Beschreibung des Vorschlags
Aktuell besteht auf der rechten Rheinstrecke, aus meiner Sicht, nur ein unzureichender SPNV. Sowohl RE 8, wie auch RB 27 halten an verschiedenen Haltepunkten, somit kann kein sinnvoller beschleunigter SPNV angeboten werden. Um diese Problematik zu lösen, schlage ich folgende Lösung vor.
Die Ausbaustufe 1 könnte bereits zeitnah, also nach der Generalsanierung im Jahr 2026 umgesetzt werden, ab dann soll nämlich auch laut den offiziellen Planungen die S13 verkehren, somit könnte die erste Stufe umgesetzt werden.
In dieser Ausbaustufe verkehrt der RE 8, wie bisher von Mönchengladbach über Köln Hbf, Troisdorf, Bonn-Beuel und Neuwied nach Koblenz Hbf. Allerdings fährt der RE 8, dann über den Flughafen Köln/Bonn und hält ebenfalls seltener. Es werden die Haltestellen Mönchengladbach, Rheydt Hbf, Grevenbroich, Köln-Ehrenfeld, Köln Hbf, Köln Messe/Deutz, Köln/Bonn Flughafen, Troisdorf, Bonn-Beuel, Königswinter, Bad Honnef, Linz, Bad Hönningen, Neuwied und Koblenz Hbf bedient werden. Somit schafft der zukünftige RE 8, weiterhin im Stundentakt, eine Fahrtzeit von nur 2 Stunden und 6 Minuten (Quelle: trassenfinder.de) erreichen (vorher: 2 Stunden 33 Minuten) und somit endlich schnellen Regionalverkehr auf der rechten Rheinstrecke ermöglichen und somit auch zusammen mit dem RE 5 (verkehrt auf der linken Rheinstrecke) zwei attraktive Regionalverkehrsverbindungen pro Stunde von Köln nach Koblenz darstellen. Diese Linie würde weiterhin mit der BR 1440 bedient.
Die RB 27 verkehrt weiterhin, von Mönchengladbach durchgehend im Stundentakt bis Koblenz, bedient dabei aber alle Unterwegshalte, bis auf die aktuellen S-Bahn-Haltestellen Grevenbroich Süd, Pulheim Gewerbepark, Köln-Bocklemünd, Köln-Müngersdorf/Technologiepark, Köln Trimborner Straße, Köln Frankfurter Straße, Porz-Wahn, Spich, Bonn-Villich und Bonn-Ramersdorf. Die RB 27 würde also weiterhin über Vallendar, Engers und Koblenz-Ehrenbreitstein von Süden heran an den Koblenzer Hauptbahnhof heranfahren. Der Stundentakt würde beibehalten, allerdings wird sich die Fahrtzeit von 2 Stunden 38 auf 2 Stunden 44 Minuten erhöhen. Zwischen Troisdorf und Bonn-Oberkassel wird die RB 27 in den 20-Minuten-Takt der S13 (Troisdorf – Bonn-Oberkassel) integriert. Es besteht also lediglich zwischen Bonn-Oberkassel und Neuwied an einigen Haltestellen eine Angebotsverschlechterung. Aufgrund der geringen Fahrtzeitverlängerung wird auch kein zusätzlicher Umlauf benötigt, wie auch beim RE 8. Auf dieser Linie würde weiterhin die BR 425 eingesetzt werden.
Genau, wie geplant, verkehrt die S13 zwischen Troisdorf und Bonn-Oberkassel, mit Halt an allen Haltestellen im 20-Minuten-Takt, mit der integrierten RB 27. Aufgrund einer fehlenden Brücker wird diese noch nicht nach Köln verlängert werden können. Die S11 verkehrt noch nicht. Zwischen Koblenz und Neuwied verkehrt bereits die RB 10 (Frankfurt – Koblenz), diese sollte nun zusätzlich auch in Urmitz Rheinbrücke, Koblenz-Lützel und Koblenz Stadtmitte halten um die entfallenden Halte des RE 8 zu ersetzen. Es würde nur eine geringe Fahrtzeitverlängerung von fünf Minuten entstehen.
Bevor die S13 vollständig betriebsbereit ist kommt die Ausbaustufe 2 zum Tragen. Diese hat allerdings nur einige kleine Änderungen in sich.
