sechsgleisig ausbauen kann, denn es sieht mir recht dicht besiedelt aus.
Dann braucht es halt 50% Tunnel. Aber einfach Strecken zeichnen, die im Westen von Gütersloh mitten durch Häuser pflügen ist halt nicht nur unwirtschaftlich, sondern schlichtweg unmöglich.
Jetzt werden die Güterzuggleise höhengleich gekreuzt und Gleis 2 für den FV nach Norden wird sowieso nicht erreicht. Das funktioniert so nicht.
Allerdings kann der durchfahrende FV nicht mit 300 durchfahren, wenn sich an dem Gleis ein Bahnsteig befindet. Es braucht mindestens ein separates Gleis in Mittellage mit dem Bahnsteig. Oder eben – wie ich oben geschrieben habe – klassisch zwei Ausweichgleise mit Außenbahnsteigen.
So wie du es eingezeichnet hast, funktioniert es auf jeden Fall nicht. Aber ohne Konzept zur Weiterführung ist dein Vorschlag hinfällig.