HH/NMS: S-Bahn bis Neumünster verlängern

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Beschreibung des Vorschlags

Das Hamburger S-Bahnnetz befindet sich gerade in einem massiven Ausbau. Es gibt verschiedenste Ideen für Ausbauprojekte, Neustrukturierungen und auch vieles davon sind bereits offizielle Planungen. So auch die Verlängerung der S5 in Richtung Kaltenkirchen. Ich persönlich begrüße diese Verlängerung, doch meiner Meinung nach könnte man auch wesentlich ambitionierter denken:

Die S-Bahnverlängerung entsteht entlang der heutigen AKN-Strecke Eidelstedt-Neumünster und soll diese zwischen Eidelstedt und Ulzburg Süd vollständig und weiter bis Kaltenkirchen teilweise ersetzen. Doch man sieht, dass die Strecke ja eigentlich bis Neumünster führt, warum also auch nicht die S-Bahn bis dorthin verlängern – genau das ist meine Idee.

I. Die Idee

Die S-Bahn wird über Kaltenkirchen hinausgeführt und soll nördlich viele weitere Bahnhöfe anbinden. Die AKN soll auf dieser Strecke somit vollständig ersetzt werden und schon in Ulzburg Süd enden. Den neuen S-Bahnabschnitt soll dann die S6 übernehmen, die Gründe dazu habe ich ausführlich in meinem Vorschlag über die Netzumstrukturierung erläutert. Aber ein weiterer Grund, der gegen die S5 spricht, wäre, dass die Strecke von Stade (oder sogar Hemmoor) bis Neumünster extrem lang wäre und eher einer Regionalbahn entspricht, weshalb eine kürzere Strecke wünschenswert wäre. Die S-Bahn sollte werktags auf dieser Strecke den geplanten 20-Minutentakt von Kaltenkirchen aus bis Bad Bramstedt übernehmen und bis Neumünster weiter im 30-Minutentakt fahren. In Bad Bramstedt gibt es hierfür auch drei Gleise, wovon eines für die endenden Züge genutzt werden kann. Die Züge enden somit gar nicht mehr in Kaltenkirchen, sondern stattdessen in Bad Bramstedt. Die endenden Züge in Quickborn sollen aber weiter bestehen bleiben.

II. Die Infrastruktur

Die Strecke muss auf der gesamten Länge elektrifiziert werden, da bisher hier nur Dieselzüge verkehren. Außerdem wäre es sinnvoll, die bestehenden Bahnhöfe, wenn nicht bereits geschehen, zweigleisig und barrierefrei für die S-Bahn auszubauen, um den Betrieb weniger störanfällig zu machen und einen Halbstundentakt garantieren zu können. Die Bahnhöfe, die hier nötig wären sind Bad Bramstedt Kurhaus und Nützen. Die gesamte Strecke zweigleisig auszubauen wäre zwar wünschenswert, ist aber finanziell wahrscheinlich nicht tragbar, weshalb ich dies erstmal außen vor lasse und mich eher daran orientieren würde, dies vielleicht in der Zukunft Stück für Stück zu ermöglichen, in dem man mit ein paar wenigen Abschnitten anfängt. Schwierigkeiten sind hier vor allem höhengleiche Bahnübergänge und ein paar Abschnitte, die Ausbauten schwierig und vor allem teuer machen.

 Eine Halteerweiterung die ich plane, ist der Bahnhof Neumünster Industriegebiet, welcher im Süden Neumünsters entstehen soll und das dortige Industrie- und Wohngebiet zusätzlich anschließen soll.

Dieser Bahnhof soll westlich der Boostedter Straße neben der Bushaltestelle Baumarkt entstehen. Es soll ein Mittelbahnsteig entstehen, welcher mit höhengleichen Rampen erreichbar sein soll.

Die Bahnhöfe Holstentherme, Nützen und Bad Bramstedt Kurhaus hingegen sollen bei ihrem zweigleisigen Ausbau als Seitenbahnsteige entstehen und bestehende Zugänge, wenn nötig, verschoben werden. Auch können neue Zugänge entstehen, wie z.B. in Nützen ein neuer Zugang von der Mühlengasse aus.

 

III. Direkte und Indirekte Vorteile

Die S-Bahn bis Neumünster zu verlängern brächte gleich mehrere Vorteile mit sich:

1. Neumünster ist eine Stadt mit knapp 80.000 Einwohnern und hat bis jetzt keinen S-Bahnanschluss. Die Stadt würde enorm von der Verbindung und einem zusätzlich dichteren Takt profitieren, ebenso wie die zahllosen Städte entlang der Strecke. Weiter entlastet es die bestehende Regionalbahnverbindung zwischen dem HBF und Neumünster.

