3 Kommentare zu “MG: Hardt – Schwalmtal – Brüggen (Überlandstraßenbahn)

  1. „Die Streckenverlängerung als Überlandstraßenbahn ist 14 km lang und erreicht 28300 EW. Das macht dann schon 2020 EW/km.“

    Das ist ein bisschen wenig. Nach der auch dir bekannten Faustregel nach der mehr als 25 km pro 100.000 Einwohner kaum noch als angemessen betrachtet werden können, wären schon 4000 Einwohner pro Kilometer gut. Davon bist du weit entfernt.

    1. Meinst du. Also das sind zwar wie ich berechnet habe 2020 EW/km, aber der Wert ist ja nur ein durchschnittlicher Erschließungsgrad. Man muss ja berücksichtigen, dass die Strecke auch längere Überlandabschnitte hat. So fährt sie z. B. auf 2,5 km zwichen Schwalmtal-Amern und Brüggen-Born nur durch den unbesiedelten Wald. So können natürlich auch höhere Einwohnerzahlen im Einzugsgebiet von Haltestellen angenommen werden. Schwalmtal-Amern hat 8000 EW und ist 1,7 km nord-süd-lang und gerade einmal 1 km West-Ost-breit und die Straßenbahn verläuft fast durch die Mitte des 1-km-breiten Ortes, genauer gesagt 300 m von der Westgrenze der Bebauung bzw. 700 m von der Ostgrenze der Bebauung entfernt. So werden natürlich in Amern schon mindestens 4000 EW/km erreicht.

      Ich kann natürlich überlegen, nach einer Wendemöglichkeit in Schwalmtal-Waldniel zu suchen. Waldniel hat 11000 EW und der Ortskern Waldniel Kirche ist Luftlinie 5 km von deiner Endstelle an der Nikolauskirche in Hardt entfernt, bzw. 4 km von der Stadtgrenze Schwalmtal-Waldniel/MG-Hardt. Da kann ich natürlich, wenn ich den Streckenverlauf noch mal optimiere, zumindest 11000 EW einen 4-bis-5-km-langen Straßenbahnanschluss an Mönchengladbach zu ermöglichen. Das wären dann je nach Rechnung zwischen 2200 EW/km und 2750 EW/km.

      Es ist ja insgesamt nicht verkehrt, die insgesamt rd. 30000 EW zweier Vororte eines 260000-EW-reichen Oberzentrums (Mönchengladbach) mit der Schiene an dieses anzuschließen, nur es ist nicht so einfach die alte Bahnstrecke zu reaktivieren, weil erstens die alte Bahntrasse in Waldniel mit einer Umgehungsstraße (Nordtangente – Haversloh – Industriestraße) überbaut ist und sich eine ortszentrumnahe Bahntrasse sich deswegen nicht ohne Tunnel oder Zerschneidung der grünen Lungen Waldniels herstellen lässt und zweitens sie als Eisenbahn sicherlich einen zeitraubenden Umweg über Viersen nehmen wurde. Das war ja auch damals der Grund, warum der SPNV auf der Bahnstrecke Dülken-Brüggen eingestellt wurde. Weil man mit dem Auto oder mit dem Bus schneller nach Mönchengladbach kam als mit der Eisenbahn, fuhr die Eisenbahn nur mit Schienenbussen auch nur bis Viersen. Letztendlich war das nicht wirtschaftlich und man hat den Betrieb ganz eingestellt. Eine Straßenbahn (von mir aus auch Zweisystembahn, aber bei stillgelegten und entwidmeten Trassen, rede ich nicht vom Tram-Train, da man sie ja neu nach BOStrab reaktivieren kann) kann dagegen gleich direkt durch den Ortskern von Waldniel und direkt nach Mönchengladbach entwickelt werden. So profitieren mehr der 11000 Waldnieler von der Schiene in ihr Oberzentrum.

      1. „So fährt sie z. B. auf 2,5 km zwichen Schwalmtal-Amern und Brüggen-Born nur durch den unbesiedelten Wald.“

        Solche Abschnitte kannst du aber nicht einfach herausrechnen. Auch sie verursachen Kosten, die nicht von den Rehen und Wildschweinen im Wald übernommen werden.

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