[OÖ] S-Bahn-Haltestellen

 

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Beschreibung des Vorschlags

S-Bahnen sind dann sinnvoll und attraktiv, wenn viele Menschen auf kurzem Weg Zugang dazu mit dichtem Taktverkehr haben. Das ist deren Vorteil in Ballungszentren.

Die S-Bahn Oberösterreich [0] wurde 2016 nur mit jenen Haltestellen gegründet, die schon vorher mit dem normalen Eisenbahn-Takt der ÖBB existierten. Für eine moderne, taktverdichtete S-Bahn ist das aber zu wenig.

Böse Zungen behaupten die S-Bahn ist nichts anderes als die bisherige Regionalbahn, bloß die Züge wurden hellblau angestrichen. Das OÖ S-Bahnkonzept hatte von Anfang an einige Konstruktionsfehler […]“, so das Team um Gerald Ludwig. [1]

Um einer S-Bahn wirklich gerecht zu werden, habe ich einige neue Haltestellen eingeplant sowie ein paar eingetragen, die offiziell geplant aber noch nicht in Bau befindlich sind. Die Bahnsteiglängen sollten mind. 230 m betragen, um Doppeltraktionen von Regionalzügen aufnehmen zu können. Alle Strecken sind elektrifiziert.

 

Mein Vorschlag für neue Haltestellen für die S1 an der Weststrecke [0]. Zwischen der in den nächsten Jahren zu errichtenden neuen Haltestelle Linz-Franckviertel/Lastenstraße [7] und der bestehenden Haltestelle Linz-Ebelsberg liegen ca. 6,4 Kilometer. Genug Platz für neue Haltestellen [1]. Ich schlage allerdings nur 2 statt 3 Haltestellen vor, was Abstände zwischen den S-Bahn-Haltestellen bedeutet, die in Wien meist kleiner sind:

  • Linz-Kleinmünchen, Haltestelle im Bereich der Wimmerstraße/Altstoffsammelzentrum. Das ergibt eine Anbindung an die dortige Straßenbahnhaltestelle. Alternative wäre im Bereich der Madlsederstraße südlich davon in der Nähe der Straßenbahn-Remise.
  • Linz-Turmstraße, Anbindung an die dortige Straßenbahnhaltestelle sowie an die Voest-Stahlwelten und das gesamte Industriegebiet und die Bürogebäude dort.

 

Mein Vorschlag für neue Haltestellen für die S2 an der Weststrecke [0]:

  • Timelkam-Kalchofen, ca. 900 Meter östlich des alten Bahnhofs (der 2025 neu gebaut werden soll [9, siehe PEH315]), welcher weit außerhalb des eigentlichen Ortes liegt. Der neue Standort liegt näher am Zentrum und näher an möglichen Bahnkunden, wurde in anderen Plänen [2, Seite 80ff] auch schon erwähnt. Eine zusätzliche Fußgängerbrücke kann über die Vöckla am östlichen Ende der Bahnsteige errichtet werden, hin zur Ziehrerstraße oder Hochhausstraße, was einen direkten Zugang zum Ortskern eröffnen würde.
  • Vöcklabruck-Stadtpark, ca. 750 Meter Entfernung von Bahnsteigkante zu Bahnsteigkante des bestehenden Bhf. Vöcklabruck, wurde in anderen Plänen [2, Seite 80ff] auch schon vorgeschlagen, um Zugangswege zu verkürzen und weil der Bhf. derzeit am nordöstlichen Ende von Vöcklabruck liegt. Erschließt den westlichen Teil des Stadtgebietes, das Freizeitgelände mit Maidult, Hallenbad, Freibad, Spielplatz und Vöckla-Park. Die nächstgelegene Busverbindung verläuft bei Parkstraße/Anton-Hesch-Gasse, was ungefähr 300 m entfernt wäre. Alternativ könnten die Bahnsteige auch parallel zum Flurweg am anderen Vöckla-Ufer gebaut werden; durch die bestehende Vöckla-Fußgängerbrücke neben der Westbahnstrecke wäre das kein großer Umweg.
  • Wels-West (Trausenegg), Anbindung an die Einkaufszentren max.center und SCW sowie den Kinokomplex, bereits angedacht durch die ÖBB [3], Bahnsteige eingezeichnet auf dem Welser Gemeindegebiet und künftige Viergleisigkeit in diesem Bereich bereits berücksichtigt [3].
  • Wels-Lichtenegg, bei der Unterführung Wimpassinger Straße, bereits angedacht durch die ÖBB und die Stadt Wels [3] [4], erschließt einen bevölkerungsreichen Stadtteil nördlich und südlich der künftig viergleisigen Weststrecke.
  • Wels-Pernau, bereits angedacht durch die ÖBB und die Stadt Wels [3] [4], aber ich habe die Haltestelle weiter westlich beim Schulzentrum eingeplant und zusätzlich noch die nächste bei Maxlhaid. Anbindung an den Busfahrplan über die Klopstockgasse [5]. Einziger Nachteil: Durch den Güterbahnhof ist die Haltestelle nur für den Stadtteil südlich der Weststrecke brauchbar. Vorgesehen ist ein Mittelbahnsteig aufgrund der angrenzenden (Eilzug-)Schienen.
  • Wels-Maxlhaid, zusätzlich zur vorigen Wels-Pernau-Haltestelle vorgesehen, gänzlich auf Welser Gemeindegebiet geplant. Erschließt das Gewerbe- und Industriegebiet dort, angrenzende Ortschaften wie Unterhart und auch das ÖBB-Güterterminal. Wäre prädestiniert für eine P&R-Zone aufgrund der nahen Autobahn-Anschlussstelle. Vorgesehen ist ein Mittelbahnsteig aufgrund der angrenzenden (Eilzug-)Schienen. Anbindung an den Busfahrplan über die Haltestelle Maxlhaid und das ROLA-Terminal [5].
  • Pasching, diese Haltestelle möchten die ÖBB nicht neu errichteten [6], wenn der vierspurige Neubau der Strecke Linz-Wels erfolgt. Scheint mir aber wenig sinnvoll, eine Ortschaft und nahe Gewerbegebiete von der Weststrecke abzuschneiden, wenn sie vor der Haustür liegen. Örtliche Unternehmen möchten die Haltestelle auf jeden Fall haben, um attraktiv für Öffi-Pendler zu bleiben.

