Beschreibung des Vorschlags
Die Siegstrecke zwischen Siegen und Au ist eine Strecke auf der gerne mal Verspätungen produziert werden. Ein Grund dafür dürften die ungünstigen Taktfolgezeiten sein. Andererseits ist die RB90 eine recht lange Linie, die von der eingleisigen Westerwaldstrecke gerne mal Verspätung mitbringt. Wenn der RE9 dann aus dem Großraum Köln auch noch Verspätung mitbringt ist das Chaos vorprogrammiert und die Verspätungen übertragen sich auf die RB93 nach Bad Berleburg, die dadurch zu einer sehr verspätungsanfälligen Linie geworden ist. Daher schlage ich vor, dass man das Betriebskonzept auf der Siegstrecke ändern sollte. Durch dieses Konzept hat man den Vorteil, dass dadurch auch viele Fahrten mit Diesel unter der Oberleitung vermieden werden.
Derzeit fahren die RB90 (Limburg-Siegen), der RE9 (Aachen-Siegen) und die RB93 (Betzdorf-Bad Berleburg) auf der Strecke. Mein neues Konzept sieht vor, dass die langlaufenden Diesellinien verkürzt werden. Und zwar sollen in Zukunft die RB91 (Hagen-Siegen) und RB95 (Dillenburg-Siegen) die Strecke parallel zum RE9 befahren. Die RB90 wird nach Au zurückgezogen und erhält dort Anschluss an die RB95, die dafür dann von Siegen nach Au verlängert und auf Elektro umgestellt wird. Ab Betzdorf kommt dann die RB91 dazu, die von Siegen nach Betzdorf verlängert wird. Diese Linien fahren dann ab Betzdorf in einem angenäherten 20 Minutentakt nach Siegen und dann weiter zu ihren Zielen. In Siegen könnte man dann auch Standzeiten realisieren. In der HVZ wird die RB91 auch nach Au verlängert, um auf der Strecke einen angenäherten 20 Minutentakt zu kriegen. Durch diesen Takt kommen sich die Züge möglichst wenig in die Quere.

Gute Idee. Verstehe bis heute nicht, warum überhaupt der RB Verkehr komplett mit Diesel betrieben wird. Langfristig wäre ein Halbstundentakt zwischen Siegen und Köln sogar anzustreben, wobei die Halte zwischen Au und Betzdorf entweder stündlich komplett oder alternierend bedient werden.
Also der RB Verkehr wird mit Diesel betrieben, da die Außenstrecken (Au-Limburg und Kreuztal-Bad Berleburg) nicht elektrifiziert sind.
Der Halbstundentakt zwischen Siegen und Köln ist nicht so leicht zu realsieren, da der Großraum Köln keine weitere Linie vertragen kann. Langfristig natürlich möglich, aber da würde ich gucken, ob die Kapazitäten vielleicht noch für etwas wichtigeres als das Siegtal gebraucht werden. Derzeit besteht ja zwischen Au und Hennef ein Halbstundentakt und zwischen Betzdorf und Siegen fahren drei Züge in der Stunde.
Wenn man unbedingt auf E-Züge setzen will, sollte als Option gezogen werden, eine Linie aus Hagen nach Betzdorf zu verlängern. Ansonsten ist eine Verlängerung der RB95 unumgänglich.
Das mit der Verlängerung der RB91 nach Hagen habe ich doch auch so vor.
Voll dafür! Ich sehe auch keinen Sinn darin, Dieselzüge über elektrifizierte Strecken zu schicken, entweder die abseitigen Strecken elektrifizieren oder die Reisenden müssen halt mal umsteigen.
Sag das mal den Erschaffern des Allgäu-Franken-Express … Nürnberg-Augsburg mit Diesel in ICE-Fahrzeit …
Alle Welt prügelt auf die Diesel-PKW ein und wir lassen unsere Dieselloks immer noch über elektrifizierte Strecken zuckeln? Da stimmt doch was nicht!