2. Die bestehende Strecke wird mit der S-Bahn schneller zurückgelegt, da sie schneller beschleunigen, die Höchstgeschwindigkeit oder anderes eventuell angepasst werden kann und zusätzlich der Bahnhof dodenhof nicht mehr angefahren wird. Außerdem ist kein Umstieg mehr in Kaltenkirchen von der AKN in die S-Bahn mehr nötig, wenn die Strecke vollständig von der S-Bahn befahren wird.

3. Die neue Streckenführung bietet eine neue Möglichkeit, die Strecke zwischen Norderstedt Mitte und Elmshorn zu einer Direktverbindung der AKN zu machen, ohne – wie bisher – umsteigen zu müssen. Die A2 wäre nicht mehr an den Streckenabschnitt nach Neumünster gebunden.

4. Der neugeplante Bahnhof Neumünster Industriegebiet bietet neue Möglichkeiten bei der Anbindung und ist, ebenso wie der S-Bahnbonus ein Faktor für mehr Passagiere.

IV. Mögliche Probleme

Es könnte natürlich sein, dass diese Strecke, trotz ihrer vielen Möglichkeiten, nicht lohnenswert oder zu teuer etc. ist. Das gilt gerade bei möglichen Diskussionen bezüglich der Zeiteinsparung im Verhältnis zum RE. Doch die Strecke über Kaltenkirchen bindet ganz andere Bahnhöfe an, weshalb sich die Strecke trotzdem lohnen könnte. Bei den Kosten könnte man außerdem Abhilfe schaffen, in dem man die S-Bahn nur bis Bad Bramstedt verlängert und dafür die in Neumünster endende RB63 bis Bad Bramstedt verlängert. Das wäre günstiger und leichter umsetzbar, wäre für mich aber nur bei einem ansonsten kritischen Kosten-Nutzen-Faktor sinnvoll.

Auch könnte man argumentieren, dass Neumünster soweit außerhalb Hamburgs liegt, dass eine solche S-Bahn nicht mehr sinnvoll ist. Dieses Argument finde ich aber ziemlich schwach, da es Projekte gibt, die eine ähnlich lange Erweiterung vorsehen, wie z.B. die S4 nach Itzehoe. Falls jemand hier in Bezug auf meinen Forumsbeitrag stutzig wird: Einer der Gründe, warum mir diese Erweiterung nicht gefiel, war besonders das Auslassen der Halte zwischen Altona und Pinneberg und die besondere Länge und U-Form, die die S4 dann hätte. Das könnte man ja ändern, dann wäre ich auch wieder der Idee etwas zugeneigter. Also wäre eine ähnlich lange Erweiterung nach Bad Bramstedt oder Neumünster ebenfalls drin, zumal hier eine Regio-S-Bahn gar nicht im Gespräch ist.

Eine weitere Option wäre natürlich, stattdessen einen S-Bahnanschluss von Kiel aus herzustellen, allerdings bin ich der Meinung, dass eine Verbindung von Hamburg aus wesentlich mehr Vorteile hätte, da die Millionenstadt eine wesentlich wichtigere Rolle in Norddeutschland einnimmt. Trotzdem sollte man diese Möglichkeit meiner Meinung nach zusätzlich im Hinterkopf behalten.

V. Ähnliche Vorschläge

Einen Vorschlag, der die gleiche Idee (also eine S-Bahn auf dieser Verbindung) verfolgt, habe ich nicht gefunden. Der einzige Vorschlag, der dieser Idee vielleicht nahekommt, ist ein RB-Vorschlag auf dieser Strecke, der aber wesentlich seltener halten sollte und auch bis Kiel führen sollte, während die S-Bahn (soweit ich weiß) nicht über Kaltenkirchen hinaus verlängert werden sollte. Diesen habe ich aber nicht mehr gefunden, weshalb er wahrscheinlich gelöscht wurde. Andere Ideen, wie eine S-Bahn aus Kiel nach Neumünster, gibt es zwar auch, doch sie verfolgen ganz andere Ideen und Umsetzungen.

