Beschreibung des Vorschlags
Im Süden Hechtheims befindet sich der Wirtschaftspark Mainz-Süd, wo sich auch die Messe Mainz befindet. Ich denke mal, er führte extra zum Bau der AS 22a Mainz-Hechtsheim-West der A60, welche den Wirtschaftspark direkt an die Autobahn anschließt; die Nummer 22a weist auf eine nachträgliche Errichtung hin. Ergo ist der Wirtschaftspark ein großes Verkehrszielgebiet und bedarf auch einer besseren ÖPNV-Erschließung.
In Hechtsheim endet die Straßenbahn am Bürgerhaus. Ich möchte vorschlagen, sie zum Wirtschaftspark zu verlängern. Sicherlich kann die Neubaustrecke auch am Mühldreieck abzweigen, aber die Erschließungswirkung und Länge beider Neubaustrecken (Mühldreieck – Bürgerhaus; Abzw. Mühldreieck – Wirtschaftspark) sind gleich groß, dafür muss aber keine Extra-Linie eingeführt werden, falls weiterhin beide Linien 50 und 53 das Bürgerhaus erreichen sollen, bzw. alternativ Nachtverkehr auf der Linie 53 eingerichtet werden, da diese dann die Strecke Abzw. Mühldreieck – Messe übernimmt, im Nachtverkehr aber bereits an der Hochschule endet. Das einzige Argument, was für einen Abzweig am Mühldreieck spräche, wäre ein zu zeitraubender Umweg über das Bürgerhaus, jedoch schätze ich diesen bloß ein bis zwei Minuten langsamer ein. Ich habe beide Varianten eingezeichnet, bevorzuge aber aus den genannten Gründen die Verlängerung ab Bürgerhaus; die Variante Abzw. Mühldreieck ist daher auch grau eingezeichnet.
Zunächst einmal schlage ich eine Verlegung der (H) „Hechtsheim Bürgerhaus“ FR: Mainz-Innenstadt um wenige Meter nach Westen vor, damit sie stadteinwärts gesehen hinter der Schleife liegt, sodass sämtliche Abfahrten in Richtung Mainz vom selben Bahnsteig erfolgen können. Die Straßenbahnneubaustrecke beginnt ab der Schleife und führt dann über Felder in Richtung „Am Weidenzehnten“ und danach verläuft sie in Seitenlage zur Rheinhessenstraße.
Auf den Luftbildern lässt sich ein Bogen zwischen der Barcelona-Allee und der Rheinhessenstraße erkennen, der gut eine Straßenbahntrasse aufnehmen kann. Auch verfügt die Barcelona-Allee über einen schönen breiten Mittelstreifen, der die Straßenbahn gut aufnehmen kann. Deswegen soll sie dort entlang trassiert werden. Auf der Barcelona-Allee entsteht die gleichnamige Straßenbahnhaltestelle.
Im weiteren Verlauf folgt die Straßenbahn der Eindhover Allee, wobei sie dabei durch die Fahrbahn eines Kreisverkehrs trassiert werden müsste, was weniger schlimm ist, das die Straßenbahn beim Abbiegen dort sowieso vorfahrtberechtigt wäre.
Nun braucht sie noch eine Endstelle mit Wendeschleife. Dafür möchte ich vorschlagen, die Straßenbahn über die Genfer Allee (= südliche Fortsetzung der Eindhover Allee) in Richtung Messegelände fahren zu lassen und dort einfach den Messeparkplatz ein wenig zu verkleinern. Was auch möglich wäre, ist es die Straßenbahn über die Genfer Allee noch weiter ins Messegelände zu führen, wobei ich dann eine Straßenbahnwendeschleife außerhalb des Messegeländes auf südlich angrenzenden Feldern vorsehe, damit das Messegelände flächennutzungstechnisch nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezpgen wird. Das Messegelände sollte in diesem Fall, wenn nötig, nach Osten hin erweitert werden. Eine Straßenbahnhaltestelle „Messe Mainz“ (Messeparkplatz) neben dem Messeparkplatz wird es aber in diesem Fall nicht geben, da sie doch nur rd. max. 240 m von der Haltestelle „Eindhover Allee“ und rd. max. 375 m von der Haltestelle „Messe Mainz“ (Messegelände) entfernt läge.
Eine Schleife südlich der Messe bietet nicht nur den Vorteile, den Messeparkplatz nicht verkleinern zu müssen, sondern auch die Straßenbahn noch weiter bis Ebersheim zu verlängern. Ebersheim hat rd. 6000 EW, die schon den Straßenbahnanschluss rechtfertigen könnten, und hat zudem eine bandartige West-Ost-Struktur im Ortskern, sodass eine Strecke ausreicht. Dem Gegenüber steht aber das Contra-Argument, dass eine fast 2,5-km-lange Straßenbahnstrecke über Felder zwischen dem Messegelände und Ebersheim gebaut werden müsste. Auf jeden Fall würde ich aber eine Straßenbahnwendeschleife südlich des Messegeländes so errichten, dass eine Verlängerung nach Ebersheim bautechnisch vorbeireitet ist.
