Beschreibung des Vorschlags
Servus Zusammen!
Die Stadt München plant gerade eine U9-Spange und im Zuge dieser Umsetzung würden die heutigen U-Bahnstationen Implerstraße und Poccicstraße zu einer einzigen U-Bahnstation zusammengelegt, der in seiner Lage besser zum geplanten DB-Bahnhof München Süd legen soll. Einerseits ist dieser Schritt zu begrüßen, anderseits würde das zu einer Verschlechterung der Erschließung um diese aufgegebenen U-Bahnstationen führen.
Da die U-Bahn unterhalb der Lindwurmstraße heute schon überlastet ist, würde sich eine Tram bestens anbieten. Diese würde die Kapazitäten entlang der Lindwurmstraße erhöhen, den weggefallenen U-Bahnhalt Poccicstraße auffangen und könnte auch im Nachtverkehr den einen oder anderen Bus ersparen. Ursprünglich hätte ich nur eine Tram zum Harras geplant, aber nach längerer Überlegung könnte es Sinn ergeben, diese sogar weiter nach Süden zu verlängern.
Entsprechend ist dann dieser Vorschlag rausgekommen:
Infrastruktur:
Vom Sendlinger Tor aus wird die Tramstrecke vom Bestand abgezweigt und führt der Lindwurmstraße entlang. Dabei wird sie im Abschnitt Sendlinger Tor-Harras die Rolle zur Feinerschließung übernehmen, d.h. anders als bei der darunterliegende U-Bahnstrecke sind die Haltestellenabstände gering.
Mit den Zwischenhalten Ziemssenstraße, Goetheplatz, Herzog-Heinrich-Straße, Poccicstraße werden unter anderen die Anbindung vom LMU Klinikum Innenstadt, das KVR sowie die vielen umliegenden Gebäuden einfacher an ein Schienengebundenes System angebunden. Dazu könnte man zu Oktoberfest Zeiten auch einen gewissen Teil der Verkehre auf diese Tramstrecke verlagern. Der Südbahnhof von der DB kann nordseitig von der Tramhaltestelle Poccicstraße auch angebunden werden.
Danach führt die Strecke parallel wie die heutige Buslinie 132 entlang den Haltestellen Aberlestraße, Margaretenplatz, Am Harras zum Knotenpunkt Harras. Damit wird das Herz von Sendling optimal an den Sendlinger Tor und der Westlichen Altstadt angebunden (Hinweis: die U9 würde die U6 erlösen und vom Harras über die Neubaustrecke zum Hbf führen).
Außerdem funktioniert der Harras als Umsteigepunkt zur U6 und S-Bahn sowie diversen Buslinien. Und perspektivisch vielleicht zu einer Tram Südtangente, den ich schon mal kreuzend auf den Plan aufgezeichnet haben.
Ab Harras könnte die Tram den Südteil der Buslinie 53 ablösen, d.h. den Abschnitt Harras – Aidenbachstraße abgesehen von vereinzelte Modifikationen 1:1 übernehmen. Unter anderem wird gegenüber der heutigen Buslinie angepasst:
- Die heutigen Haltestellen Adunistraße und Schneemannstraße werden zu einer neuen Tramhaltestelle „Attenkoferstraße“ zusammengeführt, um den Haltestellenabstand etwas zu erhöhen und außerdem die Gegend besser zu erschließen.
-> Auf Höhe der Haltestelle gibt es westwärts unter den Häusern ein Weg führend zur Attenkoferstraße, diese profitieren von einer näheren Haltestelle
-> Gleich neben der Passauer Straße 121 gibt es einen Hofzugang, der zum Wendehammer Sonnenlängstraße führt. Von dort könnte man vielleicht einen direkten Fußweg ostwärts zum S-Bahnhof Mittersendling bauen. Der Zugang zum Südlichen Bahnsteigsende der S-Bahnstation muss um eine Unterführung erweitert werden, da dieser heute nur östlich von der Bahnstrecke erreichbar wäre.) - Der Umweg von Hofmannstraße – Aidenbachstraße über Gmunder Straße und Kistlerhofstraße wird aufgegeben, stattdessen soll die Tram von der Hofmannstraße direkt auf die Boschetsrieder Straße abbiegen und von da aus weiter zur Aidenbachstraße.
An der Aidenbachstraße kreuzt diese neue Tramstrecke die gerade im Bau befindende Tram-Westtangente. Außerdem gibt es dort für die Tram eine Wendeanlage, sowie Umstieg zur U3 und ein paar Buslinien. Auch hier habe ich eine mögliche Verlängerung der Tram Westtangente eingezeichnet, diese wird vonseiten verschiedener Verbände als Tram Westtangente Plus bezeichnet. In dem Fall würde die Tram Westtangente wie unsere geplante Sendlinger Tramstrecke zur Kistlerhofstraße folgen und ab da zur S-Bahnstation Siemenswerke abbiegen.