Die S13 verkehrt, genauso wie in der Ausbaustufe 1 und könnte eventuelle durch modernere Fahrzeuge der S-Bahn-Köln ergänzt werden. Der RE 8 wird auch in dieser Ausbaustufe unverändert weiter betrieben werden. Allerdings wird S6, kommend aus Essen, über Köln hinaus nach Mönchengladbach verlängert. Diese neue S-Bahn würde an allen Haltepunkten (die auf der Karte eingezeichnet sind) halten, dafür würden einige Haltepunkte, wie auch geplant neu errichtet. Durch diese neue SPNV-Verbindung wird nun die RB 27 auf dem Abschnitt zwischen Mönchengladbach und Köln Hbf obsolet, deshalb entfällt dieser Abschnitt und die RB 27 wird in Köln Hbf wenden.
Bei der Ausbaustufe 3 handelt es sich um das finale Nahverkehrskonzept, welches zum Tragen kommen wird, sobald sowohl die S6 als auch die S13 vollständig fertiggestellt sind. Es wäre mit einer Fertigstellung also wahrscheinlich eher in den späteren 2030er-Jahren oder in den frühen 2040er-Jahren zu rechnen.
Im Gegensatz zu den vorherigen Ausbaustufen entstehen keine weitreichenden Änderungen, da RE 8, RB 27, RB 10 und S6 weiterhin, wie vorher angekündigt fahren. Allerdings wird die S13, aufgrund der fertiggestellten Brücke in Troisdorf über Köln bis Düren verlängert und verkehrt über den Flughafen Köln/Bonn mit allen Unterwegshalten. Zudem ist es noch wichtig zu ergänzen, dass alle Bahnhöfe barrierefrei ausgebaut werden sollten und nun auch auf der RB 27 Neufahrzeuge eingesetzt werden sollten.
(Hinweis: Auf der Karte ist das Konzept der Ausbaustufe 3 dargestellt.)

Der Grund warum man in Köln auf die S-Bahn setzt ist um genau so etwas zu verringern, damit mehr Platz für REs und FV ist. Das einzig realistische ist, dass dieser Zug die Stammstrecke befährt und durchgebunden wird.
Dass die RB 27 in Zukunft in Köln Hbf wenden soll ist nicht meine Idee, sondern steht so im NRW Zielnetz, es wäre alternativ auch eine Integration in den S-Bahn-Takt der S6 denkbar, sodass dann eine S6 in Köln-Ehrenfeld enden könnte, oder dass die RB 27 in Köln-Ehrenfeld endet.
Aktuell muss der RE8 in Koblenz Lützel und Urmitz Rheinbrücke halten, da die Züge der RE10 in möglicher Doppeltraktion zu lange für die Bahnsteige sind. Die Türen, welche nicht am Bahnsteig stehen, kann man nicht, wie z.B. bei dem RE5 abgesperrt lassen. Es gibt Pläne die Bahnsteige in Koblenz Lützel zu verlängern. Dann wäre ein Tausch möglich, wobei ich präferierte, dass der RE 8 weiterhin an einem modernen Bahnhof Lützel hält mit Anschluss an die nördl. Stadtteile in Koblenz, Uni und BwZK.
Warum sollte das so nicht möglich sein? Die RB10 hat sowohl 3- (58,2m) als auch 4-teilige FLIRTs (74,3m) im Einsatz, was bei einer Doppeltraktion ungefähr 116,4m (2 3-Teiler) / 122,5m (3-Teiler + 4-Teiler) / 148,6m (2 4-Teiler) ergibt. Wenn man diese Gesamtlängen nun mit den Bahnsteiglängen in Koblenz-Lützel und Urmitz Rheinbrücke abgleicht, dann ergeben sich folgende Szenarien:
Dann gäbe es immer noch das Problem in Urmitz Rheinbrücke, wo die Bahnsteige 8m zu kurz wären. Aber wie gesagt: Einfach die letzten 1-2 Türen absperren und dies auch vorher durchsagen – beim RE5 werden sogar die letzten drei Türen abgesperrt und damit 1,5 Wagen nicht direkt zugänglich gemacht (im Worst Case betrifft dies ein hinten liegendes Rollstuhlabteil, während bei der RB10 lediglich ein Mehrzweckabteil ohne Rollstuhl-WC betroffen wäre).
