9 Kommentare zu “München: Tram-Südtangente Obersendling/Siemenswerke-Giesing via Harlaching und Mangfallplatz

  1. Es ist eine Südtangente zwischen Brudermühlstraße und Candidplatz geplant, siehe Nahverkehrsplan, du gehst in diesem Vorschlag hingegen davon aus hiermit die einzige Südtangente und Isarquerung zu schaffen. Da solltest du die Begründung nochmal umschreiben, es könnten durchaus beide Südtangenten sinnvoll sein, aber das muss begründet sein.

    1. Diese „Südtangente“ ist aber zwei Kilometer weiter nördlich und wird bereits von mehreren Buslinien im dichten Takt befahren, und ist außerdem sehr nah am Südring, was Parallelverkehr bedeuten würde falls irgendwann S-Bahnverkehr auf dem Südring kommt, der Mehrwert einer Tramlinie dort wäre also gering. Ich sagte ja, dass es südlich der Brudermühlbrücke keine Isarquerung mehr gibt. Es fehlt eine Isarquerung im Bereich zwischen Solln/Obersendling und Harlaching.

  2. Ja tatsächlich hatte ich auch eine Südtangente vorgeschlagen;

    👉https://linieplus.de/proposal/muenchen-suedtangente/

    Und außer der Erschließung Harlachings sehe ich keinen Mehrwert an dieser „Südtangente“. Sie ist soweit von den Oberzentren entfernt, dass diese Strecke geringes Potenzial als Südtangente hat.

    Die Lage ist auch so schlecht, dass nötige Infrastruktur nicht existiert. Die vielen Tunnel machen das Projekt zu teuer.

    Zur Anbindung Harlachings sollte man vielleicht die U1 um einen Halt verlängern. Das wäre dann die schnellste Verbindung in die Innenstadt.

    1. Deine Südtangente ist aber viel weiter nördlich und daher weniger tangential.

      Die Südseite, das Klinikum Harlaching, der Mangfallplatz und Giesing sollten bedeutend genug sein um eine Tramlinie zu rechtfertigen.

      Und selbst deine Südtangente würde vermutlich nicht ohne Infrastrukturneubauten auskommen, da es auf der Brudermühlbrücke keinen Platz für eine Trambahn gibt. Mein Vorschlag braucht auch nur 1.5 km Tunnel. Das ist günstiger als eine U1-Verlängerung, und selbst wenn man die U1 verlängern würde wäre das Problem der mangelnden Isarquerung nicht gelöst.

      1. Naja auch nicht weiter schlimm.

        Ich halte diese Idee nicht für schlecht, sondern nur für ausbaufähig.

        Die Brücke ist natürlich kein Problem, denn man sieht ja auch dass bspw. noch größere Brücken über Autobahnen gebaut werden können wenn der Wille da ist.

        Nur die Tunnel halte ich für überflüssig. Man kann durch die Rupert-Mayer-Straße auf der rechten Isarseite sowie durch die Isemschmidtstraße und dann weiter nach Theodolindenplatz durch die Theodolindenstraße trassieren. Die Straßen sind klein, schließen aber keine Trassierung aus.

        Die Tunnel wären nur dann nötig, wenn du mir sagst dass du mit der Tramstrecke einen großen Autotunnel mitplanst.

        1. Zwischen der Isenschmidstraße und dem Isartal gibt es einen Höhenunterschied von 30 Metern, genauso auf der anderen Seite für die Rupert-Mayer-Straße. Ich sehe nicht, wie man diesen Höhenunterschied ohne Tunnel bewältigen kann. Es sei denn man baut eine 700 m lange Brücke über das Isartal zwischen der Rupert-Mayer-Straße und der Isenschmidstraße, das wäre aber vermutlich viel teurer als zwei Tunnel.