 

Neue Haltestelle für die S4 an der Pyhrnstrecke [0]:

  • Kremsdorf (Haid-Center), ist bereits angedacht durch das Land Oberösterreich [8] [9, siehe AMP004 und AMR003], gelegen zwischen den S-Bahn-Haltestellen Ansfelden und Nettingsdorf. Die Straßenbahnlinie 4 aus Linz/Traun soll ebenfalls zu dieser Haltestelle verlängert werden [11] und dann anschließend bis zum Haid-Center/Ikea im Westen der S-Bahn-Haltestelle. Damit wäre dieses Gebiet bestens an den Schienenverkehr angebunden und mehr Kunden können mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen und die Auto-überlastete Gegend entlasten.

 

Vorschlag für eine neue S-Bahn-Strecke SX, die Abschnitte der S2 und S4 sowie die Trauner Schleife benützt [10] [12].

Die eingleisige, elektrifizierte Schienenverbindung zwischen Traun und Marchtrenk liegt a) in der Nähe des Ballungszentrums Linz, b) sie existiert bereits, aber nur für den Fernverkehr und Güterverkehr, c) es gibt einige Ortschaften an der Strecke (wenn auch nicht direkt daran gelegen, weil die Trauner Schleife als Güterzugstrecke konzipiert war) und d) sie kreuzt die Hauptverkehrsader Bundesstraße 1.

Die SX kann den Takt zwischen Linz und Wels verdichten, ohne die S4 außerhalb des Großraumes Linz verdichten zu müssen, und kann gleichzeitig neue Einzugsgebiete für das S-Bahn-Netz erschließen. Außerdem könnten damit Pendler aus dem Welser Raum schneller in den Süden von Linz gelangen ohne Umweg über den überforderten Linz-Hbf. Ein stündlicher Takt wäre ausreichend und ließe dem restlichen bestehenden Verkehr genügend Zeit.

Der Verlauf der SX wäre:

  • Wels-Hbf (oder eine andere Haltestelle auf Welser Stadtgebiet)
  • alle dahinterliegenden Welser Haltestellen in Richtung Linz
  • Marchtrenk
  • Rudelsdorf, neue Haltestelle, Anbindung an die Bundesstraße 1, mit P&R, große Gewerbegebiete in unmittelbarer Umgebung sowie Ortschaften und Vororte von Marchtrenk, Anschluss an Busverbindungen.
  • Oedt, neue Haltestelle, Anbindung des gleichnamigen Ortes und des dortigen Gewerbegebietes.
  • Schloss Traun, neue Haltestelle, Anbindung der Stadt Traun von Süden her, Umstiegsmöglichkeit zur Straßenbahnlinie 4.
  • Traun
  • St. Martin bei Traun
  • Linz-Wegscheid
  • Linz-Oed
  • (Linz-Gaumberg)
  • Linz-Hbf

 

Zu guter Letzt hätte ich gern noch eine gemeinsame Haltestelle für die S2 und S4 bei Linz-Gaumberg erstellt. Es wäre bei der S2 zwischen Leonding und Linz-Hbf mittig gelegen sowie bei der S4 und SX mittig zwischen Linz-Oed und Linz-Hbf. Mit der Straßenbahnhaltestelle Gaumberg wäre es attraktiv für Pendler und würde den überlasten Linz-Hbf entlasten. Aufgrund des viergleisigen Ausbaus der Weststrecke, der beengten Platzverhältnisse und der schwierigen Bahnsteiganordnung (Pyhrn- und Weststreckengleise laufen nicht zusammen sondern nebeneinander, was 4 Bahnsteige bedeuten würde, wofür kein Platz ist) habe ich davon abgesehen.

