10 Kommentare zu “Neuer RE 5 Halle (Salle) – Leipzig – Dresden – Bad Schandau – Decin – Usti nad Labem

  1. Diesen Vorschlag sehe ich ganz klar als Fernverkehrsaufgabe und nicht als „Schummel-IC“ für Deutschlandticket-Inhaber.

    Weiterhin ist eine Wende eines Regionalzugs in Leipzig Hbf kritisch zu sehen (verspätungsanfällig). Zwischen Leipzig und Dresden gibt es zudem bereits mit dem IC/ICE eine schnelle Verbindung. Diese wird momentan ausgebaut, sodass in Zukunft eine Fahrt unter einer Stunde zwischen den beiden Großstädten möglich ist. Ich stimme dir beim „Bummel-RE 50“ zu, dass die Fahrt mit 1:43 h recht lang für 120 km Strecke ist. Das Problem wird sich jedoch erst lösen lassen, wenn die S-Bahn Dresden eine S5 über Cossebaude nach Riesa einrichtet und der RE 50 dann zwischen Riesa und Dresden beschleunigt werden kann. Dieses sinnvolle Projekt liegt aufgrund von Budget-Problemen jedoch bis 2042 auf Eis, wie man den Medien entnehmen kann. Wer soll dann das Geld in die Hand nehmen für deine vorgeschlagene Verbindung mit scheinbar überregionalem und grenzüberschreitenden Nutzen? Das ist nicht die Aufgabe von Nahverkehr und muss somit eigenwirtschaftlich durch den FV erbracht werden.

    1. Von mir aus könnte diese Verbindung auch als Verlängerung der IC-Linie Stuttgart – Köln – Hannover – Dresden, dann aber bis Prag umgesetzt werden.

      Allerdings könnten sich die angesprochenen Finanzierungsprobleme natürlich auch durch eine zukünftige Landesregierung beziehungsweise andere Finanzierungen lösen. Ich glaube grundsätzlich schon, dass die Städte Leipzig und Dresden bedeutend genug sind für eine zweite Regionalverkehrsverbindung pro Stunde, insbesondere um günstiges Pendeln mit dem D-Ticket zu ermöglichen, deshalb sehe ich durchaus Potenzial für diese Verbindung. Insbesondere in fernerer Zukunft wird der Tunnel durch die sächsische Schweiz gebaut und dann fällt in Bad Schandau der Fernverkehr weg, dieser könnte dann unter anderem durch diesen Regionalexpress kompensiert werden.

      1. Wer von Leipzig nach Dresden fährt, nimmt normalerweise auch den Fernverkehr. Der RE50 wurde für Bahnhöfe wie Wurzen, Oschatz und co ersonnen. Wer die Linie für Langstrecken „missbraucht“, obwohl es parallel verlaufenden Fernverkehr gibt, hat halt Pech, wenn es so langsam und voll ist. Doof ist es wenn überhaupt für die Zwischenhalte, da deren Fahrgäste weniger Kapazität im Zug vorfinden. Dieses Problem muss man lösen, aber das tut man nicht in dem man noch mehr Deutschland-Ticket-Langstreckenverkehr erzeugt. Das würde erstens für besagte Zwischenhalte so gut wie keine Verbesserung bewirken und zweitens die Einnahmen des Fernverkehrs verringern. 

        1. Naja, also für die Zwischenhalte in Wurzen, Oschatz und Coswig ergeben sich im Vergleich zum Fernverkehr durchaus Verbesserungen. Und zudem halte ich es für sehr wichtig kostengünstige (also Regionalverkehr) Pendelmöglichkeiten zu schaffen.

          1. Auf dem Papier ja – aber was bringt es in der Praxis, wenn ganz Sachsen-Anhalt + dessen nördliches und westliches Hinterland den Zug nutzen, um einen D-Ticket-Abstecher nach CZ und Elbsandsteingebirge zu machen? Dann können die Coswiger, Wurzener und Oschatzer sich auf Stehplätze einstellen, wenn überhaupt. Wenigstens können sie es sich dann gleich sparen, Geld für eine erste Klasse auszugeben, wenn du verstehst was ich meine.
            Es braucht keine kostengünstige Bahn-Pendelmöglichkeiten, sondern qualitativ hochwertige. Reisezeit und Komfort sind (aktuell zumindest) ein Nachteil von Bahn und ÖPNV – der Preis ist es nicht. Zumal man Pendler-Fahrkarten eh von der Steuer absetzen kann, oder?

          2. Du schreibst ja selbst pendeln, nicht Fernreisen. Wahrscheinlich pendelt man von Bad Schandau nach Dresden zur Arbeit, darüber hinaus wird es eher eine Fernreise oder Tagesausflug sein. Von Bad Schandau fährt halbstündlich die S1 nach Dresden, woher soll bei 3.500 Einwohnern das Potential für einen zusätzlichen Expresszug kommen? Umstiege bei längeren Reisen im günstigen Regionalverkehr sind doch zumutbar, wenn es über reine Pendeln hinaus geht. Für alles andere gibt es den Fernverkehr.

        2. Wer von Leipzig nach Dresden fährt, nimmt normalerweise auch den Fernverkehr. Der RE50 wurde für Bahnhöfe wie Wurzen, Oschatz und co ersonnen.

          Das ist vollkommen falsch. Wer von Dresden nach Leipzig oder umgekehrt fahren möchte, nutzt in der Regel immer den RE50. Die Zahl der Fahrgäste die für diese kurze Strecke eine Fernverkehrskarte kaufen, ist verschwindend gering.