Ich habe letztes Jahr diese Thematik beim SPNV Nord angefragt und der Referent meinte, sie hätten die Möglichkeit mit Vias Rail besprochen. Diese behaupten, dass ihre Fahrzeuge nicht einzelne Türen verschließen können.
Als Quelle zitiere ich gerne die Antwort vom SPNV Nord.
[…]“Die Halte des RE 8 in Koblenz-Lützel und auch in Urmitz Rheinbrücke durch zusätzliche Halte der RB 10 Züge dort zu ersetzen ist grundsätzlich ein sinnvoller Vorschlag. Wir haben diese Möglichkeit zur Beschleunigung des RE 8 eingehend mit VIAS geprüft. Die Wendezeit der RB 10 in Neuwied von 11 min (Ankunft zur min 26, Abfahrt zur min 37) würde es erlauben zweimal mehr zu halten. Leider kann es In Urmitz Rheinbrücke und in Koblenz-Lützel keinen Systemhalt der RB 10 geben, weil nach den Angaben von VIAS für die häufig eingesetzten Doppeltraktionen die Bahnsteige zu kurz sind. In den VIAS-Triebwagen können einzelne, über den Bahnsteig hinausragende Türen nicht individuell verschlossen bleiben (wie dies beim RE 5 beispielsweise in Koblenz-Stadtmitte praktiziert wird). In Koblenz-Lützel kommt hinzu, dass insbesondere bei Störungen im Betriebsablauf ein Halt in unmittelbarer Nähe des Engpasses der Moselbrücke zu weiteren Verspätungen führen kann. Damit von Koblenz-Lützel auch eine Linie zu rechtsrheinischen Orten fährt und Urmitz Rheinbrücke überhaupt eine Linie bedient, muss der RE 8 als einzige weitere den Abschnitt Koblenz Hbf – Urmitzer Rheinbrücke – Neuwied befahrende Linie auch in diesen beiden Stationen halten.“ (21.03.2024)
Grundsätzlich finde ich die Idee gut. Ergänzungen:
1.) Der Halt Koblenz-Stadtmitte sollte auf jeden Fall angefahren werden, er ist im ÖPNV dem HBF ebenbürtig.
2.) Der Vorteil eines beschleunigten RE 8 liegt auch in der besseren Verträglichkeit mit dem starlem Güterzugverkehr, der auf dieser Strecke immer mitberücksichtigt werden muss. Die heutigen langsamen RE 8 und RB 27 sind der Schrecken aller Gz-Tf und Fdl rechtsrheinisch!
3.) Ich plädiere für eine veränderte Linienführung von RE 8 und RB 27 auf der Relation Neuwied – Koblenz Hbf. Um die koblenznahen Ortschaften (Leutesdorf usw.) an Koblenz-Stadtmitte anzuschließen, sollte die RB 27 künftig über die Urmitzer Brücke fahren und alle Orte bedienen. Der RE 8 hingegen sollte die Horchheimer Brücke und weiter über Ehrenbreitstein – Vallendar – Engers fahren und dann ab Neuwied beschleunigt weiterfahren.
Die Beschleunigung würde insbesondere Neuwied aufwerten, mit rund 70.000 Einwohnern kein kleiner Brocken und bisher ohne ICE und schnellen RE-Verkehr. Die raschere Anbindung an Zentren wie Bonn (-Beuel) und Köln kann neues Fahrgastpotential binden, zumal der Bahnhof von vielen Bussen angefahren wird und ausreichend P&R Parkplätze zur Verfügung stehen.
Was bedeutet, dass zahlreichen Halten weiter nördlich der Halbstundentakt gegen einen Stundentakt ersetzt wird, was bei zu vielen Halten eine zu große Verschlechterung darstellt.
Solange die RB27 nicht auf einen Halbstundentakt verdichtet wird, muss der RE8 weiterhin überall halten.
Die traurige Wahrheit ist, dass es nicht zu einer (wünschenswerten) Verdichtung kommen wird.
Mein Kompromissvorschlag:
Der RE 8 fährt grundsätzlich nur wenige Halte an (Vorbild:RE 5 linksrh. oder der geniale RE 25 im Lahntal, hält Limburg/L. – Gießen 2x, die Rb dagegen 16x !) und ist damit ein echter RE.
