Beschreibung des Vorschlags
Mir ist aufgefallen dass bisher noch kein Vorschlag zur Reaktivierung der Bahnstrecke Zündorf – Troisdorf existiert. Möglicherweise soll der Abschnitt Langel – Bergheim/S als Stadtbahnlinie 17 (Köln-Niehl – Köln Hbf – Nord-Süd-Tunnel – Köln-Sürth – Langel – Niederkassel – Bergheim/S – Bonn-Beuel – Bonn Hbf) reaktiviert werden, der Rest bis Troisdorf jedoch nicht. Dabei würden die Stadtteile/Gemeinden Oberlar, Rotter See, Sieglar, Eschmar und Bergheim/S erschlossen, welche alle gemeinsam auf fast 30.000 Einwohner kämen.
Eine S-Bahn könnte diese Gebiete erschließen. Nach Köln nähme man die S-Bahn, nach Bonn könnte man in Bergheim/S umsteigen.
Infrastruktur
Nach Spich wird eine eingleisige Verbindungskurve eingerichtet, welche bestehende Bahngleise unterquert. Die Kurve nach Bonn bleibt bestehen. Für das Gewerbegebiet und Oberlar entsteht ein Bahnsteig für „Oberlar-Nord“.
Desweiteren muss der Bahnhof Bergheim/Sieg neu gebaut werden. Hier kann wie eingezeichnet ein Verknüpfungsbahnsteig zur Stadtbahn entstehen. Ansonsten müssen die Gleise, Bahnübergänge sowie Bahnsteige neu gebaut bzw. saniert werden.
Für flüssigen Betrieb baue ich die Stationen Rotter See und Bergheim-Mitte doppelgleisig. Bei Eschmar kann optional auch ein kurzer doppelgleisiger Abschnitt entstehen.
Fahrwege
Ich rechne nach Köln von Bergheim-Mitte aus, da dies die am weitesten entfernte Station ist. Die Station Bergheim (Sieg) dient hauptsächlich zur Verknüpfung mit der Linie 17. Nach Bonn rechne ich aus demselben Grund von Sieglar aus.
Auto
Von Bergheim-Mitte ist die schnellste Route für das Auto via Niederkassel in die Kölner City ca. 27 Kilometer lang, da bei Sürth keine Rheinquerung existiert, welche den Fahrweg verkürzen würde. Mit Abstand wäre man auch durch Einflüsse von Stau, Ampeln etc. mit dem Auto am langsamsten. Von Sieglar nach Bonn sind die Routen mit Schiene ähnlich lang, sodass S+Stadt-Bahn eine konkurrenzfähige Verbindung nach Bonn darstellen.
Stadtbahn/S-Bahn
Von Bergheim-Mitte nach Köln kommt man mit Umstieg in Bergheim sowie mit der S-Bahn via Porz ungefähr gleich schnell in die Kölner City. Nach Sieglar hin, ist die S-Bahn natürlich deutlich schneller. Mit dem Auto wäre man also nicht wesentlich schneller in Köln und Bonn als wenn man durch die neuen Verbindungen auf Schiene umsteigt.
Betrieb
Zur Bedienung soll eine neue Linie Köln – Bergheim/S eingeführt werden, welche im Kölner Grundtakt verkehrt. Ich denke dass auf dieser Relation Solowagen ausreichen werden. Hier sollte der direkte Weg über Porz genommen werden, denn eine Führung über Flughafen erachte ich als nicht notwendig. Zur HVZ sollen in Richtung Horrem zusätzliche Züge nach Köln-Süd fahren. Frühs Richtung Spich, Nachmittags Richtung Bergheim können optional Verstärkerzüge fahren, welche das Angebot verdichten.
Linie S14
Bergheim (Sieg)¹ – Sieglar – Spich – Porz² – Deutz/Messe – Köln Hbf³ – Hansaring – Ehrenfeld³
– Mo-Sa ¹-⁴ T20, So ¹-³ T30, ³-⁴ //
– Mo-Fr 7-8 ¹-² T10, 16-17 ²-¹ T10

Was daran liegt dass du nicht genau genug gesucht hast. Für beide Teile, also der offiziell geplanten 17 Wesseling-Zündorf-Bonn und dieser Strecke, gab es bereits Vorschläge, beides wahrscheinlich als Hochflurstadtbahn.
Dass dieser Teil der Strecke nicht offiziell geplant wird liegt meines Wissens nach daran, dass die anliegenden Gemeinden die Reaktivierung ablehnen.
Solowagen auf der Kölner Stammstrecke hört sich nicht nach einer guten Idee an. Man muss ja immer bedenken, dass die Züge innerhalb Kölns auf eine deutlich höhere Fahrgastnachfrage treffen.
Tut mir leid, das war einfach nur ein fahrlässiger Denkfehler.
Ich trage noch die Begründung nach, warum ich eine S-Bahn für besser als eine Stadtbahn halte.
Ich finde für eine S-Bahn ist die Haltestellendichte zu hoch – vergleich das mal mit den anderen „S-Bahn Strecken“ rund um Köln. Außerdem (wie schon Jan_Lukas sagte) ist halt da eine Schere zwischen der Fahrgastnachfrage in Köln und der auf der Strecke Zündorf-Troisdorf. Ich könne mir das eher als Stadtbahn vorstellen die dann in Troisdorf endet. Man könnte ja am Bahnhof Beul eine Verbindungsspange zum Stadtbahnnetz schaffen