Wenn wir bei unseren Geplanten Tramstrecke bleiben:
Die Tram würde hierbei den Südabschnitt der Buslinie 63 ersetzen bzw. diese Buslinie würde einen anderen Linienverlauf bekommen, um weiterhin das Gewerbegebiet an der Drygalski-Allee anzubinden. Die Tramlinie würde dabei bis zur Plattlinger Straße 1:1 den Verlauf vom Bus übernehmen, wobei ich die Haltestelle Leutstettener Straße auflassen würde aufgrund von geringen Haltestellenabstand.
An der Haltestelle Plattlinger Straße angekommt, führt die Tramstrecke weiter gerade aus und biegt dann in der nächsten Kreuzung Westwärts auf die Straße Begasweg. Dieser mündet nach 130m in einen Fuß- und Radweg, wobei man da sicherlich eine Tramstrecke einbauen lassen würde. Der kurze Streckenabschnitt zwischen Schuchstraße und Begasweg würde dabei weiterhin von jeglichen Straßenverkehr gesperrt bleiben. An der Kreuzung Schuchstraße/Begasweg/Herterichstraße angekommen, wird die Tramstrecke auf die Herterichstraße verlegt und folgt im Grunde den ganzen Straßenabschnitt bis zum U-Bahnhof Fürstenried West entlang. Dabei wird unter anderen Parkstadt Solln sowie der Kern von Forstenried angebunden. Hier begegnet man wahrscheinlich auch den baulich schwierigsten Streckenabschnitt der Tram, da dieser über die Autobahn und der dazugehörigen Kreuzung quert. Hier wäre die Frage, ob man aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens die Tramstrecke einfach durch die Mitte von diesen Verkehrskreisel führen will oder ob man da nicht eine andere Lösung überlegt, z.b. per Rampe (wobei die Höhenunterschiede wahrscheinlich dann immens werden, wenn das überhaupt machbar ist). Notfalls könnte ich mir vorstellen, dass die Straße an der Kreuzung Liesl-Karlstadt-Str. südlich der Straße verschwenkt wird und auf eigenen Gleiskörper die Autobahn und den dazugehörigen Rampen überquert, bevor es wieder auf die Neurieder Straße verschwenkt wird (auf Höhe Kreuzung Neurieder Straße/Allgäuer Straße).
Betrieb:
Ich würde diese Tramlinie als Linie 13 bezeichnen (übernimmt Abschnitte von 53, 63 und U3). Diese Linie würde ab den Sendlinger Tor dann weitergeführt werden, wobei da nicht wenig Möglichkeiten gibt. Eine Option wäre z.b., die Linie 27 am Sendlinger Tor weiterzuführen über die Neubaustrecke. Aber da möchte ich den genauen Linienverlauf jedem offen überlassen.
Wie sieht es mit der Taktung aus?
Grundsätzlich wird die Linie auf ganzer Länge im 10min-Takt bedient, wobei ich mir Verstärkerfahrten, vor allem im Hauptabschnitt Sendlinger Tor – Harras, vorstellen könnte. Der eben genannte Abschnitt wäre in meinen Augen auf einer Stufe gleichzustellen wie z.b. Sendlinger Tor – Kurfürstenplatz. Entsprechend könnte man wie die Linie 28 dort eine Verstärkerlinie Mo-Sa von früh bis Abends und Sonntags von 12-20 Uhr einführen.
Diese Verstärkerlinie würde den Abschnitt auf einen 5min Takt verdichten und im besten Fall in der nähe vom Harras enden. Da hier die Platzverhältnisse etwas begrenz sind, wäre eine mögliche Tram Südtangente (Waldfriedhof – Ostbahnhof) praktisch, da man dann in so einen Fall bis zum Partnachplatz fahren könnte und dort leicht eine Wendeschleife um den Platz einrichten kann.
Dieser Vorschlag würde dafür sorgen, dass der Münchner Südwesten wieder eine Tramlinie bekommt, die radial auf die Innenstadt gerichtet ist. Außerdem würde so eine Strecke auch mögliche Ausrück/Einrückfahrten zur Tram Westtangente oder Südtangente vereinfachen, da entsprechende Gleisverbindungen möglich wären und man nicht ein großen Umweg fahren müsste. Außerdem entlastet es stark nachgefragene Buslinien. Der größte Vorteil wäre aber das Auffangen jeglicher Nachteile, die die direkten Anlieger durch einen möglichen Auflassen der U-Bahnstation Poccicstraße hätten.
Ich bin gespannt, was ihr darüber denkt und freue mich über jegliches Feedback!
Gruß,
M1nga