 

[0] https://de.m.wikipedia.org/wiki/S-Bahn_Ober%C3%B6sterreich

[1] https://www.tips.at/nachrichten/linz/land-leute/558981-vier-neue-haltestellen-sollen-im-grossraum-linz-zum-umstieg-in-die-s-bahn-motivieren

[2] https://www.s-link.at/wp-content/uploads/2023/07/EuRegio-Bahnen-Studie-ERB.pdf

[3] https://www.wels.gv.at/news/detail/wels-erhaelt-neuen-bahnhof-eine-s-bahn-und-zugverbindung-nach-muenchen-in-ca-einer-stunde/

[4] https://www.meinbezirk.at/wels-wels-land/c-motor/neue-s-bahnhaltestellen-fuer-wels-in-planung_a4760705

[5] https://www.welslinien.at/fileadmin/welslinien/Liniennetz/Wels-Liniennetz-Tag-2021.pdf

[6] https://www.tips.at/nachrichten/linz-land/wirtschaft-politik/559531-zug-ist-noch-nicht-abgefahren-pasching-kaempft-um-wirtschafts-und-mobilitaetsvorsprung-durch-oebb-bahnhaltestelle

[7] https://infrastruktur.oebb.at/de/projekte-fuer-oesterreich/bahnstrecken/weststrecke-wien-salzburg/linz-vbf-linz-signalbruecke/rund-um-die-planung

[8] https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/umfahrung-als-voraussetzung-fuer-die-strassenbahn;art66,3369893

[9] https://infrastruktur.oebb.at/de/dam/jcr:9496f814-5183-4701-81cf-340f5b33ee81/RP%202024-2029;%20Detailliste%20EB-BMK%20nach%20Bundesl%C3%A4ndern.pdf

[10] http://www.oberegger2.org/enzyklopaedie/verbindungsschleife.htm

[11] https://www.mobil-ans-ziel.at/massnahme/verlaengerung-der-strassenbahnlinie-4-von-traun-nach-ansfelden/?ma%C3%9Fnahmen=29

[12] https://youtu.be/FywQCAGUpqA?si=IGbL24bhRYh_9PyV

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Ein Kommentar zu “[OÖ] S-Bahn-Haltestellen

  1. Grundsätzlich ein guter Vorschlag, weil jetzt genügend Platz für langsamere Züge vorhanden ist. Allerdings bin ich mir bei der Doppeltraktion nicht sicher und Wels West ist in meinen Augen kein besonders sinnvoller Endpunkt. Lambach Markt fände ich da sinnvoller, weil vom Lambacher Bahnhof aus eine Direktverbindung etwa nach Wels West und Traun vorhanden wäre. Eine meiner Meinung nach gute Alternative wäre besonders in Messezeiten Wels Lokalbahnhof, dann Wels Messe und ein neuer Bahnhof Thalheim West als Endstation (oder nach Steinhaus); bis dorthin müsste allerdings elektrifiziert werden (oder gleich die ganze Almtalbahn, aber ich glaube nicht dass das sinnvoll ist). Sollte allerdings die gesamte Almtalbahn elektrifiziert werden, könnte der Startpunkt einiger Züge schon Grünau im Almtal sein (Problem: Verspätungen).

    Auch könnte man (eventuell nur zu Schichtzeiten, also 3x täglich) nach Linz Franckstraße mit Endpunkt in Steyregg fahren, da es in Linz Franckstraße Umsteigmöglichkeit zu den Linien 25 und 27 und 361 und direkten Zugang zum Chemiepark gibt, es gibt nicht umsonst Züge nur zwischen Linz Hbf nach Linz Franckstraße.

    Die S2 müsste außerdem in eine andere Zuggattung umgewandelt werden, die es nicht gibt: S- und Regionalbahnen halten in Österreich an jeder Haltestelle, die Unterscheidung zu den REX Linien mit Halt nur in Marchtrenk wäre auch schwierig, aber daran sollte es nicht scheitern. Vielleicht könnte die S2 zur XpressSchnellbahn umbenannt werden.

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