  3. Den Bedarf hast Du richtig erkannt. Eine Tram-Südtangente über die Brudermühlbrücke wird die Situation deutlich verbessern, aber das Problem nicht vollständig lösen. Ideal wäre eine Straßenbahn auf Höhe der Thalkirchener Brücke. Das wäre auch der logische Lückenschluss zwischen den Verkehrsachsen Boschetsriederstraße und Nauplia-/Stadelheimer-/Ständlerstraße. So eine Strecke scheitert aber an den steilen Isar-Hochufern und am Landschaftsschutz an der Isar.

    Es gab auch schon Vorschläge die U1 vom Mangfallplatz über das Klinikum Harlaching nach Solln zu verlängern. So würde man das Problem mit dem Landschaftsschutz lösen und auch die Hochufer ließen sich (mit hohen Baukosten für die Tieflage der Bahnhöfe) überwinden. Allerdings ist der Bedarf für die Isarquerung dann doch nicht so groß, dass sich solch eine Linie rechnet. Dafür sind Harlaching und Solln nicht dicht genug bebaut.

    Dein Entwurf kombiniert nun beide Ideen. Du bist deutlich südlich der Ideallinie Thalkirchner Brücke und löst das Problem mit dem Höhenunterschied durch lange, teure Tunnelabschnitte. Gleichzeitig willst Du die Isar mit langen Brücken durch das Landschaftsschutzgebiet queren. Meiner Meinung nach kombinierst Du da mehr Nachteile als Vorteile.

    Eine richtig gute Lösung habe ich auch nicht. Ich favorisiere eine S-Bahn Solln-Menterschweige-Deisenhofen. Die hat zwei Nachteile: Sie ist noch weiter südlich und eine S-Bahn ist noch überdimensionierter als eine U-Bahn. Aber sie hat auch große Vorteile: Der Bau ist billiger als jede Straßenbahnstrecke, da Du nur zwei S-Bahnsteige brauchst. Und das Isartal wird auch nicht belastet, da es die Brücke schon gibt.

    1. Meiner Meinung nach wäre eine Führung über die Thalkirchner Brücke nicht wirklich ideal. Diese Strecke wäre zu umwegig und würde das Klinkum Harlaching und den U- und S-Bahnknoten Siemenswerke außer sich lassen. Siemenswerke macht mMn als Endstation mehr Sinn als Thalkirchen.

      Wie Du auch halte ich ebenso wenig von einer Verlängerung der U1 nach Solln. Das wäre extrem teuer für sehr wenig Nutzen. Die U1 ist eine Radiallinie und eine Südtangente sollte eher als Tangentiallinie konzipiert sein, es geht darum den Verkehr zwischen dem Südwesten und dem Südosten zu erleichtern, nicht zwischen Solln und der Stadtmitte. Wer von Solln ins Zentrum will kann bereits die S7 nehmen, eine verlängerte U1 wäre hier überflüssig. Außerdem hat Solln nur S-Bahn und wäre eine schlechte Wahl für eine Endstation verglichen mit Siemenswerke/Obersendling, wo mehr Anschlussmöglichkeiten bestehen.

      Ich glaube auch, dass ein S-Bahnhof Menterschwaige nicht ausreichen würde, auch wenn es billiger wäre. Menterschwaige liegt viel zu weit am Stadtrand und hat nur eine Umsteigemöglichkeit zum Tram 25, die nicht nach Giesing fährt, der tangentiale Effekt ist also gering. Ausßerdem hat eine S-Bahn eine zu geringe Taktdichte für eine innerstädtische Tangentiallinie.

      Für meinen Entwurf wäre 1.5 km Tunnel und zwei neue Isarbrücken notwendig, aber ich glaube, dass an solchen Infrastrukturneubauten ohnehin kein Weg vorbeifährt, wenn man eine Tram-Südtangente realisieren will. Die Thalkirchner Brücke kann das Gewicht einer Trambahn nicht tragen, man wird also sowieso neue Brücken bauen müssen.

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