Beschreibung des Vorschlags
Nachdem ich die letzten Tage in NRW verbracht habe ist mir mal wieder aufgefallen, wie ungleich kundenfreundlicher Regionetze mit betreiberübergreifend einheitlichen Liniennummern sind, als wenn man von der RB 59086 zum M 79005 umsteigen soll. Für lokale Häufigfahrer noch irgendwie zu durchschauen, sonst verwirrend. Zudem sind die angebotenen Leistungen teils sehr unintuitiv. Das Werdenfelsnetz Richtung Garmisch pflegt zum Beispiel ein völlig chaotisches System aus Dreifachtraktionen – mal geht ein Zugteil ab Tutzing nach Kochel (mal muss man umsteigen), mal bleibt ein Zugteil in Weilheim stehen, und im Süden ist ohne genaue Fahrplankenntnis nie so ganz klar, ob der nächste Zug in Reutte (Tirol), Mittenwald, Innsbruck, Seefeld (Tirol) oder doch schon Garmisch-Partenkirchen als Zielbahnhof hat. Ach ja, HVZ-Expresszüge, mit Durchfahrten bis Weilheim (natürlich nicht gesondert gekennzeichnet) gibt es auch noch. Schon Liniennummern können das alles etwas dankbarer gestalten.
Systematik:
Alle Linien aus München Hbf (egal welcher Betreiber) tragen die Zuggattung RB, RE oder IR. Analog den Vorbildern in NRW oder Berlin-Brandenburg sind Privatbahnen wie BOB, Meridian oder alex dabei eingeschlossen. IR-Linien werden unabhängig fortlaufend nummeriert, RB und RE in Nummerngruppen je nach Zulaufstrecke aufgeteilt. Die bestehenden Regionummernsysteme in Augsburg und Nürnberg werden bewusst ignoriert, da AVV und VGN nur ihre Tarifbereiche abdecken und nicht nach Zuggattung unterscheiden. Flügelzüge (in München ziemlich normal) werden zu besseren Unterscheidung je nach Zugteil weiterhin getrennt nummeriert. Die Unterscheidung RB/RE bezieht sich primär auf die Distanz, da sich die Haltedichte meisten eh kaum unterscheidet.
Nummernregionen:
1: nicht vergeben (siehe unten)
2: Dachau → Ingolstadt, Eichstätt Stadt, Nürnberg via Treuchtlingen oder SFS
3: Freising → Landshut, Plattling, Regensburg, Nürnberg via Parsberg/Neumarkt (Oberpfalz)
4: Markt Schwaben → Dorfen, Mühldorf (Inn), Burghausen, Simbach (Inn)
5: Grafing Bahnhof → Ebersberg, Wasserburg, Glonn, Rosenheim via Großkarolinenfeld
6: Deisenhofen → Holzkirchen, Lenggrieß, Tegernsee, Bayrischzell, Rosenheim via Kreuzstraße
7: Tutzing → Kochel am See, Weilheim (Obb), Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck via Mittenwald
8: Geltendorf → Buchloe, Kaufbeuren, Kempten (Allgäu), Memmingen
9: Mammendorf → Mering, Augsburg, Ulm, Donauwörth
Liniennummern
InterRegios:
IR1: (MüNüX) München – Ingolstadt – Kinding – Allersberg – Nürnberg (via SFS) ( – Coburg)
IR2: (alex Nord) München – Landshut (Bay) – Regensburg – Weiden (Oberpfalz) – Hof (Bayern)
IR3: (neu) München – Mühldorf (Inn) – Simbach (Inn) – Ried im Innkreis – Neumarkt/Kallham – Wels – Linz (Donau)
IR4: (alex Nord) München – Landshut (Bay) – Regensburg – Furth im Wald – Pilsen – Praha hlavni nag
IR5: Augsburg – Aichach – Ingolstadt – Kinding – Allersberg – Nürnberg
IR6: (ÜFEX) Salzburg – Garching (Alz) – Mühldorf (Inn) – München Flughafen – Freising – Landshut (Bay) – Regensburg
IR7: (alex Süd) München – Buchloe – Kempten (Allgäu) – Immenstadt – Oberstdorf / – Hergatz – Lindau (Bodensee)
RegionalBahn & RegionalExpress: (nach Region)
RE2: München – Ingolstadt – Treuchtlingen – (Nürnberg)
RE12: München – Ingolstadt – (Eichstätt Stadt)
RE25: Augsburg – Aichach – Ingolstadt – Abensberg – Regensburg
RB27: München – Rohrbach – Ingolstadt (HVZ-Verstärker)
RB29: Ingolstadt – Schrobenhausen – Aichach – Augsburg
Eichstätt Stadt wird dann regelmäßig angefahren, nicht nur durch Einzelleistungen. Die RB25 ist gleichzeitig Platzhalter für Züge München – Ingolstadt – Riedenburg im Falle einer Reaktivierung. Für eine hypothetische RB Ingolstadt – Landshut wird die Nummer RB23 freigehalten. Die Paartalbahn wird als Querung in einer ausgebauten Form integriert.
