Ein Kommentar zu “Münster: Nutzung der Güterumgehung für die S-Bahn Münsterland

  1. Nicht sinnvoll. Die allermeisten Haltepunkte liegen im Bereich einseitiger und schwacher Besiedlung und werden durch Radiallinien bereits erreicht. Das bedeutet eine schwache Nachfrage. Hinzu kommt der weite Takt (alle 60 min, mehr gibt die Nachfrage aber auch nicht her), sodass es oftmals trotzdem passender ist, über das Zentrum zu fahren als an den Umsteigepunkten den Zug zu wechseln.

    Und dann kommen zu diesem ziemlich geringen Nutzen noch gar nicht so unerhebliche Infrastrukturkosten…

  2. Ich sag mal so, es hat ein Grund wieso eine Güterumgehungsbahn eine Güterumgehungsbahn ist. In Manchen Städten wie Mönchengladbach lässt sich darüber diskutieren ob man diese für den PV freigibt und die nötigen Infrastrulturmaßnahmen gerechtfertigt sind. Aber hier sehe ich wenig Potential, da dies eine sehr Radiale Strecke ist und keine Vernünftige Anbindung an den Hbf bietet. Es umfällt ihn, wie für den GV intendiert die Innenstadt.

  3. Das Problem ist ja nicht, dass die Stadtteile mit deinem Vorschlag nicht genug angebunden sind oder so, das Problem ist eher, dass keine Sau von Sudmühle nach Stapelskotten will. Ich kenne einige Leute aus Mauritz, alle wollen natürlich in die Innenstadt. So eine Tangentiallinie wäre fast nur hilfreich, wenn es tatsächlich gute Umsteigemöglichkeiten bieten würde und das ist ja fast nicht der Fall.

    Punkt zwei ist dass Münster halt einfach nicht das Fahrgastaufkommen bietet.

    Und noch ein Problem: wo fahren dann die Güterzüge lang? Die Strecke wird ja schon recht rege von Güterzügen bedient.

  4. Ich kann mich leider nur den vorherigen Kommentatoren anschließen:

    • Kein ausreichendes Fahrgastaufkommen, um die S-Bahn aus der Innenstadt zu nehmen.
    • Schlechte Anbindungen in die Innenstadt, um Zeit zu sparen. Würde längere Fahrzeiten für Pendler bedeuten
    • Wo erfolgt Anschluß an den übrigen Regional- und den Fernverkehr?
    • Wo fahren die Güterzüge entlang, denn auf der Umgehungsbahn wäre kein Zeitfenster mehr vorhanden. (Die S-Bahn ist durch die Stopps langsamer wie Güterverkehr und würde eben auch mehr kosten.)
    • Infrastrukturell sind die Stationen kaum ausgelastet, da eben die Strecke nicht die Hauptrichtung des Verkehrsaufkommen verfolgt.

    Schau einmal, was entlang der Umgehungsbahn an direkten Anschluß geben würde. Es reicht nicht aus, einfach einen Bahnhof zu bauen, wenn dort keine Entwicklung geplant ist und nur Umsteiger dort vorgesehen sind. Es muss auch vor Ort eine gewisse Menge an Nutzern vorhanden sein. Das ist entlang der Strecke kaum gegeben, ohne lange Fußwege oder Fahrten in Kauf zu nehmen.

    Wie sollen dann übrigens die Verbindungen von S-Bahn in den Fernverkehr erfolgen? Wenn ich z.B. von Nottuln in den IC nach Bremen will, müsste ich erst in Vennheide umsteigen in eine andere Linie, die dann zum Hbf. führt und dann dort in den ICE umsteigen. Die Anbindung der S-Bahn an den Hauptbahnhof ist leider unabkömmlich, auch aufgrund der dort vorhandenen Rangieranlagen.

    Auch hast Du nicht an die Anbindung der Strecken nach Rheine und Gronau/Enschede. Schau Dir einmal das vorläufige  Zielnetz der S-Bahn Münster an. Der Hauptbahnhof ist nicht umsonst der zentrale Knoten des Netzes.

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