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6 Kommentare zu “HH/NMS: S-Bahn bis Neumünster verlängern

  1. Schauen wir uns doch mal die Fahrzeiten an:

    Hbf – Eidelstedt: 16 Minuten mit der S5

    Eidelstedt – Ulzburg Süd: ca. 31 Minuten mit der A1

    Ulzburg Süd – Neumünster: ca. 57 Minuten mit der A2

    Macht insgesamt eine Fahrzeit von 88 Minuten, plus 2 Minuten Wartezeit in Eidelstedt und Ulzburg Süd wären das also 106 Minuten. Durch den elektrischen Betrieb lassen sich vielleicht ein paar Minuten sparen, gehen wir dann mal von 100 Minuten aus. Die RE benötigen 47 bis 55 Minuten. Wenn die S-Bahn über die AKN-Strecke gleichzeitig mit dem RE70 abfährt, käme sie trotzdem 7 Minuten nach dem RE7 an, der 46 Minuten später abfährt. Ergo, für Neumünster gibt es keine Verbesserung und für den RE7 und den RE70 auch keine Entlastung. Die anderen Vorteile, die du anführst, erfordern nicht zwingend eine S-Bahn.

    Ich kann mir trotzdem gut vorstellen, dass diese Verlängerung irgendwann kommt, dann aber aus wirtschaftlichen Gründen, weil der Betrieb so effizienter gestaltet werden kann und eine Oberleitung aus Umweltgründen eh sinnvoll ist. Aber große Vorteile für die Region bringt das nicht.

    Ach ja, du schlägst eine Stilllegung des Haltepunkts dodenhof vor. Das kann ich nicht gutheißen, denn es ist wichtig, dass der ÖPNV die Menschen dort hin bringt, wo auch ihr Ziel liegt. Und ein Einkaufszentrum ist naturgemäß ein wichtiges Ziel, zumal es ein ziemlich großes seiner Art ist und sich dort und auch auf der anderen Seite der Bahnstrecke zahlreiche Arbeitsplätze befinden. Der Fußweg vom Hp. Holstentherme ist wirklich nicht besonders schön. Abgesehen davon fungiert der Halt auch als Kreuzungsbahnhof.

    1. Erstmal danke für dein Feedback!

      Du hast einige Punkte genannt, bei denen ich dir nun zustimme:

      du schlägst eine Stilllegung des Haltepunkts dodenhof vor. Das kann ich nicht gutheißen

      Deine Argumentation hat mich überzeugt, hier war ich wahrscheinlich etwas zu schnell bei der Entscheidung. Das werde ich wieder rückgängig machen.

      gehen wir dann mal von 100 Minuten aus. Die RE benötigen 47 bis 55 Minuten

      Das stimmt natürlich, der RE ist wesentlich schneller, der gewünschte Effekt ist daher wahrscheinlich nicht ganz so groß wie erhofft.

      Es gibt allerdings auch Punkte, denen ich nicht zustimmen kann:

      für Neumünster gibt es keine Verbesserung

      Der dichtere Takt ist auf jeden Fall ein Vorteil, besonders wenn man die Strecke nur außerhalb von Hamburg fährt. Bisherige Nutzer der AKN profitieren davon enorm und es können neue Fahrgäste gewonnen werden. Natürlich kann man argumentieren, dass das auch mit einer AKN möglich wäre, doch ein Upgrade auf S-Bahn ist doch DIE Gelegenheit, das umzusetzen, da es sich anscheinend mit der AKN nicht gelohnt hat. Gleiches gilt wahrscheinlich auch für einen möglichen Bahnhof NMS Industriegebiet.

      Was jedoch garantiert nicht mit der AKN möglich wäre, ist eine umstiegfreie Verbindung von Eidelstedt bis Neumünster. Will man z.B. nach Lentföhrden, muss man definitiv umsteigen – und für den Fahrgast zählt ja nicht nur die Reisezeit, sondern auch der Komfort.

      Argumentiert man mit dem Komfort, dann ist auch für viele Menschen nicht gerade wünschenswert, erst mit dem RE zum Hamburger HBF zu fahren und dann mit der S-Bahn wieder zurück nach Norden, zumal der zeitliche Unterschied ja auch immer kleiner wird, je weiter nördlich die gewünschte S-Bahnstation liegt.

      Auch die mögliche Direktverbindung Norderstedt Mitte – Elmshorn fällt höchstwahrscheinlich als positiver Effekt weg.

      Und noch eine weitere Überlegung (vielleicht weißt du da mehr): Wie sieht es mit möglichen Erhöhungen von Geschwindigkeitsbegrenzungen entlang der Strecke aus? Das könnte die S-Bahn ja noch attraktiver machen.

      Mein Fazit zu deiner Kritik:

      Mein Vorschlag kann sicher noch etwas optimiert werden und so richtig konkurenzfähig zum RE ist die S-Bahn wahrscheinlich auch nicht, aber die bestehende Strecke wird deutlich aufgewertet und bietet neue Chancen und Vorteile für viele Menschen entlang der Strecke (das sind immerhin fast 100.000) und hat daher seine Berechtigung.

