Beschreibung des Vorschlags
Die Zentralerschließung Offenbachs entlang des City-Tunnels ist sehr gut, kritisch sehe ich aber den Haltestellenabstand zwischen Marktplatz und Ostbahnhof von etwa 1,7 Kilometern, was für einen Innenstadttunnel sehr lang ist. Zur besseren Erschließung schlage ich einen weiteren Halt am Finanzamt vor, denn Offenbach-Zentrum ist der am dichtesten besiedeltste und eineohnerstärkste Stadtteil. Die Entfernung vom Finanzamt zum Ostbahnhof, sowie zum Marktplatz beträgt je nach Messung durchschnittlich 700 Meter. Durch die Taktfolge von 300 Sekunden im City-Tunnel würde dieser Halt in der Regel keine betrieblichen Probleme verursachen, nur dass sich die Fahrzeit minimal erhöht.

Ein sehr sinnvoller Vorschlag !
Sinnvoll fände ich diese Haltestelle schon.
ABER: Die Enge der Bebauung der Bieberer Straße war schon beim Bau der Strecke herausfordernd. Für eine Aufweitung der Trasse – erforderlich für den Bahnsteig – ist absolut kein Platz. Allenfalls denkbar als zweistöckige Haltestelle wie bei der U4 in Frankfurt-Bornheim. Nur: Wie viele Jahre soll für diesen Umbau diese wichtige S-Bahn-Strecke gesperrt werden? Wie soll das finanziert werden? Die Stadt Offenbach – am Rande der Pleite – wird keinen Cent bezahlen können. Den für öffentliche Förderung benötigte KN-Faktor >1,0 halte ich für unerreichbar.
Mit Außenbahnsteigen ist das möglich. Mir fällt auch erst jetzt auf, dass dadurch eine Neutrassierung vermeidbar ist. In bergmännischer Bauweise, aber mit leider etwas schmalen Bahnsteigen ist das aus meiner Sicht kostengünstig realisierbar.
Sorry, von diesem Vorschlag halte ich nichts.
Das hier ist das einzige präsentierte Pro-Argument und man könnte es unter fast jeden Vorschlag schreiben.
Wenn der Beitrag versehentlich veröffentlich wurde, dann bitte so markieren.
Ich komme vom östlichen Ende Marktplatz bis westlicher Anfang Offenbach Ost auf 1,36 km. Die 210m Bahnsteiglänge am Finanzamt abgezogen bedeutet das durchschnittlich 1,15km/2 = 575m. Das entspricht dem Abstand zwischen Kaiserlei und Ledermuseum.
Das ist die durchschnittliche Taktfolge ohne zukünftige Kapazitätserhöhungen. Es kommt regelmäßig vor – vor allem in der HVZ mit Verspätungen – dass die Züge im Blockabstand fahren.
Wenn du das Thema ansprechen möchtest, reicht diese Tiefe nicht aus.
Was jedoch dieses Projekt schon im Keim erstickt, ist die vorgeschlagene Neutrassierung zwischen Karlstraße und Bismarckstraße, wo beide Röhren auf etwa 500m um einige Meter verschoben neu gebohrt werden müssten.
Nicht nur würde das mit immensen bauzeitlichen Einschränkungen inklusive Totalsperrung über mehrere Jahre einhergehen, es wäre meines Erachtens fraglich, ob der nötige Platz überhaupt verfügbar ist, da die Tunnelröhren durchaus dicht unter den Häusern fahren müssten, was die Konstruktion nochmal schwieriger macht.
Den Nutzen würde ich auch infrage stellen, da dort weder besondere Anschlussmöglichkeiten bestehen, noch überregional bedeutende Ziele erreicht werden können und nur für den Start- und Zielverkehr wird sich die Haltestelle (inklusive Totalsperrung) nicht lohnen.
Man könnte überlegen, Außenbahnsteige anzulegen. Dann verkürzt man den nötigen Eingriff und kommt ggf. ohne große Sperrungen aus. Bestehen bleibt das Problem der Überdeckung und der Bauausführung, da Gebäude untergraben werden müssten. Das wäre wahrscheinlich die Variante mit den größten Erfolgschancen (was nicht heißt, dass der NKF über 1 kommt).
Du vergisst hierbei aber das Zentrum der eineohnerstärkste Stadtteil Offenbachs ist, und ein zusätzlicher Halt eine massive Verbesserung für gewöhnliche Anwohner wäre. Aber danke für den Tipp Außenbahnsteige, ich denke dass mit bergmännischer Bauweise ein schmaler Bahnsteig entstehen kann (6*210*10).
Mit Außenbahnsteigen wie jetzt eingezeichnet sehe ich eher eine Realisierung.
Der Tunnel ist jetzt 30 Jahre in Betrieb. Vor 30 Jahren sah der Stadtteil nicht viel anders aus, es stellt sich mir also die Frage, warum hat man es nicht schon damals gemacht, als es viel einfacher und günstiger zu realisieren gewesen wäre?
Wenn du darauf eine Antwort hast oder findest, wäre das was für die Beschreibung.
Bei einer Taktfolge von 5 Minuten, stellt ein zusätzlicher Halt kein zusätzliches Problem dar, da auch Verspätungen unvermeidbar sind, und man sich eher darüber Gedanken machen sollte, denn bei einem T5 ist der reguläre Zeitslot lang genug, um eine Verzögerung von 2 Minuten aufzunehmen. Verspätungen sind aus meiner Sicht kein Argument, denn 5 Minuten sind doppelt so lang als 2½ wie im regulären City-Tunnel, der voll ausgeschöpft ist.