          Der Fernverkehr Dresden – Leipzig ist nicht für solche Kurzstrecken gedacht, sondern in erster Linie für längere Verbindungen wie Dresden – Frankfurt oder Leipzig – Prag.

          Genauso wenig ist der RE50 für die Zwischenhalte gedacht gewesen, Der Zug wurde von Anfang an als Regionalverbindung Dresden – Leipzig eingerichtet und vermarktet. Würde es um die Zwischenhalte gehen, hätte man den Zug einfach in Riesa gebrochen und damit diese Verbindungen ausreichend sichergestellt.

          Zumal bereits Zwischenhalte des RE50 gestrichen wurden und un Zukunft weitere entfallen sollen, eben um die Verbindung Dresden – Leipzig zu beschleunigen. Bornitz und Dornreichenbach wurden sogar ersatzlos gestrichen, sodass dort heute überhaupt kein Zug mehr hält. Die Halte in Glaubitz, Nünchritz und Niederau sollen ebenfalls entfallen, sobald die S-Bahn Dresden nach Riesa fährt.

          Wer die Linie für Langstrecken „missbraucht“, obwohl es parallel verlaufenden Fernverkehr gibt, hat halt Pech, wenn es so langsam und voll ist.

          Nur dass Dresden – Leipzig keine Langstrecke ist, sondern eine regionale Pendlerstrecke. Genauso wenig ist der Ausflugsverkehr Leipzig/Nordsachsen – Sächsische Schweiz eine Strecke des Fernverkehrs. Gerade Ausflügler sind neben dem Pendlern die Hauptnachfragegruppe des Regionalverkehrs. Für einen kurzen Wochenendausflug lohnt sich die Benutzung des Fernverkehrs überhaupt nicht.

          Doof ist es wenn überhaupt für die Zwischenhalte, da deren Fahrgäste weniger Kapazität im Zug vorfinden.

          Natürlich findet man dort weniger freie Plätze, weil die Hauptnachfrage eben zwischen Dresden und Leipzig stattfindet, die Zwischenhalte sind da vollkommen nachrangig. Selbst Riesa, das mit Abstand die größte Stadt an der Strecke ist, hat keine 30000 Einwohner. Woher soll da die Nachfrage überhaupt kommen?

          Das würde erstens für besagte Zwischenhalte so gut wie keine Verbesserung bewirken und zweitens die Einnahmen des Fernverkehrs verringern.

          Die Verdoppelung des bestehenden Angebots und gleichzeitige Einführung einer stark beschleunigten Anbindung als so gut wie keine Verbesserung zu bezeichnen, ist geradezu absurd. Zumal es wie gesagt überhaupt nicht um die Zwischenhalte geht, sondern vor allem um die nachfragestarke Verbindung Dresden – Leipzig. Eine derartige Konkurrenz zum Fernverkehr entsteht da überhaupt nicht, weil der für solche Strecken nicht gedacht ist und in der Regel auch nicht so genutzt wird.

        3. Wer von Leipzig nach Dresden fährt nimmt nicht meistens den Fernverkehr. Der RE 50 hat eine durchschnittliche RE-Länge und verbindet die beiden größten Städte in Sachsen. Das ist auch die Hauptaufgabe dieser Linie, nicht die Anbindung von Wurzen oder Oschatz. Die Fahrzeit wird heute stark kritisiert, da die Linie für einen RE unterdurchschnittlich langsam ist. Deshalb wäre eine Beschleunigung durch das Auslassen von Kühren und Dahlen (Verlängerung S3) sowie aller Halte zwischen Riesa und Coswig (Neuer RB/S-Bahn DD – Riesa) durchaus realistisch und wünschenswert. Auch eine Verlängerung nach Halle ist durchaus interessant, da dies die häufig überfüllte S5/S5X entlasten könnte und Halle, als wichtigsten Verkehrsknoten Sachsen-Anhalts mit der Sächsischen Landeshauptstadt verbinden könnte. Auch das wäre noch eine normale RE-Länge, dutzende Regionallinien in ganz Deutschland sind weitaus länger. Ob die Verlängerung nach Tschechien sein muss ist natürlich fraglich, aber: wieso eigentlich nicht? Heute fehlt es sowieso an einer schnellen Direktverbindung zwischen Dresden und Tschechien, wieso sollte man nicht einfach den RE 50 verlängern? Wem würde diese Direktverbindung schaden? Sie würde sogar den Dresdener Hbf entlasten, da weniger Personen umsteigen würden. Das gleiche gilt für den Hbf. in Leipzig. Auch wenn der RE 50 nach beiden Verlängerungen doch ziemlich lang wäre, haben sich solche langen RE´s durchaus bewährt, siehe RE 3 DD – Chemnitz – Zwickau – Hof oder RE 10 Leipzig – Falkenberg – Cottbus – Frankfurt/Oder, der auch noch ziemlich neu ist.

  2. Beschleunigung des RE50 – wichtig und richtig, keine Frage, Verlängerung nach Halle auch sinnvoll, Regionalexpress durchs Elbtal in Richtung Sächsische Schweiz und Tschechien – sowieso schon lange überfällig.

    Was ich allerdings nicht sehe, ist die Notwendigkeit eines ganzjährig durchgebundenen Regionalzugs Leipzig – Sächsische Schweiz.

    Die Verbindung ist an einigen Feiertagen und Sommerwochenenden durchaus sinnvoll und angebracht, der RE50 wird ja auch heute schon mit einer Fahrt nach Schöna durchgebunden.

    Außerhalb der Hauptsaison, sowie in der normalen Arbeitswoche braucht es das aber nicht, somit würde ich empfehlen es bei einzelnen Durchbindungen zu belassen.

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