      1. Der dichtere Takt ist auf jeden Fall ein Vorteil, besonders wenn man die Strecke nur außerhalb von Hamburg fährt. Bisherige Nutzer der AKN profitieren davon enorm und es können neue Fahrgäste gewonnen werden.

        Ok, da habe ich mich unpräzise ausgedrückt, ich hab mich an der Stelle ausschließlich auf die Strecke Neumünster – Hamburg bezogen, für die es durch den dichteren Takt auf der AKN-Strecke keine Vorteile gibt.

        Was jedoch garantiert nicht mit der AKN möglich wäre, ist eine umstiegfreie Verbindung von Eidelstedt bis Neumünster. Will man z.B. nach Lentföhrden, muss man definitiv umsteigen – und für den Fahrgast zählt ja nicht nur die Reisezeit, sondern auch der Komfort.

        Dafür entfällt allerdings die durchgängige Verbindung von Norderstedt nach Neumünster. Lentföhrden ist nun ziemlich klein, da würde ich eher die Direktverbindung Bad Bramstedt – Hamburg anführen. Allerdings ist auch hier kein Zeitvorteil gegenüber der Umsteigeverbindung mit dem Bus über Wrist vorhanden. Zu Komfort gehört im Übrigen auch, dass S-Bahnen wesentlich unkomfortabler sind als die RE-Fahrzeuge.

        Und noch eine weitere Überlegung (vielleicht weißt du da mehr): Wie sieht es mit möglichen Erhöhungen von Geschwindigkeitsbegrenzungen entlang der Strecke aus? Das könnte die S-Bahn ja noch attraktiver machen.

        Die Geschwindigkeit wird vor allem durch die z.T. engen Kurven und Halteabstände begrenzt. Nördlich von Wiemersdorf könnte eine Geschwindigkeitserhöhung möglich sein.

        Mein Vorschlag kann sicher noch etwas optimiert werden und so richtig konkurenzfähig zum RE ist die S-Bahn wahrscheinlich auch nicht, aber die bestehende Strecke wird deutlich aufgewertet und bietet neue Chancen und Vorteile für viele Menschen entlang der Strecke (das sind immerhin fast 100.000) und hat daher seine Berechtigung.

        Da kann ich auf jeden Fall mitgehen. Wie gesagt, ich will die Sinnhaftigkeit nicht generell infragestellen, nur ist die Attraktivität im Vergleich zum RE eher gering. Das führt aber eben auch dazu, dass die Durchbindung bis nach Hamburg keinen besonders großen Vorteil bringt, da die Menschen nördlich von Kaltenkirchen eh versuchen werden, den RE zu nutzen.

        1. Dafür entfällt allerdings die durchgängige Verbindung von Norderstedt nach Neumünster.

          Das stimmt natürlich, bei neuen Gegebenheiten muss man immer Kompromisse eingehen. Daher wollte ich eine Direktverbindung Norderstedt – Elmshorn schaffen (als Kompromiss sozusagen). Außerdem gibt es die Verbindung Norderstedt – Neumünster auch noch gar nicht solange, daher wird der Widerstand hier wohl eher kleiner sein als bei länger bestehenden Verbindungen.

          Umsteigeverbindung mit dem Bus über Wrist

          Diese Verbindung wird mir bei hvv auch als die schnellste angezeigt, aber das ist für mich auch nur aus bestimmten Gründen so:

          1. Die AKN fährt momentan, genauso wie der RE im Stundentakt, das würde sich ja ändern und dann wäre die S-Bahn vielleicht auch der Favorit, da nicht umgestiegen werden muss und die Busfahrt ja auch Zeit braucht. Außerdem muss im Zweifel weniger gewartet werden und die S-Bahn braucht weniger Zeit.

          2. Momentan verschlechtert die Baustelle die Bilanz der AKN in der App enorm.

          Und was man nicht vergessen darf: Mir wird die Umstiegszeit zwischen Bus und RE mit 5 Minuten angegeben. Das ist sehr knapp, besonders wenn der Fußweg auf 4 Minuten geschätzt wird. Ein Stau und man kann eine weitere Stunde warten…

          Das führt aber eben auch dazu, dass die Durchbindung bis nach Hamburg keinen besonders großen Vorteil bringt

