25 Kommentare zu “NMB: Salztor – Almrich

    1. Das weiß ich nicht, aber ich weiß, dass man mit schlechten Bustakten auch Fahrgäste vergraulen kann, bzw. dafür sorgen kann, dass nicht mehr Menschen, als unvermeidbar den ÖPNV nutzen. Mit einem guten Angebot können Fahrgastzahlen deutlich gesteigert werden. Der Schienenbonus tut sein Übriges.

      1. Ja gut, aber so lange es keine Hinweise darauf gibt, kann man auch nicht unbedingt davon ausgehen, dass die Busverbindungen besonders schlecht sind. Ich schätze jedenfalls, dass die geschätzten 500-1.000 Einwohner keinen so engen Takt auslasten würden.

        Der Schienenbonus hält sich in der Regel halbwegs die Waage mit der gesteigerten Kapazität der Straßenbahnen.

        Übrigens hat die Kernstadt von Naumburg, zu der auch Almrich gehört, gerade mal 24.000 Einwohner, nicht 32.000 Ew.

        1. Bei der  Frage, wie groß ein Netz sein darf, um für eine Stadt sinnvoll zu sein, ist die Einwohnerzahl sehr entscheidend. Dabei geht es auch um die Finanzierbarkeit. Nicht entscheidend ist jedoch, ob diese Einwohner alle an einer der Strecken wohnen würden. Eine komplette Erschließung wird man nie hinbekommen, insbesondere wenn jede Menge entlegener Dörfer eingemeindet wurden. Mit den vorgeschlagenen beiden Linien würden aber so viele Anwohner wie möglich erreicht werden.

  1. Welches Fahrzeugmaterial würde denn dort eingesetzt werden? Ich gehe doch davon aus, dass hier Niederflurfahrzeuge beschafft werden sollen – wenn dem so ist könnte man das vielleicht noch in der Beschreibung erwähnen.

    1. Sich auf einen Fahrzeugtyp festzulegen wäre müßig, denn bis zu einer Fertigstellung dieser Strecken wäre der wahrscheinlich auch schon museal. Man wird sehen, was dann Stand der Technik ist. Von Niederflur gehe ich natürlich bei einer solchen Erweiterung aus. Muss man das extra erwähnen?

        1. Es ist ja auch nur ein touristischer bzw. musealer Betrieb. Will man aber einen richtigen Straßenbahnbetrieb daraus machen, muss man ja auch behindertengerecht sein. Dann sind neue Wagen unvermeidlich.

          Es würden drei Wagen pro Linie benötigt werden, also sechs Stück. Als Reserve können die historischen Wagen dienen.

          Ich stelle gerade fest, dass dafür der Betriebshof gar nicht ausreicht. Es müsste ein neuer her. Dafür schlage ich das Wiesengelände südlich des Flemminger Wegs vor, das zwischen der Pestalozzistraße und der Straße Am Holländer liegt. An der Jenaer Ecke Weimarer Straße müsste dann eine recht enge Kurve um die Spitze Ecke herumführen, damit Ausrücker ab Almrich einsetzen können. Das Gleis in der Weimarer Straße müsste entsprechend auf der nördlichen Straßenseite liegen, damit man da herum kommt.

    1. Man kann natürlich beschließen, dass unbedingt der Ring wieder geschlossen werden muss, wodurch eine zweite Verbindung zum Bahnhof entstünde, und sich da unter mehreren Varianten die wirtschaftlichste aussuchen. Das heißt aber nicht, dass eine völlig andere Strecke nicht deutlich sinnvoller sein könnte. Wozu braucht man eine zweite Anbindung zum HBF, wenn große Teile der Stadt überhaupt nicht angebunden werden?

