Beschreibung des Vorschlags
Da Großteile des Fernverkehrs rechtsrheinisch verlaufen, der HBF sich aber links befindet, müssen fast alle Züge entweder im HBF zeitraubend Kopf machen (was die Brücke also doppelt belastet) oder den Bahnhof gleich über Deutz (tief) umfahren. Ich möchte das Problem mit einer neuen Rheinbrücke nördlich von Köln entschärfen, sodass Fernzüge in Nord-Süd-Richtung den HBF ohne Richtungswechsel bedienen können und linksrheinische Züge schneller nach Norden kommen.
Verlauf
Die Neubaustrecke (nach SFS-Standards gebaut) zweigt bei Leverkusen-Rheindorf ab. Nach der Querung der Wupper nimmt sie eine leichte Kurve und gelangt zur neuen Rheinbrücke, die direkt neben der bestehenden Autobahnbrücke entsteht. Nach der Brücke gibt es zwei Varianten. Ich persönlich bevorzuge die Westvariante. Was denkt ihr?
Westvariante
Variante mit weniger Kurven und weniger Brücken. Dafür aber mit längerem Tunnel (1,20 km)
Ostvariante
Nordabschnitt ist gerade und einfach baubar, der Südabschnitt ist aufwendig, mit vielen Kurven und einer langen Brücke.
Fahrplan
1. Fernverkehr
Für die Verbindung Düsseldorf-Köln -Frankfurt gibt es durch die Gleise 11 und 12 in Deutz eine Möglichkeit recht schnell durch den Bahnknoten Köln zu mommen. Ganz ohne „Kopf machen“. Diese Verbindung soll aufrecht erhalten werden. Es werden aber nachwievor noch Züge über den Hauptbahnhof angeboten.
Züge, die über die linke Rheinstrecke von Koblenz nach Köln verkehren, gibt es nur zwei pro Stunde und Richtung. Da die Züge in eh recht lang brauchen und mit denen der SFS Frankfurt – Köln nicht mithalten können, ist mir nun folgender Gedanke gekommen: Mit den Bahnhöfen Köln-Süd und Köln-West könnten die Züge an zwei Bahnhöfen halten, die zentral gelegen und Umsteigeknoten zur Stadtbahn sind. Warum sollte man dann noch den Umweg über den Hbf und Deutz noch in Kauf nehemen. Durch einen neuen Bahnhof am Herkulesberg/Hansaring besteht folgende Möglichkeit: Die Züge fahren (wie die rechtsrheinischen über Deutz tief) am Hbf vorbei.
Zuletz noch zu den Fernverkehrszügen aus Aachen. Diese haben zwei Möglichkeiten. Entweder sie verkehren über den Hansaringbahnhof wie die aus Bonn ohne Halt am Hbf nach Düsseldorf oder sie nehmen den Umweg über den Hbf und Deutz in Kauf.
2. Regionalverkehr
Es ist möglicheine der beiden Linien RRX 4 oder RRX6 auf die NBS zu verlegen. Die jeweils andere bedient den alten Streckenabschnitt. Da beide sonst paralell laufen bleiben die bestehenden Anbindungen bestehen.
Ähnliche Vorschläge
SFS mit nördlicher Rheinquerung. Diese ist jedoch an anderer Stelle.
Nicht gut eingezeichnet, trotzdem aber ähnlich zu meinem Vorschlag. Mit Ast nach Leverkusen Opladen
Fazit
- Zwischen Deutz und Langenfeld wird die Bestandstrecke damit entlastet
- Zeitgewinn auf der Achse Düsseldorf-Frankfurt durch Wegfall des Wendens und schnellere + kürzere Strecke. Im Vergleich zu Deuz (tief) aber nur sehr geringer Zeitgewinn
- Deutlicher Zeitgewinn für Züge der linken Rheinstrecke von Bonn nach Düsseldorf
- Entlastung des Hauptbahnhofs durch Entfall des Wendens (Erzeugt doppelte Durchfahrt) und neue Führung für linksrheinische Linien

Was ist mit weiteren ähnlichen Vorschlägen wie meinen beiden? (Nördliche Güterzugumgehung, nördliche Rheinquerung mit Anbindung Merkenich-Niehl-Longerich) Außerdem darf man auch darauf eingehen wieso man denkt, dass der eigene Vorschlag den anderen überlegen ist, bzw. überhaupt die Unterschiede nennen.
Kurz nach Überqueren der Klüttenbahn durchquerst du eine Baustelle wo, Überraschung, gerade Gebäude entstehen. Dort kannst du nicht ebenerdig trassieren. Warum nutzt du hier nicht einfach die Klüttenbahn (bzw. die freie Wiese zwischen Klüttenbahn und Hauptwerkstatt Weidenpesch), dadurch sparst du dir alles was es an Tunnel sonst braucht?
Warum eine Rheinbrücke direkt an der Autobahnbrücke, und nicht abseits wie es bspw, meine beiden Vorschläge tun? Dadurch würden sich weitere Trassierungsmöglichkeiten im weiteren Verlauf öffnen.
Wie du dir den neuen Bahnhof (statt wie bisher Haltepunkt/Bahnhofsteil) Hansaring vorstellst musst du ein wenig genauer einzeichnen. Hier solltest du insbesondere bedenken, dass in Zukunft die S-Bahn kreuzungsfrei auf die linke Rheinstrecke ausfahren soll und der Haltepunkt Hansaring wahrscheinlich zweistöckig ausgebaut wird.
Wie du Fernverkehrshalte, die ja durchaus länger als bei Regionalzügen dauern, an den Bahnhöfen Süd und West durchführen möchtest ohne diese Bahnhöfe weiter auszubauen musst du erklären. Und auch nur der Bahnhof West hat überhaupt 400m lange Bahnsteige bzw. genug Platz um diese herzustellen. Ein RRX der an Hauptbahnhof, Messe/Deutz, Mülheim und Leverkusen vorbei fährt ist ebenfalls nicht zu halten, um hier Entlastung herzustellen sollte man lieber die Strecke sechsgleisig ausbauen, und am besten langfristig den RRX wie eine S-Bahn mit komplett eigenen Gleisen sowie kreuzungsfreien Ein-/Ausfädelungen im Kernbereich Köln-Dortmund ausbauen. Die Bahnhöfe Süd, West und Hansaring sind zu dritt immer noch schlechter an Köln angebunden als Hbf. und Messe/Deutz zusammen.
Kommt hier noch was?