          Das habe ich wahrscheinlich einfach vergessen zu erwähnen: Das ist auch gar nicht mein Ziel. Ich will die Strecke nicht verlängern, damit man sich von Hamburg nach Neumünster in die S-Bahn setzt, sondern um Direktverbindungen wie Quickborn – Neumünster möglich zu machen, aber die S-Bahn bis Kaltenkirchen trotzdem bleiben kann (denn HBF – Kaltenkirchen lohnt sich ja). Dieser Vorschlag ist eine Konsequenz daraus, dass weder das strikte Trennen stattfinden soll, das für Umstiegszwang sorgt, noch auf die S-Bahn nach Kaltenkirchen verzichtet werden soll. Die gesamte Durchbindung bis zum HBF ist einfach nice-to-have, sowas könnte im Zweifel mal eine Ausweichstrecke für Fahrgäste sein, sowas hast du glaube ich auch schon angedeutet. Der RE bleibt bei der Gesamtstrecke immer noch der Favorit, ähnlich wie auch bei anderen S-Bahnstrecken in Hamburg, die entlang einer RE-Strecke verlaufen (z.B. HBF-Stade). Vielleicht wäre auch die S-Bahn München ein Vergleich: Niemand würde auf die Idee kommen, von HBF bis zum Flughafen die S1 zu nutzen, aber sie bindet dafür andere Orte an als die S8.

          1. Ich meine, ich hätte hier schon einen Kommentar geschrieben. Der ist aber weg. Vielleicht kann das Moderationsteam das ja aufklären.

            1. Die AKN fährt momentan, genauso wie der RE im Stundentakt, das würde sich ja ändern und dann wäre die S-Bahn vielleicht auch der Favorit, da nicht umgestiegen werden muss und die Busfahrt ja auch Zeit braucht. Außerdem muss im Zweifel weniger gewartet werden und die S-Bahn braucht weniger Zeit.

            Klar steigt durch den höheren Takt die Attraktivität, es muss aber klar sein, dass nur ein bis zwei (je nach Fahrplan) der drei stündlichen Verbindungen einen zeitlichen Vorteil bringen, da die anderen Verbindungen vor der Bus/RE-Verbindung starten, aber später ankommen.

            2. Momentan verschlechtert die Baustelle die Bilanz der AKN in der App enorm.

            Das habe ich ja alles mit eingerechnet.

            Und was man nicht vergessen darf: Mir wird die Umstiegszeit zwischen Bus und RE mit 5 Minuten angegeben. Das ist sehr knapp, besonders wenn der Fußweg auf 4 Minuten geschätzt wird. Ein Stau und man kann eine weitere Stunde warten…

            Das Staurisiko sehe ich auf der Verbindung nicht. Und man wartet auch nicht eine Stunde, sondern fährt mit der RB nach Hamburg, zukünftig mit der S4, die schneller als die S-Bahn auf der AKN-Strecke sein wird.

            Und wie gesagt, die Fahrzeuge des RE sind komfortabler als die S-Bahn.

            Das ist auch gar nicht mein Ziel. Ich will die Strecke nicht verlängern, damit man sich von Hamburg nach Neumünster in die S-Bahn setzt, sondern um Direktverbindungen wie Quickborn – Neumünster möglich zu machen, aber die S-Bahn bis Kaltenkirchen trotzdem bleiben kann (denn HBF – Kaltenkirchen lohnt sich ja).

            Allerdings ist das Potential dieser Direktverbindungen doch eher überschaubar und der Umstieg in Kaltenkirchen ist dank abgestimmter Fahrzeiten nicht so schlimm. Die entscheidende Frage ist, ob sich die erforderlichen Maßnahmen (Elektrifizierung, zweigleisiger Ausbau, deutlich höhere Betriebskosten für T20 statt T60) für diesen eher geringen Vorteil zu rechtfertigen sind. Da habe ich ehrlich gesagt starke Zweifel. Für realistischer halte ich auch bei Elektrifizierung aus ökonlogischen/ökonomischen Gründen und daraus folgender Durchbindung der S-Bahn einen Verbleib des T60 auf der Strecke, vielleicht auch T20/40, zumindest in der HVZ, die anderen S-Bahnen würden dann in Kaltenkirchen enden.

  2. Naheliegend ist die Idee schon. Ich frage mich allerdings, ob S-Bahnen für eine solche Verbindung wirklich Mittel der Wahl sind. Von der Kapazität her müsste man wahrscheinlich in Kaltenkirchen o.Ä. einen Zugteil trennen; dann bleibt trotzdem die Frage, ob man auf solchen längeren Strecken nicht besser komfortableres Rollmaterial mit Klos einsetzt (fairerweise kann man sich das auf so einigen Strecken im Raum Hamburg fragen).

    Für Probleme könnte auch der Takt sorgen. In Neumünster läuft eigentlich alles im 30/60 Muster, während die S-Bahn m.W. alle 20 Minuten unterwegs wäre. Gibt also suboptimale Anschlüsse.

    Elektrifizieren ist natürlich eh sinnvoll.

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