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RE3: (Donau-Isar-Express) München – Freising – Landshut (Bay) – Plattling – Passau
RE13: München – Freising – Landshut (Bay) – Regensburg – Neumarkt – Nürnberg
RB34: (FEX) Mühldorf (Inn) – Dorfen – München Flughafen – Freising – Landshut (Bay)
RB35: München – Freising – Landshut (Bay) (HVZ-Verstärker)
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RE4: München – Markt Schwaben – Dorfen – Mühldorf – (Neumarkt/St. Veit – Pocking – Passau)
RE14: München – Markt Schwaben – Dorfen – Mühldorf – Burghausen
RB45: München – Dorfen – Mühldorf (HVZ-Verstärker, Vorlaufbetrieb für S-Bahn-Ausbau)
Die bisherigen HVZ-REs München – Simbach ohne Halt zwischen Markt Schwaben und Dorfen werden durch den bereits erwähnten IR3 ersetzt.
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RE5: München – Grafing Bahnhof – Rosenheim – Traunstein – Salzburg
RE15: München – Grafing Bahnhof – Rosenheim – Kufstein
RB55: Wasserburg (Inn) – Ebersberg – Grafing Bahnhof (- München)
RB57: München – Grafing Bahnhof – Glonn
RE59: München – Grafing Bahnhof – Rosenheim – Traunstein (HVZ-Verstärker)
Die RB57 ist Platzhalter für einen Wiederaufbau der Strecke nach Glonn.
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RE6: München – Deisenhofen – Holzkirchen – Kreuzstraße – Bad Aibling – Rosenheim (alle Zugläufe werden nach München durchgebunden)
Im Netz der Bayrischen Oberlandbahn (Dreifachtraktionen) werden die einzelnen Zugteile je nach Ziel einzeln nummeriert.
München – Deisenhofen – Holzkirchen →
RB61: Schaftlach – Bad Tölz – Lenggries
RB62: Schaftlach – Gmund – Tegernsee
RB63: Miesbach – Schliersee – Bayrischzell
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Das Werdenfelsnetz ist ein bereits erwähnter clusterfuck aus Flügelzügen, Express-Verstärkern und zufällig wirkenden Linenenden. Analog zur Oberlandbahn werden die einzelnen Zugteile je nach Ziel einzeln nummeriert (München Hbf wird stets mit Talent2-Dreifachtraktionen verlassen, die dann eigene Wege einschlagen)
RE17: München – Weilheim (Oberbay) – Murnau – Garmisch Partenkirchen – Klais – Mittenwald (HVZ-Express)
RB76: Murnau – Bad Kohlgrub – Oberammergau
RB78: Garmisch Partenkirchen – Ehrwald – Reutte in Tirol – (Pfronten/Steinach)
S5 (Tirol): Garmisch Partenkirchen – Mittenwald – Scharnitz – Seefeld (Tirol) – Hochzirl – Innsbruck
München – Starnberg – Tutzing →
RB7: Weilheim – Murnau – Oberau – Garmisch Partenkirchen – Mittenwald – Seefeld (Tirol) – Innsbruck
RB71: Bernried – Penzberg – (Kochel am See)
RB72: Weilheim (Obb) ( – Peißenberg – Schongau), ( – Kaufbeuren)
RB73: Weilheim – Murnau – Oberau – Garmisch Partenkirchen – Ehrwald – Reutte in Tirol
RB74: Weilheim – Murnau – Oberau – Garmisch Partenkirchen – (Mittenwald – Seefeld (Tirol))
Für etwaige Verbindungen (Garmisch) – Murnau – Penzberg – Bad Tölz – Holzkirchen werden die Nummern RE75 und RB79 freigehalten.
