3 Kommentare zu “Neubaustrecke/Reaktivierung Agrinio – Messelongi – Pio (- Patras)

  1. Eine bessere Bahnanbindung von Griechenland ist definitiv erstrebenswert. Es muss aber klar sein, welches Ziel hier verfolgt werden soll. Wenn es ausschließlich um eine lokale Verbindung geht, ist deine Trasse – abgesehen von ein paar technischen Unzulänglichkeiten – plausibel gewählt. Wird aber das Ziel verfolgt, die Strecke langfristig nach Nordwestgriechenland (Ioannina) oder auch Albanien zu verlängern, verbaut sie Möglichkeiten.

    Aber im Einzelnen:

    1. Der letzte Abschnitt der Strecke Athen – Patras ist meiner Kenntnis nach weiterhin nicht in Bau.

    2. Du zeichnest zum Teil viel zu enge Kurven ein, bspw. bei der südlichen Tunneleinfahrt und nordöstlich von Kokori. Mehr als 20 km/h sind da nicht möglich.

    3. Ich halte es nicht für die richtige Strategie, so streng an der historischen Trasse festzuhalten, da damit keine sinnvollen Fahrzeiten möglich sind, was gerade für eine überregionale Verbindung nach Athen oder eine spätere Verlängerung nach Norden erforderlich wäre. Ich würde eine Trassierungsgeschwindigkeit von mindestens 160 km/h empfehlen. Zum Vergleich, mit dem Auto dauert die Strecke deines Vorschlags etwa 52 Minuten, da nutzt niemand einen Zug, der 150 Minuten braucht.

    4. Gibt es zusätzlich zum Personenverkehr ein relevantes Aufkommen im Güterverkehr? Oder soll die Strecke nur den Personenzügen dienen, dann sehe ich da echt Probleme mit der Wirtschaftlichkeit.

    1. 1. Der letzte Abschnitt der Strecke Athen – Patras ist meiner Kenntnis nach weiterhin nicht in Bau.

      Das habe ich nochmal recherchiert, da hast du glaube ich Recht. Allerdings wäre ich zuversichtlich, dass bis zum Baubeginn der von mir vorgeschlagenen Neubaustrecke die Strecke soweit fertiggestellt wäre, dass ein Anschluss möglich ist.

      Quelle: LOK Report – Griechenland: Streckenbauvorhaben

      2. Du zeichnest zum Teil viel zu enge Kurven ein, bspw. bei der südlichen Tunneleinfahrt und nordöstlich von Kokori. Mehr als 20 km/h sind da nicht möglich.

      Da hast du ebenfalls Recht, ich werde die entsprechenden Kurven anpassen.

      3. Ich halte es nicht für die richtige Strategie, so streng an der historischen Trasse festzuhalten, da damit keine sinnvollen Fahrzeiten möglich sind, was gerade für eine überregionale Verbindung nach Athen oder eine spätere Verlängerung nach Norden erforderlich wäre. Ich würde eine Trassierungsgeschwindigkeit von mindestens 160 km/h empfehlen. Zum Vergleich, mit dem Auto dauert die Strecke deines Vorschlags etwa 52 Minuten, da nutzt niemand einen Zug, der 150 Minuten braucht.

      Ich habe mich bei meiner Trasse aufgrund der ansonsten deutlich höheren Kosten an der Bestandstrasse gehalten.

      Deiner These vom Beginn stimme ich allerdings zu, dass wenn man einer Verlängerung nach Ioannina und danach nach Albanien vorsieht eine grundsätzlich andere Trassierung nötig ist.

      4. Gibt es zusätzlich zum Personenverkehr ein relevantes Aufkommen im Güterverkehr? Oder soll die Strecke nur den Personenzügen dienen, dann sehe ich da echt Probleme mit der Wirtschaftlichkeit.

      Meines Wissens nach gibt es kein relevante Güterverkehrsaufkommen, die dazugehörigen Kunden wären wahrscheinlich aufgrund der zu langen Stilllegungszeit mittlerweile gar nicht mehr angeschlossen.

      Ich würde hoffen, dass die Strecke aufgrund des touristischen Ausflugsverkehrs sich wirtschaftlich trägt.

      Vielen Dank für das Feedback!

      1. Da hast du ebenfalls Recht, ich werde die entsprechenden Kurven anpassen.

        Nordöstlich von Kokori würde ich einen südlicheren Verlauf in einem gleichmäßigen Bogen durch den Tunnel empfehlen, hat auch keinen längeren Tunnel zur Folge und sogar eine kürzere Strecke.

        Ich habe mich bei meiner Trasse aufgrund der ansonsten deutlich höheren Kosten an der Bestandstrasse gehalten.

        Ja aber das bringt halt nichts, wenn der Nutzen der Strecke dann nahe null ist wegen der Fahrzeit jenseits von Gut und Böse.

        Hab gerade mal ein bisschen zu Busverbindungen in der Ecke recherchiert, Agrinio – Patras alle 4 Stunden in 55 Minuten, Agrinio – Athen alle 3 Stunden direkt, nach dem, was ich auf die Schnelle gefunden habe. Das Potential scheint also eher gering zu sein, die Anforderungen an die Fahrzeit sind hingegen hoch, um einen Mehrwert zu bieten.

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