In den Spitzenzeiten aber legt die RE 8 einige wenige Zusatzhalte ein, insbesondere um den Pendlerverkehr in die Ballungsgebiete zu bedienen. Dies sollte auch der Beruhigung der betroffenen Bürgermeister dienen („seine“ Station bleibt RE-Halt, aber eben nicht durchgängig. Hier können FAhrgastzählungen zugrunde gelegt werden)
Den Rest des Tages fährt er beschleunigt und ermöglicht damit auch dem Güterverkehr den Großteil des Tages freiere Fahrt. Dies würde insgesamt die Kapazität der rrh. Strecke erheblich steigern.
Auch dein „Kompromiss“vorschlag ist und bleibt eine Verschlechterung.
Wenn du dem RE8 zahlreiche Halte streichen möchtest und in der HVZ „einige wenige Zusatzhalte ein“legen möchtest, ändert das immer noch nichts dran, dass zahlreiche Halte nur noch stündlich bedient werden — auch in der HVZ.
Wo steht eigentlich in Stein gemeißelt, dass es IMMER ein Halbstundentakt sein muss?
Die Bewohner von Vallendar und Engers kommen notgedrungen seit Jahren mit einem Stundentakt aus. Ebenso die Bewohner weiter südlich bis Assmanshausen/Rüdesheim. Da fahren (bisher!) auch keine schnellen RE, aber demnächst.
In Ballungsgebieten ist ein Halbstundentakt vollkommen gerechtfertigt. Insoferne ist die S13 sinnvoll, sie deckt die Ballungsräume von Bonn (-Beuel) bis Köln ab. Südlich davon ist die Situation völlig anders. Ein Stundentakt plus ein zusätzliche RE sollten hier ausreichen, so wie es woanders auch ausreicht. Zum Beispiel im Lahntal: Von Limburg bis Gießen besteht (außer für Weilburg und Wetzlar) ein 1-Stunden-Takt mit der RB. An der Strecke liegen Orte wie Runkel (9.500 Einwohner), Solms (13.500) oder Leun/Braunfels (17.000 Einwohner). An all diesen Städten fährt die RE 25 durch. Sie hat 2 Stops – die RB hat 16 Stops! Und wie ist es am Rhein? Hier soll demnächst der RE 8 auch noch im 1.882 Seelen-Dorf Leutesdorf halten, ein Ort, der über keinen Parkplatz und keine Bushaltestelle am Bahn-Haltepunkt verfügt (beides ist über ½ km entfernt), dafür aber über einen sehr lautstarken Bürgermeister, der seit Jahren vehement einen Halt des RE 8 einfordert und damit nun offenbar Gehör findet. Und es soll ein Halt in Leubsdorf mit 1.623 Einwohnern kommen. Damit es auch ja einen Halbstundentakt gibt.
Den geforderten Anschluss an Koblenz Stadtmitte könnte man erreichen, indem man die RB 27 über die Urmitzer Brücke schickt und den RE 8 dafür über die Horchheimer Brücke, so wie es früher war.
Insgesamt werden zwischen Neuwied und Köln die Prioritäten ungünstig verteilt. Statt eine Stadt wie Neuwied mit 70.000 Einwohnern endlich mit einem beschleunigten RE in den Raum Bonn (-Beuel) und Köln zu versorgen und damit neue Fahrgäste zu gewinnen, setzt man auf Halbstundentakt im Dorf.
Gegenfrage: Wo steht geschrieben, dass es auf jeder Strecke unbedingt IMMER einen schnellen RE geben muss?
Die Bewohner von Neuwied kommen doch auch seit Jahren ohne aus.
Der schnelle Verkehr Koblenz-Bonn existiert bereits auf der Linken Rheinstrecke, sowohl als Fernverkehr als auch als RE5. Auf der Rechten Rheinstrecke braucht es dann nicht auch noch einen solchen. Dort gibt es -abgesehen von Neuwied- keine wirklich wichtige Stadt.
Daher ist dort ein Halbstundentakt wichtiger als ein schneller RE.
Zu Punkt 3.)
Der Tausch wurde vor einigen Jahren in die andere Richtung vollzogen.
Generell fände ich es gut beide Linien RE8/RB27 über die Rheinbrücke fahren zu lassen. Dafür könnte die RB 81 von der Mosel kommend über die rechte Rheinseite verlängert werden bis Neuwied. Eine Durchbindung wodurch auch das Umland profitiert.
Diese Variant müsste ich eingehend prüfen und dann als eigenen Vorschlag einbringen.