NDH: Verlängerung der SL10 bis Quedlinburg

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Beschreibung des Vorschlags

Das Netz der HSB wird durch die Nordhauser Straßenbahn mitbenutzt, wenn auch nur bis Ilfeld. Hier möchte ich vorschlagen, die Linie 10 im Stundentakt über Ilfeld weiter zu führen und zwar nach Quedlinburg. Dazu nutzt sie die Strecke der HSB.

Falls es sich lohnen würde die Strecke für eine Verlängerung der Linie 10 zu elektrifizieren, sollte das gemacht werden. Darüber hinaus bietet das so die Möglichkeit das Zentrum Nordhausens besser mit Quedlinburg oder generell die beiden Städte besser zu verbinden. Auch die Große Möglichkeit bestünde ein Regionalstadtbahnetz Nordhausen auf Basis der HSB aufzubauen.

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8 Kommentare zu “NDH: Verlängerung der SL10 bis Quedlinburg

  1. Die Straßenbahn wie auch die HSB brauchen für die 11km bis Ilfeld um die 25min – in der Fortsetzung bis Quedlinburg braucht die Bahn knapp 3h für 70km – das ist alles andere als Pendlerfreundlich. Das Streckennetz der HSB wird immer eher ein touristisches Ziel sein, aber kein alternative Möglichkeit, zur Arbeit zu fahren.

    1. Wobei man für den Mischbetrieb sowieso die Weichen und das Signalsystem anpassen müsste. Da hielte ich es auch für möglich, die Höchstgeschwindigkeit stellenweise je nach Möglichkeit zu erhöhen. Aktuell liegt sie, wenn ich recht informiert bin, ja bei maximal 50km/h. Die aktuell eingesetzten Fahrzeuge der Linie 10 könnten bis zu 70km/h fahren, bei einer Ersatzbeschaffung könnte man theoretisch auch auf 80km/h oder 100km/h gehen (und je nach Realisierungshorizont wäre bei diesem Projekt neben den zusätzlichen Fahrzeugen auch eine Ersatzbeschaffung nötig). Damit ließe sich die Fahrzeit schon reduzieren, allerdings würde das die Kosten natürlich nochmal deutlich anheben.
      Ob sich das lohnt? Ich habe keine Ahnung, inwiefern zwischen Nordhausen und Quedlinburg überhaupt nennenswertes Fahrgastpotenzial abseits von Touristen besteht und Touristen werden dann wohl eher nicht den Tram-Train nehmen. Auch erscheint mir die Quedlinburger Innenstadt auch nicht gerade weit vom Bahnhof entfernt, so dass auch die Möglichkeit, diese direkt an das Quedlinburger Umfeld anzuschließen, nicht sehr viel Nutzen bringt (zumal dann eh noch fraglich wäre, wie die normalspurige Strecke gekreuzt werden sollte).
      Insofern komme ich zu dem gleichen Ergebnis, dass diese Ausweitung des Nordhäuser Modells nicht sinnvoll erscheint.

      1. > die Höchstgeschwindigkeit stellenweise je nach Möglichkeit zu erhöhen

        Schonmal mitgefahren? Die Höchstgeschwindigkeit liegt teilweise nur bei 30 km/h auch auf geraderen Stücken und bei mehr würden die Züge aus dem Gleis kippen, weil der Zustand der Gleise vor allem östlich Stiege für mehr als den jetzigen Verkehr gelinde gesagt ruinös ist. In den Schienen klaffen riesige Lücken.

        Gut, das wäre jetzt mit einem Neubau des Gleiskörpers behebbar, aber das würde an den Kurvenradien nichts ändern. Ich habe das selbst einmal für die Harzquerbahn durchgerechnet, dort wird an vielen Stellen schon die nach dem Kurvenradius ohne Überhöhung höchstmögliche Geschwindigkeit gefahren. Das ließe sich nur mit einer Überhöhung steigern – ich weiß nicht, inwieweit das mit dem Bestandsbetrieb verträglich ist und vor allem, was man da kostentechnisch ansetzen müsste, da auch alles von Grund auf neu geplant werden müsste. Und manche Kurven sind dann immer noch zu eng. Viele Geschwindigkeitseinbrüche schaden aber der Wirtschaftlichkeit des Betriebs.

