Beschreibung des Vorschlags
Kurzfassung:
Ich habe eine Vorschlag für eine neue Linie Rheda — St. Vit — Wadersloh und macht aus mehreren Gründen Sinn: sie verbindet einen wichtigen Knotenpunkt am Rheda Bhf. mit dörfern, sie ersetzt/ergänzt unzuverlässige Bedarfsverkehre (AST, DorfAuto, Teilverkehre wie 78.1) durch eine regelmäßige, planbare Verbindung und stärkt Pendel-, Schul- und Nahversorgungsverkehre zwischen den Orten.
Aktuelle Lage:
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Rheda-Wiedenbrück ist ein regionaler Knotenpunkt mit Verbindungen nach Bielefeld, Münster, Hamm etc. — guter Umsteigepunkt für Bus → Schiene.
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In der betroffenen Achse gibt es bereits die Linien 78 / 78.1; 78 fährt regelmäßig (stündlich tagsüber), 78.1 ist ein ergänzender Bedarfs-/Schul-/Spezialverkehr mit deutlich weniger Fahrten.
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Zusätzlich wird in der Region ein AnrufSammelTaxi (AST) eingesetzt — das ist ein Rufverkehr mit eingeschränkter Planbarkeit/Verfügbarkeit (häufig nur nach Voranmeldung und zu bestimmten Zeiten).
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In St. Vit gibt es außerdem das lokale DorfAuto / Dorfaktiv e.V. als ehrenamtliches / Vereinsangebot — gut für einzelne Fahrten, aber keine Vollversorgung durch festen Linienverkehr.
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Wadersloh ist derzeit über Regionalbuslinien (z. B. R72/R73) angebunden — ein Lückenschluss Richtung Rheda/St. Vit würde die Netz-Integration verbessern.
Warum die neue Linie sinnvoll ist — konkrete Gründe
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Verlässliche Taktung statt Ruf-/Sonderverkehr
AST und Vereinsangebote sind wichtig, decken aber nicht kontinuierlich Pendler-, Schul- und Einkaufsbedarfe ab. Eine regelmäßig verkehrende Linie schafft Planbarkeit (für Berufspendler, Schüler, Termine) und reduziert die Abhängigkeit vom Pkw. (Beleg: bestehende AST-/Dorfangebote sind bedarfsorientiert bzw. vereinsgetragen). -
Bessere Umsteigebeziehungen am Bahnhof Rheda
Ein direkter, gut getakteter Anschluss an Rheda Bhf. erhöht ÖPNV-Attraktivität (Zuganschlüsse zu Regionalexpress/Regionalbahn). Pendler aus St. Vit/Batenhorst/Wadersloh bekommen so bessere Verbindungen zu Arbeitsplätzen in der Region. -
Netzverdichtung und Lückenschluss
Die vorgeschlagene Route verbindet vorhandene Linienachsen (Wiedenbrück, Wadersloh) und vermeidet doppelte Bedarfsverkehre. Durch engere Verknüpfung mit Linien wie 70/78/79 bzw. R72/R73 entsteht ein geschlossenes Angebot, das Umstiege wirtschaftlicher macht. -
Soziale Teilhabe / demografische Argumente
Ortskerne wie St. Vit haben eine höhere Nachfrage nach Mobilität für Ältere, Jugendliche ohne Führerschein und Menschen ohne Auto. Eine Linienanbindung erhöht Teilhabe (Arzt, Einkaufen, Schule, Ehrenamt). AST/DorfAuto sind keine ausreichende Vollversorgung, sie sind ergänzend. -
Nachhaltigkeit & lokale Wirtschaft
Regelmäßige Busverkehre reduzieren Kurzstrecken-Autofahrten, entlasten Parkraum in den Zentren und unterstützen lokale Geschäfte (bessere Erreichbarkeit von Wadersloh, Wiedenbrück, Rheda). Außerdem lässt sich der ÖPNV-Anteil mit einem attraktiven Linienangebot steigern.
praktische Punkte / Optimierungen
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Rheda-Wiedenbrück: Linie an Zugankünfte/-abfahrten koppeln (morgendliche Pendlerzüge, Nachmittags-/Abendverkehre).
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St. Vit: dringend regelmäßige Halte an zentralen Punkten (Dorfmitte, Franz-Geshe-Str.) — dort besteht aktuell nur AST / 78.1, also hoher Zugewinn an Angebotsqualität für die Bevölkerung.
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Wadersloh: Anschluss an R72/R73 sicherstellen (z. B. an Haltestelle Kirche), damit regionale Ziele (Lippstadt, Beckum) erreichbar sind.
Vorschlag zur Betriebsstruktur:
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Takt: morgens/abends Verdichtung (alle 30–60 Min.), tagsüber grundsätzlicher Stundentakt (je nach Nachfrage). Damit ersetzt/ergänzt die Linie die sporadischen Fahrten der 78.1/AST und bietet Verlässlichkeit. (Genauer Takt ist auf Nachfrage-/Kostenmodell und Fahrgastprognose anzupassen.)
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Fahrzeuge: Niederflurbusse, Platz für Fahrräder, bei geringer Nachfrage optional kleinere Fahrzeuge in Randzeiten.
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Koordination: Fahrplanabstimmung mit Linie 78/79/70 und R72/R73, Ticketintegration über Westfalentarif/Regionalverbund.
Risiken / Gegenargumente
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Betriebskosten vs. Nachfrage: Neue Linien brauchen Subventionen; ohne echte Nachfrageprognose besteht die Gefahr von Verlusten. Deshalb zuerst Pilotbetrieb/Feintakt in Randzeiten prüfen.
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Parallelverkehr zu bestehenden Linien: Kollision mit vorhandenen Taktangeboten vermeiden — Fahrplankoordination ist Pflicht.
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AST / DorfAuto nicht vollständig ersetzen: Vereinsangebote/AST sind flexibel und lokal wichtig — sie sollten gezielt als Ergänzung (Feinerschließung, Rufverkehre nachts) weiterbestehen, nicht abrupt abgeschaltet werden.
Fazit:
Die Linie Rheda – St. Vit – Wadersloh ist sinnvoll sie erhöht Planbarkeit und Nutzbarkeit des ÖPNV für St. Vit und die angrenzenden Orte, verknüpft den Bahnhof Rheda mit Dörfer, reduziert Abhängigkeit vom Auto und schließt Lücken, die AST/78.1/DorfAuto nur bedingt füllen. Damit sie wirtschaftlich tragbar wird, braucht es: abgestimmten Takt mit bestehenden Linien, eine kurze Fahrgast-Prognose (Pilotphase) und Abstimmung mit Kommune/Verkehrsunternehmen