Na man will den Reisenden halt umsteigefreie Verbindungen in die Oberzentren bieten, die öfter mal nur in den Kernbereichen elektrifiziert sind. Diese zu kappen würde die Attraktivität senken und schlimmstenfalls sogar zu einer Stilllegung des Dieselabschnitts führen. Und ne Elektrifizierung dort, wo grade mal ein Triebwägelchen einmal oder teils nur alle zwei Stunden verkehrt lohnt sich kaum, also sitzt man in der Zwickmühle.
Ich hoffe ja, dass sich in der Zukunft noch Techniken mit bimodalen Fahrzeugen oder Wasserstoffantrieben weiter entwickeln, die eine günstige Alternative bieten.
Die Verbindung aus Bad Berleburg wird über das Oberzentrum hinaus nach Betzdorf verlängert. Hier ist es also egal welche Linie verlängert wird.
Bei der Westerwaldbahn ist das schon kritischer. Da würde ich aber auch gerne erst Mal wissen, wie viele Leute von der Strecke tatsächlich bis nach Siegen fahren und nicht nach Köln oder Bonn. Sicher werden auch einige Leute nach Limburg fahren wolllen. Zumindest für Pendler habe ich hier eine Statistik gefunden. Die zeigt deutlich, dass die Leute aus dem Westerwald eher zum Rhein runterpendeln. Deswegen halte ich es für eine gute Idee die RB90 wieder in Au zu kappen, da die Leistungsfähigkeit der Siegstrecke davon sehr profitieren würde.
Unterm Fahrdraht oxidieren ist kaum besser als unterm Fahrdraht dieseln, da die Elektrolyse von Wasser zu Wasserstoff alles andere als verlustfrei ist. Daher sollte man an Hybriden arbeiten, die, wo möglich, auch den Fahrdraht nutzen. Auch Akkutriebwagen, die unter Fahrdraht sowohl laden als auch fahren können, sollten als Alternative geprüft werden.
Hoffentlich kommt etwas von Stadler bei dieser Technik. Ein HybridFlirt.
Gibts schon, hat nur noch niemand bestellt
Das hört sich wie Musik, also weg mit den optisch nicht schönen LINT
Hey fabi,
zuerst eine kleine Anmerkung: Es wäre schön, wenn du auch bei RB 91 und 95 die (bisherigen) Linienwege hinschriebest, da die mir nicht so geläufig sind und ich sie mir raussuchen musste.
Im Grunde ist die Idee gut, die Unterwesterwaldbahn ist sowieso sehr langsam und es gibt kaum (durchfahrende) Fahrgäste. Die Modernisierung dort für einen Stundentakt ist begrüßenswert, aber trotzdem kann sie auch in Au (Sieg) enden. Dass die RB 95 mit Dieseltriebwagen fährt, ist ja auch sinnlos, ich würde sie aber gleich bis Siegburg verlängern und dafür die S-Bahn bis Hennef oder Eitorf zurückziehen. So hat man wichtige Anschlüsse an den Fernverkehr!
Die RB 91 ist auch schon sehr lang. Wie wäre es mit einer neuen RB Kreuztal-Siegen-Betzdorf von montags bis freitags im Stundentakt. Die könnte man auch gut mit Elektrotriebwagen fahren.
Die RB95 könnte man auch nach Gießen durchbinden oder die RB40 nach siegen verlängern
Okay, die Linienwege kommen in die Beschreibung. Danke für den Hinweis.
Eine Durchbindung der RB95 sehe ich kritisch, da diese schon sehr lang ist und auch nicht zu den pünktlichsten Linien gehört. Bei der RB91 sehe ich das jedoch als weniger problematisch an, da diese eine sehr pünktliche Linie ist und in Siegen Minuten Wendezeit hat, die man problemlos für die Verlängerung nutzen kann. Alternativ kann man eine elektrische RB Betzdorf-Hilchenbach einführen, die nach Elektrifizierung Kreuztal-Hilchenbach die RB93 auf einen Halbstundentakt verdichtet.
Wenn dein Konzept eingeführt wird, würde ich statt der RB95 deine RB fahren lassen und die RB95 zwischen Dillenburg und Betzdorf pendeln lassen. Die RB91 bleibt unberührt.
Due Idee gefällt mir ganz gut.
Am Rande: Ist das beabsichtigt, dass du den Halt in Niederschelden nicht eingezeichnet hast?