Nordhausen-Ilfeld: Ausbau der Harzquerbahn

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Beschreibung des Vorschlags

Die Linie 10, die seit 2004 zwischen Nordhausen und Ilfeld als Tram-Train im Stundentakt (werktags) verkehrt, geräht vor allem im Schülerverkehr häufig an ihre Kapazitätsgrenzen. Deshalb wäre es meiner Meinung nach sinnvoll, sowohl den Takt (auf einen Halbstundentakt) zu verdichten als auch die Strecke so auszubauen, dass die Fahrzeuge ihre 70km/h Höchstgeschwindigkeit ausfahren können, um die Fahrzeit zu verkürzen. An der Endhaltestelle „Ilfeld Neanderklinik“ habe ich ein Überholgleis eingezeichnet, damit bei Wartezeiten der Linie 10 die Züge der HSB nicht behindert werden. Da durch den Halbstundentakt eine Begegnung am Nordhäuser Bahnhof stattfinden würde, muss dort die Gleisgeometrie geändert werden. Im Zuge dessen kann die Strecke durch die Bahnhofstraße zweigleisig ausgebaut werden und das Wenden am Bahnhofsplatz in Richtung Ilfeld entfallen. Im Zuge dieses Projekts sollte meiner Meinung nach auch dieser Vorschlag umgesetzt werden, weshalb ich auch Elemente daraus mit eingezeichnet habe. Die Haltestelle „Bahnhofsplatz“ habe ich dreigleisig eingezeichnet und die Blockschleife belassen, sollte Ulrich Conrads Strecke zur Hochschule (oder weiter nach Bielen) umgesetzt werden. Entgegen Ulrich Conrads Meinung habe ich jedoch den Abschnitt bis zur Ricarda-Huch-Straße zweigleisig eingezeichnet, da bei einer eingleisigen Strecke mit Ausweichen und einem 10-Minuten-Takt sowie zusätzlichen Fahrten der HSB zwar sicherlich eine Lösung im Fahrplan gefunden werden könnte, bei Verspätungen dieser jedoch leicht durcheinander käme.

Was sonst noch zu tun wäre:

  • Bis zum Abzweig in Salza muss die Strecke auf jeden Fall elektrifiziert werden. Eine Elektrifizierung bis Ilfeld würde das Problem lösen, dass für die in den Combino Duo als Generator verbauten Automotoren wohl nur noch schwer Ersatzteile zu kriegen sind. Die Frage wäre dann jedoch, ob die HSB da mitmacht.
  • Für den Halbstundentakt der Linie 10 und die Verlängerung der Linie 1 werden neue Fahrzeuge benötigt. Sollte die Strecke nicht bis nach Ilfeld elektrifiziert werden, müssen für die Linie 10 wieder extra Hybridfahrzeuge angeschafft werden. Aktuell sind drei Combino Duo vorhanden, von denen für den Stundentakt zwei benötigt werden. Selbst wenn durch die höhere Geschwindigkeit ein Halbstundentakt mit drei Fahrzeugen möglich wäre, hätte man also keine Reserve mehr, zudem ist noch das oben genannte Motoren-Problem zu beachten.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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2 Kommentare zu “Nordhausen-Ilfeld: Ausbau der Harzquerbahn

  1. Eure Duos sind schon eine Konstruktion, die ihren dreirädrigen Namensvettern auf Schwalbebasis in Sachen Skurrilität in nichts nachstehen: Gebaut, um einen Kasten mit Motor drin nach Ilfeld zu fahren – für viel mehr ist kein Platz.

    Also wenn ihr mich fragt: Motorenkasten samt Inhalt raus aus den Dingern und Akkupacks gleichen Gewichtes wieder rein; die dann so verbaut, dass noch Sitze oben drüber passen. Für die paar Meter nach Ilfeld raus wird die Kapazität wohl langen, in der Stadt können sie ja aus der Oberleitung wieder aufladen. Zur Not kommt halt an der Neanderklinik noch ne Steckdose hin, dann reichts aber dicke.

    Zur vorgeschlagenen Strecke bzw. Taktverdichtung: Dafür! Zur Schülerzeit ggf. Doppeltraktion einsetzen – die wollen (besser: müssen) alle zur gleichen Zeit da sein, halbe Stunde früher oder später nützt da nicht viel.

    An der Neaderklinik reicht vielleicht auch’n Stumpfgleis für die 10, nach Talmühle muss die ja nicht raus. Und wenn sich jemand findet, der die Elektrifizierung finanziert… was soll die HSB schon dagegen haben, da seh ich sie höchstens auf DSO wettern, wegen der verschandelten schönen Fotomotive.

    1. Zur Kapazität: Die wird dadurch von etwas mehr als 100 auf etwa 94 Leute gesenkt. Das ist jetzt nicht sooo gravierend, finde ich.

      Zu Akkus: Die Strecke zwischen dem Bahnhof und Ilfeld ist 11,4 km lang, das gesamte Stadtnetz (mit Linie 2) aber nur 6,2 km. Ich wäre mir nicht so sicher ob das zum Aufladen reicht, mit der Teilelektrifizierung bis zur Ricarda-Huch-Straße wäre es schon wahrscheinlicher, dass es klappt. Ich hatte schon überlegt, ob man ein System erfinden könnte, das die Akkus am Bahnhof bzw. dann Ricarda-Huch-Straße und Ilfeld Neanderklinik austauscht (bzw. auf Nordhäuser Seite stadtwärts nur rausnimmt und in die andere Richtung wieder einsetzt). Dort wären mehrere Akkus vorhanden, die voll aufgeladen werden und auf dem elektrifizierten Abschnitt könnte man sich das Gewicht sparen. Mit Akkus hätte man ganz nebenbei auch die volle Leistung zur Verfügung. Die Elektromotoren können nämlich 400kW liefern, der Dieselmotor aber nur 180kW.

      Zur Doppeltraktion: Das war das einzige, was mich noch störte, dass die Schüler ja morgens alle gleichzeitig hinmüssen. Das Problem ist halt nur, dass man dann im Stadtnetz auch die Bahnsteige verlängern müsste (bzw. in der Stolberger Straße erstmal bauen), was teilweise auch Änderungen der Gleisgeometrien zur Folge haben dürfte und dementsprechend aufwändig wäre. Aber prinzipiell wären Doppeltraktionen morgens schon sinnvoll.

      Zum HP Neanderklinik: Wie genau man da Überholmöglichkeiten schafft, ist prinzipiell eigentlich egal. 🙂

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