Beschreibung des Vorschlags
Mein Vorschlag zur optimalen Verkehrsanbindung des geplanten SEM im Dreieck Johanneskirchen/Daglfing/Riem. Als Anbindung an den ÖPNV sind dort eine Straßenbahn und die Verlängerung der bislang an Arabellapark endenden U4 vorgeschlagen, eine S-Bahn fehlt noch. Mein Vorschlag sieht vor – wohlgemerkt zusätzlich zur geplanten Straßenbahn und der U4-Verlängerung – das Gebiet auch über die geplante S-Bahn auf dem Münchener Nordring anzubinden. Der Link ist übrigens etwas überholt, inzwischen ist nur noch eine Pendel-S-Bahn aufgrund der mangelnden Trassen in der Münchener Innenstadt geplant. Das Endziel sollte natürlich ein geschlossener S-Bahn-Ring sein, aber dazu müsste erst einmal der komplette Südring ausgebaut werden. Mein Vorschlag ist immerhin schon einmal der Anfang dazu.
Mein Vorschlag wäre, die Strecke über den Ostbereich des SEM und den Ostbahnhof bis zur (vorerst) geplanten Endstation „Kolumbusplatz“ auf dem Südring (U1/U5) zu verlängern. Auch die weitere Führung über den Nordring habe ich nicht eingezeichnet. Ich schlage grundsätzlich keine Projekte vor, die bereits Bestandteil der Planungen von offizieller Seite sind. Auch sollte man speziell die Standorte der Haltestellen auf dem Gebiet der SEM Nordost nicht in Stein gemeißelt sehen, das hängt von der späteren Bebauung an. Bei meiner Planung bin ich übrigens davon ausgegangen, dass das Gelände der Reitsportanlagen mit bebaut wird.
Zusätzlich möchte ich speziell T1m und auch Matze314 für die Anregung danken. Ich bin der Meinung, dass speziell die U4-Verlängerung über Englschalking hinaus zwar wichtig ist, das Gebiet nur unzureichend erschließt.

Ich verstehe was du hier erreichen wilst, aber die Parallelführung zur Ismaninger Strecke ist halt ein ziemlicher Mühlstein für das Projekt – nach dem viergleisigen Ausbau dort hat auch eine Ringbahn Platz. Dazu kommt die fehlende direkte Innenstadtanbindung bei deiner Führung auf den Südring, mit der U4 wäre dies gegeben (und die U4 endlich mehr als nur dieser seltsame, ungeliebte türkise Stummel auf der Karte).
Eine Nord-Süd-Achse zentral durch das SEM (klar, weder die U4-Ost noch die S8 können das leisten) ließe sich auch mit einer Tramtrasse umsetzen – Vorteil bei neuen Stadtquartieren ist ja, dass hier gleich eine kreuzungsfreie stadtbahnähnliche Trasse geplant werden kann. Die 16 (Cosimabad) bzw 19 (Berg am Laim) sind auch nicht so weit weg, als dass ein „Querschlag“ rüber zum Anschluss des Tramnetzes zu kompliziert wäre.
Übrigens – du hast dir auf dem Südring halt wirklich die undankbarste Stelle zum Ende deiner Linie ausgesucht. Im Raum Kolumbusplatz verläuft der Südring in Hochlage durch dichte Wohngebiete – selbst wenn nach dem Bau von Daglfinger wie Truderinger Kurve die Kapazitäten auf dem Südring eine S-Bahn hergeben und keinen viergleisigen Ausbau benötigen, schon alleine der notwendige Bau von Bahnsteigen und einem Kehrgleis würde in der Ecke ein ziemlich großer Kampf werden.
Ich kann Zeru nur zustimmen.
Die bestehende Bahnstrecke zwischen Daglfing und Johanneskirchen muss ohnehin viergleisig ausgebaut werden um dort einen 10-min. Takt der S-Bahn und Expresszüge zum Flughafen zu ermöglichen. Das soll 2,5-3 Mrd.€ kosten, weil die Stadt auf einer Tunnellösung besteht. Sobald die S-Bahn dort eigene Gleise hat, ist auch genug Kapazität für weitere S-Bahn-Linien Richtung Nordring vorhanden.
Folglich wird niemand weitere 2-3 Mrd. € für einen Paralleltunnel in 1-2 km Abstand zur bestehenden Strecke ausgeben.
Die Anbindung der SEM an das Schnellbahnnetz kann auch über die U4 und die bestehenden Bahnhöfe der S8 erfolgen, die dann ja mindestens im 10 min. Takt bedient werden. Wenn da noch eine weitere S-Bahn Richtung Nordring dazu kommt, umso besser.
Für die Nord-Süd-Feinerschließung der SEM ist eine Tram besser geeignet.
Was den Nordring angeht:
Ja, aktuell ist nur eine Pendel-S-Bahn zwischen Karlsfeld und FIZ geplant.
Eine Ringlinie Richtung Ostbahnhof erfordert den viergleisigen Ausbau zwischen Johanneskirchen und Daglfing. Der ist aktuell für Ende der 30er Jahre angedacht. Evtl. braucht man noch einen zusätzlichen Ausbau der Isarquerung zwischen Johanneskirchen und FIZ. Das hängt wohl von der Entwicklung des Güterverkehrs ab. Stand heute, sollte die bestehende Infrastruktur eigentlich reichen, wenn man nördlich von Johanneskirchen eine vernünftige Ausfädelung der Strecken baut.
Für eine Weiterführung vom Ostbahnhof Richtung Innenstadt sind – dank 2. Stammstrecke – dann auf jeden Fall genug Kapazitäten vorhanden.
Noch ein Input: Deine Streckenführung wäre für die SEM zu weit östlich, zumindest im Norden.
Zwar steht die genaue Lage der Siedlungsschwerpunkte noch nicht fest, aber alles nordöstlich des Lebermosswegs ist Landschaftsschutzgebiet und damit tabu. Der Schwerpunkt der SEM wird daher näher an der bestehenden S-Bahn als an Deiner Strecke sein.