Beschreibung des Vorschlags
Norderstedt ist die viertgrößte Stadt in Schleswig-Holsteins sowie die größte Mittelstadt Holsteins. Bislang erfolgt die Anbindung des seit 1970 existierenden Ortes primär über die U1 der Hamburger Hochbahn und die A2 der AKN Eisenbahn, welche nur die am stärksten frequentierten Punkte der Stadt anbinden. Der überwiegende Teil der Stadt, sowohl große Wohngebiete als auch große Industriegebiete, werden durch Buslinien erschlossen, wie beispielsweise 193, 278 und 293. Allerdings haben Buslinien viele Nachteile – einerseits verkehren sie zusammen mit Autos und sind daher auch in Staus verwickelt, andererseits bieten Buslinien auch nur eine geringe Kapazität, die besonders in den Hauptverkehrszeiten oft zur Probe gestellt wird. Auch die Taktung ist, auch wenn in der Vergangenheit bereits viele Verbesserungen gemacht wurden, nicht optimal. Norderstedt ist eine stetig wachsende Stadt mit vielen Arbeitsstellen und Wohngebieten zugleich, daher ist ein Ausbau des ÖPNVs unverzichtbar, besonders in Betracht der Notwendigkeit der Mobilitätswende. Daher stelle ich hier meinen Vorschlag einer Straßenbahnlinie für Norderstedt vor, die weite Teile der Stadt anbinden soll. Sie ist nicht die einzige Linie, die ich für meine Vision vorsehe, sondern lediglich ein Teil eines größeren Netzes.
Wichtige Gebiete, die durch die Linie 1 erschlossen werden, sind die Inselsiedlung, das Gewerbegebiet Kohfurth, der Rugenbarg, das Gewerbegebiet Nettelkrögen sowie das Gewerbegebiet Nordport. Angebunden ist die Linie in Norderstedt Mitte und Garstedt an die Hamburger U1, in Norderstedt Mitte zusätzlich auch an die A2 der AKN Eisenbahn.
— Stationen der Linie 1 —
U A Norderstedt Mitte
Buckhörner Moor
Inselsiedlung
Inselsiedlung Süd
Norderstedter Museen
Harthagen
Horst-Embacher-Allee
Kohfurth
U Garstedt
Schillerstraße
Scharpenmoor
Rugenbarg Nord
Rugenbarg Mitte
Rugenbarg Süd
Fabersweg
An’n Slagboom
Gutenbergring 33
Gutenbergring 15
Nordportbogen
Nordport Mitte
Nordport Süd
— Sonstige Daten —
Bahnart: Niederflurbahn auf Straßenebene
Taktung montags bis freitags in HVZ und NVZ (ganze Linie): alle 10 Minuten
Taktung samstags, sonntags und feiertags in HVZ und NVZ (ganze Linie): alle 20 Minuten
Taktung in Randzeiten an allen Tagen (ganze Linie): alle 40 Minuten

Hier stellen sich für mich – wie bei nahezu jeder Umstellung von Bus auf Straßenbahn – folgende Fragen:
1. Wie ist denn die aktuelle Taktung der Busse, dass hier eine Umstellung auf Straßenbahn lohnenswert oder gar notwendig ist?
2. Wie sollen denn die Straßenbahnen an den Staus vorbeifahren (im Gegensatz zu Bussen)? Sonderlich breit erscheinen mir die hier vorgesehenen Straßen auf jeden Fall nicht, außerdem wären hier ggf. genauso Busspuren möglich.
Allgemein: Da Straßenbahninfrastruktur deutlich mehr kostet (als eh schon vorhandene) Straßen, ist es wichtig, dass hier mit möglichst wenig Strecke, möglichst viel erschlossen bzw. verbunden wird. Das sehe ich in diesem Vorschlag nicht gegeben an, er ist recht umwegig und es werden teilweise nur mäßig dicht besiedelte Gebiete erreicht. Hier gibt es auf jeden Fall lohnenswertere Bereiche – aber vielleicht kommt da in den anderen Vorschlägen (Linie 2…) ja noch was.