        > Touristen werden dann wohl eher nicht den Tram-Train nehmen

        Bis auf einen Dampfumlauf fahren auf der Selketalbahn lediglich Triebwagen. Die moderneren unter ihnen sind sogar nach BoStrab ausgerüstet (obgleich sie das Nordhäuser Straßenbahnnetz nur bis zum Bahnhof befahren dürfen). So viel anders wäre das gar nicht. Die größere Umstellung wäre es, dass die Züge öfter verkehren würden, was den Touristen sehr zugute käme.

        > Ich habe keine Ahnung, inwiefern zwischen Nordhausen und Quedlinburg überhaupt nennenswertes Fahrgastpotenzial abseits von Touristen besteht

        Dazu ist es vielleicht ganz schlau, sich den bestehenden Busverkehr anzuschauen. Besonders zwischen Quedlingburg und Harzgerode besteht einiges an direktem Parallelverkehr zur Schmalspurbahn, da wäre das durchaus eine Überlegung wert. Etwas weiter geschaut besteht auch zwischen Hasselfelde und Quedlinburg Parallelverkehr – da dieser jedoch über Thale führt, ist der Vergleich mit der Schmalspurbahn nicht allzu sinnvoll. Auch mit einem massiven Ausbau käme diese nicht an die Fahrzeiten der Thalenser Route heran.

        Die „Normalbevölkerung“ hat drei Argumente gegen eine Nutzung der Schmalspurbahn:

        • Fahrpläne – Es gibt, das gilt vor allem auf der Selketalbahn, keinen Taktverkehr, oft auch keine Anschlüsse und die Züge fahren schlicht zu selten.
        • Fahrpreise – Ein Blick auf die HSB-Fahrpreistabelle reicht völlig, auch abseits des Brockens. Und gar von Pendlerangeboten habe ich noch nie gehört.
        • Reisezeiten – Beispiel: Der Bus zwischen Wernigerode und Drei Annen Hohne ist fast doppelt so schnell wie der Zug, obwohl er in Hasserode noch mehr Haltestellen aufweist. Vom Auto fange ich gar nicht erst an.

        Was man also überlegen könnte, wären eine Linie Quedlinburg–Harzgerode und eine Linie Hasselfelde–Nordhausen, die jeweils gut mit dem Busverkehr (v.a. Thale–Hasselfelde und Harzgerode–Wippra–Sangerhausen) verknüpft sind und mit denselben Tickets genutzt werden können, für die aber zwangsläufig ein Streckenausbau vonnöten wäre. Immerhin: Sie würden die Zukunft der Selketalbahn dauerhaft sichern.

        1. Für die Strecke zwischen Quedlinburg und Harzgerode hatte ich ja mal einen entsprechenden Vorschlag gemacht. Für die Strecke von Nordhausen nach Hasselfelde könnte ich mir ähnliches vorstellen. Parallelen Busverkehr müsste man natürlich abschaffen und einen vernünftigen Takt anbieten, z. B. einen 30-min-Takt, wie auf der Thüringerwaldbahn. Eine Elektrifizierung wäre dann natürlich auch anzustreben.

  2. Meiner Information nach war ursprünglich geplant, die SL 10 bis zur Eisfelder Talmühle zu führen (nicht mit jeder Fahrt). Dieser Plan wurde aber aufgegeben, da die Steigung nördlich Ilfeld nicht mehr für die Straßenbahnwagen geeignet ist. Daher wird dein Plan so nicht funktionieren.

    1. Das ließe sich allerdings mit einer Elektrifizierung quasi nebenbei lösen. Im Oberleitungsbetrieb im Nordhäuser Stadtnetz müssen die Wagen sowieso eine Steigung von 9,3% überwinden. Das Problem nördlich von Ilfeld dürfte also daran liegen, dass im Dieselbetrieb nur 160kW statt 400kW an Leistung verfügbar sind.

      Dafür muss sich aber natürlich die Elektrifizierung auch erstmal lohnen.

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