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RE8: München – Geltendorf – Buchloe – Kaufbeuren – Kempten (Allgäu)
RE18: München – Geltendorf – Buchloe – Mindelheim – Memmingen
RE85: München – Geltendorf – Buchloe – Kaufbeuren – Marktoberdorf – Füssen – Hohenschwangau
RB83: Kempten (Allgäu) – Oy/Mittelberg – Nesselwang – Weißbach – Füssen (Platzhalter)
RB87: München – Fürstenfeldbruck – Geltendorf – Buchloe (Vorortbetrieb, Express-S-Bahn-Vorlauf)
RB89: Pfronten/Steinach – Nesselwang – Oy/Mittelberg – Kempten (Allgäu) (nach erfolgter Elektrifizierung Reutte in Tirol – Pfronten)
Die Einzelleistungen München – Buchloe – Memmingen – Krumbach (Schwab) werden nicht ins Schema integriert und behalten ihre rein betriebliche Liniennummer.
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Im Fuggerexpress-Netz (München – Augsburg – Ulm/Treuchtlingen) gibt es ebenfalls Zugteilungen: Donauwörth/Dinkelscherben oder Ulm/Treuchtlingen. Auch hier fahren bei Flügelzügen die Zugteile mit individuellen Nummern.
RE9: München – Mering – Augsburg – Dinkelscherben – Günzburg – Ulm
RE19: München – Mering – Augsburg – Meitingen – Donauwörth – Treuchtlingen
RB91: München – Mammendorf – Mering – Augsburg – Dinkelscherben
RB92: München – Mammendorf – Mering – Augsburg – Meitingen – Donauwörth
RB95: (München – Mering -) Augsburg – Welden – Dillingen (Donau) (Platzhalter im Falle von Bau, sonst HVZ-Verstärker München – Augsburg)
RB97: Augsburg – Geltendorf – Dießen – Weilheim (Obb)
RB98: Augsburg – Kaufering – Landsberg (Lech) (- Schongau)
Das einzelne RE-Zugpaar München – Augsburg – Donauwörth – Nördlingen – Aalen (Württ.) Hbf wird nicht ins Nummernschema integriert.
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Einer-Nummern (2,3,4..) sind für die Hauptlinie auf der Strecke, z..b. RE5 München – Rosenheim – Salzburg oder RE9 München – Augsburg – Ulm. Gibt es noch eine zweite, weitestgehend gleichwertige Linie auf der Strecke (RE15 München – Rosenheim – Kufstein, RE19 München – Augsburg – Treuchtlingen) bekommen diese die zugehörige Zehner-Nummer (also RE5 – RE15) zugeweisen. Deswegen ist die Zehner-Region (RE10-RE19) nicht definiert, und die Nummern RE1 und RE11 nicht vergeben.

Fertiggestellt, es darf kommentiert werden. 🙂
Zu der Erklärung. Du hast ja geschrieben: Gruppe 1 nicht vergeben. Könntest du nicht da etwas genauer sein und schreiben die Liniennummern 1 bis 19 sind für Bayernweite REs reserviert?
Darüber hinaus wüsste ich gerne, welche Strecke bei dir die Linie RE1/RE11 fährt.
Das hätte ich besser erklären sollen.
Einer-Nummern (2,3,4..) sind für die Hauptlinie auf der Strecke, z..b. RE5 München – Rosenheim – Salzburg oder RE9 München – Augsburg – Ulm. Gibt es noch eine zweite, weitestgehend gleichwertige Linie auf der Strecke (RE15 München – Rosenheim – Kufstein, RE19 München – Augsburg – Treuchtlingen) bekommen diese die zugehörige Zehner-Nummer (also RE5 – RE15) zugeweisen. Deswegen habe die Zehner-Region (RE10-RE19) nicht definiert, und die Nummern RE1 und RE11 nicht vergeben.
An sich bin ich ein IR-Fan (siehe Benutzername). Aber deinen IR3 sehe ich skeptisch. Willst du die Railjets killen? Ich finde zwar die Relation ok, würde es aber etwas langsamer angehen lassen, und entsprechend RE draufschreiben.
Den IR nach Linz wollte ich noch gesondert vorstellen, das kam aus der Idee, dass es über Mühldorf keinen durchgehenden beschleunigten Regionalverkehr gibt (gut, der Ausbaustandard war bisher auch prähistorisch).
Nun wird ja aber München – Mühldorf – Garching – Salzburg zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert. Einen Lückenschluss Mühldorf – Simbach – Braunau vorrausgesetzt, fand ich dann eben einen IR nach Oberösterreich interessant. Langsamer als die Railjets wäre der trotzdem noch, da ja auch Ausbauten an der Strecke München – Salzburg kommen und es natürlich mehr Zwischenhalte gäbe.
Aber ob man das jetzt IR oder mit drei, vier Halten mehr RE nennt, ist ja erstmal sekundär.
Besagter IR ist nun hier zu finden.
Liniennummern sind inzwischen eingeführt worden.