Beschreibung des Vorschlags
Auch zwischen Salzburg und Passau besteht eine große Fernverkehrslücke – wer (nicht mit der Bimmelbahn) zwischen den beiden Städten reisen will, muss in Linz umsteigen. Daher schlage ich eine zumindest RE-taugliche Neubaustrecke für das westliche Innviertel vor. Diese soll einmal in Trimmelkam (sofern in Bürmoos eine Kurve gebaut wird) und einmal in Mattighofen von den bestehenden Bahnen abzweigen. Es könnte dann z.B. eine S-Bahn von Salzburg nach Passau (mit Verlassen der Strecke und Fahrtrichtungswechsel in Braunau) fahren. Auch ein IC oder RE von München nach Passau, der zwischen Braunau und Schärding kurzzeitig auf österreichisches Gebiet wechselt, wäre denkbar.

Die Strecke Salzburg-Ostermiething ist erstens nur sehr langsam befahrbar, wird zweitens als Inselbetrieb mit Gleichstrom betrieben und mündet drittens nicht in den eigentlich Salzburger Hauptbahnhof, sondern in einen separaten Tiefbahnsteig, von wo aus es groben (aber offiziellen) Ideen in Zukunft irgendwann in einen Innenstadt-Tunnel weiter gehen soll.
Generell bin ich gegen Lückenschlüsse nicht abgeneigt. Allerdings ist das mit Trimmelkram hier eine Nummer zu viel NBS. Die Relation Salzburg-Linz könnte man auch mit einer Verbindung über Vöcklabruck-Ried abdecken (ist ja auch eine innerösterreichische Relation). Hier hätte man dann auch noch Fahrgastwechsel aus dem Salzkammergut in Richtung Passau und elektrifiziert werden soll in den Innvierteln sowieso nahezu alles. Außerdem kommt dort ja auch die NBS, mit der Salzburg-Linz beschleunigt wird.
Eine Umgehung von Braunau sehe ich auch kritisch, da damit die am dichtesten besiedelte Gegend umgangen wird. Für Simbach-/Braunau-Passau halte ich eine Variante über Pocking für sinnvoller. Auch hierüber könnte eine Verbindung zwischen Salzburg und Passau verlaufen.
Insgesamt kann ich damit leider nicht viel anfangen, tut mir leid. Zumal der Streckenverlauf jetzt auch nicht gerade ernsthafte Verkürzungen für Salzburg-Passau mit sich bringt.