        1. Aber warum nicht beides? Die Touristenstrecke hat man ja quasi schon. Dann gerne den inneren Ring um die Altstadt schließen und als zweiten Schritt den Ausbau des ÖPNV bis zur Eurocity

        2. Naja, die Nahverkehrsfreunde Naumburg-Jena e.V. haben sich zum Ziel gesetzt „die Zukunft der Naumburger Straßenbahn (als Ringbahn!) zu sichern“. In diesem Video vom Beginn der 90er Jahre wurde aber zu Recht der fehlende Ausbau entsprechend des Wachstums der Stadt bemängelt, der damals zur (vorübergehenden) Stilllegung führte. Natürlich kann man nun aus nostalgischen Gründen einen Wiederaufbau der Ringbahn fordern und damit eine kuriose Art der Stadtrundfahrt ermöglichen, aber von großem Nutzen für die eigene Bevölkerung wäre das vermutlich nicht. Interessant ist, dass die Ringbahn einst im 10-min-Takt gefahren ist, teilweise mit Beiwagen, und dass sogar in beiden Richtungen gefahren wurde. Der heutige 30-min-Takt mit einem einzigen Pendelwagern ist dagegen ein schlechter Witz. Für Touristen reicht das, für ein echtes städtisches Verkehrsmittel nicht.

          Ich erlaube es mir nun entgegen der Ziele der örtlichen Nahverkehrsfreunde nicht die Ringbahn zu propagieren, sondern einen städtischen ÖPNV, der diesen Bezeichnung auch verdient. Keine reine Touristenbahn, sondern eine Bahn für die Allgemeinheit, die auch Touristen dienen soll. Für die hier vorgschlagene Linie, wie auch für jene zum Flemminger Weg halte ich mindestens einen 20-min-Takt für erforderlich, um Attraktiv zu sein. Auf dem gemeinsamen Abschnitt zwischen Salztor und HBF ergibt sich dadurch ein 10-min-Takt, wie früher, oder wie im vergleichbaren Nordhausen noch heute. So könnte der ÖPNV in Naumburg wirklich zu einem Rückgrat des Verkehrs werden.

          1. Ich würde auf die Linie nach Almrich verzichten, und stattdessen eine „Kompromisslinie“, welche die Altstadt eng umrundet und dann zum Hauptbahnhof zurück verkehrt. Diese könnte dann auch als Stadtrundfahrt dienen

  2. Um Moritzberg und Lindenring besser anzubinden, habe ich jetzt eine Alternativtrasse angedeutet. Die zunächsrt vorgeschlagene Strecke in der Weimarer Straße läge so nah an der Linie zum Flemminger Weg, dass man auf sie vielleicht auch verzichten könnte.

    Was meint ihr?

    1. Auf welche Strecke verzichten?
      Die zum Flemminger Weg hätte für mich Priorität I, die Schließung des Inneren Rings um die Altstadt die II und sonstige Netzerweiterungen, sei es der große Ring oder Almrich, die III.

      1. Auf die in der Weimarer Straße.

        Auf die Strecke zum Flemminger Weg würde ich nicht verzichten wollen, da sie auch für mich erste Priorität hätte.

        Als zweites sollte die Strecke nach Almrich kommen, und wenn man dann noch mehr haben will, würde ich eher noch an eine Strecke vom Marienplatz zum Krankenhaus denken, als an einen Ring, der nichts erschließt, was nicht schon mit geringen Fußwegen erschlossen wäre.

        Markgrafenweg und Roßbachser Straße wären einfacher mit einer neuen Hst. an der Bergstraße Ecke Unterm Georgenberg zu erschließen, als mit einer ganzen Strecke, zumal westlich dieser Straßen fast garnichts mehr ist. Den Moritzberg könnte man über meine Alternativstrecke an der Ecke Michaelisstraße erschließen. Der Lindenring, falls du den mit „Inneren Ring“ meinst, wird bereits von der Poststraße aus bedient und wird mit meiner Alternativroute ebenfalls besser ab Kramerplatz bedient. Ich werde mich wohl für die Alternative entscheiden.

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